Sparen im Haushalt

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ABDREHEN UND DABEI SPAREN!

5  02.11.2003

Pro:
mehr Geld am Ende des Monats über, schont natürliche Ressourcen

Kontra:
eigentlich nichts

Empfehlenswert: Ja 

vellocet

Über sich: Recht herzlich willkommen!

Mitglied seit:14.10.2003

Erfahrungsberichte:50

Vertrauende:5

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich bin weder Geizkragen noch Sparfuchs und konsumiere, das Herrn Eichels Herz schneller schlägt. An dieser Stelle möchte ich jedoch meine Unzufriedenheit über die Situation in unserem Lande ganz klar artikulieren. So schrumpfen meine mir unmittelbar zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel von Jahr zu Jahr, da diverse Abgaben und indirekte Steuern stetig nach oben korrigiert werden und man immer öfter für Leistungen des Staates zusätzlich bezahlen muss, obwohl man glaubt, diese wären in den jeweiligen Steuern enthalten (lesen Sie sich spaßeshalber einmal die detaillierte Rechnung Ihres Straßenverkehrsamtes durch, wenn sie ein Auto neu zulassen!).

So habe ich mich entschlossen, innerhalb meines Haushaltes und meiner Lebensweise Einsparpotential auszumachen, ohne an Lebensqualität zu verlieren.

WASCHEN / BÜGELN

Ich wasche meine komplette Wäsche – egal was auch immer - bei dreißig Grad und in einem Sparprogramm. Dazu muss ich aber sagen, das ich weder über Kinder noch stark verschmutzte Kleidung verfüge. Bei mir gibt es keine kleine Wäsche – die Maschine wird erst angestellt, wenn sie voll ist und läuft zudem nur abends oder am Wochenende. Einen Vorwaschgang benutze ich auch nicht.

Bügeln tue ich rein gar nichts. Wenn ich die Wäsche aus der Maschine nehme, schlage ich die Jeanshosen aus, ziehe diese lang und hänge sie dann zum Trocknen auf. So ähnlich verfahre ich dann mit Sachen, die diese Vorgehensweise schadlos überstehen können (Jacken, T-Shirts, Strümpfe und vor allem Bettwäsche sowie Handtücher). Wenn man die Sachen dann vernünftig zusammenlegt, sehen sie auch nicht zerknittert aus.

KÖRPERPFLEGE / HYGIENE

Baden tue ich eigentlich nie, dusche aber jeden Tag mindestens einmal. Dabei lasse ich das Wasser nicht die ganze Zeit über laufen sondern stelle dieses nachdem ich nass bin ab, seife oder shamponiere mich ein und spüle dann alles ab. Das ist sicherlich kein Genuss, spart aber Wasser, Strom und Geld. Zudem habe ich das Glück durch meine berufliche Tätigkeit am Arbeitsplatz duschen zu können und nutze diese Möglichkeit immer nach dem Bereitschaftsdienst.

Beim Zähneputzen verfahre ich ähnlich wassersparend: Wasser an-Mund ausspülen-Zahnbürste nass machen-Wasser aus-Zähne putzen-Wasser an-Mund ausspülen-Wasser aus. Zahnputzbecher finde ich unhygienisch.

Irgendwie klingt es ja krank, doch manchmal gebe ich mich diesen Handlungen hin: wenn die Zahnpasta leer zu sein scheint, schneide ich diese auf und kann mir mit dem nicht auszuquetschenden Rest dann noch locker dreimal die Zähne putzen. Ist das Duschgel leer, halte ich die Öffnung in den Wasserstrahl, sauge Wasser an, schüttle die scheinbar leere Flasche und kann damit dann bestimmt noch drei bis vier mal duschen.

Meine Toilette hat eine Wasserspartaste, mit der ich nach Beendigung des "Geschäftes" den Wasserverbrauch auf ein annehmbares Minimum drosseln kann. Wer keine Spartaste hat, sollte diese nachrüsten oder den Spülbehälter öffnen und das Fassungsvermögen reduzieren (je nach Stabilität und Bauweise mit Backsteinen, Styropor, oder wenn technisch machbar durch Veränderung des Schwimmerstandes).

Der Sohn meiner Freundin hat mit vier angefangen, seinen Toilettengang selbst zu organisieren. Leider spülte er nach einem bisschen Pipi immer zehn Liter durch. Da habe ich ihm erzählt, dass in Afrika Kinder verdursten, weil es dort kein Wasser gibt, während wir hier in Deutschland ganz viel für die Toilette verbrauchen (und ihm zugleich die Spartaste erklärt) – hat funktioniert!

