knallbunte Autos auf verworrenen Strecken
16.11.2008
Pro:
Bilder, Tricktechnik, Geschwindigkeit, Regie, Kamera
Kontra:
Story, Soundtrack
Empfehlenswert:
Ja
 David.1980
Über sich:
Es geht wieder Richtung Messen... wer Filme brauch und sucht... nun bitte melden! Empfehlung!!! Bi...
Mitglied seit:06.05.2006
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Wer kennt nicht dieses schrille und bunte Anime, dass vor ach so vielen Jahren, uns als Kinder, wie hypnotisiert vor den Fernseher gezogen hat und obendrein so viele Kinder an den Rand der Epilepsie geführt hat, namens Speed Racer? Natürlich fast jeder und natürlich haben wir uns immer gedacht, wenn sowas verfilmt werden sollte, dann werden wir alle blind. Und genau das haben sich wohl Hollywoods berühmteste Brüder gedacht und letztendlich auch diesen Speed-Trip endlich umgesetzt, von dem mein neuester Bericht handelt. Speed Racer Vorgeschichte: Speed Racer war das erste Anime das jemals in Deutschland ausgestrahlt wurde und stammt aus der Feder Tatsuo Yoshida. Das faszinierende war daran, dass 1971, nach dem Ausstrahlen der ersten 3 Folgen zig Pädagogen und Kirchenverbände sich gemeldet haben und von einem "puren Vergnügen einer rohen Totschlägergesinnung" sprachen. Folge vier wurde dann erst einmal abgesetzt, bis sich tausende Kinder beim Sender meldeten und der dazu vergleichsweise lächerliche Protest ignoriert wurde. So begann die Erfolgsgeschichte des Anime Speed Racer!!!
Inhalt: Speed Racer war als kleines Kind schon ein wenig anders als die anderen Bälger. Denn Speed träumt davon, wovon die meisten kleinen Jungs träumen, ein Rennfahrer zu werden. Das Dumme ist nur, dass er einfach dumm ist und in der Schule nicht gerade gut abschneidet. Er möchte doch viel lieber mit seinem Dad und seinem Bruder an den Rennwägen herumbasteln oder selbst schon rasen. Doch das macht eben bisher nur der große Bruder, und das nicht mal schlecht, wenn da nicht diese ominöse Geschichte wäre. Wieso bekommt der Bruder ausgerechnet an dem Tag, wo Speed eine neue kleine Freundin findet, die ihm auch durch die Schule helfen will, eine Paketbombe? Steckt da etwa mehr dahinter oder ist das nur der alltägliche Versuch eine gegnerische Werkstadt zu vernichten? Anscheinend wohl doch etwas anderes, denn Speed kommt es schon verdächtig vor, und erinnert sich natürlich nur während eines Rennens daran, bei dem er beinah den Streckenrekord seinen Bruders bricht, dass sein Bruder ihm den Mach 5, ein absolutes Traumauto, überlassen hat, bevor er anscheinend in Ungnade gefallen ist und auch auf dieser Strecke eben nicht nur den Rekord holte, sondern auch einen riesen Unfall verursachte. Aber egal. Darüber kann man sich ja auch noch später Gedanken machen, denn inzwischen taucht Nachts immer ein geheimnisvoller maskierter Fahrer auf, der die Verbrecher der Stadt jagt, und eine riesen Sponsor möchte Speed, samt Vater, den er als Mechaniker braucht, unter Vertrag nehmen. Angebot, du bekommst jeden Schnick Schnack und dafür machst du mich reich! Das klingt doch nur fair, doch hat die ganze Sache einen Preis, den man doch so gar nicht erwartet anscheinend. Denn als Speed ein wenig unsicher wirkt, weiht ihn der Sponsor in die großen Geheimnisse des Rennsports ein. Es geht nur um Macht und Geld. Die größten Besitzer von Rennställen und Industrien haben schon immer Einfluss auf die Rennen genommen und haben immer schon im Voraus entschieden wer gewinnen darf und wer nicht. Denn nur so, war man in der Lage den Aktienwert der eigenen Firmen immer wieder in schwindende Höhe zu treiben. Doch da bekommt Speed plötzlich den Moralischen und weigert sich in Zukunft für solche Menschen zu fahren, denn für Ihn geht es in dem Sport um die Autos und die Fahrer und um nichts anderes. Keine fieses Tricks und keine billige Absprache. Das Problem ist nur, wer Geld hat, hat auch die Macht, und könnte das nächste Rennen so manipulieren, dass Speed so stark von den anderen Fahrern attackiert wird, dass der eigene Wagen und zig andere in Flammen aufgehen werden. Und das ist noch nicht einmal das Schlimmste, denn die danach folgenden Ermittlungen die von dem Sponsor erzwungen werden könnten den Vater auch noch in Misskredit bringen. Folglich verliert nun Racer und ist für die großen Strecken und Veranstaltungen nicht mehr zugelassen. Doch wie das eben so ist, gibt es ja immer noch den Gegenspieler des Bösewichts und das ist der unheimlich Fahrer Nummer 9, der