Spekulationssteuer - Tipps & Tricks

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Spiel mit dem Feuer

3  16.12.2000

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Thosse

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 97 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Seit dem Börsenboom gehen immer mehr Privatanleger an die Börse. Oft steht aber nicht die langfristige Anlage (Beteiligung am Unternehmen) im Vordergrund, sondern die schnelle Realisierung der Gewinne, sprich Spekulation.

Vielen ist leider gar nicht bekannt, das bei Verkauf innerhalb eines Jahres, der realisierte Gewinn abzüglich des realisierten Verlustes der Spekulationssteuer unterliegt und in der Steuererklärung angegeben werden muß (Summe darf nicht negativ sein, d.h. keine Querverrechnung mit anderen Einkunftsarten).
Vielen ist dies allerdings bewußt. Sie übergehen bewußt diese Steuerart und machen einfach keine Angaben in ihrer Steuererklärung.
Diese Vorgehensweise ist natürlich sehr verlockend, hat doch das Finanzamt in der Vergangenheit dies kaum überprüft. Außerdem verlassen sich viele Spekulanten auf das Bankgeheimnis und hoffen somit, ihren gesamten Gewinn ohne Steuerabzug einzustreichen.

Ich möchte jedoch jeden warnen, zu leichtfertig mit diesem Thema umzugehen. Es ist meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit, bis die Finanzbehörden dieser Vorgehensweise einen Riegel vorschieben. Da diese Steuerpflicht schon seit langem existiert, ist es auch für die Regierung nicht schwer eine regelmäßige Überprüfung anzuordnen (eine neue Steuer wäre kaum durchsetzbar), beispielsweise eine Meldepflicht für alle Banken. Hiergegen wird sich wohl kaum jemand wehren können, den damit würde er ja zugeben, selber Steuern hinterzogen zu haben.

Da der Staat nicht gerade im Geld schwimmt, halte ich es für wahrscheinlich, daß die bereits vorhandenen Steuergesetze immer strenger überwacht werden. Im Moment jedenfalls, gehe ich davon aus, daß der Großteil der Spekulanten keine Steuern abführt und die Überprüfung der Spekulationssteuer für den Staat somit sehr interessant macht.

Viele werden sich nun denken, solange nichts kommt mache ich so weiter. Auch dies halte ich für gefährlich. Schon oft wurden in der Vergangenheit Gesetze rückwirkend beschlossen. Dann ist allerdings das Kind in den Brunnen gefallen und der Tatbestand der Steuerhinterziehung für einige erfüllt. In diesem Fall hilft dann nur noch die Selbstanzeige beim Finanzamt um einer Strafe zu entgehen.

Ich möchte hier nicht schwarzmalen, doch aufgrund der Haushaltssituation unseres Staates, halte ich es für wahrscheinlich, das die konsequente Beitreibung diese Steuerart kommen wird. Insofern sollte man sich an seinen Gewinnen freuen und in den saueren Steuerapfel beißen.

Viel Glück an der Börse...
Gruß, Euer
Thosse

P.S.: Mit dieser Meinung möchte ich nur auf das Handling dieser Steuerart hinweisen. Was ich von dieser Steuer halte, steht auf einem anderen Blatt.

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MischaMischel

MischaMischel

03.03.2001 17:10

Du hast aber auch keine Ahnung, wie man die Spekulationssteuer sonst umgehen kann, oder? Oder kann man auch seine Verluste versteuern?

sprox

sprox

24.12.2000 01:14

Eigentlich ist es erstaunlich, daß der Staat da bis jetzt noch nicht stärker kontrolliert, denn da steckt doch eine Menge Geld dahinter. Gruß Sprox

jeelbein

jeelbein

23.12.2000 08:52

Hallo Thosse ! Zu erwähnen wäre vielleicht noch der Freibetrag von 1000,-- DM, bis zu dem keine Spekulationssteuer anfällt. Und wie Du schon sagst, bei Haltefrist über 1 Jahr ist´s steuerfrei. Ein längerer Anlagehorizont ist also in jedem Fall sinnvoll. Gruß, Holger

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