Star Wars Episode 5: das Imperium Schlägt Zurück / O - Various

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Star Wars Episode 5: das Imperium Schlägt Zurück / O - Various

John Williams (Komponist) - 2 - CD - Sony Classics - bmg Deutschland - 2. Oktober 2015 - 5099709295126

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Erfahrungsbericht über "Star Wars Episode 5: das Imperium Schlägt Zurück / O - Various"

veröffentlicht 12.04.2005 | Gemeinwesen
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Ausgezeichnet
Pro John Williams' Soundtrack - erneut remastered
Kontra Wer bereits die Special Edition gekauft hat, braucht diese CD wahrscheinlich nicht
sehr hilfreich

""Star Wars" war der erste Geniestreich ..."

Das erste von vier bunten Bildlein des Bildschirmschoners

Das erste von vier bunten Bildlein des Bildschirmschoners

... und der zweite folgt sogleich.


J o h n _ W i l l i a m s

Keine Frage: John Williams ist der Doyen der Filmmusik mit großem Orchester.

John Williams war es, der die symphonische Filmmusik mit einem Paukenschlag aus dem Dornröschenschlaf weckte, als er 1977 einen epochalen Soundtrack zu George Lucas’ Weltraummärchen „Star Wars“ ablieferte: John Williams hielt plötzlich wieder eine Fahne hoch, die zuletzt Komponisten wie Miklos Roszà („Ben Hur“), Erich Wolfgang Korngold, Max Steiner („Vom Winde verweht“) und Dimitri Tiomkin („High Noon – Zwölf Uhr Mittags“) geschwungen hatten.

Zu diesem Zeitpunkt war Williams zwar alles andere als neu im Geschäft und war für sein Schaffen bereits zweimal mit einem Oscar ausgezeichnet worden („Fiddler on the Roof“, 1972; „Jaws“, 1976), aber „Star Wars“ ist fraglos eine Zäsur im Schaffen von Williams. In der Retrospektive wirken seine Soundtracks zu „Erdbeben“, „Das flammende Inferno“ und Steven Spielbergs Monster-Schocker „Der weiße Hai“ gewissermaßen so, als habe Williams sich damals warmgelaufen, um später in kurzem zeitlichem Abstand voneinander Meilensteine wie „Star Wars“, „Superman – The Movie“, „Raiders of the Lost Ark“ und den mit einem Oscar prämierten Soundtrack zu „E.T.“ ins Terrain der Filmmusik rammen. Dort stehen sie noch heute: unverrückbar, weithin sichtbar und sind, zumindest im Falle von „Star Wars“, auch Veröffentlichungen, um die über kurz oder lang kein Fan symphonischer Filmmusik herumkommt.

Den Einfluss, den Williams auf nachfolgende Generationen junger Filmmusik-Komponisten gehabt hat, kann man nicht hoch genug einschätzen, und auch auf Hörerseite gibt es sicher so einige Zeitgenossen, denen Williams den Zugang zu symphonischer Musik erleichtert, wenn nicht vielleicht sogar erst eröffnet hat. Das Soundtrack-Album zum ersten „Star Wars“-Teil kletterte jedenfalls kurz nach Erscheinen in die Charts der bestverkauften LPs mit populärer Musik und konnte sich dort auch geraume Zeit gegen die Hits der damals grassierenden Discowelle behaupten. Heute ist John Williams’ Musik für „Star Wars“ längst ein moderner Klassiker – tausendfach kopiertes und neu arrangiertes popkulturelles Allgemeingut, das jeder kennt und jeder auf Anhieb wiedererkennt: Wer „Star Wars“ sagt, meint automatisch auch Williams. Seine Musik ist untrennbar mit den Filmen verbunden, und seine Musik hat großen Anteil daran, dass die Filme sich so großer Beliebtheit erfreuen.


T h e _ E m p i r e S t r i k e s B a c k

Laut eigenen Aussagen komponierte Williams rund zwei Stunden Musik für den Film; der Komponist selbst beziffert die Laufzeit mit 117 Minuten. Schenkt man den Längenangaben auf dem Cover der vorliegenden CD-Ausgabe Glauben, dann bringen es die beiden CDs darin sogar auf eine Gesamtlaufzeit von 124 Minuten und 27 Sekunden. Ich denke, für die Differenz zwischen Williams’ Angabe und der auf der Doppel-CD kann es mehrere Gründe geben – zwischen einer 66 Minuten langen Aufnahme von Beethovens Neunter Symphonie unter der Leitung von Herbert von Karajan und der längsten verfügbaren Aufnahme des gleichen Stücks unter Wilhelm Furtwängler liegen schließlich auch immerhin acht Minuten. Wenn in diesem Zusammenhang etwas bedeutsam ist, dann ist es wohl weniger die sekundengenaue Angabe der Laufzeit als die Vermutung, dass mit der vorliegenden Ausgabe alles veröffentlicht sein dürfte, was Williams für “The Empire Strikes Back“ komponiert hat: Mit welchen neuen Ausgaben auch immer uns das Label Sony Classical in Zukunft auch überraschen mag – es werden wohl keine sein, die der geneigte Fan sich des darauf enthaltenen Musikprogramms wegen kaufen müsste.

