Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Alles |
| Kontra: |
Nicht sehr viel |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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St. Andrews, südöstlich von Dundee an der Nordseeküste Schottlands gelegen, ist die Wiege des Golfsports, dessen Wurzeln hier bis ins 15. Jahrhundert zurück reichen. Zwar behaupten die Holländer, ihre Frühform eines Eishockey ähnlichen Spieles namens „Kolf“ sei die Urform, dennoch wird in Golferkreisen St. Andrews weltweit als die Geburtsstätte dieses Sports „mit den kleinen Bällen, die mit unzureichender Ausrüstung in viel zu weit entfernte Löcher gespielt werden sollen“, anerkannt, für jeden wahren Golfer hat daher eine Runde auf dem sagenumwobenen „Old Course“ eine ähnliche Bedeutung wie eine Wallfahrt nach Lourdes für einen gläubigen Christen...
Wenn ein Golfer am ersten Abschlag vor dem imposanten Clubhaus aufteet, in dem der „Royal & Ancient“ GC nach wie vor die weltweit gültigen Golfregeln revidiert, so steht er
im Schatten der größten Golfer, die dieses wunderbare Spiel je hervorgebracht hat.
Alle waren sie hier:
„Old Tom“ Morris und sein Sohn „Young Tom“, der mit nur 23 Jahren an gebrochenem Herzen verstarb, weil ihn seine Frau verlassen hatte…
Bobby Jones, der größte Amateurgolfer, den es je gab, der auch das Masters Turnier in Augusta begründet hat...
Walter Hagen, der erste Playboy dieses Sports, der Wein, Weib und Gesang genauso liebte wie Golf...
Arnold Palmer, Jack Nicklaus, und...und...und
Niemand jedoch kann sich rühmen, für Layout und Design dieses Dünenkurses gezeichnet zu haben, denn er war schon immer da. Erst um 1850 hat ein gewisser Dawn Anderson die Links etwas gestaltet, danach Old Tom Morris von 1860-1900 und dann noch Dr. Alaister Mackenzie in den Dreißigern des vorigen Jahrhunderts. Der Platz ist ein typischer flacher Links-Kurs, in den Dünen zwischen Altstadt und Nordsee gelegen. Bekannt ist er u.a. für seine 112 Bunker, die entsprechend ihrer Widrigkeit für das Spiel entsprechende Namen erhalten haben: so z.B. der „Hell´s Bunker“ am langen 14. Fairway, der „Strath Bunker“ am kurzen elften und natürlich der „Road Bunker“ am legendären siebzehnten Loch, dem „Road Hole“, nach der Straße benannt, die unmittelbar am rechten Rand des Grüns vorbei führt und von der man spielen MUSS!
Kürzlich hat der „Road Bunker“ einen neuen Spitznamen bekommen: „Sands of Nakajima“, weil der japanische Profigolfer Tommy N. beim British Open nicht weniger als neun Schläge gebraucht hat, um seinen Krallen zu entgehen, nachdem er schon mit zwei Schlägen auf dem Grün lag und dann den Putt in den Bunker schob! (Das Turnier hat er nicht gewonnen...)
Für jedermann, der dort zum ersten Mal spielt, sollte ein Caddie Pflicht sein, denn viele der Bunker sind vom Abschlag nicht einsehbar und man merkt es erst, wenn man seinen abgeschlagenen Ball in einem der beängstigend tiefen Löcher wieder findet. Der Caddymaster empfiehlt seine Leute, die er in drei Kategorien eingeteilt hat, weil sie ihr Wissen schon von ihren Vorfahren mitbekommen haben, der Preis für einen dieser Spezialisten ist allerdings fast so hoch wie das Greenfee selbst! Als ich Mitte der Neunziger dort spielte, machte das GBP 50
aus (plus Trinkgeld, natürlich), sicher kostet es jetzt entsprechend mehr.
Eine spezielle Eigenheit des Old Course sind die Doppelgrüns, man sollte bei den Front Nine, also den ersten 9 Löchern, auf die weißen Fahnen spielen, bei den Back Nine auf die roten.
Die Grüns sind riesengroß, es kommt öfter vor, dass man einen 100 Meter Putt vor sich hat, so wie etwa der amerikanische Professional und ehemalige British Open Sieger Mark Calcavecchia, der es einmal gewagt hat, ein Pitching Wedge statt eines Putters zu nehmen und fast einen Aufstand ausgelöst hätte, denn Normalsterbliche würden in so einem Fall durch die Course Marshals hochkant vom Platz befördert!
