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Bowling - Tipps die 2. für Anfänger

5  26.07.2002

Pro:
Bowling  -  Aller Anfang ist leicht .  .  .  .  .

Kontra:
Kenne ich keines !

Empfehlenswert: Ja 

STYXX

Über sich: So...ich bin wieder da! Und wie! Bald gibt es hier ein paar neue Restaurantkritiken....also Obacht!....

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo, da bin ich wieder. Wie versprochen, mit dem zweiten Bericht zum Thema Tipps für Anfänger.
Nachdem ich ja den ersten Bericht über die Erstausrüstung zum Bowlingspielen geschrieben habe,
möchte ich heute über die ersten Gehversuche schreiben.

Doch zuvor noch etwas über das Spiel selbst.

Ein Spiel im Bowling besteht aus 10 Frames. Jeder dieser Frames ist unterteilt in zwei Sparten, den ersten und zweiten Wurf. Mit einer Ausnahme, der zwölfte Frame hat drei Sparten, die dritte ists für
das Ergebnis wichtig.

„Wie wird denn nun eigentlich gezählt?“, werde ich oft gefragt. Ganz einfach:

Es gibt Strikes – Spares – Fouls – Splits – Misses und normale Counts.

Ein Strike ist, wenn mit dem ersten geworfenen Ball alle Pins geräumt werden.

Um diesen Strike zu zählen, sind die Punkte nötig, die mit den nächsten zwei geworfenen Bällen erzielt werden. Für einen Strike wird ein X eingetragen. Nach einem Strike ist der Frame fertig.
Rechnerisch: 1. Ball: Strike + Anzahl der Pins mit den nächsten zwei geworfenen Bällen.

Ein Spare ist, wenn alle Pins erst mit dem zweiten Wurf geräumt werden. Also z. B. mit dem ersten
Ball werden sieben Pins geräumt und mit dem zweiten der Rest, drei Pins. Dafür wird anstelle der
Geräumten Anzahl ein / geschrieben. In diesem Beispiel: 7 / . Zählung: Ein Spare zählt die geräumten
Pins in diesem Frame plus die Anzahl der Pins die mit dem nächsten ersten Ball geräumt werden.

Ein Foul wird mit einem F markiert. Foul ist, wenn über die Foul-Line getreten wird. Dafür gibt es keine Punkte, auch wenn der Ball vielleicht alle Pins abgeräumt hat.

Ein Split. Ja, darüber kann man sich ärgern. Split bedeutet, dass die restlichen stehengebliebenen Pins nach dem ersten Wurf, sehr weit auseinander stehen. Z. B. der Pin Nr. 7 ganz links hinten und der Pin Nr. 10 ganz rechts hinten stehen noch. Diesen Split kann man zwar räumen, aber es ist sehr schwer, und meistens trifft man entweder nur einen davon oder der Ball geht in die Rinne oder in der Mitte hindurch. Hier sollte immer auf Sicherheit gespielt werden, also nur einen versuchen zu räumen. Und zwar den, den man am sichersten kann.

Ein Miss ist ein Wurf auf die Pins, wobei keiner getroffen wird. Entweder im Anwurf oder im Räumwurf. Hierfür wird ein – eingetragen. Zähler ist logischerweise 0.

Ein normaler Count ist: 1. Wurf: 5 Pins, 2. Wurf: 3 Pins, ergibt zusammen 8 Pins.

So einfach ist die Zählweise.

Das höchste Ergebnis, das erreicht werden kann, ist 300. Das sind 12 Strikes in Folge.
Damit man auf genau 300 Pins kommt, gibt es im 10. Frame einen Extra-Wurf.
300er werden nicht am laufenden Band gespielt. Es ist immer etwas Besonderes und DAS Ziel von
den meisten Bowlern.

Meist spielt man ja mehr als nur ein Spiel. Und wer wissen will, ob er sich verbessert hat, der schreibt sich seine Ergebnisse auf und vergleicht sie. Aus den gesamten Ergebnissen ergibt sich dann der gespielte Schnitt. Bei Sport-, Amateur- und Pro-Bowlern ist dies wichtig. Open-Bowler brauchen das eher weniger.

