Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
hübsch anzusehen, werden älter als andere Mäusearten |
| Kontra: |
Kein Kinderspielzeug ! Können aggressiv gegenüber Artgenossen werden ! |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Einige unserer Tierarten, die wir bei uns zuhause haben, wurden ja schon beschrieben. Von unseren Hunden, über die Katzen, bis hin zu unseren Farbmäusen, dem Stinktier und noch ein paar anderen Tieren gibt es hier schon Berichte, aber über eine Mäuseart noch nicht.
Die Stachelmaus (keine Sorge, der Bericht bringt nur 1 Cent – es lohnt sich also nicht, so zu tun, als hättet ihr auch alle Stachelmäuse zu hause!) möchte ich heute mal etwas beschreiben.
Da wir bei uns ja im kleinen Rahmen Farbmäuse züchten (keine Futtertiere und keine Qualzuchten!), stehen wir manchmal vor dem Problem, dass wir einfach zu viele Böckchen haben. Und wer selber Farbmäuse hat, weiß, dass es unter den Böckchen öfter richtig böse Streitereien geben kann. Da wir unsere Weibchen und Böckchen aber nicht zusammen sitzen haben (wir wollen ja schließlich keinen unkontrollierten Nachwuchs), musste eine „Notlösung“ für die Männer her. Die Weibergruppen kann man schön zusammenhalten – sie vertragen sich, aber bei den Männern sind wir auf die Idee gekommen, diese mit Stachelmäusen zu vergesellschaften. Erstens gibt es hier keinen Nachwuchs, weil es ja schließlich unterschiedliche Mäusearten sind und zweitens verstehen sich Stachelmäuse und Farbmäuse gut miteinander.
Aber nun zu der Maus ansich.
Es gibt eine große Anzahl an verschiedenen Stachelmäusen (Acomys). Zu den häufigen Vertretern gehören die Nil-Stachelmaus, die Ägyptische-Stachelmaus, die Palästina-Stachelmaus, die Kreta-Stachelmaus, die Türkei-Stachelmaus, die Goldstachelmaus und die Sinai-Stachelmaus. Die letzte genannte Gattung ist die, die man am meisten antrifft und auf die ich näher eingehen möchte.
Ihre Herkunft ist logischerweise Sinai. Aber man findet sie auch in Israel, dem Libanon, Syrien, Jordanien, im Irak und Iran.
Sie leben in trockenen Wüsten und Savannen, die mit Felsen gespickt sind.
Vor einigen Jahren gelangten sie erstmals nach Deutschland und mittlerweile ist es keine große Kunst mehr, diese Mäuse auch hier bei den richtigen Bedingungen erfolgreich nachzuzüchten, so dass man auf Wildfänge gut und gerne verzichten kann.
Sinai-Stachelmäuse sind etwas 8-16 cm groß und haben noch mal eine Schwanzlänge von ca. 9 cm. An Gewicht erreichen sie ca. 30-35 g.
Ihr Name verrät es schon. Sie haben kein gewöhnliches Fell wie z.B. die bekannten Farbmäuse, sondern ihr Fell besteht aus „Stacheln“.
Allerdings sind es auch keine Stacheln, wie man sie von Igeln kennt, sondern die einzelnen Stacheln sind viel, viel kleiner und dünner. Wenn wir eine solche Maus anfassen, piekst es nicht, sondern sie fühlen sich einfach nur ein wenig borstig an.
Die Stacheln sind auch nicht auf dem ganzen Körper vorhanden, sondern nur auf dem hinteren Teil des Rückens.
Ansonsten haben sie normales Fell.
Ihre Fellfarbe scheint gold beziehungsweise sandfarben und der Bauch ist in einem cremigen weiss abgesetzt.
Der Schwanz der Mäuse ist wenig behaart und wirkt etwas drahtig.
Der Kopf ist relativ schmal und wird spitz zulaufend. Die Augen sind tiefschwarz und sind selbst beim Schlafen geöffnet.
In freier Natur leben die Mäuse in einfachen Bauten (wahlweise Felsspalten oder Nester von anderen Mäusen).
Hauptsächlich wohnen sie bodennah – da sie durch ihren plumpen Körperbau manchmal Schwierigkeiten haben zu klettern.
Ihre hauptsächliche Aktivitätszeit ist frühmorgens bzw. nachts.
Bei der Haltung von Stachelmäusen sollte man unbedingt drauf achten, dass die Tiere mindestens zu zweit in einem ausreichend großen Terrarium / Aquarium gehalten werden.
Von Hamsterkäfigen oder Käfigen im allgemeinen rate ich ab – da es nicht dem natürlichen Lebensraum entspricht (welches Tier rennt in freier Natur denn auf Gitterboden rum?).
