Star Trek X - Nemesis

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Star Trek X - Nemesis

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Ich weiß, nicht jeder kann etwas mit „Star Trek“ anfangen, muss man auch nicht, Geschmäcker sind halt unterschiedlich, aber man sollte etwas kennen, bevor man darüber urteilt. „Star Trek: Nemesis“ sollte für einen solchen Einstieg ideal sein, denn außer viel Aktion sind auch die Special Effects ... Bericht lesen





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1-6 von 64 Erfahrungsberichten    
> Alle 64 Star Trek X - Nemesis Erfahrungsberichte anzeigen
Fehler, Vergewaltigung und vielleicht letzte Reise
Erfahrungsbericht von ChocoBetty über Star Trek X - Nemesis
16.01.2003


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Wiedersehen mit der Crew der Enterprise, Tom Hardy, Special Effects, Musik, Action, sowieso ein Muss für Star - Trek - Fans
Kontra: Handlung schon zu oft da gewesen, viele kleinere logische oder auch Folge - Fehler, Janeway wird die Chance auf eine Kino - Karriere mit der Voyager genommen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht


Ich weiß, nicht jeder kann etwas mit „Star Trek“ anfangen, muss man auch nicht, Geschmäcker sind halt unterschiedlich, aber man sollte etwas kennen, bevor man darüber urteilt. „Star Trek: Nemesis“ sollte für einen solchen Einstieg ideal sein, denn außer viel Aktion sind auch die Special Effects nicht ohne und werden wohl den einen oder anderen begeistern können.

Okay, ich gebe es gleich zu, ich bin Star-Trek-Fan, ob Trekkie oder Trecker, dass sei nun mal dahingestellt, und vorschnelles urteilen über Leute, die gerne Star Trek sehen, möchte ich mir jetzt bitte verbitten, dass hatte ich bei anderen Star Trek berichten schon oft genug, und daran merkt man, wer Star Trek nicht mag. Im Star Trek Universum geht es um Toleranz, und ich toleriere absolut, wenn jemand es nicht mag, aber man muss es deswegen ja nicht runtermachen, oder? Mache ich ja auch nicht.

Okay, genug gesagt, komme ich nun endlich mal zum Kern des Ganzen. Auf Grund glücklicher Umstände lief der Film heute Nacht um 00.01Uhr im örtlichen Kino, und durch diese Umstände hatte ich auch das Glück, dass ich heute nicht früh raus musste, was auch gut so war, denn mit Abspann war ich erst um 2.30 Uhr aus dem Kino draußen. Und jetzt zum Film.


Die Handlung
-----------

Ich versuche es kurz zu machen, nicht viel zu verraten und auch für alle nicht Star Trek-Kenner verständlich zu bleiben. Wenn etwas nicht klar wird, dann meldet euch im Kommentar, denn „Nobody is Perfect“... Viel habe ich über den Film zuvor gelesen, aber die Handlung wurde nie so gut dargestellt, wie sie letztendlich auf der Leinwand rüber kam. Auch sah ich einige Trailer und massig Fotos, aber der Film übertraf irgendwie alles.

Und dabei geht es so langsam los: Der Senat der Romulaner, schon seit Captain Kirk die Feinde der Föderation, wie von einer Senatorin mit dem ersten Special Effect,
der ziemlich beeindruckend, aber auch schockierend ist, ausgelöscht, mit einer Art Bombe, man muss es sehen, um es zu verstehen. Diese Waffe wird im weiteren Film noch eine größere Rolle spielen. Okay, das ist schon einiges an Action, aber danach wird es wieder ruhig: Die Erde, die Hochzeitsfeier von Commander Riker (Jonathan Frakes) und Counsellor Deanna Troi (Marina Sirtis), alles wirkt so friedlich, man ist unter Freunden, und das ganze hat ein wunderschönes Ambiente. Nicht zu vergessen zu erwähnen, die Gastauftritte von Wesley Crusher (Wil Wheaton), den man leider nur sieht (auf der DVD sollen es zusätzliches Material u.a. wohl mit seiner Sprechszene geben), und Guinan (Whoopi Goldberg), die sogar einen Gag landen darf.

Insgesamt ist der erste Teil, trotz des dramatischen Anfangs recht humorvoll. Zurück auf der Enterprise geht es auch noch etwas so weiter. Auf der Brücke wird gewitzelt, auch noch, als man mit den Scannern positronische Signale empfängt, die denen, die Data (Brent Spiner), der Android an Bord, aussendet, gleichen. Man fliegt zum Planeten, von dem diese Signale kommen, und stellt gleichzeitig ein neues Shuttle vor, mit dem man sich auf den Weg macht, auf dem Planeten nach diesen Signalen zu suchen. Mit einer Art Geländewagen geht es los, Captain Picard (Patrick Stewart) steuert dieses Gefährt mit rasanter Geschwindigkeit über die Steppe, kritisiert von Data und des weiteren begleitet von Commander Worf (Michael Dorn). Man findet nach und nach Arme, Beine und Rumpf eines Androiden. Als man den Kopf findet, wird man von den Bewohnern des Planeten angegriffen, eine rasante Verfolgungsjagd beginnt, bei der die Fernsteuerung des Shuttles die Rettung ist.

