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Super Sportboot Typ: RYDS 4,25 R

4  30.04.2004

Pro:
Freizeitspaß in der Nähe von Wasser .

Kontra:
Fällt mir nichts zu ein .

Empfehlenswert: Ja 

didiba

Über sich: Pensionierter Kriminalbeamter. Technische Berichte ohne persönliche Bilder dazu bewerte ich nicht me...

Mitglied seit:16.02.2004

Erfahrungsberichte:203

Vertrauende:203

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Einleitung:

Ich möchte über ein Produkt berichten, welches noch gar nicht bewertet wurde, jedenfalls habe ich nichts gefunden. CIAO hat sich bei dem Produktvorschlag etwas schwer getan, aber das scheint sowieso ein Problem zu sein !
So, es geht um ein kleines offenes Motorboot, welches auch als Ruderboot durchaus zu empfehlen ist.

Hersteller:

Hersteller des Bootes ist die Firma RYDS in Schweden. Man kann ohne Fehleinschätzung behaupten, dass Motorboote aus Schweden und Norwegen eigentlich immer empfehlenswert sind, und ich meine, die Firma RYDS insbesondere.
Ich habe das Boot im Jahre 20O1 gekauft. Es war ein Ausstellungsboot mit einem gebrauchten Trailer und hat damals 6350.-DM gekostet (4400.-DM für das Boot und 1950.-DM für den Trailer). Zu der Zeit gab es RYDS-Boote als Ruderboote von 2,55 m Länge bis 4,65 m, sog. Angelboote mit Steuerkonsole von 4,35 m bis 5,35 m und dann folgend Motorboote bis 6,20 m. Ein breit gefächertes Angebot. Die kleineren Boote sind offene Schalen, motorisierbar von 2,3 bis 10 PS. Die größeren Boote sind doppelschalig und natürlich höher motorisierbar.

Mein Boot:

