Willkommen im Jahr 2005.
Diese Tage habe ich meine Bilanz für 2004 erstellt. Eine Bilanz über die Möglichkeiten, die sich uns zum Sparen boten. Es gab viele Gelegenheiten etwas einzusparen und viele Dinge hatte ich auch schon im Jahr 2003 veranlasst.Es begann damit, dass ich Besuch von einem Finanzberater bekam. Er brachte mich erst darauf, welche Möglichkeiten bestehen. Ich hatte mir zuvor eigentlich nie große Gedanken darüber gemacht. Aber dann…
Als erstes ließ ich mich zu keinem Vertrag mit ihm hinreißen. Ich weiß nicht genau wie viel ich dadurch sparen konnte. Auf jeden Fall aber einmal die 25,- Euro Beratungs- und Anlysekosten für unsere finanzielle Situation.Ich fing an, unsere Versicherungen zu vergleichen. Dank Internet war dies auch kein zu großer Aufwand. Sehr schnell fand ich weitaus günstigere Gesellschaften mit dem gleichen Leistungsspektrum. Die bestehenden Hausrat-, Haftpflicht- und Rechtschutzversicherungen wurden gekündigt und neu abgeschlossen. Bei den neuen Verträgen wurde eine jährliche Zahlungsweise vereinbart, durch die noch einmal zwischen 3 + 5 % Nachlass gewährt wird. Die Autoversicherung wurde ebenfalls gewechselt. Die gewählte Gesellschaft bietet auch noch mal 5 % Nachlass sobald drei Verträge bei ihnen abgeschlossen werden. Gesamtersparnis ca. 500,- Euro pro Jahr.
Es folgte das Girokonto. Vor Jahren bereits wurde auf ein gemeinsames Konto umgestellt. Es müssen ja nicht unbedingt zweimal Kontoführungsgebühren anfallen. Da unsere Bank jedoch kein kostenloses Girokonto im Angebot hatte und auch nicht mit sich handeln ließ, mussten wir handeln. Ich suchte eine Bank mit kostenloser Kontoführung inklusive EC-Karten und Kreditkarte. Nachdem ich sie gefunden hatte, wurde das Konto gekündigt. Hier konnte eine Ersparnis von 55,- Euro für Kreditkarten und Kontogebühren in Höhe von ca. 120,- Euro erzielt werden. Mitgliedschaften in Vereinen kündigte ich und spende statt dessen an Institutionen welche wirklich Geld benötigen.
Alleine durch diese Veränderungen konnten wir in 2004 insgesamt 675,- Euro sparen.Um auch beim Haushalten etwas sparsamer zu werden, beschloss ich das Haushaltsgeld sinnvoller einzusetzen. Ich entwickelte mich zum Schnäppchenjäger *g*.
Ich begann auch einen Speiseplan für eine Woche zu erstellen. Dies bot mir die Möglichkeit noch gezielter Einkaufen zu gehen. Ich studierte zuvor die Prospekte, erstellte den Speiseplan und ging dann gezielt zum Einkaufen. So habe ich es erreicht, mit rund 300,- Euro pro Monat unseren 3 Personenhaushalt zu versorgen. Dies war zuvor nicht möglich und trotzdem kommt das auf den Tisch was wir gerne Essen. Da ich auch meinen Sohn mit in die Erstellung des Planes einbezog, hatte ich auch kein Genörgel mehr beim täglichen Essen. Ersparnis pro Jahr ca. 1000,- Euro, die Ersparnis bei meinem Nervenkostüm kann ich leider nicht in Euro ausdrücken. Aber auch die sind enorm *lach*.
Durch diese Maßnahmen konnten wir insgesamt fast 1700,- Euro pro Jahr einsparen. Kommen wir nun aber zu allgemeinen Möglichkeiten sparsamer im Alltag zu sein.