Zurück auf der Enterprise wird der Android untersucht, es ist eine Kopie von Data, war aber vor im da, was schon der Name verrät B-4 (sprich: Before, auch von Brent Spiner gespielt). Geordi LaForge (LeVar Burton) untersucht ihn ganz genau. Währenddessen beordert Admiral Janeway (Kate Mulgrew) die Enterprise ins Romulanische Imperium, denn der neue Imperator aus Romulus soll ein Remaner, jemand vom Zwillingsplanet von Romulus sein, ein gewisse Shinzon (Tom Hardy). Es stellt sich heraus, dass er ein Klon von Picard ist (wie das allerdings geschah, und wieso man Picard wählte, der zur Zeit der Klonung wohl noch recht unbedeutend war, wird natürlich nicht erwähnt). Mit seinem Stellvertreter (Ron Perlman) sieht der Zuschauer zum ersten Mal einen Remaner, kein angenehmer Anblick.

Nach diesem ersten Zusammentreffen überschlagen sich die Ereignisse etwas. Deanna Troi wird auf Grund ihrer emphatischen und Telepatischen Fähigkeit von Shinzon und seinem Stellvertreter in einer Nacht ihrer Flitterwochen, mehr oder minder geistig vergewaltig, eine Szene die Anfangs ziemlich erotisch anmutet, dann aber in diese Vergewaltigung übergeht, die mehr als nur einfach erschreckend ist. Deanna wird von Doktor Crusher (Gates McFadden) untersucht, will vom Dienst entbunden werden, was aber abgelehnt wird. Dann wird B-4, oder das, was der Zuschauer für B-4 hält, von der Enterprise entführt, ebenso wie Picard, den Shinzon für sein überleben braucht, denn seine DNA zerfällt zusehens. B-4 ist aber Data, und eine Flucht vor den Remanern beginnt, die ihres gleichen sucht.

Damit ist der Film natürlich noch nicht zu Ende, Shinzon will die Erde vernichten, was die Enterprise natürlich um jeden Preis verhindern muss. In einer unglaublichen Weltraumschlacht in einem Nebel, in dem Kommunikation mit den anderen Föderationsschiffen nicht möglich ist, kommen erst die Romulaner der Enterprise überraschend zu Hilfe, dann gibt es ein Schießerei auf der Enterprise, Riker führt einen Nahkampf mit dem Stellvertreter von Shinzon und tötet ihn dabei und Picard rammt, mit Deanna Troi am Steuer, die Enterprise in das remanische Schiff, nachdem der Bildschirm im Kampf zerstört wurde.

Nun will Shinzon die Waffe, die bereits zur Vernichtung des romulanischen Senats führte, die Enterprise, oder besser gesagt ihre Besatzung zerstören. Was nun kommt, ist der wahnsinnige Showdown, von dem ich ja wohl besser nicht weiter berichte, denn ich will ja niemandem den Film verderben, der ihn vielleicht noch sehen will.


Fehler
------

Oh ja, eine Überschrift, die ich hier mal erwähnen muss, mir sind spontan mehrere Logikfehler aufgefallen, ohne dass ich danach suchte, allerdings liegen die mehr in der Star Trek-Geschichte. Ich hoffe, den ein oder anderen interessiert dies. Als erstes fiel mir auf, dass Janeway gar nicht ihre übliche Lippenstiftfarbe trägt, schon komisch, nachdem sie damit sieben Jahre lang Abenteuer im Delta-Quadranten bestritten hat, aber eher ein kleiner Schönheitsfehler, es gibt viel gravierendere.

Ein Foto von Picard als junger Sternenflotten-Offizier: Er sieht aus wie Shinzon, wird wohl auch von Tom Hardy auf dem Foto dargestellt, aber in einer Folge der Serie wird er als junger Kadett gezeigt, mit Haaren. Vielleicht hätte man jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt...

Wesley Crusher, der Cameo-Auftritt von ich, hat sogar gleich zwei kleine Fehler. Zum einen trägt er eine Sternenflottenuniform, eine Gala-Uniform, hat aber in der Serie die Sternenflotte verlassen. Er ist sogar verschwunden! Also, wie kommt er nun zurück und wie kommt es, dass er wieder bei der Sternenflotte ist? Sicherlich nur für absolute Fans interessant.

