Grüße!
Neulich habe ich mich bei Ciao in eine Kategorie verirrt die eigentlich schon viel früher von mir hätte entdeckt werden müssen. SPICKER – TIPPS UND TRICKS. Ein Themengebiet , dass besser auf mich zugeschnitten ist gibt es eigentlich kaum und aus diesem Grunde lasse ich mir einen bericht darüber natürlich nicht entgehen. Das soll es auch schon gewesen sein zu den einleitenden Sätzen – kommen wir zur Einteilung meines Berichtes:
1.) Spicker – Warum? Wozu? Wieso?
2.) optimaler Aufbau des Spickers
3.) Techniken des Spickens
4.) Fazit
1.) Spicker – Was? Warum? Wozu? Wieso?
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Es ist wohl an zu nehmen , dass jeder weiß von was die rede ist wenn das Wort „Spicker“ fällt. Falls dem nicht so ist sage ich den Unwissenden nun was man sich unter einem Spicker vorzustellen hat. Ein Spicker ist nichts anderes als eine kleine (in manchen Fällen auch große) Gedankenstütze , die dem Schüler von heute hilft sich durch den dichten Dschungel aus Testaten , Klausuren und Klassenarbeiten zu schlagen. Das ist auch der Grund warum es Spicker gibt. Sie sind praktisch – auf ihnen steht alles was man braucht , alles was gefragt wird , alles was man wissen sollte. Die kleinen Helfer bringen einen durch jede noch so harte Prüfung und retten einem in den meisten Fällen die Note. Dass der Spicker diese Funktion auch erfüllt sollte er wie folgt aufgebaut sein:2.) optimaler Aufbau des Spickers
*********************************Auf einem Spicker sollte auf einer möglichst kleinen Fläche sehr viel wissen versteckt sein. Deshalb Regel Nr.1: NOTIERE ALLES KURZ UND KNAPP. Je kürzer ihr euch fasst desto effektiver nutzt ihr den Platz den ihr habt um Daten aufzuschreiben. So ist es nicht ratsam auf einem Spicker in ganzen Sätzen zu schreiben sondern stichpunktartige Notizen zu notieren. Wenn ihr die Informationen allerdings so sehr komprimiert und kürzt , dass ihr in der Arbeit dann nichts mehr mit den Aufzeichnungen anfangen könnt bringt euch das ja auch nicht weiter. Gutes Spicken will geübt sein – schreibt euch am besten einfach mal ein paar Testspicker , auf denen irgendwelche Informationen stehen und versucht eine Woche später mit euren eigenen Schriften klarzukommen und das Wissen herauszufiltern. Irgendwann habt ihr es drauf und seit so sicher , dass ihr alles sehr kompakt notiert und doch das Maximale an Wissen darin erkennen könnt wenn ihr damit arbeitet.
Wenn ihr schon alles sehr knapp aufschreibt solltet ihr auch sehr klein schreiben , sprich Regel Nr.2: SCHREIBE MÖGLICHST KLEIN . Hierbei können euch Stifte mit einer Spitze von 0,1mm oder sogar 0,05mm sehr hilfreich sein. Geht am besten in den nächsten Büro- oder Schreibwarenhandel und fragt mal nach Stiften mit so dünner Spitze. Wenn ihr Glück habt bekommt ihr dort so was und wenn ihr ganz viel Glück habt kostet euch das nicht mal 3€. Eine lohnende Investition wenn man bedenkt , was man mit einem Zeugnis welches durch Spicken aufgebessert wurde später im Berufsleben alles anstellen kann. Aber wie auch immer – wenn ihr eine Leseschwäche oder Probleme mit den Augen im Nahsichtbereich habt solltet ihr aufpassen nicht zu klein zu schreiben , da sich die kleine Schrift in diesem Falle negativ auf die Effektivität eures Spickers auswirken könnte. Kommen wir zur letzten Regel. Hierbei handelt es sich so ziemlich um das wichtigste was es beim Spickermachen zu beachten gibt - Regel Nr.3: NICHT ZU VIEL , ABER AUCH NICHT ZU WENIG NOTIEREN! Um diese Regel beachten zu können gilt es im Unterricht ein wenig aufzupassen. Ihr solltet genau wissen (welches Thema , evtl. welche Fragen) was alles abgefragt und in der Arbeit gebraucht wird. Wenn ihr es wisst könnt ihr euch euren Spicker natürlich bestens vorbereiten. Falls ihr allerdings nicht wirklich wisst was drankommt müsst ihr entweder in den sauren Apfel beißen und alles mögliche aufschreiben was drankommen könnte oder ihr schreibt auf gut Glück nur das auf , wovon ihr ausgeht , dass es dran kommt. Beide Varianten sind nicht sonderlich Vorteilhaft , da die erste zu viel Platz benötigt und die zweitere letztendlich zu wenig Informationen hergibt. Deshalb gilt es sich vorher genau klar zu machen , was alles notiert werden sollte.