ELEKTROGERÄTE / BELEUCHTUNG / HEIZUNG

Licht habe ich nur in dem Zimmer an, in dem ich mich befinde. Sonst zünde ich gerne Kerzen oder Teelichter an, was zudem eine wärmere Atmosphäre erzeugt. Wenn ich abends oder nachts etwas aus einem Zimmer hole oder wieder zurückbringe, mache ich nicht automatisch das Licht an, wenn ich den Platz des Gegenstandes oder der Sache kenne (z.B. Buch zurück ins Regal oder Brief in die Schublade) – Blinde machen das ihr Leben lang. Ganz "diffizile" Dinge lasse ich mitunter auch bis zum nächsten Tag liegen.

Ich vermeide Radio oder Fernseher im Standby-Modus laufen zu lassen und stelle im Urlaub sogar die Klingel ab. Meinen PC und alle "digitalen Anhangsorgane" habe ich in eine Mehrfachsteckdose mit Hauptschalter gesteckt - bin ich mit allem fertig, schalte ich den ganzen Kram komplett aus. Ich vermeide Allgemeinbeleuchtung – so habe ich nur die Arbeitslampe am Schreibtisch an, wenn ich dort arbeite. Brauche ich mehr Licht, richte ich die Arbeitslampe gegen die helle Wand. Meine Deckenlampen in Flur und Wohnzimmer haben einen Milchglasschirm – diesen reinige ich regelmäßig um die Leuchtkraft zu erhalten. So wird das Licht reflektiert. Wo möglich, habe ich Energiesparlampen eingesetzt. Außerdem steht mein Schreibtisch am Fenster, daher brauche tagsüber eigentlich nie Licht.

In meinem Kühlschrank ist nur das nötigste, ähnlich sieht es auch im 3*-Gefrierfach aus. So kann ich den Regler auf Stufe 1 oder 2 stellen und habe trotzdem gekühlte Lebensmittel, weil der Apparat weniger Inhalt herunter kühlen muss. Dafür gehe ich lieber öfter kleinere Mengen einkaufen, die ich schnell verbrauche. Zudem habe ich mir einen relativ sparsamen Kühlschrank gekauft.

Wenn ich in den Urlaub fliege, fahre ich den Lebensmittelbestand wenige Tage vorher komplett runter und stelle den Kühlschrank ab.

Ich habe eine Gastherme und heize nur die Räume, in denen ich mich aufhalte. Die Heizung stelle ich ebenfalls ab, wenn ich für ein paar Tage verreise. Da ich im ersten Stock eines vierstöckigen Mehrfamilienhauses wohne, muss ich mir hinsichtlich des Einfrierens irgendwelcher Leitungen keine Gedanken machen, da die um- und darüber liegenden Wohnungen genug Wärme abgeben.

TELEFONIEREN / POST

Hier versuche ich mich kurz zu fassen, denke dreimal darüber nach, ob das Gespräch wirklich sein muss oder nicht, versende keine SMS über das Handy und habe im Urlaub die Mailbox ausgeschaltet. Wenn ich mit irgendwelchen Firmen telefonieren muss, versuche ich im Internet eine eventuell vorhandene 0800er Nummer zu finden und lasse mich gegebenenfalls weiterverbinden. Wird absehbar, dass das Gespräch teuer wird, schicke ich Faxe, Briefe oder versuche eMails zu senden. Neulich hatte ich einen Brief von der GEZ, die um Rückantwort bat – den Brief habe ich mit "Gebühr bezahlt Empfänger" zurückgeschickt.

Fazit: wer sich ein wenig in seinem Haushalt umschaut und bereit ist, bestimmte Gewohnheiten ab- oder umzustellen, der hat am Ende des Monats vielleicht ein paar Euro mehr in der Tasche.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Xanny

Xanny

13.11.2003 20:56

Ich finde die Ideen grundsätzlich super, aber manchmal habe ich nur für die hälfte dieser Ideen die zeit sie zu machen, aber das mit dem zähne-putzen fand ich super beschrieben. Solltest du mal meinem Verlobten zeigen, da geht bald ne ganze Badewanne voll in den Abfluss, nur weil das Wasser warm sein soll. gruß x

helmut.agnesson

helmut.agnesson

03.11.2003 19:46

bügeln tue ich auch nicht. álles auf 30 grad kriege ichanber nicht sauber

BlankAttack

BlankAttack

02.11.2003 22:18

Na, waren doch einige nette Tipps dabei, auch wenn ich kaum was davon für mich persönlich gebrauchen konnte. Wir haben eh keine Badewanne hier, also dusche ich immer. Waschen im Wohnheim ist mir auch viel zu teuer, das mache ich dann immer alles auf einen Schlag, wenn ich die Familie besuche, da ist´s gratis. :) Um Strom und Licht etc. muss ich mich nicht kümmern, da ich nen festen Mietpreis mit Nebenkosten bezahle im Studentenwohnheim und und und... :) Aber dennoch, einige gute und auch Umweltschonende bzw. Ressourcensparende Tipps dabei, die man beherzigen sollte. :)

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