Volleyball und etwas mehr...
16.06.2008 (12.06.2008)
Pro:
in geselliger Runde etwas für den Körper tun
Kontra:
Leistungsdruck, den man sich auferlegt?
Empfehlenswert:
Ja
 argoni
Über sich:
Mal sehen, wie ich es schaffe, hier wieder regelmäßig zu sein! Ab und zu drängt es mich zur Schreibe...
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"Sport in Gemeinschaft anderer Sportler" Gestern 11.6.2008: brauche immer eine gewisse Zeit, in Gesellschaft anderer Menschen warm zu werden. Allein gehe ich nicht zu irgendwelchen Veranstaltungen, nicht wegen der Angst, sondern wegen der sonst fehlenden Möglichkeit, sich hinterher drüber zu unterhalten. Grillerei war angesagt im Sportkreis meines Partners. Volleyball spielt er, dieses übers Netz kriegen des Balls, auf jeder Seite steht eine Mannschaft, am besten gleiche Anzahl von Spielern.Die meisten Leutchen hatten gestern Lebensmittel mitgebracht, ein Teil der Männer kümmerte sich um den Grill - vor der Sporthalle - ein 2.Teil spielte mit den Frauen und Jugendlichen in der Halle 2 Arten von Spielen: Federball und Volleyball. Genaue Bezeichnung der Sportgruppe möchte ich natürlich hier lieber nicht nennen, es gibt sie sicher in dieser oder anderer Form auch in anderen Städten. Das Besondere: für Menschen mit allerlei Hanycaps, egal ob körperlich oder seelischer Behinderung. Reha-Sport, unter diesem Begriff läuft das Motto der Gruppe. Nach Erlaubnis durch Herrn Arndt Melms darf ich also nun nicht nur seinen Namen schreiben, sondern auch hinweisen auf "sport live e.V". Wer sich da interessiert, kann sich da im www noch mehr Infos holen.Reha bedeutet ja: da soll wieder was in Schwung gebracht werden oder der Verlauf einer Erkrankung abgemildert werden, nehme ich mal an. So gibt es auch die Möglichkeit eines "Antrags auf Kostenübernahme für Reha-Sport ( Krankenkasse) bzw. Antrag der BfA/LVA" Da es ja in jeder Stadt anders aussehen könnte, hier der "Weg des Patienten in die ambulante Rehasportgruppe": 1. Hausarzt -Verordnung einholen 2.Krankenkasse -Kostenübernahme 3.Anmeldung im Sportverein 4.Teilnahme Die erwähnte Rehasportgruppe ist DBS-geprüft (also anerkannt und zertifiziert!) DBS: Deutscher Behindertensportverband e.V. "Wo man Sport treibt, da lasse dich ruhig nieder.." möchte ich mal in Abwandlung anbringen. Habe das also gestern am Abend ca. 19-22 Uhr getan. Kam da mal unter andere Menschen, was sehr wichtig ist.Die Sporthalle bietet natürlich nicht das, was man im reichen Deutschland vermuten dürfte: nur sehr wenige Geräte zum Muskelaufbau und ein großer Bereich (Fußboden: gelacktes Holz, tut schön weh, wenn man hinknallt), wo eben Ball gespielt wurde: Volleyball und Federball. Ich wunderte mich schon, welche Kraft leicht übergewichtige Frauen aufbringen, Masse kann also durchaus Klasse bedeuten! Mein Bereich war natürlich zunächst die Beobachtung von der Bank aus. Die Tochter meines Freundes spielte dann mit mir etwas mit dem durchaus schweren Volleyball (nicht mit dem Softball vergleichbar), ich erinnerte mich, was ich mal konnte: Faustball, etwas Hanball, auch Volleyball .. wurde also alles angewendet, Vati sei Dank!Musik auch dabei, natürlich neueres, angenehmes fürs Ohr, kein Rapp etc. Musik nicht übermäßig laut, also Gespräche konnten durchaus geführt werden, toll, wenn man Bekannte wiedertrifft. Egal, ob von Umschulungszeiten oder der Zeit der letzten Arbeitsstätte.Neugierig wurde ich schon, als die Männer das Volleyballnetz aufspannten an den Metallstangen, gehört auch wieder ein gewisses Können dazu: die Stangen müssen ja erst einmal im Fußboden verankert werden, da gibt es also im Boden Flächen, die man abheben kann, wo dann die Stangen eingesteckt werden mit dem unteren Teil. Das