Die Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt z. B. ist kostenlos. Hier musste ich zwar erst bei der Arzthelferin darauf hinweisen aber sie stimmte mir dann zu. Beim Zahnarzt ist eine Prophylaxe ebenfalls frei. Und da im Herbst die Zeit der Erkältungen und besuche beim Hausarzt anfangen, legte ich die zweiten Besuche bei o. g. Ärzten auf diese Zeit. Andere Arztbesuche wie Augen- und Hautarzt auch. So war es mir möglich mit nur 40,- Euro für uns Erwachsene das letzte Jahr zu bestreiten. Gut wir hatten dann zwar innerhalb von drei Monaten alle möglichen Arztbesuche vor uns, jedoch mussten wir nicht 80,- Euro Praxisgebühr bezahlen. Und zum Arzt sollte man ja trotzdem gehen. Denn an der Gesundheit zu sparen wäre falsch.Ebenso lohnt es sich bei Medikamenten mal die Preise der verschiedenen Größen zu prüfen. Hier stellte ich fest, dass die Augentropfen für unseren Kater im 3er Pack viel günstiger sind, wie die Einzelflasche. Ich zahle für drei 16,- Euro und eine würde 9,50 Euro kosten. Durch ein Gespräch mit unserem Apotheker konnte ich erfahren, dass dies bei den meisten Arzneien der Fall ist.
Auf den meisten Packungen von Tees ist bei der Zubereitung vermerkt, dass ein Beutel pro Tasse zu verwenden ist. Ich koche dann immer gleich eine ganze Kanne und verwende anstatt 5 Beuteln nur 3. Nur ein wenig länger ziehen lassen und das Ergebnis ist geschmacklich genau so gut. Kaffee kaufe ich bereits seit Jahren bei Aldi oder Lidl für ca. 2,49 Euro. Beim Blättern in Prospekten fiel mir jedoch auf, dass es günstigere Angebote gab. Kaffe für 1,77 Euro. Sehe ich ein solches Angebot kaufe ich gleiche mehrere Packungen. Bei einer Annahme von 2 Päckchen pro Monat ergibt dies eine Ersparnis von ca. 30,- Euro pro Jahr.
Beim säubern des Aquariums wird das Wasser, dass ausgetauscht wird, für die Blumen verwendet.Kühl- und Gefrierschrank wird regelmäßig enteist.
Geräte werden immer ausgeschaltet und nicht auf Standby gestellt. Hier können je nach Gerät bis zu 30,- Euro jährlich gespart werden (laut Energieversorger).Beim Waschen achte ich darauf, dass die Maschine immer ausgelastet ist. Da ich im Winter auf einen Trockner zurückgreife, achte ich auch hier darauf das dieser immer ausgelastet ist.
Lernsoftware für meinen Sohn ersteigere ich bei Ebay. Hier habe ich z. B. aktuell 50,- Euro gespart.Im Winter achten wir darauf, dass die Türen zu Räumen welche nicht so beheizt werden, geschlossen sind. So wird verhindert, dass die kühlere Luft in einen wärmeren Raum gelangt und hier die Heizung öfter läuft.
Bei unserem Tierarzt, zu dem ich mit unserem Kater regelmäßig muss, erhalte ich bei Barzahlung 3 % Nachlass.Im Sportstudio konnten wir auch pro Person knapp 80,- Euro jährlich einsparen, da wir den Jahresbetrag im Voraus bezahlen. Dies bieten die meisten Studios auf Nachfrage an.
Bei den Reinigungsmitteln haben wir stark reduziert. Wir nutzen lediglich noch Essigreiniger, WC-Reiniger und Spülmittel. Spülmittel ist das optimale Reinigungsmittel. Es ist nicht nur zum Geschirrspülen geeignet. Es kann sehr gut als Fenster- und Glasreiniger genau so zum Boden wischen verwendet werden. Bei Blattlausbefall unserer Balkonpflanzen findet kein teures chemisches Mittel Verwendung. Hier bereite ich eine Spülmittellösung die ich in eine alte Sprühflasche einfülle. Ein weiterer Vorteil ist, dass ohne Bedenken auch Tomaten usw. behandelt werden können. Nach einigen Anwendungen können die Läuse mit einem Tuch abgewischt werden.
