Das ewige Licht leuchte uns!

5 15. Sep 2009 (26. Sep 2009)

Pro:
Umweltschonend, kostenfreundlich, wartungsfrei, verschleißfrei

Kontra:
nicht in jeder Lichtquelle uneingeschränkt nutzbar

Empfehlenswert: Ja 

BonzoSplitt

Über sich: Genieße das Leben ständig - Du bist länger tot als lebendig!

Mitglied seit:19.08.2009

Erfahrungsberichte:40

Vertrauende:13

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Glühbirnen haben einen großen Nachteil: sie brennen irgendwann durch. Ich habe da allerdings eine Erfindung gemacht, mit der ich Glühbirnen zum endlosen Leben verhelfen kann...

Ein Orientierungslicht zum Beispiel. Bei ihm kommt es nicht auf eine mindestgeforderte Helligkeit an, sondern nur, wie der Name schon sagt, Orientierung zu bieten. Wir schrauben also eine kleine 5-Watt-Birne ein und lassen sie leuchten. Wenn sie durchgebrannt ist, wechseln wir sie aus. Das kostet jedesmal Geld.

BEI MIR BRENNEN ORIENTIERUNGSLICHTER SEIT 25 JAHREN UNUNTERBROCHEN UND WURDEN NOCH KEIN EINZIGES MAL AUSGEWECHSELT. DIE BIRNEN WOLLEN EINFACH NICHT DURCHBRENNEN...

Ich versuche jetzt mal, das von mir verwendete Prinzip zu erklären. Jede Glühbirne wurde so konstruiert, daß sie gemäß ihrer Wattstärke eine bestimmte Lebensdauer erreicht. Dann soll und muß sie durchbrennen, damit der Hersteller eine neue verkauft. Ich dachte mir, wenn man die angelegte Spannung reduziert, also eine Birne nur noch mit der Hälfte der Wattzahl brennen läßt, auf die sie ausgelegt ist, dann verlängert das ihre Lebensdauer.
Auf dem normalen Weg ist das aber nur unter Einsatz eines Dimmers zu machen. Damit läßt sich zwar die angelegte Spannung reduzieren und die Lampe wird geschont, aber der Dimmer braucht zusätzlichen Strom, was den Spareffekt aufheben würde.

ABER DA MUß ES DOCH EINE LÖSUNG GEBEN!

Und die gibt es auch. Wenn mehrere Glühbirnen - z. B. in einem mehrflammigen Kronleuchter - alle gleich hell brennen sollen, dann müssen sie parallelgeschaltet sein. Das heißt, jede einzelne Lampenfassung braucht ihren eigenen Stromkreis, ist also an den Minuspol und an den Pluspol angeschlossen. Das Fazit daraus: je mehr Lampen dranhängen, desto höher ist der Stromverbrauch. 4 Birnen mit á 40 Watt haben einen Gesamtverbrauch von 160 Watt.

Anders sieht es aus, wenn Lampen reihengeschaltet sind. Dann hat nicht jede einzelne Fassung einen Anschluß am Pluspol und am Minuspol, sondern nur die erste Fassung ist am Pluspol von der Stromquelle weg angeschlossen, deren Minus führt weiter zur zweiten Fassung und greift an deren dortigen Pluspol. Der Minuspol der 2. Fassung führt weiter zum Plus der 3. Fassung usw.
Erst der Minuspol der letzten Fassung führt wieder zurück zur Stromquelle. Auf diese Art brennt nicht jede Lampe mit ihrer konzipierten Sollstärke, sondern der Verbrauch wird aufgeteilt. Und zwar so: sind z. B. 4 Birnen á 40 Watt in Reihe geschaltet, brennt nicht mehr jede mit 40 Watt (= 160 Watt), sondern sie brennen nur noch mit insgesamt 40 Watt, also 10 Watt pro Birne!

ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN IN DER PRAXIS

Die folgenden Beispiele existieren alle in meinem eigenen Haushalt und finden seít Jahrzehnten ihre erfolgreiche Anwendung:

- ich habe nicht eine Fassung mit einem Orientierungslicht von 5 Watt drin, ich habe zwei Fassungen in Reihe geschaltet mit zwei Birnen. Sie brennen mit insgesamt 5 Watt. Aber da die Birnen nur noch mit 2,5 Watt pro Stück ausgelastet sind, sind sie sozusagen um die Hälfte "unterbelastet". Und hell genug zur Orientierung ist das Licht allemal.

