DER STAATSFEIND NR. 1 (VHS-Video)
Original: Enemy Of The State
Genre: Thriller
Land: USA
Jahr: 1998
Regie: Tony Scott
Drehbuch: David Marconi
Darsteller: Will Smith, Gene Hackman, Jon Voight, Lisa Bonet, Regina King
Produktion: Jerry Bruckheimer/DonSimpson
FSK: ab 12
Lauflänge: ca 127 Min
Bildformat: 2.35:1 (VHS)
Ton: Dolby Surround
Die Story
Ein Abgeordneter wird im Park von einem hohen Tier (gespielt von Jon Voight, Vater von Leckerchen Angelina Jolie) des NSA, - der National Security Agency – abgefangen. Er fordert den Abgeordneten auf, für ein Gesetz zu stimmen, welches die USA noch intensiver zum Überwachungsstaat machen.
Der Abgeordnete verweigert dies und wird mit einer Giftspritze ermordet. Die Agenten fingieren den Vorgang als Unfall, legen den Toten in seinen Mercedes und lassen ihn in den See rollen. Vorher verstreuen sie sein Herzmedikament.
Parallel ist der Arbeitsrechtler Robert Clayton Dean (Will Smith) in Schwulitäten, als er einen Mafiosi auffordert, seine alten Kontakte zu unterlassen, da sonst seine Bewährungsstrafe platzt. Der agressive Italiener bedroht Dean, der aber über hinreichend Informationsmaterial durch einen Informanten namens Brill (Gene Hackman) verfügt. Brill und er sind sich noch nie begegnet, denn seine Ex-Liebhaberin (Lisa Bonet) ist Mittler zwischen den beiden.
Umschwenk... der tote Abgeordnete wird mit seinem Auto aus dem See geborgen. Ein NSA-Mitarbeiter beobachtet, dass am Ufer gegenüber ein Vogelforscher ein Videokamera aus einem Kasten nimmt und das volle Videoband gegen ein leeres tauscht. Er alarmiert seine Behörde, denn die Pank setzt ein, dass der Mord auf dem Video sein könnte.
Das ist tatsächlich so. Der Ornitologe, der bereits abgehört wird, entdeckt den Mord auf dem Video. Die entscheidende Szene kopiert er auf einen Datenträger, als das NSA sich bereits Zutritt zu seiner Wohnung verschaffen wollte. Der trainiert Vogelkundler flüchtet über das Dach, während das NSA bereits per Satellit seine Fluchtbahn verfolgt.
Währenddessen ist Dean in einem Dessous-Laden, um seiner Frau irgendeinen erotischen Fummel zu Weihnachten zu kaufen. Der flüchtende Ornitologe rennt in den Laden, wo Dean ihn als Ex-Schulkameraden erkennt und ihm seine Visitenkarte zusteckt. Der Vogelkundler nutzt die Gelegenheit und steckt den Datenträger mit der Mordszene in die Einkaufstaschen von Dean und flüchtet weiter.
Er wird von einem LKW überfahren und die NSA-Agenten entdecken bei dem Verunglückten die Visitenkarte Dean’s. Auf die nette Art versuchen sie bei einem persönlichen Besuch zu erfahren, ob der Tote dem Anwalt etwas zusteckte, doch Dean zeigt sich nicht kooperativ. Zudem hat der die in einem Walkman versteckte Datensicherung noch gar nicht entdeckt, da er die Einkaufstaschen vor Weihnachten einfach in einem Schrank verstaute.
Da Dean für den NSA zum Problem werden könnte, zerstören sie sein Leben. Mit fingierten und nicht fingierten Beweisen wird er zunächst von seinem Job freigestellt, seine Frau erhält Fotos, die Dean mit seiner Ex-Loverin zeigen und mit Hightech werden seine Visitenkarten gesperrt. Seine ganze Umgebung – auch das eigene Haus – ist mit Wanzen und Minikameras verseucht. Und er wird durch mehrere Signalgeber überwacht, die heimlich in den Schuhabsatz und andere Utensilien versteckt sind.
Er weiss immer noch nicht, was ihm wiederfährt und versucht über seine Ex-Freundin mit dem Informanten Brill in Kontakt zu kommen....
Opinion
Eine Waaaaahnsinnstory, die sicher teils zeigt, wozu Geheimdienste bereits fähig sind. Bedenklich, wenn auch nur 25 % davon reel sein sollten und übelste Form eines Überwachungsstaates wären.
Filmisch ist dieser Streifen nicht nur logisch in sich und anhand eines perfekten Drehbuches konzipiert, nein, er ist genauso rasant verfilmt wie die Idee es verlangt.
Ebenso rasant sind die Kamerasequenzen und die vielen Schnitte, die schnelles Umdenken, Mitverfolgen und mit Adrenalin vollgepumpt miterleben lassen, was Dean alles widerfährt. Der Film besticht durch sehr viel Dynamik. So wie Dean auf der Flucht sich schnell bewegt, bewegt sich auch die Story. Und eben drum begeistert mich die Kameraführung, die teils auch Bilder zeigt, wie sie von den Satelliten her aussehen könnten.
Ausnahmslos gefallen die Darsteller. Bei diesem Casting wurden nehmen Will Smith und Gene Hackman nur 1a-Darstellern ausgesucht. Jede Nebenrolle sogar überzeugt.
Fazit
Da ich Will Smith in Klamauk-Rollen nicht mag, hat er hier ein besonderes Lob verdient.
Die Story selbst ist fesselnd und bestens in Szene gesetzt. Es ist diese Art Film, die sich alle paar Monate immer wieder reinziehen lässt. Und es ist genial, einen Film 127 Minuten ohne dass er Schwächen hat, zu genießen.
Und von mir hätte Kameramann Dan Mindel einen OSCAR für seine Leistung erhalten.
Der gesamte Film – Story, Darsteller und Inszenierung – ist genial und gehört zu den Highlights von 1998.
Der „Staatsfeind“ JL
11.01.2004 00:10
Jo, der ist gut und man kommt ins Grübeln.
29.12.2003 17:47
Endlich mal ein Film, den ich kenne *g* - Und ich stimme mit Deiner Bewertung fast überein, allerdings hätte ich einen Stern weniger gegeben. Angesichts diverser Monumentalwerke wie StarWars oder Herr der Ringe sollte es doch einen Unterschied geben, aber das ist natürlich Ansichtssache. Gruß Martin
29.12.2003 11:58
Den Film fand ich ziemlich genial, ist zwar schon lange her das ich ihn gesehen habe, aber Filme mit Will Smith sehe ich immer wieder gerne!