Wer spielt denn jetzt mit mir??!!
04.03.2002 (11.03.2002)
Pro:
er lernt durchs Spiel, Beschäftigung ist wichtig
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
 Sylviane
Über sich:
***beLIEve *** "When ever I accept my own doubt & insecurity, I´m more open to other people. Th...
Mitglied seit:17.08.2001
Erfahrungsberichte:4731
Produktvideos:1
Vertrauende:570
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 84 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Da habe ich doch eine ganz interessante Rubrik bei Ciao entdeckt. Und zwar geht es um das Spielen mit Hunden. Da ich selbst einen großen schwarzen Hovawart besitze, kann ich gut von meinen Erfahrungen erzählen. Das Spielen mit Hunden ist wichtig. Es gehört genauso zum Halten eines Hundes dazu wie die normale Erziehung eines Hundes und der tägliche Spaziergang. Denn ein Hund möchte beschäftigt werden. Und das auch gerne auf spielerische Weise. Vor allem der Welpe wird deutlich zeigen, wenn er zum Spielen aufgelegt ist. Bei unserem Charlie, der nun drei Jahre alt ist, zeigte sich als Welpe der Spieltrieb darin, daß er einem einfach leicht in die Waden zwickte, um anzuzeigen, daß er beschäftigt werden wollte. Er ging dann gleich in die für Hunde zypische Spielstellung, Vorderpfoten auf dem Boden und Hinterteil wedelnd in die Höhe, um uns anzuzeigen, daß er spielen wollte. So funktioniert das übrigens auch unter Hunden. Wenn man dann darauf eingeing, war er ein glücklicher (noch) kleiner Hund. Mit einem Welpen muß man beim Toben aber noch vorsichtig sein. Denn er ermüdet noch rasch und ist im Grunde eben einfach ein Baby. Zum Toben eignen sich alte Handtücher, an denen der Welpe ziehen und zerren darf, Bälle, spezielles Hundespielzeug und Stöcker. Wenn der Hund bestimmte Dinge für seinen Spielbedarf hat, wird er auch ganz bestimmt nicht so viele Sachen zum Spielen oder Zerbeißen nehmen, die eigentlich nicht dafür gedacht waren.... Zumindest hat es beim Charlie wunderbar geklappt. Er hat als Welpe bis auf einige Handykabel nicht viel kaputtgemacht.Nun als ausgewachsener Hund gehe ich mit ihm auf den Hundeplatz. Dort wird für seine Ausbildung gesorgt. In der Unterordnung lernt der Hund den absoluten Gehorsam seines Herren gegenüber. Doch auch das ist nicht nur "Arbeit". Spielerisch wird ihm dort das Apportieren beigebracht, was einem "Stöckenchen-werfen" gleichkommt. Mit viel Belohnung lernt der Hund dann auch das Apportierholz zu bringen, wenn es über ein Hindernis geworfen wird. So lernt er im Spiel auch Teile für seine Ausbildung. Ebenso verhält es sich mit dem Agility. Dort wird dem Hund begebracht, über Hindernisse zu gehen und an Wettbewerben, geht das Ganze auf Zeit. Es sind bestimmt Regeln einzuhalten und es macht eben Hund wie Herren viel Spaß. Doch im Grunde ist es auch eine Art Ausbildung, die dem Hund aber sehr spielerisch vorkommt. Er kann unheimlich viel im Spiel aufnehmen und lernen. Doch wer mit seinem Hund nicht zum Hundeplatz geht, kann auch zu Hause wunderbar mit ihm spielen. Auf useren langen Spaziergängen ist es Usus, daß wir uns zwischendurch verstecken und Charlie uns suchen muß. Das schult seine Nase und macht ihm unheimlich Spaß. Er ist immer ganz stolz, wenn er die ganze Familie wieder beisammen hat. Natürlich gibt es keinen Spaziegang ohne Leckerli und die hat nach erfolgreicher Suche redlich verdient. Aber mit den Leckerlis gibt es auch noch ein Spiel, das Charlie unheimlich liebt. Seine "rollenden Frolics". Wir haben auf unserem Stammspazierweg eine asphaltierte Strecke, auf der wir es uns angewöhnt haben, seine geliebten Frolics zu rollen, denen er dann im Galopp hinterhersaust, um sie zu fangen. Charlie macht das großen Spaß, ist es doch eine Art seinen Jagdtrieb zu befriedigen. Und uns macht es auch Spaß, wenn unser Schwarzer durch die Gegend rennt und dann urplötzlich bremst, um auf den liegengebliebenen Frolic zu springen. Es sieht so drollig aus. Wenn wir auf die Strecke kommen und machen keine Anstalten, einen Frolic zu rollen, dann läuft Charlie ganz vorwurfsvoll blickend vor uns her und ist ganz aufmerksam., Dann kann man sich schon denken, was in seinem hübschen Kopf vorgeht: "Na, los jetzt, rollt nun mal einer einen Frolic?!".Für andere Hunde ist es