- den Kronleuchter mit 6 Flammen habe ich von der Parallelschaltung umgerüstet in Reihenschaltung und 6 Glühbirnen zu je 100 Watt eingeschraubt. Sie brennen dadurch nicht mit 600 Watt, sondern nur noch mit 100 Watt insgesamt.
Dasselbe würden bei Parallelschaltung 6 Glühbirnen mit je 15 Watt tun. Sie kämen auf 90 Watt.
In meinem Leuchter habe ich wunderbar gedämpftes Licht. Und Glühbirnen, die nur zu einem Sechstel ihrer Nennlast ausgelastet sind, brennen nun mal nicht mehr durch...

- im Allibert im Bad habe ich die 2x 40 Watt Parallel umgerüstet in 2x 75 Watt Reihe. Jede 75-Watt-Birne brennt noch mit 37,5 Watt und damit der Hälfte ihrer Nennbelastung. Damit ist jede der 2 Birnen genauso hell wie früher, aber keine brennt mehr durch!

- in der parallelgeschalteten Schreibtischlampe brannten früher 100 Watt. Die Birne ging halt von Zeit zu Zeit kaputt. Seit der Umrüstung in Reihenschaltung leuchten weiterhin 100 Watt meinen Arbeitsplatz aus, aber abgestrahlt von z Birnen zu je 200 Watt! Und von denen ist seit 15 Jahren noch keine durchgebrannt...

Die Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen. Ich habe in meiner Wohnung Lampen brennen, die ich seit Jahrzehnten nicht mehr auswechseln mußte! Meine Erfindung reicht in das Jahr 1982 zurück. In diesem Jahr schaltete ich erstmals eine Glühbirne in Reihe ein, die für parallel konstruiert ist. Und die brennt heute noch...

Meine Erfindung kann zwar eine Glühbirne nicht vor mechanischer Zerstörung schützen. Wenn sie runterfällt, oder einen Schlag abkriegt, ist sie hin. Das passiert mir noch heute. Der elektronisch bedingte Verscheiß aber gehört der Vergangenheit an!

Ich habe diese Erfindung bereits OSRAM vorgestellt. Von denen bekam ich eine Menge Ausflüchte zu hören, warum man das Prinzip angeblich nicht vermarkten könne, aber seltsamerweise standen schnell darauf in Katalogen Glühbirnen "mit garantiert zehnjähriger Lebensdauer".

Ich hoffe, daß jetzt keiner unter Euch ist, der Interesse am Vertrieb von Leuchtmitteln hat, denn dann sind mir die schlechten Bewertungen sicher...

A C H T U N G, E I N W I C H T I G E R H I N W E I S ! ! :

Aufmerksame Leser haben mich drauf aufmerksam gemacht und deswegen möchte ich es jetzt auch an dieser Stelle hier noch separat erwähnen:
Der Umgang mit Strom aus dem Haushaltsnetz (230 Volt) ist NICHT UNGEFÄHRLICH. Fehler im Umgang mit dieser Spannungshöhe können unter Umständen LEBENENSBEDROHLICH sein. Ich empfehle daher dringend, meine o. genannten Tipps nur dann nachzumachen, wer im Umgang mit Strom ambitioniert ist und sich derartige Arbeiten zutraut. Wer sich nicht sicher ist oder es sich nicht zutraut, sollte die genannten Arbeiten NICHT ausführen. Streng gesetzlich genommen dürfen alle Arbeiten an Stromnetzen über 48 Volt ohnehin nur von Fachkräften ausgeführt werden, die die erforderliche Berufsausbildung incl. IHK-Abschlußprüfung dazu haben.

ICH ÜBERNEHME KEINE HAFTUNG FÜR EVENTUELLE SCHÄDEN AN SACHEN UND PERSONEN, SOLLTE ES AUFGRUND "NACHBAUTEN" MEINER HIER GENANNTEN IDEE UND TIPPS ZU DERARTIGEN KOMMEN.

***Der Titel dieses Berichtes soll sich nämlich nur auf das Material beziehen, keinesweges aber auf eine lebende Person!!***

 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
pinkdawn

pinkdawn

01.10.2009 16:48

sind die glühbirnen nicht inzwischen nicht mehr erhältlich? bei uns in österreich gibt's jedenfalls nur noch so energiesparleuchten, die erst 15 sekunden nach dem einschalten zu leuchten beginnen... ;-)

Joe69

Joe69

28.09.2009 22:09

Ich bin eine techn. Niete und lasse daher meine Finger fern der Dose bzw. des Stromkreises....Für Leute mit Ahnung ein guter Bericht...GLG von Joachim:-)

tapio-maunzi

tapio-maunzi

24.09.2009 23:00

Die Idee ist echt super, doch ich lasse lieber meine Finger vom Strom. Ich habe davon einfach zu wenig (oder fast keine) Ahnung. Gruß Doris

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