Das Becken für zwei Mäuse sollte mind. 80x40x50 cm groß sein – je größer umso besser.
Als Einstreu für das Becken eignet sich handelsübliche Kleintierstreu, vielleicht gemischt mit Sand und Torf.
Als Spielzeuge und Beschäftigung eignen sich Tonhöhlen, Korkröhren, einige Steine, Äste und sogar ein Laufrad.
Das Becken sollte wenn möglich immer eine gleich bleibende Temperatur haben (so ca. 22-25° C).
Die Ernährung von Stachelmäusen ist auch nicht sonderlich kompliziert. Als Grundfutter eignet sich Hamsterfutter ganz gut. Allerdings sollte man hier nicht das billigste nehmen, sondern am besten im Fachhandel kaufen (sehr zu empfehlen ist das Futter von JR Farm) oder sogar selber mischen.
Ebenfalls geeignet sind Kolbenhirse und ein wenig Premium-Katzentrockenfutter, um den nötigen Eiweissanteil zu liefern.
Ansonsten kann man ab und zu etwas Wildkräuter, Heu, trockenes Brot und Gurke reichen.
Wasser sollte ebenfalls nicht fehlen – allerdings trinken Stachelmäuse sehr wenig.
Ein besonderes Leckerchen sind Mehlwürmer, die man so ein bis zweimal in der Woche füttern sollte.
Wenn man Stachelmäuse züchten möchte, sollte man sich vorher darüber im Klaren sein, was aus den Jungtieren passiert. Ansonsten sollte man Männlein und Weiblein gar nicht erst zusammen setzen!
Die Mäuse tragen ihre Jungen ca. 35-43 Tage aus und es werden im Durchschnitt ein bis drei Jungtiere geboren.
Die Jungen kommen mit Behaarung und geöffneten Augen zu Welt und sind regelrechte Nestflüchter.
Allerdings müssen die Jungen dennoch ca. zwei bis drei Wochen bei dem Muttertier bleiben – erst dann sind sie selbständig.
Die Lebenserwartung einer Stachelmaus liegt bei guter Haltung bei ca. 5 Jahren.
Bei der Zusammensetzung sollte man drauf achten, dass in einer Weibergruppe max. ein Männchen sitzt, da es unter den männlichen Tieren sonst zu bösen Streiterein kommen kann, wobei auch schon mal ein Schwanz verloren geht oder sich die Tiere richtig totbeissen.
Die Weibergruppen sollte man auch nicht zu groß halten (ideal sind 3-4 Tiere), da diese im Gegensatz zu vielen anderen Mäusearten auch äusserst aggressiv untereinander werden können.
Gerade wenn sich die Tiere bedroht fühlen, Angst haben oder ihnen das Becken als zu klein erscheint, neigen sie dazu, sich gegenseitig anzunagen und beissen auch ihre Jungtiere tot.
Der Charakter einer Stachelmaus ist schon was besonderes. Für Kinderhände sind sie nicht geeignet; zum einen, weil sie eben nachtaktiv sind und zum anderen, weil sie sich kaum zähmen lassen.
Stachelmäuse sind keine Schmusetiere! Sie haben auch kein Problem damit, wenn sie sich gestört fühlen oder wenn sie bedrängt werden, herzhaft zuzubeissen (und sie haben gute Zähne!)
Meiner Meinung nach gehören sie in Hände von Leuten, die sich mit Mäusen auskennen und die solche Tiere einfach nur zum beobachten haben möchten.
*** Fazit ***
Ich möchte mit meinem Bericht keinesfalls erzielen, dass sich nun Leute einfach mal eben Stachelmäuse anschaffen. Die Anschaffung sollte gut überlegt werden und wie auch bei anderen Tieren nicht mal eben aus einer Laune heraus gemacht werden.
Bei artgerechter Haltung und Wissen sind Stachelmäuse wirklich nette Haugenossen, die nett anzuschauen sind und einem Freude bereiten.
Wer allerdings seinen Kindern ein Geschenk machen möchte, sollte lieber auf Stofftiere zurückgreifen.
=^..^= respect all animals =^..^=
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Meine Exotenbande + Fotos
Bewertung für Stachelmaus von
Denise.Michelle1510
Pro: schön anzusehende Exoten,machen viel Freude
Kontra: kein Spielzeug, brauchen sehr sehr viel Platz
Hallo allerseits, nach langer Pause möchte ich euch von meinen kleinen Stachelmäusen erzählen die ich seit ein paar Monaten habe. Es gibt so gut wie gar keine Info über Stachelmäuse, da es Exoten sind.
Ich ging in die Zoohandlung und wollte mir 2 klein ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
20.04.2004
(02.06.2004)
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