Der Kurs ist mit knapp 5910 Metern Länge nach heutigen Maßstäben eher kurz und der Platzrekord steht bei 63 – allerdings ist das Wetter und vor allem der Wind ein böser Spielverderber, was einigen Profis schon jede Menge Geld gekostet hat.
In letzten Jahrzehnt wurde sehr viel investiert und es gibt jetzt auch ein zweites Clubhaus mit allen notwendigen Einrichtungen, da das des R&A nur mit Einladung betreten werden darf – ich selbst habe es in all den Jahren nur zwei Mal über die Schwelle geschafft...
An Ausrüstung ist alles zu mieten, mit E-Carts dürfen nur ältere Herrschaften auf den Kurs oder solche, die ein ärztliches Attest vorlegen, Caddie-Carts sind nicht erlaubt, man muss sein Zeug schon selbst schleppen oder eben einen der Caddies engagieren, was man sich durchaus gönnen sollte, wenn man schon einmal da ist. Die Range bietet 44 Abschlagplätze und ein Schwarm von jungen Pros steht zur Schwungverbesserung zur Verfügung. St. Andrews hat auch ein öffentliches Putting Green, „Himalayas“ genannt, das jeder – ob Golfer oder nicht –
einmal ob seiner Berg- und Talbahnen ausprobieren sollte.
Der St. Andrews Trust, der die Startzeiten vergibt, hat die Hälfte davon an Firmen verscherbelt, so dass man schon viel Geduld braucht, um an eine der heiß begehrten Tee-Times zu kommen. Am besten stellt man sich als Einzelspieler zeitig früh (schon um 5 Uhr!) beim Starterhaus an und hat so die Chance zu einem fest gebuchten Flight dazu gestellt zu werden. Eine weitere Möglichkeit findet sich in der täglichen Lotterie, die sich empfiehlt, wenn man wenigstens eine Woche vor Ort ist.
Die Greenfees kommen im Sommer auf GBP 80 und reduzieren sich im Winter auf 60 Pfund, der Pferdefuß dabei ist jedoch, dass man winters jeden Schlag von einer kleinen Gummimatte machen muss, um den Platz zu schonen, die einzige Ausnahme bildet ein Bunkerschlag!
Sollte durch widrigste Umstände es nicht gelingen, eine Abschlagszeit zu bekommen, hat man noch fünf weitere Kurse zur Auswahl, unter anderen der „New Course“, der „Jubilee“ und der „Eden“, wobei der New Course meiner Meinung nach durchaus die Qualitäten des Klassikers aufweist und auch bei den British Open als Qualifikationskurs Verwendung findet.
St. Andrews ist eine der ältesten schottischen Universitätsstädte und LeserInnen der Regenbogenpostillen werden wissen, dass Prinz William hier ein Studium begonnen hat.
Meine schönste Runde auf diesem Platz wird mir ewig in Erinnerung bleiben: ich spielte mitte der Neunziger von Hcp 4 und schaffte auf dem schwierigen Kurs eine Par Runde von 72 Schlägen, es gab sechs Birdies, sechs Pars und sechs Bogeys, wobei ich schon an eine unter Par Runde dachte, aber leider verschob ich einen Birdie Putt am Road Hole und musste
dann leider ein Bogey eintragen . Allerdings habe ich mit meinem Score ein paar Walisern, die zum Rugbyweekend gegen die Schotten angereist waren, eine Menge Geld abgeknöpft und natürlich hat diese wundervolle Score Karte jetzt gerahmt einen Ehrenplatz in meiner Sammlung von Golftrophäen, die ich seit meinem vierten Lebensjahr angehäuft habe.
Die „Old Lady“ wird es immer geben, wenn man jemals die Gelegenheit hat, auf ihr zu spielen, sollte man diese seltene Chance mit beiden Händen ergreifen.
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General Manager und Sekretär A J R McGregor, Pilmore House, St. Andrews, Fife KY16 9SF, Schottland,
Tel.: +44 1334 466666, Fax: +44 1334 479555
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| weitere Erfahrungsberichte |
Unvergeßlich
Bewertung für St. Andrews G.C. (Old), St. Andrews von
Morgenhund
Pro: einfach die Beste
Kontra: ziemlich teuer, nicht für Anfänger
Jeder soll einmal hier spielen, auf dem weltberühmtesten Golfplatz. St Andrews heißt eigentlich "Golf City", da sie wirklich die Heimatstadt dieser Sportart ist. Obwohl dieser Platz nicht die längste ist, man sagt oft einige Löcher sind für die heutigen S ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
21.09.2000
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