Schulhefte, Collegeblöcke, Taschentücher, Toilettenpapier und Küchenpapier kaufe ich direkt beim Hersteller. Hier müssen zwar bestimmte Mengen abgenommen werden, jedoch teile ich diese meistens mit meiner Schwägerin oder mit Eltern aus der Schulklasse meines Sohnes.
Hier können bis zu 40 % erspart werden. Und da nicht jeder Fabrikverkauf angeben wird lohnt es sich mal nachzuforschen. Hierdurch erfuhr ich z. B. auch, dass Elefanten Kinderschuhe bei Vileda günstig verkauft werden. Da ich auch sehr gerne in Katalogen bestelle, mache ich dies mittlerweile mit Freundinnen gemeinsam. So können die Portogebühren geteilt werden und bei manchen komme ich in den Genuss des Sammelbestellers, wodurch ich nochmals 5 % auf alle Artikel bekomme.
Gelegentlich nutze ich auch so genannte Kurz-Abos. Allerdings nur wenn die Prämie sich für uns eignet. Damit ich nicht am Ende noch auf dem Abo sitze, sende ich direkt nach der Anforderung eine Kündigung los. So kam ich schon zu manch edlem Teil für einen sehr niedrigen Preis. Z. B. Kurz-Abo von Elle für 5,80. Prämie war der Rührblitz von WMF für ca. 15,- Euro.Weitere Möglichkeiten Geld einzusparen sind auch beim Arbeitgeber möglich. Hier kann anstelle einer Gehaltserhöhung zum Beispiel ein Sachgut wie eine Fahrkarte ausgehandelt werden. Hierfür fallen dann keine Steuern bzw. nur sehr geringe an.
Und da so viele andere Menschen auch sparen, nutze ich dies für uns. Alte Haushaltswaren wie Mixer usw. die für mich nicht mehr verwendbar sind, verkaufe ich bei Ebay. Schuhe und Kleider meines Sohnes welche ich früher zur Kleidersammlung gab biete ich auch in Ebay an.
Das dadurch erhaltene Geld verwende ich dann um mit der Familie schön essen zu gehen.Ein guter Bekannter erzählte mir das er seinen Kühlschrank nun doch austauschte. Das Gerät war 18 Jahre alt und noch funktionsfähig. Jedoch hatte er eine sehr hohe Stromrechnung. Durch die Investition von knapp 350,- Euro für einen Neuen konnte er seine Stromkosten um stolze 600,- Euro senken. Manchmal bemerkt man gar nicht, was für Stromfresser wir in unserer Wohnung stehen haben. Die meisten Energieversorger bieten jedoch einen Prüfkoffer an, mit diesem kann dann der Stromverbrauch einzelner Geräte gemessen werden.
Ich hoffe das für den ein oder anderen noch ein nützlicher Tipp dabei war und er ihn für sich nutzen kann.Viel Spaß weiterhin wünscht euch
Zwicker61
05.10.2005 14:00
Das ist wirklich ein sehr interessanter Bericht. Vieles mache ich schon genau so, aber in Katalogen muss ich sagen bestelle ich nichts mehr, denn das ist viel zu teuer geworden. Da gehe ich dann doch lieber ins Geschäft und finde so manches Schnäppchen entweder aus ner alten kollektion vom Vorjahr oder so ganz günstig runter gesetzt.
08.01.2005 20:30
Das sind echt tolle Tipps... :-)
04.01.2005 14:55
Die meisten deiner Spartipps sind mir aus meiner eigenen Praxis gut bekannt. Statt Essigreiniger nehme ich reinen Essig und Backpulver fürs WC, und Waschbecken. Den kannst du also auch noch sparen.