Wir fahren zum Stock Car...
05.10.2008
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
 beateladek1502
Über sich:
Herzlichen Dank für Eure Lesungen... LG Bea
Mitglied seit:22.06.2006
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Hallo Ihr Lieben, nachdem ich sehr viele Anfragen von Euch bekommen habe, wie sich das mit den Stock Car Rennen, denen wir schon seit über zehn Jahren mit Wonne frönen, verhält, habe ich meine grauen Zellen mal angestrengt und überlegt, wie das in der Anfangszeit bei uns war. Damals sind wir selber auch noch nicht gefahren, waren allerdings immer öfter bei Rennveranstaltungen zum Zuschauen zugegen. Da ich davon ausgehe, dass bei einigen unter Euch reges Interesse besteht, schreibe ich diese Erinnerungen, die sich übrigens von Grund auf bis heute noch nicht geändert haben, für Euch nieder. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Wir fahren zum Stock Car... die Anfänge ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das erste Mal ~~~~~~~~~~~~~~~~~ Da ich aus einem Dorf stamme, in dem schon vereinsmäßig zu meiner Kinderzeit Stock Car gefahren wurde, war ich auch schon vor ca. 25 Jahren bei Veranstaltungen. Allerdings nur mal sonntags zum Zuschauen. Aber ich wusste schon mal im Groben, worum es ging, und als mich dann eine Freundin anrief und mir sagte, dass am kommenden Wochenende in Bramsche ein Rennen läuft, da war klar: nix wie hin! Wir verabredeten uns also mit noch ein paar Leuten und fuhren dann an dem kommenden Samstag morgens mit drei PKW in Kolonne los, immer Richtung Nord-Westen nach Bramsche. Als wir dort ankamen, fanden wir das Feld zwar sehr "besiedelt" vor, allerdings fragten wir uns, warum dort keine Stock Car Autos, sondern lauter LKWs rumstanden... komisch!Nachdem wir uns erkundigt hatten, wussten wir, dass wir mitten in ein Trucker-Treffen geplatzt waren (wo wir herzlich willkommen wären :0)), und das Stock Car Rennen bereits vor einigen Wochen schon stattgefunden hatte. Hmmm.... Was nun? Wir telefonierten mit Leuten, von denen wir wussten, sie fahren noch Stock Car Rennen und erfuhren nun, dass die Veranstaltung, die wir ja suchten, an diesem Wochenende in Linsburg ausgetragen wurde. Ok, also nix wie wieder ins Auto und die "lächerlichen" 300 km wieder zurück nach Linsburg. Nach einer Gesamtfahrzeit von ca. 8 Stunden fanden wir dann endlich das Stock-Car-Feld und suchten uns einen Platz zum Übernachten. Meine Freundin hatte ihr Zelt mitgenommen und wir anderen schliefen im Auto. Also bauten wir das Zelt auf und schmissen den Grill an, denn wir waren irgendwie völlig ausgehungert und todmüde. Außerdem wurde es schon ziemlich dunkel und die Disco war bereits in vollem Gange. Das erste was wir von ihr sahen, war, als wir gegen 23 Uhr endlich essen konnten, wie ein Mann einen anderen quer über die Fahrbahn prügelte... hmmm.Na ja, im Nachhinein war es trotz dieser Missverständnisse und dem Stress ein super Wochenende und von da an waren wir schlauer, denn wir wollten die nächsten beiden Rennen der Saison nicht verpassen wussten nun, was wir vergessen und falsch gemacht hatten. Beim nächsten Rennen war die Organisation dann wesentlich lückenloser und die Struktur stressfreier... Diese Geschichte betrug sich vor zehn Jahren und heute machen wir alles anders. Damit Ihr nicht auch so einen, zwar lustigen aber auch stressigen, Reinfall erlebt, erzähle ich Euch, wie wir das die Jahre danach geregelt haben. Die Vorbereitungen ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Am Freitag soll es also zum Stock Car Rennen gehen. Wer fährt mit? Was brauchen wir alles, um dort ein Wochenende gut zu verleben? Als erstes sollte man die Anzahl der Mitfahrer klarstellen, damit man Lebensmittel und Getränke in den richtigen Mengen einkaufen kann. Das habe im Allgemeinen immer ich erledigt. Im Laufe der vorangegangenen zwei Wochen habe ich von den Leuten, die mitfahren wollten, einen gewissen Betrag für diesen Zweck eingesammelt und bin dann am Donnerstag zum Einkaufen gefahren. Das Grillfleisch habe ich, bis auf die