So, genug vom Zählen und von Ergebnissen. Aber das gehört zum Spiel eben dazu. Und dem wende ich mich jetzt zu.

Also, nachdem die eigenen Schuhe und der eigene Ball nun vorhanden sind, kann es losgehen.
Empfohlen sei hier: Aufwärmen und Dehnen. Denn nichts tut mehr weh, als eine Zerrung oder ein Muskelriss. Deswegen sollte jeder vorher ein paar Dehnübugnen machen. Keine Angst, darüber lacht niemand. Hmmpf....grins.....kommt halt darauf an, wie man(n)/Frau es macht....

Nun steht der frischgebackene Bowling-Spiel-Anfänger auf oder vor dem Anlauf, die Pins in weiter Ferne, seinen RIESIGEN Ball in den Händen.....und fragt sich, wie denn der Ball am vernünftigsten
über die Bahn rollt und dabei auch noch recht viele, am Besten alle, Pins umwirft. Aber auf dem Anlauf steht er noch nicht. Und da soll er jetzt hin. Also: Ball ersteinmal weglegen. Den brauchen wir später erst. Denn: zuerst muss man laufen lernen. Neinnein, nicht wie die Babys, hier auf dem Anlauf herrschen andere Regeln, die gilt es zu beherzigen.

Der Spieler stellt sich also erst einmal am Anfang des Anlaufes hin. Die Füße schön nebeneinander, nicht wie John Wayne in Cowboy-Manier schön breitbeinig. Dann läuft er einfach einmal ganz normal
los. Wieviele Schritte braucht er bis zur Foulline? Vier oder Fünf? Theoretisch ist das jetzt gar nicht so einfach. Aber ich will es versuchen. Die Schritte sollen normal sein, nicht extra lang oder kurz. Die Meisten brauchen Fünf. Es gibt auch einige wenige, die sechs oder gar sieben Schritte brauchen. Ich denke da an Mark Roth, in den 80er und Anfang der 90er Jahre einer der Top-Pro´s in den USA. Der brauchte sieben Schritte. Aber nicht, weil der Anlauf so lang ist, sondern weil er so kleine Schritte gemacht hat.

Aber genug davon. Wo waren wir, ach ja, auf dem Anlauf. Nu stehen wir vor der Foulline. Umdrehen und entgegengesetzt der Bahn (also in Richtung der Stühle!) schauen. Ganz normal nach vorne sehen, nicht nach unten auf die eigenen Füße!!! Und los geht´s....ganz normal vier oder fünf Schritte machen. Stehenbleiben und auf der Stelle drehen. Dies sollte der Anlaufpunkt sein. Vielleicht muss er noch ein Stückchen nach hinten verlegt werden, aber das kann man erst im Laufe der Zeit sehen.

Nun, nachdem das erst einmal geklärt ist.....Spielen ohne Ballist wie Eisessen ohne Eis. Also: Ball in die recht oder linke Hand....wir denken daran: Daumen, Mittel- und Ringfinger kommen in die Löcher im Ball.

Wo soll denn eigentlich der Ball gehalten werden? Also auf alten Filmausschnitten in Lehrvideos wurde der Ball vor den Körper gehalten. Diese Haltung finde ich nicht sehr praktikabel. Warum? Na, weil der Ball dann von vor dem Körper auf die Seite gebracht werden muss und dann erst geschwungen werden kann.
Dies ist ein ziemlicher Umweg.Muss nicht sein. Haltet den Ball an der Seite in Hüfthöhe oder etwas unter Schulterhöhe. So zwischen Schulter und Hüfte...fast ideal. Aber jeder wird für sich die richtige Höhe rausfinden. Die freie Hand liegt unter dem Ball und stützt ihn, damit der Spielarm nicht gleich einen Krampf bekommt.