da auch Asse anwesend waren, die unter Wettkampbedingungen durchaus fast jeden Ball kriegen, sah ich schon, da traut man sich als "Looser", ( möchte MICH als solchen betiteln, bin einfach zu faul, regelmäßig Sport zu machen ) was Sport treiben anbelangt, nicht ohne Weiteres hin. Es waren aber nicht nur Könner da, auch Männer und Frauen, die schon ulkig daherschauten, wenn der Ball direkt vor oder neben einem auf den Boden geht, anstatt per Hand übers Netz - das Gesicht wirkt schon lustig, wenn man es eben nicht selbst ist. Nein: keine Schadenfreude..! Dauerte gewisse Zeit, wo ich mich aufraffen konnte: erst mit Freund - der auch nicht seinen besten Schlagtag hatte - einige Bälle übers Netz pfeffern -( Hände nach oben und den Ball wedelartig rüberbefördert ), wurde dann mutiger und machte MEINE Aufschläge von etwas weiter hinten, hinter einer Linie (Feld ist mit Strichen aufgezeichnet). Ball lege ich mir also zurecht auf einer Hand, schlage mit der anderen Hand diesen rüber. Habe doch noch "etwas" Kraft..! Lustig war es schon, auch wenn man mal laufen muß, wenn der Ball wieder einmal macht, was er nicht soll, oder besser: wenn man zu langsam für den Ball ist. Angebracht ist hier wie bei allen Sportarten (Schach wohl nicht?) ein "wenig" bewegen sollte man sich, und wenn es ein Schritt nach links, rechts, nach vorn oder nach hinten ist, denn jedem Spieler ist nur ein geringer Raum für eigene Aktivitäten zugedacht, jedenfalls sollte das so sein. Kann sein, daß einige Leutchen sich auch langweilten, die gesellten sich dazu und das Feld war fast voll: entweder 3 oder 4 Leutchen auf je einer Seite, je nachdem, wie man Lust hatte, 3 Leute sollten es mindestens sein, der 3.sollte den Ball so übers Netz schlagen, daß die andere Mannschaft ihn nicht bekommt. Gezählt wurde nicht offiziell, höchstens inoffiziell von den Könnern, die den Anfängern mehr als eine Chance ließen.Muskelkater nicht ausgeschlossen, aber Spaß gehabt..! Und eben des Spaßes wegen: sehr zu empfehlen, ob nun im Behindertensportverein oder bei Gesunden. Für Kinder natürlich bestens geeignet, die eigentlich abnehmen müssen, aber nicht wissen wie sie es machen sollen.Zusatz ---------- 2009 hatte ich beschlossen, etwas mehr für meinen Körper zu tun und ließ mich von meinem Freund an den Mittwochen immer mitnehmen zur Sporthalle. ( in Stralsund wurde kürzlich diskutiert, ob die Halle bleiben kann oder abgerissen werden soll) da standen sie dann schon davor: einige, die ich vom geselligen Beisammensein schon kannte und einen ehemaligen Arbeitskollegen. Für mich muteten die Übungen zunächst etwas kindisch an: Ballspiele usw., aber dann dämmert es: ist ja irgendwo auch ein Sinn dabei, wenn man den Ball aufprallen läßt und um Stangen herumdirigiert, Federballspiel: 2 gegen 2, mit Hin-und Herwechseln des Schlägers (pro 4 Leute wurde mal ausprobiert, wie es ist, wenn nur 2 Schläger da sind, also muß man, nachdem man selbst den Ball übers Netz geschlagen hat, den Schläger an die Nebenfrau oder den Nebenmann weitergeben) und für mich besonders gut: etwas für den Rücken mit Anleitung und Erläuterung, für welche Körperteile bzw. Skelettteile die Übungen sinnvoll sind. Hätte auch nicht gedacht, daß ich beim Federballspiel ins Schwitzen gerate, aber: ich freue mich immer auf den Mittwochabend. Mit einem sogenannten "Schnupperpaß" darf man übrigens 4 Wochen unverbindlich und kostenlos ausprobieren und wenn man eben mehr möchte: nur zu, kann nie verkehrt sein. Meinen Sohn versuchte ich für diese sportliche Betätigung zu begeistern, leider wahr: er wird langsam moppelig. Aber wie er mir mitteilte, hat er Lust in einen Spielkarten-Fan-Club zu gehen. Meine Freundin zeigte sich zunächst