Portion, die am Freitag Abend gegessen werden musste, eingefroren, da wir anfangs noch keinen Kühlschrank zum Mitnehmen besaßen. Das eingefrorene Fleisch habe ich dann zusammen mit den Kühlakkus in den Gefriertaschen verteilt und somit sind wir gut über das Wochenende gekommen. Natürlich mochte man nicht nur grillen, also muss man sich einigen, wie das mit Frühstück und co. Laufen soll und dementsprechend Marmelade, Toast, Eier, etc. mitnehmen...Das Dach über dem Kopf muss geklärt werden. Das hieß für uns anfangs ein altes Zwei-Mann-Zelt, ein neues Zelt für meine Tochter und einen billigen, einfachen Pavillon mitzunehmen, unter dem wir alle bei schlechtem Wetter oder auch bei zu viel Sonnenschein sitzen konnten. Sitzgelegenheiten, Tische, Gaskocher, Geschirr, Besteck, Grill, passende Kleidung, alte Decken, Schlafsäcke, etc. darf natürlich auch nicht vergessen werden und all diese Gegenstände sollte man sich vorher zusammen in eine Ecke legen, damit man den Überblick behält und nichts Wichtiges vergisst.Jetzt müssen diese ganzen Gegenstände in zwei PKWs, einer davon ein kleiner Kombi, der andere ein Fließheck, verstaut werden. Das passierte bei uns meistens Donnerstag Abend, allerdings sparten wir den Platz für die Kühltaschen, die ich erst am Freitag gepackt habe, aus. Alles andere befand sich Freitag morgen bereits in unseren Autos und so konnte die Reise zum Stock Car Rennen mit vier Personen und zwei Hunden (bei uns) entspannt und humorvoll losgehen. Auf dem Acker angekommen ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Fahrzeiten liegen für uns zwischen einer und vier Stunden, wenn alles gut läuft. Hat man Stau oder viele Baustellen auf der Autobahn, verlängert sie sich natürlich mit viel Pech drastisch. Aber eines ist sicher: ankommen tut man immer irgendwie! :0)Nachdem man am Renn-Feld angekommen ist, fährt man (ohne Stock Car Auto) zum Zeltplatz und sucht sich dort einen möglichst schönen Platz aus. Kommt man früh genug, hat man die freie Auswahl. Kommt man spät an, muss man eben nehmen, was übrig geblieben ist. Jetzt baut man sein Zelt auf oder stellt den Wohnwagen nach Wunsch hin. Anschließend wird der Pavillon zentral aufgebaut, denn er ersetzt für dieses Wochenende Wohn- und Esszimmer :0). Das Zelt und der Pavillon werden eingeräumt und der Grill bekommt seinen Platz. Bis man mit dem Aufbauen fertig ist, hat man von mal zu mal mehr (fremde) Leute, die einem dabei helfen und die natürlich auch begrüßt werden möchten... Schmeißt man allerdings nach getaner Arbeit den Grill an, wird von diesen Leuten die Privatsphäre groß geschrieben und sie verabschieden sich wieder. Zumindest bis nach dem Essen :0)Jetzt pflegt man ganz automatisch Kontakte mit anderen Vereinen und Leuten, die man eben nur bei solchen Gelegenheiten zu sehen bekommt und geht meistens anschließend noch ins Festzelt, was sehr feucht-fröhlich enden kann... Der Samstag ~~~~~~~~~~~~~~~ Noch vorm Aufstehen kann es passieren, dass man durch Leute, die die Nacht durchgefeiert haben, geweckt wird. Das ist allerdings nicht negativ zu sehen, denn hat man erst mal klar gemacht, dass man darauf keinen Wert legt, lassen die anderen einen auch in Ruhe. :0) Nach dem Aufstehen wird natürlich gefrühstückt, was man allerdings auch ab halb acht im Festzelt gegen Entgelt einnehmen kann, und anschließend wird aufgeräumt, abgewaschen, Betten gemacht usw. Jetzt kann man auch einen Blick ins Fahrerlager werfen, denn da ist immer was los. Einige müssen ihre Autos noch für die Abnahme fertig stellen, andere sind nur zum Quatschen anwesend und wieder andere sind erst in der Nacht angereist und müssen sich jetzt sputen, damit sie nicht zu spät zur Abnahme kommen. Leute, die helfen, wenn es mal eng wird, sind immer da und auch bereit.Ab ca. neun Uhr steht die Abnahmekommission bereit und die Abnahme der Stock Car Autos kann beginnen. Das nimmt bei hoher Teilnehmerzahl den kompletten Vormittag in Anspruch und somit kann man sich als Mitreisender ohne Auto einen schönen Vormittag nach eigenen Belangen gestalten. Bei uns