3.) Techniken des Spickens
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a.) Zettel:
°°°°°°°°°°°Der Zettel ist die wohl bekannteste und am meisten angewandte Methode des Spickens. Man nimmt sich einfach einen kleinen (oder auch großen) Zettel bzw. ein Blatt Papier und schreibt auf diesem alle Daten nieder. Je kleiner der Zettel , desto besser kann man ihn verstecken. Es ist also nicht sonderlich klug sich ein DINA4-Blatt zum Spicken vorzubereiten. Kleine Notizzettel der Größe von etwa 10x10cm machen sich hingegen bestens.
b.) Ringblock-Technik:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Ihr kennt doch bestimmt alle die Ringblöcke , bei denen man die Blätter am gelochten Rand heraustrennen muss. So einen Block braucht ihr , um diese Technik anwenden zu können. Wenn ihr aus diesen Blöcken ein Blatt heraustrennt müsst ihr darauf achten , dass der kleine Papierrand der normalerweise an den Ringen außen dran bleibt dies auch wirklich tut und nicht mit dem Blatt mit abgerissen wird. Auf diesen kleinen unscheinbaren Papierstreifen lassen sich wunderbar kleine Notizen unterbringen die man während der Arbeit im scheinbar leeren Block super lesen kann.
c.) Innenhand-Technik:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Diese auch ziemlich populäre Technik wird meistens dann benutzt , wenn keine Zeit mehr bleibt sich einer anderen zu bedienen , sprich kurz vor unangekündigten Testaten oder wenn man mal vergessen hat , dass etwas geschrieben wird. Zumeist nimmt man sich dann den nächstbesten Stift und schmiert sich noch schnell ein paar wichtige Daten auf die Handinnenfläche , die sich eigentlich auch sehr gut verstecken lässt. Zwar lässt sich über die Effektivität dieser Technik streiten , aber immerhin hat man ein paar kleine Infos die einem in der Notsituation doch als ziemlich hilfreich erscheinen können.
d.) Taschentuch-Technik:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Bei dieser Technik benötigt man ein , wie der Name ja schon erahnen lässt , unbenutztes Taschentuch. Dieses klappt man auf und schreibt seine Daten drauf und faltet es dann wieder zusammen. Nun kann man in der Arbeit nach belieben am Taschentuch rumspielen und sich die Informationen holen die man braucht. Fällt ja im Prinzip auch nicht wirklich auf wenn man bei einem Test oder ähnlichem mit einem Taschentuch in der Hand da sitzt. Sollte euch nun der Lehrer überraschenderweise mal nach eurem Taschentuch fragen nehmt ihr es einfach und schnaubt ein wenig drin rum und spuckt es voll. Danach will der Lehrer es bestimmt nicht mehr sehen , leider gehen auf diese Art und Weise auch ein Großteil der Daten verloren. Dennoch kann euch dann niemand mehr wegen „Betrugsversuch“ drankriegen und mit einer 6 bestrafen.