nun wiederum schön ins Wasser zugehen, um eine Runde zu schwimmen. Für Charlie ist es ein Graus. Da wir am Nord-Ostseekanal leben, führt uns unser täglicher Spaziergang dorthin. Und im Sommer geht Charlie auch mal ins Wasser, aber nur so weit er stehen kann und möglichst das Wasser nur bis zum Bauch reichend. Schwimmen wird er allerhöchstens, mal zwei drei Züge und dann hat er auch schon genug. Würde man bei meinem Hund auf die Idee kommen, ein schwimmendes Spielzeug ins Wasser zu werfen, dann müßte man es abschreiben oder selbst holen. Vom Wasser aus würde Charlie nie apportieren.... Im Gegensatz zu vielen anderen Hunden, die wir am Kanal treffen und die liebend gerne schwimmen. Aber nicht nur das Spiel mit den Menschen ist wichtig. Auch unter einander können Hunde sehr wohl spielen. So lebt in unserem Haus in der Nachbarwohnung noch ein weißer Schäferhund. Charlies bester Freund. Wenn beide Hunde draußen im Garten sind, kommen sie aus dem Toben nicht raus. Für Außenstehende sieht es recht "gefährlich" aus, aber es ist nun mal ihre Art zu spielen. Sie knurren und bellen mitunter furchtbar und es wird mal dem einen oder anderen ins Ohr oder das Bein gebißen, aber so vorsichtig, daß es nie zu Verletzungen kommt. Im Rudel wurde früher bei den Wölfen, von denen unsere Haushunde ja abstammen, auch nicht anders getobt. Das gehört dazu. Und es ist für den Hund, für den sozialen Kontakt unter anderen Hunden auch wichtig.Natürlich kann man einem Hund auch eine ganze Menge "Blödsinn" bei bringen. So kann Charlie sich "totstellen". Dazu legt er sich auf den Rücken, wenn er den Befehl "toter Hund" erhält. Er freut sich dann diebisch, daß er dieses "Kunststück" beherrscht und natürlich auch über die Belohnung, die er dann erhält. Ebenso kann Charlie "unter durch laufen". Dazu läuft er zwischen den gegrätschten Beinen hindurch. Dieses ist aus einem Verhalten entstanden, das er als Welpe an den Tag legte. Bei "Gefahr" , sei es ein anderer großer Hund, der ihm nicht geheuer war, setzte er sich immer bei uns zwischen die Beine. Er fühlt sich so beschützt. Nun ist dadruch ein "unter durch" auf Befehl geworden, aber auch eines, das er macht, wenn er Aufmerksamkeit braucht. Für einen selbst natürlich eine Sache, an die man sich gewöhnen mußte, denn wenn man so einen Stubs am Bein mit der Hundeschnauze verspürte, dann war Charlie kurze Zeit später "unter durch" und wollte geklopft und gesteichelt werden. Für die Kinder auf Grund ihrer noch nicht ganz ausreichenden Größe, ein Spiel, das stets zum Umfallen der beiden führte. Ja, so kann man seinen Hund beschäftigen und muß es auch. Denn ein Hund ist ein lernwilliges Tier und aus dem Spiel lernt er. Er wird es auch lernen, das Gelernte anzuwenden. Und sich dabei diebisch freuen, wenn er das Wohlwollen seines Herren aufsich ziehen kann. Ich gebe im Namen von Charlie einem Hundebesitzer alle Sterne, der viel mit seinem Hund spielt. Denn er will beschäftigt sein und immer nur Arbeiten im Sinne von Ausbildung auf dem Hundeplatz kann es auch nicht sein. Eine große Portion Spielen und Spazierengehen gehört auch dazu.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
|
|
07.03.2002 12:33
Ja, ja ... die Blödeleien lernen sie nun mal am schnellsten und da sind die meisten Haustiere gleich. ;-) Was Du ihm noch beibringen könntest ist der Spanische Schritt, denn können nämlich nicht nur Pferde sondern auch Hunde bzw. eigentlich alle Vierbeiner (außer Katzen wahrscheinlich, denn die haben's mit Lernen ja nicht so ... sind dafür viel zu erhaben *gg*) lernen. Liebe Grüße Karina
05.03.2002 11:05
wenn ich da an meine Zeit der Berufsausbildung zurückdenke, da durfte ich den Hausdackel ausführen. Der spielte immer mit mir... - unfolgsam und wie der Blitz war er weg und ich durfte ihn suchen... - der Chef kam hinzu sagte ja macht er mit mir auch immer. Und plötzlich rannte Nicki auf die Straße und wurde von einem Auto angefahren. Mann, war das ein Schock... - und das Tier wurde sogar nur leicht verletzt. Glück im Unglück, und trotzdem zittern mir schon wieder die Knie...
04.03.2002 17:49
Das einzige Spiel was unsere Hündin beherrscht, ist Tennisbälle zu aportieren, allerdings gibt sie diese auch nicht freiwillig wieder her!;) Gruß, Simone