Ein Spider-Man zum abgewöhnen
03.05.2007
Pro:
Kirsten Dunst
Kontra:
die Story und Spider - Man
Empfehlenswert:
Nein
 HaRo01
Über sich:
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Am vorgestrigen 01. Mai 2007 hatte der neueste Spiderman-Film weltweit Premiere. Mit meinen beiden Söhnen 8 und 11 Jahre alt schaute ich gestern diesen Film in der Nachmittagsvorstellung im Cinemaxx Wolfsburg. Die Vorstellung war nur sehr mäßig besucht. So hatte mein 8-jähriger Sohn die Möglichkeit seinen Sitzplatz andauernd zu wechseln und lieber auf dem Boden krabbelnd das Kino zu inspizieren, denn der Film fesselte ihn keineswegs. Mein älterer Sohn verließ ohne zu zögern die Vorstellung zwei mal. Ich hingegen harrte die volle Spieldauer von 139 Minuten aus. Bis zur Mitte des Films in freudiger Hoffnung und Erwartung, wann es denn endlich losgehe - ab Mitte des Films, wann er denn endlich zuende sei. *** Zum Film ***
Peter Parker alias Spider Man (Tobey Maguire) ist nun endlich mit seiner großen Liebe Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) zusammen. Sie hat eine Rolle in einem Broadwaymusical, und der Film beginnt damit, dass sich Peter Parker seine für ihn in der ersten Reihe reservierte Eintrittskarte an der Kasse abholt. Dort sitzt er verliebt, stolz und das ganze Lied seiner Geliebten mitsingend. Er ist völlig begeistert, aber die Kritiken in der Zeitung sind vernichtend. MJ wird aus der Produktion geworfen und ist froh, dass sie zumindest eine Stelle als singende Kellnerin in einer Jazzkneipe findet. Mary Jane leidet sehr darunter, aber Peter nimmt ihre Sorgen nicht wahr. Sobald sie beginnt, ihm davon zu erzählen, verweist er auf seine Erfahrungen als Star, der Spider-Man nun mal ist.
In einer völlig kitschigen Szene, direkt nach MJ's Premiere am Broadway liegen die beiden in einem überdimensionalen Spinnennetz in den Bäumen und betrachten verliebt den Sternenhimmel über New York. Hier findet nun der Übergang zu einem zweiten Handlungsstrang statt. Hinter ihnen auf einer Waldlichtung geht ein Meteor nieder (den die beiden, obwohl sie ständig ans Firmament schauen, nicht wahrnehmen). Aus diesem kriecht eine schwarze, gallertartige Substanz, die sich krabbelnd fortbewegt und wovon sich ein kleines Stück, an das Mofa des mit MJ fortfahrenden Peters heftet. Diese Substanz, so stellt sich später heraus, wirkt wie ein Parasit, indem es sich an einen Wirt heftet - ihm zwar unendliche Kräfte verleiht, aber auch dessen Charakter negativ verändert und versucht Macht über seinen Wirt zu gewinnen. Außerdem muss sich Spider-Man gegen den Sandman (Thomas Haden Church), den tatsächlichen Mörder seines Onkels, und gegen den Konkurrenten Eddie Brock (Topher Grace) behaupten. Schließlich klärt sich noch die Freund- und Feindschaft zu James Franco (Harry Osborn), die uns schon im zweiten Teil beschäftigt hat.
Dies alles ist gespickt mit mehreren Feuerwerken von Tricktechnik und Action, die aber nicht wirklich herausragend, wohl aber ab und an atemberaubend sind. Regie führte wieder Sam Raimi, der mit Alvin Sargent auch das Buch schrieb.
*** Kritik *** Neben der Tatsache, dass der Film mit 139 Minuten erheblich zu lang geraten ist, ist vor allem eine bedauerliche Charakteränderung der Hauptfigur das, was mich an diesem Film besonders stört. Wo ist er, der schüchterne, manchmal tollpatschige, nicht wirklich lebenstüchtige, aber hochintelligente und zurückhaltende Peter Parker?
Er ist einem eingebildeten, mit Starallüren behafteten, wenig sensiblen und Ich-bezogenen Blödmann gewichen. Die Schwäche der Story ist es, dass man wohl hofft, dies alles auf die merkwürdige Substanz aus dem Weltall schieben zu können - aber die Veränderung hat schon stattgefunden, bevor Parker mit der Substanz in Berührung kam. Mary Jane ist zutiefst getroffen von den negativen Kritiken. Sie spricht Peter drauf an, aber er spricht zu ihr nur aus der Position eines Stars heraus, der dies alles sehr gut kennt. Als er wegen einer Heldentat, der Rettung der Tochter des Polizeichefs, zum Ehrenbürger ernannt werden soll, macht er daraus eine Inszenierung, wie ein Popstar. Derartiges hatte der frühere Spider-Man nicht nötig. Von der Decke der Bühne seilt er sich kopfunter zur Geretteten ab und lässt sich von ihr küssen. Dies trifft Mary Jane sehr tief. "Wie konntest Du nur? Es war unser Kuss." So ihre Vorwürfe, als Peter verzweifelt versucht, ihr einen Heiratsantrag zu machen. Dabei ist die schauspielerische Leistung von Tobey Maguire wirklich beachtlich. Er spielt alles, was das Drehbuch ihm abverlangt, auf den Punkt. Hier liegt eindeutig die Schwäche beim Buch und der Regie. Die wunderbare Kirsten Dunst verschwindet leider auch hinter den Schwächen der Story.
Ein eindeutiges Zeichen, dass dieser Film nicht funktioniert, ist auch die Reaktion meiner Söhne. Sie schalteten schnell ab und interessierten sich nicht mehr besonders für den Film - nicht weil er erst ab 12 Jahren freigegeben war, sondern weil er hochgradig langweilig war. *** Fazit ***
Hier kann ich nur die Empfehlung aussprechen, dass man den Film nicht gesehen haben muss. Selbst Fans dieses Spinnenmannes sollten warten, bis es den Film auf DVD gibt und ihn sich dann ausleihen. Spider-Man 3 ist einfach nur schwach. Vielen Dank fürs Lesen. Kommentare sind herzlich willkommen.
Bis bald... Stephan
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27.06.2008 23:19
Nun, das 0815-Programm nach dem Motto: so wie wir Spider-Man kennen so lieben wir ihn und so muss er bleiben, ist nicht ganz mein Ding. Ich finde, dass kann auf die Dauer ja auch recht langweilig werden. Aber sicher, das ist Geschmackssache. Aber ein anderer Punkt ist, kommt es bei Spider-Man wirklich auf die Story an? Ich hab den ersten Streifen im Kino gesehen und war mehr von den Effekten als von der Story fasziniert. Was soll man schon erwarten? Gut trifft Böse und zwischendrin noch ein wenig Liebe...
24.06.2008 00:32
Ein Bh für meine Begeisterung!
15.06.2007 17:02
nur gut das ich mich gweigert habe in den film zu gehen, ich habe doch gleich gewusst, dass er be... scheiden ist!!! toller bericht, lg jenny