e.) Verband/Pflaster-Technik:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Das Vorgehen bei der Verband- bzw. Pflastertechnik ist ähnlich der Innenhand-technik. Man schreibt sich irgendwo am Körper (möglichst an einer Stelle die man ohne weiteres erreicht und gut einsehen kann ; meine Empfehlung: Arm) die Informationen hin die man benötigt und überklebt diese mit Pflastern oder einem Verband. Optisch wirkt das natürlich wie irgendeine Verletzung und ist somit vor bösen Attacken der Aufsichtsperson geschützt. Ihr jedoch könnt jederzeit die notierten Dinge einsehen und alle Daten die ihr braucht abrufen. Anschließend wird der Verband wieder festgemacht und keiner bekommt was davon mit.
f.) Lineal-Technik:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Zu guter Letzt stelle ich euch meine persönliche Lieblingstechnik vor. Bei der Lineal-Technik nehmt ihr euch euer Lineal zur Hand und schneidet ein passendes Stück Papier zu. Auf dieses schreibt ihr das rauf was ihr braucht und anschließend klebt ihr den Zettel unten ans Lineal. Wenn bei der Arbeit nun das Lineal auf dem Tisch liegt vermutet bestimmt niemand , dass ihr mit einem simplen Umklappen desselben eure Chancen auf gute Noten um ein vielfaches steigern könntet. Unsichere können das Lineal auch in der Federtasche versteckt halten und nur bei Bedarf herausholen. Wie auch immer ihr es macht – achtet bloß immer gut darauf , dass wenn der Lehrer oder die Aufsichtsperson mal rumkommt das Lineal auf keinen Fall mit den Daten nach oben auf dem Tisch liegt. Das könnte unter Umständen böse enden.
4.) Fazit
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Letztendlich muss man sagen , dass Spicken ein gutes Mittel ist um sich seine Zensuren aufzubessern , wie ich ja bereits in meiner Einleitung festgestellt habe. Leider ist es teilweise recht riskant und wenn es mal in die Hose geht hat man genau das Gegenteil erreicht von dem was man eigentlich erreichen wollte , nämlich eine 6 wegen Betrugsversuchs , evtl. eine Benachrichtigung der Eltern im Haus und stress mit der Schule. Spicken ist nicht rechtsmäßig , illegal und keinesfalls erlaubt! Trotz alledem wird es immer wieder und überall gemacht. Solange es Bildung , verbunden mit Test , Arbeiten und ähnlichem geben wird , wird es Spicker geben. Dennoch denke ich , dass man sich nicht all zu sehr auf seine kleinen Helferlein verlassen sollte. Bildung tut gut und hilft uns allen weiter – Spicken allerdings auch.
Beste Grüße >> TERA-HGW <<
01.03.2005 22:17
das ist jetzt pädagogisch evtl. etwas bedenklich, aber als meine tochter mal so gar keinen bock auf schule, aber wenigstens noch den elan für spicker hatte, war ich zwar nicht sonderlich erbaut - aus langjähriger erfahrung kennt man als mama ja auch die risiken -, aber ich habe es ihr nicht verboten. 1.) weil alles verbotene gerade reizt und 2.) weil man, wenn man schon spicker selber schreibt, sich wenigstens einmal mit dem unterrichtsstoff beschäftigt hat - und meist bleibt da ja doch was hängen... (erwischt worden sind wir übrigens beide nie). witziges thema mit sachverstand umgesetzt... ;o) lg. heike
30.10.2004 11:57
Schon für das Thema hast Du ein "BH" verdient. Ich finde gut, dass Du erwähnst, dass Bildung wichtig ist und Spicken ein "Betrugsversuch". Trotzdem, hin und wieder kann man nachhelfen und oft lernt man durch das Erstellen eines Spickers, also einer zusammenfassung schon viel und es macht Spaß! Ein gewisser nervenkitzel? Man gönnt sich ja sonst nichts. Der Bericht kommt in meine Favoriten.
12.03.2004 14:13
Wer braucht so was nicht? Gruß Radar