begeistert, kam aber dann doch nicht, wsl. hat sie die späte Anfangszeit abgeschreckt. Etwas anderes kann ja auch nicht abschrecken: nenne ihn mal Vor"turner", wir duzen den sehr netten Menschen mittlerweile alle, womit ich Probleme habe, er ist doch eine Respektperson so als Übungsleiter. Das Besondere: ein sogenannter Belastungstest über 22 Runden mit Überwachungsgeräten am Körper, schnell gehend und dann wird man ja mitbekommen , wie fitt man im schnellen Gehen ist. Habe das noch nicht mitgemacht, nehme mir das aber fest vor durchzuhalten, wenn es angeboten wird.Kann man nach dem Sport duschen? Ja und WC`s sind auch in sehr gutem Zustand, von alten Erfolgen sprechen noch einige Urkunden auf dem Flur gleich nach der Eingangshalle, eine Urkunde sogar aus verblichenen DDR-Zeiten. kürzlich ausprobiert: -------------------------------- - spielerisches Herumgehen: Paare und ein Sportler bleibt übrig, muß sich neu einreihen, dann sucht wieder einer - andere Art: schnell gehen in einem kleineren Radius, langsamer gehen im äußeren Radius, abgegrenzt durch Hilfsmittel, sahen für mich so aus wie überdimensionale WC-frei-Stopfer, alle Übungen wie immer mit Musik, was ja auflockern soll. - Übungen mit Pezzi-Ball auch Power-Ball (jedenfalls aus Gummi, nicht alle gleich groß und wohl auch für die Sportübungen geeignet, die Schwangere machen könnten - gelber Softball damit wurde auch etwas die Kondition trainiert und schließlich und endlich konnte man wieder bei Volleyball-Spielchen, Federball und auch Tischtennis-Spielereien warm werden oder sogar - wie ich als untrainiertes "Mäuschen" ins schwitzen kommen. Verletzungen sollte man vermeiden, gelingt jedoch nicht immer. Sehr positiv auch am 22.4.09 wieder: Sport mit flotter Musik und der sehr nette Trainer, den man duzen darf. Demnächst geplant: Radtour. Da diese aber über viele viele Kilometer ist, werde ich wohl passen, traue mich da nun wirklich nicht heran.16.5.2009: habe unseren Trainer gefragt, ob ich dies Zettelchen im Internet verwenden darf, er hatte nix dagegen. Ich habe mit meinem Freund in der Sporthalle nicht die ganze angegebene Zeit verbracht, aber die wenige Zeit hat sich gelohnt. Wir spielten in geselliger Runde mit Kindern sogar Hockey mit Plasteschlägern und einem Plasteball dazu. Es war eine Freude zu sehen, wie sich die Kinder ins Zeug gelegt hatten. Ebenso wurden die anderen Angebote genutzt. Matten und Federballschläger, auch Plastebehälter als Stelzenersatz und herumgelaufen sind einige Kinder auch ganz dolle. Sogar mit einem schweren Volleyball, an dem sich einige Erwachsene wieder ausprobiert haben, immer vorsichtig, um herumlaufende kleine Wichte nicht zu gefährden. Die neue Sporthalle wurde leider auch schon am Eingang an der Tür wieder mutwillig teilweise kaputt gemacht, sicher nicht von sportbegeisterten Zeitgenossen, das war der einzige Wehrmutstropfen. Und eine junge Frau befragte, was man zum Weltkulturerbe sagen könnte. Nun ich als nicht-Liebhaber von Stralsund hielt mich da lieber etwas bedeckt, sagte ihr, daß ich im Herzen noch immer Greifswalderin bin. Auf alle Fälle waren wenige Stunden sinnvoll genutzt und einige Sportler vergnügten sich auch noch Nachmittags bei Wettkämpfen. Was fiel mir im ersten Moment an Negativem an der Inneneinrichtung auf? Beim Federball-spielen sollte man nicht so sehr am Rande spielen, kann sehr leicht passieren, daß der Federball irgendwo auf einer Verschalung (oder was es sonst sein soll, dient sicher der Verschönerung, aber war für mich unpraktisch!) liegenbleibt und wenn man dann keine Ideen hat, wie man den Ball herunterbekommt, kann man einige andere Bälle auf diese Art verlieren.
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