Und dann hätten wir da noch die kleine Tatsache, dass Worf mal wieder irgendwie auf die Enterprise kommen muss, diesmal wird diese Thematik jedoch nicht erwähnt. Und je länger ich darüber nachdenke, um so mehr grübel ich, wieso Riker nun wieder Bart trägt, wobei Deanna ihn ihm doch in „Der Aufstand“ so schön abrasiert hatte.


Der Film
--------

Ja, den fand ich überraschender Weise ziemlich gut, obwohl ich mit recht geringen Erwartungen reinging. Ich hatte schon zu viel gelesen, zu viel gesehen, und war durch diese Dinge schon vorher enttäuscht gewesen, aber der Film hat mich einfach für alles entschädigt. Nach „Der erste Kontakt“ wurde diesmal wieder ein Titel gewählt, der bereits Titel einer Star-Trek-Episode war, diesmal allerdings nicht von der nächsten Generation sondern von den Abenteuern der Voyager-Crew. Geht den Drehbuchautoren die Ideen aus? Dabei war diesmal ja sogar jemand mit von der Partie, der sich eigentlich auskennen müsste, Brent Spiner. Einziger Haken an der Sache: Der gute Mann kennt sich anscheinend noch nicht mal bei seiner eigenen Serie genug aus... Ja, Kritik muss auch erlaubt sein. Übrigens dürfen Picard und Data bzw. B-4 auch mal wieder im Film singen, eine nette Einlage, vor allem für Brent Spiner, der bereits in Broadway-Musical-Produktionen mitwirkte.

Die Special Effects sind wirklich der Hammer, und ich finde auch, dass Tom Hardy seine Rolle recht gut spielt. Wie es bei Star Trek üblich ist, hat auch Shinzon durchaus seine sympathischen Seiten, es gibt hier keine Schwarz-Weiß-Malerei, auch die „Helden“ haben ihre dunklen Seiten. Allerdings kann ich über die Stammbesetzung der Enterprise nicht wirklich gut urteilen, denn dafür sind mir diese Leute im Laufe der Jahre einfach viel zu sehr ans Herz gewachsen.

Regisseur war Stuart Braid, der auch am Drehbuch mitschrieb und bereits bei Gladiator sich für das Buch verantwortlich kennzeichnete. Ich persönlich habe Gladiator nicht sehr gemocht, aber „Star Trek: Nemesis“, der Film kam meinem Geschmack doch recht entgegen. Einziger Wehmutstropfen: Es steht noch nicht fest, ob es eine Fortsetzung geben soll.

Also, ich kann nur sagen, geht in den Film, denn ich möchte eine Fortsetzung! Aber das ist nicht nur der einzige Grund, inhaltlich zwar vielleicht nicht so überzeugend, für mich persönlich zumindest nicht, machen die Special Effects und die Darsteller einiges wett. Die Geschichte ist nun nicht wahnsinnig platt, aber einfach schon viel zu oft gesehen: Gut und Böse treffen im Weltraum aufeinander und es gibt eine große Weltraumschlacht. Ich finde einfach, dass man auch als Fan ruhig mal kritisieren darf, und das tue ich auch gerne ausgiebig.

Schön ist übrigens die Doppelrolle von Brent Spiner, die sicherlich auch mal wieder viel technische Arbeit beinhaltete. Schade ist es wohl um so manche Szene, die dem Schnitt zum Opfer fiel, aber wie schon gesagt, auf der DVD soll einiges nachgeholt werden, und darauf freue ich mich schon, und wenn mich jemand von meinen Freunden fragt, ob ich mit ihm in den Film gehe, dann kann ich nur sagen: Ja, denn den würde ich mir noch mal ansehen, was beim Aufstand (Teil 9) noch nicht der Fall war. Der zehnte Star Trek-Film weiß doch, zumindest mich zu überzeugen, deswegen von mir, fünf Sterne und eine Empfehlung, trotz meiner Kritik, die sich doch oftmals eher auf Dinge bezieht, die ein Nicht-Kenner der Thematik wohl noch nicht mal bemerken wird.

Übrigens: Der Film dauert insgesamt wohl nur etwas unter zwei Stunden, allerdings erschlagen sie einen im Kino immer noch mit Werbung... Und zum Titel meine Berichts: Fehler, ganz klar, habe ich ja erläutert, Vergewaltigung, siehe meine Inhaltsangabe, letzte Reise: Die Ankündigung für den Film: Die letzte Reise einer Generation. Hoffentlich nicht! Hoffentlich sind die Einspielergebnisse gut genug, damit es eine Fortsetzung gibt!

   
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  • Startup
    (+) interessant, gute Schauspieler, überraschende Wendung beim Spiel - wem kann ich vertrauen (-) teilweise sehr leicht durchschaubar, hätte mehr daraus werden können, 5 Minuten zu lang (*)
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