zusammen mit einem Inspektor plötzlich vor der Türe steht und Speed eine Alternative aufdeckt, doch noch zu fahren, und vielleicht sogar die dunklen Machenschaften der Sponsoren zu zerschlagen. Eine altmodische Off-Road Rallye, bei der so ziemlich alle Spinner der Liga fahren und garantiert auch keine Scheu haben versteckte Waffen zu benutzen. Man muss nur bei der Rally zusätzlich auch eine japanische Crew unterstützen, denn wenn die mal wieder gewinnen, erklären die sich bereit auszusagen und weiter zu helfen gegen die Sponsoren. Man muss nur überleben und vor allem auch die Nacht zwischen den Etappen gut überstehen, denn Ninjas halten nichts von Nachtruhe und schon gar nichts davon, dass Drogen ein No-Go sind. Denn der Japaner wird gnadenlos mit Drogen vollgepumpt und kann so leider nicht fahren. Aber hey, Trixie hat eh beinah die Statur von ihm, also ab in den Anzug und los geht es mit Etappe zwei, bei der sich alles entscheiden muss. Aber sind wir ehrlich, wieso sollte man überhaupt einem der Fahrer in der Liga trauen? Die sind doch eh alle nur profitgeil! So auch dummerweise der Vater der Japaner, der dann kurzerhand einen Teil seiner Firma an die bösen Sponsoren verkauft und somit endlich wieder flüssig ist und ganz oben mitspielt. Schade, so war die Rallye eigentlich umsonst. Oder doch nicht? Gibt es da vielleicht doch jemand der noch zu Speed hält? Jepp, die Schwester des Japaners und diese übergibt Speed die Einladung zu Grand Prix und es kann endlich bewiesen werden wofür Rennsport steht und was es bedeutet, es zu fühlen, was das Auto und was die Strecke zu dir sagen. Und es wird Zeit loszulassen und endlich aus dem Schatten des Bruders zu treten. Es wird Zeit für Speed Racer und den Sieg!
Stab: Regie: Wachowski Brothers (Matrix 1-3, V - wie Vendetta, Bound, Assassins)
Speed: Emile Hirsch (In die Wildnis, Alpha Dog, the Girl next Door, Lost Heaven, Gargantua) Mom: Susan Sarandon (Verwünscht, Shall we dance, Alfie, Groupies Forever, Igby, Im Zwielicht, Dead man Walking)
Rex: Scott Porter (Prom Night, Mitten ins Herz, Descent) Snake Oiler: Christian Oliver (Wer zuletzt lacht, the good German, American Shrimps, the Ultimate Fighter)
Pops: John Goodman (Evan Allmächtig, Death Sentence, Coyote Ugly, Big Lebowski, Running Game, Roseanne) Trixie: Christina Ricci (Black Snake Moan, Home of the Brave, Monster, Sleepy Hollow, die Adams Family)
Inspector Detector: Benno Fürmann (Pornorama, Kreuzzug in Jeans, Sin Eater, Ring der Nibelungen, Anatomy, Der Krieger und die Kaiserin) Technische Daten: Herstellungsland: USA (2008) Original Titel: Speed Racer - the IMAX Experience Laufzeit: ca. 129,33Min Altersfreigabe: FSK 12 Bildformat: 2.35:1 Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1) Spanisch (Dolby Digital 5.1) Untertitel: deutsch, englisch, spanisch, portugiesisch
Extras: Vorab Trailer: - Get Smart - Speed Racer das Videospiel Spritle in der obersten Rennfahrer-Liga! (13:59 Min) Speed Racer - auf der Rennstrecke (15:04Min) Kritik: *Story* Die Story ist eigentlich eher lau, da man schon eine Binnenhandlung brauchte um die Rahmenhandlung künstlich in die Länge zu ziehen. Es steht einfach schon viel zu früh fest wie es Enden wird, und man konnte sich nur durch eine andere Art von Rallye in der Story halten, um nicht nach 70 Minuten schon den Film zu beenden. Aber es gehört dann auch großes Talent dazu, dass so umzusetzen, dass man es dann dennoch auf knapp 120 Minuten schafft, und man fast nicht merkt, dass die Story schon so gut wie weg ist.
*Regie* Wieder einmal haben es die beiden Brüder bewiesen, dass sie nicht nur die Matrix beherrscht haben, sondern auch in anderen Genre und anderen Macharten exzellent sind. Man entdeckt einfach immer neue Facetten, neue Ideen und vor allem auch neue Konstruktionen die es so eigentlich nur selten bei Regisseuren gibt. Keine Anlehnung hier, kein geklautes Konzept da, sondern jedes Mal eine eigene Geschichte die auf dem eigenen Spaß am Filmemachen beruht. *Kamera* Das muss eine miese und undankbare Arbeit gewesen sein, denn man hat die meiste Zeit nur im Blue Screen gearbeitet haben, um a) die Spielereien mit den Rennstrecken hinzubekommen und b) die Darsteller zu dem zu befähigen, was sie in dem Film zeigen. Aber dennoch genial, ist einfach die Komposition, die nicht nur auf ein gutes Scriptbook hinweist, sondern es auch sicher ist, dass jede einzelne Szene im vor raus genau durchdacht wurde. Prima Sache!