Es handelt sich um ein DOPPELSCHALENBOOT. Das heißt, über die Außenschale ist eine Innenschale eingelassen und miteinander verbunden. Dadurch ist das Boot verwindungssteifer. In der Außenschale befindet am Heck ein Lenzstopfen, um Kondenswasser ablassen zu können. Da die Innenschale keine Lenzventil hat, habe ich ein Loch hineingebohrt und eins eingebaut. Bei Regen, im Freien außerhalb des Wassers, kann ich beide Lenzventile öffnen und das Regenwasser läuft hinten wieder raus. (Schließen bloß nicht wieder vergessen, sonst gibt es nasse Füße.) Das Boot ist 4, 25 m lang, , 1,65 m breit und wiegt 160 kg. das Freibord (Wasserniveau bis Oberkante Boot) beträgt 52 cm. Es darf max. mit 405 kg beladen werden. Motorisierbar ist es mit Normalschaft - Außenbordmotoren bis 10 PS. Zugelassen ist es für 4 Personen. Aber das ist das ähnliche Thema wie „was verbraucht dein Auto?“ Diese Fragen sind total abhängig vom jeweiligen Einsatz; was wiegen die Personen, wo wird gefahren (Binnengewässer, offenes Gewässer, Hafen) usw. Das interessante ist aber, dass das Boot mit Ruder und Ruderdollen geliefert wird. Es lässt sich auch hervorragend von der mittleren Sitzbank aus rudern. Das Boot ist durch aufgeschäumte leere Kästen „unsinkbar“, d.h., es geht nicht unter Das bedeutet aber nicht, dass es durch Überladung, oder wenn große Mengen Wasser ins Boot schwappen, kentern kann. Es sinkt dann aber nicht, sondern treibt an der Wasseroberfläche. Man kann – nein man soll sich sogar - am Boot festhalten und am Boot bleiben. Natürlich nicht im Hochsommer auf einem Teich oder anderen stehenden Gewässern. Und, wie alle Skandinavier, immer im Boot Rettungs- bzw. Schwimmwesten tragen.
Das Boot hat jeweils im Bug und im Heck abschließbare Kästen. Im Bug lässt sich hervorragend ein Anker mit Ankerleine unterbringen. Im Heck befinden sich bei mir im Boot Werkzeug (für den Motor), Verbandskasten, ein 5-Liter Reservekanister und eine trockene Jacke.
Unter der mittleren Sitzbank habe ich kleine Löcher in den Boden gebohrt (natürlich nur in die Innenschale !!) und mit einem Spanngurt den 25 Liter Tank befestigt. Dort stört er am wenigsten.
Möchte man vom Boot aus baden und ins Boot zurück, bietet es sich an, über eine kleine Leiter, die Bb am Heck verschraubt ist, wieder einzusteigen. Dazu kann man sich dann am Motor abstützen. Aber – das gebe ich zu – leichter ist es, am Strand einzusteigen.
Es verfügt über 4 Sitzplätze; hinten für eine Person, auf der Mittelbank für zwei Personen und vorn auf dem Kasten einer. So würde ich aber nur auf total ruhigem Wasser fahren. Am besten läuft das Boot mit zwei Personen, eine vorn und eine hinten. Ein besonderer Kaufanstoß war, dass das Boot relativ leicht und schmal ist und die mittlere Sitzbank so hoch ist, dass man wirklich gut sitzt, und zwar auch auf längerer Strecke.
Ich fahre das Boot mit einem 10 PS-Motor. Der Motor bringt das Boot mit zwei Personen auf eine Geschwindigkeit von ca 20 bis 25 km/h (ca 10,7 bis 13,5 kn ( 1 Knoten sind 1,852 km/h).
Wir benutzen das Boot hier in heimischen Gewässern auf der Elbe und den Nebenflüssen, aber auch zum Angeln auf der Ostsee. In Norwegen war es auch schon eingesetzt.
Es liegt „an Land“ immer auf einem Bootstrailer. So nennt man einen Bootsanhänger. Ich habe eine Plane anfertigen lassen und so ist es während des Straßentransportes innen immer trocken und kann – auch wenn es eigentlich nicht erlaubt ist - als Anhänger, also zum Transport von Urlaubsgepäck, genutzt werden. Irgendwo an einer seichten Stelle mit festem Untergrund, am besten an einer sog. Slipstelle, wird es zu Wasser gelassen, d.h. einfach vom Bootstrailer über Rollen ins Wasser geschoben. Zurück wird es vom Windenstand mit einem Seil wieder auf den Trailer gezogen.

Nun noch ein paar allgemeine Dinge:

Der Bootstailer führt ein grünes amtliches Kennzeichen, ist (noch) steuerfrei, und haftpflichtversichert über die des ziehenden Fahrzeuges.
Motorboote sollten haftpflichversichert werden. Es ist keine Pflicht. (Ohne diese ist z.B. das Befahren Kroatischer Gewässer verboten.)

Ein Bootsführerschein, - „Binnen“ für Binnenwasserstraßen oder/ und der Sportbootführerschein für Seeschifffahrtstraßen und Küstengewässer ist deshalb vorgeschrieben, weil der Motor über 5 PS leistet.

Darunter oder beim Rudern ist natürlich alles frei. Ein amtliches Kennzeichen ist Pflicht, zu beantragen bei den Wassersportverbänden, so auch beim ADAC. Dann wird ein Bootsschein ausgestellt und der ausgegebene Name i.V.m mit dem sog. amtliche Kennzeichen muss am Boot angebracht werden. Dabei dürfen Buchstaben und Zahlen nicht kleiner als10 cm sein.

Immer ein Fuss Wasser unter dem Kiel und Petri Heil, Dieter

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Im Fjord in Norwegen
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
quacky4321

quacky4321

24.01.2012 16:55

wie Michalea 2015...

polarfuchs1010

polarfuchs1010

13.02.2008 00:02

Wieder sehr informativ, wir überlegen seit einiger Zeit was in Siofok zu kaufen, aber etwas größer (Kajütboot). Wenn sichs irgendwann ergibt :o) LG

Michaela2015

Michaela2015

16.12.2007 11:00

*auch n boot zum rumschiffern will*

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