saß schon immer jemand, der nicht zu uns gehört, unter unserem Pavillon oder wir gingen auch schon mal zu anderen und besuchten sie. Hier Anschluss zu finden ist wirklich eines der leichtesten Übungen und das ungezwungene Miteinander macht einen Höllenspaß. In den Mittagsstunden, nachdem der Grill seine Arbeit bereits geleistet hat, gehen dann die ersten Rennrunden los, die sich bis ca. 18 Uhr hinziehen. Pro Klasse wird am Samstag ein Lauf gefahren und anschließend sind bei den meisten Autos Reparaturen nötig, damit der Sonntag gut verlaufen kann.Nach dem Abendessen, das bei uns grundsätzlich grillen bedeutet, wird das Geschirr wieder gereinigt und anschließend geht es meist zum Festzelt, hier wird die Disco ausgerichtet, wo man sich im Allgemeinen bereits verabredet hat... Der Sonntag ~~~~~~~~~~~~~~~~ Je nach dem, ob man überhaupt im Bett war oder auch nicht :0), wird man wieder ganz automatisch geweckt, wenn man nicht klarstellt, dass man ausschlafen möchte. Nach dem Wachwerden sollte man frühstücken, denn gegen zehn Uhr gehen die Rennen, die man ja sehen möchte, los. Wir lassen bis dahin schon mal die Luft aus den Luftmatratzen heraus und räumen unsere Sachen im Zelt soweit zusammen, dass man sie nachher nur noch einpacken und ins Auto stecken muss. Das erspart Zeit im Nachhinein und man kann entspannt bis zum letzten Lauf an der "Piste" bleiben. Mittags gibt es eine Pause, die meistens eine Stunde dauert. Diese Zeit nutzen wir um den Grill noch mal in Gang zu schmeissen und unser Mittagessen zu sichern. Dann muss er kalt werden, denn wir müssen ihn ja wieder ins Auto packen. Nach den Crash-Läufen findet dann noch das Rodeo statt, das von der Siegerehrung als Abschluss gekrönt wird. Anschließend werden überall die Reste zusammengesamelt und in die Autos verstaut. Dann wird sich noch verabschiedet und die Fahrt nach Hause angetreten. Je nach dem, was auf der Autobahn los ist, kommt man dann mehr oder weniger kaputt zu Hause an, geht Duschen und will nur noch in sein Bett. Ungünstig ist es für diejenigen, die am Sonntag noch das Auto ausladen müssen, weil sie am Montag wieder arbeiten gehen. Aber nach einem solchen klasse Wochenende nimmt man das schon mal in Kauf. Meine Meinung ~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Das waren die Anfänge unserer Stock-Car-Sucht :0)))) Heute sieht es auch wieder ein wenig anders aus. Nach und nach kamen Utensilien hinzu, die sehr brauchbar, ja heute für uns unverzichtbar sind. Zum Beispiel haben wir in den letzten Jahren einen Kühlschrank mitgenommen, oder ein größeres Zelt bzw. mittlerweile einen Wohnwagen angeschafft. Ein Stromaggregat nennen wir unser eigen und eine Bierzeltgarnitur fährt bei uns auch mit. Heute haben wir natürlich Autos mit Anhängerkupplung, denn wir "schleppen" ja einen Trailer, auf dem sich unser Stock Car Auto bequem chauffieren lässt, mit und die Ersatzteile und das Werkzeug brauchen auch einen Platz auf einem Anhänger, denn in dem Stock Car kann man höchstens Ersatzreifen und evtl. noch die Bierzeltgarnitur mitführen, denn sonst wird der Trailer im Gesamten zu schwer. Aber, wie gesagt, der Aufwand lohnt sich immer wieder und es macht immer wieder großen Spaß, an diesen Veranstaltungen teizunehmen. Man hat ja auch alles von einem Abenteuerurlaub: Action auf der Piste, Camping auf dem Zeltplatz, Spaß und Freude mit den anderen Leuten die da herum laufen und der Disco. Was will man mehr? So ein Wochenende könnte länger andauern!!!Da Euch meine Erzählung mitteilen soll, dass man hier auch ohne ein umgebautes Auto sehr viel Spaß und ein klasse Wochenende haben kann, hoffe ich, dass mir das gelungen ist und wir uns bei einem oder mehreren der Rennen mal sehen werden. Vielleicht steckt unsere Sucht ja auch Euch an :0))) Viel Spaß beim Lesen, Bewerten und Kommentieren.LG Bea
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22.10.2008 21:44
Das klingt nach Rock'n'Roll auf Rädern! Cool!
10.10.2008 13:58
interessant zu lesen. lg
06.10.2008 08:04
BH für den Superbericht. Aber nichts für mich. LG Dorothea