*Schauspieler* Emile Hirsch ist sicherlich kein Idiot, aber mit den vielen Bluebox-Effekten hatte er anscheinend ne Menge Schwierigkeiten, da er manchmal tatsächlich angefangen hat etwas unkontrolliert zu gaffen, bzw. sich zu drastisch Figuren vorstellte, die es dort natürlich nicht gibt. Das wirkt einfach an manchen Stellen zu vertrottelt und nimmt dem Gesicht auch eine Menge Dramatik. Erst so richtig herrlich wird das wieder, als er das letzte Rennen gewinnen will und einfach nur selbstsicher aber fanatisch nach vorne schauen muss. Denn das kann der Kerl! John Goodman ist und bleibt einfach ein Liebling von mir und ich finde es super, ihn in immer mehr Nebenrollen zu sehen. Er hat einfach diesen gewissen Charme, sich in alles zu fügen und verleiht den Figuren echten Charakter und Tiefgang, der nur selten in passiven Rollen zu sehen ist.
Christina Ricci und Susan Sarandon sind irgendwie ein wenig überbezahlte kleine Rollen, die einfach nicht wirklich zur Geltung kommen und meiner Meinung nach nur so teuer besetzt wurden, um das Staraufgebot zu erhalten. Wäre ja auch lächerlich geworden wenn es da so eine kleine Gruppe Stars gegeben hätte und dann nichts mehr. Da wäre einfach der Rest des Filmes weggebrochen! Die Deutschen in dem Film waren ja alle irgendwie ganz nett, aber einer hat da wirklich wieder einmal zugeschlagen! Benno Fürmann, den ich ja neben Udo Kier als einzig guten deutschen Schauspieler betrachte. Er hat zwar nur wenige Worte, passt sich aber der Rolle optisch wie auch in der Körperhaltung geschickt an und ist sicher jemand, der sich seine Rolle mal genauer überlegt hat und versucht hat sich hinein zu versetzen. Prima!
*Soundtrack* Naja, der ist wohl eher mau ausgefallen und basiert eigentlich nur auf Abwandlungen des alten Serienmotives, wobei man da schon sagen muss, dass es in vielen Szenen einfach nicht mehr passt. Es ist zwar auch schnell und rhythmisch, aber eben nicht so schnell und vor allem wirkt es nicht so schrill und bunt wie der Hintergrund. Daher wohl eher eine Nullnummer als ein guter Soundtrack. *Tricktechnik* Unglaublich, was heute so alles am PC möglich ist. Es sind nicht nur die Fahrzeuge, die in den grellsten Farben leuchten, sondern auch die absolut rasanten Fahrten, die die Fahrzeuge mit ihren 800km/h mehr wie überdimensionale Pinballs wirken lassen. Dann auch diese absolut genial animierten Fahraktionen und vor allem auch Explosionen, die jedes einzelne Rennen zu einem Spektakel wachsen lassen, das im Kino sicher seines Gleichen sucht. Aber nicht nur auf der Rennstrecke kracht es, sondern auch in den Kämpfen am Straßenrand. Denn hier hat man es wirklich geschafft, eine richtige Anime Atmosphäre zu schaffen, die in den Schlägereien unglaublich surreal und suspekt wirken, aber einfach genial passen! Und als letztes sind auch die Übergänge einfach genial, bei denen einzelne Gesichter und Personen durchs Bild geschoben werden und man schon öfters das Gefühl hat, dass James Bind sich hier mal ne Scheibe abschneiden kann, da bei dem alles immer nur mit Farben verzerrt ist und nie so real wie hier. Allein so Moderatoren in einander übergehen zu lassen ist eine Super Idee!
Fazit: Definitiv ein Augenschmaus den man sich anschauen sollte, solang man mit Epilepsie kein Problem hat. Ansonsten ein farbenfrohes Actionspektakel mit den wohl verrücktesten Autos die man sich vorstellen kann und natürlich den abartigsten Strecken, die nur ein irrer Matchbox Fan entworfen haben kann. Ok, die Story ist nicht besonders und der Soundtrack nichts wert, aber das reicht immer noch gut aus für 4 Sterne und der Empfehlung es anzusehen! Go Speed Racer Go!
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Super Bericht! LG, Ute
17.11.2008 21:31
lg
17.11.2008 08:06
Nee, das os jetz mal so nix fü rmich .. 'gg' sag mal, steh ich noch bei dir im CIS oda gehts schon wieda ned.. oder grad keine zeit zum lesen.. *gg* Grüße Sony