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Volle Kanne, Baby! Keanu Reeves und Sandra Bullock heizen Sinn und Verstand in Grund und Boden

1 22. Nov 1999

Pro:
gute Kameraarbeit

Kontra:
blödsinnig

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Humor:

Spannung:

Action:

Romantik:

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jwi

Über sich:

Mitglied seit:17.11.1999

Erfahrungsberichte:400

Vertrauende:18

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 1 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Wieder einmal ist ein verrückter Bombenleger (Dennis Hopper) unterwegs: In einem Bus montiert er einen Sprengsatz, der sich selbst scharf macht, sobald die Geschwindigkeit über 50 Meilen steigt dann und explodieren soll, wenn wieder abgebremst wird, was naheliegenderweise zu verhindern ist. Ergo haben Cop Jack (Keanu Reeves) und Fahrerin Annie (Sandra Bullock) alle Hände voll zu tun, den Linienbus fortan mit mindestens 50 Meilen (ca. 80 km/h) einherbrettern zu lassen, auch im Feierabendverkehr, auch im Stau. Dabei geht dann freilich so viel zu Bruch, daß es wohl billiger gekommen wäre, die vom Erpresser geforderten 3,7 Millionen Dollar zu bezahlen.

Das Regie-Debüt von Kameramann Jan de Bont ('Stirb langsam', 'Basic Instinct') will ganz Tempo sein, der Titel ist eigentlich Inhaltsangabe genug. Eine Stunde lang funktioniert das simple Prinzip auch hervorragend. Doch dann wird das zugegebenermaßen rasante Spektakel bei dem Versuch, die ohnehin schon überdrehte Action-Schraube noch weiter anzuziehen, zunehmend unglaubwürdig. Schließlich werden sogar gänzlich unbekümmert die Gesetze der Schwerkraft ignoriert: Eine Szene, in der der Bus über eine defekte Brücke springt, ist in der Form schon physikalisch unmöglich.

Hinzu kommt, daß 'Speed' am Ende einfach kein solches finden mag und immer wieder noch 'einen draufzusetzen' versucht. So wird denn, als der eigentliche Höhepunkt mit der Rettung der Passagiere längst überschritten ist, noch eine Episode mit einer führerlos rasenden U-Bahn angehängt; und das wirkt willkürlich und gewollt und ist insgesamt von der dramaturgischen Logik her schwer nachzuvollziehen.

Seine Stärken hat der Film eindeutig in der optischen Auflösung seiner teilweise monströsen Actionsequenzen. Daß Jan de Bont auch als Regisseur in erster Linie wie ein Kameramann denkt, zeigt sich in einigen gelungenen Bildideen, die das Prinzip der Bewegung auch optisch permanent vermitteln; die Kameraarbeit von Andrzej Bartkowiak ('Falling down') ist zeitweise schwer beeindruckend. Doch leider präsentiert sich der Film bisweilen als dermaßen blödsinnig, daß der Spaß darüber arg zusammenschrumpft.
 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Star16

Star16

21.08.2002 16:47

Ich habe da eine ähnliche Meinung wie du! lg Star16

Star16

Star16

21.08.2002 16:47

Sehr guter Bericht, gefällt mir! lg Star16

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