Wie solll der Ball gehalten werden?
Mit drei Fingern: Daumen, Mittel- und Ringfinger.
Und hierbei gibt es noch eine Handstellung: Haltet die Hand gerade. D. h. der Daumen zeigt nach oben so Richtung 11:00 Uhr. Der Ball liegt quasi auf der Hand. Und so wird der Ball auch abgegeben. Der Daumen verlässt etwas früher den Ball, dann folgen die Finger! Wenn Ihr Sport- oder Pro-Bowler schon beobachtet habt .... denkt nicht einmal dran. Die haben das was sie machen trainiert und können das. Ausserdem haben sie eine andere Bohrung wie Ihr, nämlich Finger-Tip. Und was man damit alles machen kann ==> nächster Bericht!
Nun stehen wir da. Hmm...nicht steif stehen. Etwas in die Knie ... nur ein ganz kleines bisschen. Das Körpergewicht von dem Fuß, der zuerst losläuft muss auf den anderen Fuß verlagert werden. Ha, da geht´s schon los mit den ersten, die jetzt Probleme mit dem Gleichgewicht haben. Aber das klappt schon. Wenn nicht, ich habe eine Menge Übungen, wie es doch noch klappt. Also so stehen wir da. Je nach Schrittzahl ist auch der Ballschwung einzustellen.
Vier-Schritt-Anlauf: Der Ball wird etwas früher nach vorne geschoben mit dem ganzen Arm. Am fast vordersten Punkt angekommen erfolgt der erste Schritt. Den Ball nicht gerade da vorne halten. Nein, wenn der Ball vorne angekommen ist, beginnt das ganz natürliche Pendel. Also geht’s nach unten und hinten. Dabei müsst Ihr laufen. Der Ball kommt von ganz alleine wieder nach vorne. Und während er Eure Hüfte nach vorne passiert beginnt der letzte Schritt...der Gleitschritt. Dabei solltet Ihr etwas weiter runter in die Knie gehen und das Bein, welches also gerade nicht läuft wird nach hinten versetzt. Hört sich alles schwer an. Aber wenn Ihr die Bewegung mal ausführt, werdet Ihr sehen, dass es fast natürlich ist. Und wenn der Gleitfuß an der Foulline angekommen ist (Hier solltet Ihr unbedingt stehen bleiben!!! Da ist nämlich Öl auf der Bahn! Und das soll auch dort bleiben!), kommt Euer Arm mit dem Ball auch darüber und Ihr könnt den Ball freigeben. Wird nicht so gut klappen beim ersten Mal. Um einen halbwegs brauchbaren Anlauf hinzubekommen, braucht man so ca. 1000 Versuche. (Das ist noch gar nichts. Wenn der Anlauf...und der ist sehr wichtig!...wirklich gut werden soll, dann brauchts ein Vielfaches davon. Ein Pro sagte mir einmal, dass dazu mindestens so 40,000 und mehr Anläufe nötig sind!). Und auch das mit dem Ball freigeben ist am Anfang noch nicht so einfach. Aber mit der Zeit klappt es.

Noch einen Tipp: Atmet bei der Ballfreigabe aus. Das hilft, dass Ihr dabei nicht verkrampft.

Ich hoffe, dieser Bericht gefällt Euch und hilft Euch. Vom Zielen und Treffen habe ich jetzt hier nicht geschrieben. Aber das kommt in einem der nächsten Berichte.

Viel Spaß beim Üben, und wer noch mehr wissen will oder hierbei noch Hilfe braucht èèè bitte gerne bei mir melden!

Ciaoderle
STYXX


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
pantherhh

pantherhh

17.07.2003 10:54

na dann lass mal lesen "deinen strike" - hier ist sie wohl bewahrt die addy du_liest_weiter@yahoo.de

pantherhh

pantherhh

09.04.2003 19:28

dann turkey

Sun-Tatoo

Sun-Tatoo

27.07.2002 01:55

Super Beschreibung. Jetzt bin ich endlich in das Geheimnis des Zählens eingeweiht worden. Wann hast Du Zeit für eine Privatstunde.....

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