Tatsächlich vermute ich, dass der Inhalt der mir vorliegenden Version identisch mit dem einer bereits 1997 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Premiere von „Star Wars IV – A New Hope“ veröffentlichten Special Edition der Filmmusik ist. Die Unterschiede zwischen der Special Edition und der jüngst anlässlich der Veröffentlichung der Filme auf DVD aufgelegten Version sind wohl auch eher marginal. Die neue Ausgabe wartet mit einem neuen Covermotiv auf, das in der mir vorliegenden Auflage sogar nach Art jener 3D-Kitschpostkarten gestaltet ist, die man in Andenkenläden rund um die Welt kaufen kann. Ähnlich unverzichtbar (oder, je nach Gusto, entbehrlich) ist ein weiterer Zusatznutzen, von dem stolze Besitzer profitieren, die außerdem über einen Internetzugang verfügen: Wer die Website http//:starwars.sonyclassical.com ansteuert, dann die CD einlegt und außerdem noch das Shockwave-Plug-In installiert hat, kann sich einen 2,17 MB großen Screensaver herunterladen. Allzu viel sollte man sich von dem Bildschirmschoner-Progrämmelchen allerdings nicht erwarten, denn geboten wird schon wieder nicht der Name und die Adresse des Coiffeurs, der für Prinzessin Leias Frisuren verantwortlich ist oder die Anschrift eines guten Laserschwertschmiedes, sondern gerade mal ein paar bunte Bildchen, die man sicherlich auch einfach als jpegs auf die Audio-CDs hätte packen können. Wer neugierig auf die Bilder ist, sollte einen Blick auf die Illustrationen zu diesem Beitrag werfen.

Das alles ist natürlich nur schmückendes Beiwerk. Die Hauptattraktion des Abends ist und bleibt natürlich die Musik auf den CDs.

Mit seiner Musik zur ersten von mittlerweile vier Fortsetzungen von „Star Wars“ schrieb Williams seine persönliche Erfolgsgeschichte fort. Seine Musik zu „The Empire Strikes Back“ greift zwar bereits im ersten Film etablierte Leitmotive auf, ist dabei aber ein eigenständiges Werk und bietet womöglich noch etwas mehr Abwechslung und mehr Klangfarben als der Vorgänger (hie und da setzt Williams, und das ist sehr untypisch für ihn, sogar Synthesizerklänge ein [„The Training of a Jedi Knight / The Magic Tree“]).

Einer der Höhepunkte der ersten CD ist das knapp viertelstündige “The Battle of Hoth“, für das Williams die reguläre Besetzung des 108-köpfigen London Symphony Orchestra um fünf Piccoloflöten, fünf Oboen, acht Perkussionsinstrumente, zwei Flügel und drei Harfen erweiterte. “The Battle of Hoth“ wie auch das nachfolgende Stück “The Asteroid Field“ bieten eine geradezu unerhörte Themenvielfalt – so etwas sucht man bei den meisten von Williams’ Berufskollegen vergebens.

“The Imperial March (Darth Vader’s Theme)“, das erste von zwölf Stücken der zweiten CD, ist gewissermaßen das inoffizielle Hauptthema des Films, klingt entsprechend oft im Laufe des Films an und wird auch im letzten Teil der Trilogie verschiedentlich zu hören sein. Der Kontrapunkt zum düsteren imperialen Marsch folgt auf dem Fuße: mit dem von Streichern und Holzbläsern intonierte “Yoda’s Theme“ führt Williams ein weiteres neues Leitmotiv ein, in “Yoda and the Force“ begegnen wir einem bereits im ersten Teil eingeführten Thema wieder, das Williams’ musikalische Signatur für den jungen Luke Skywalker ist.


R e s ü m e e

Williams’ Filmmusik zum zweiten Teil der “Star Wars”-Serie steht dem Vorgänger in nichts nach, sondern ist womöglich noch etwas facettenreicher als der Soundtrack zu “Star Wars IV – A New Hope“. Die anlässlich der Veröffentlichung der “Star Wars“-Trilogie erschienene neue Ausgabe der Filmmusik von “The Empire Strikes Back“ überzeugt mit lustig-buntem Artwork, vor allem aber mit transparentem, detailreichem Klang. Inwieweit das erneute Mastering („Direct Stream Digital“ steht auf der CD – was immer das heißen mag) der Bänder für die neue Auflage eine klangliche Verbesserung gegenüber den Aufnahmen der Special Edition darstellt, kann ich nicht sagen. Wer bereits die inhaltlich identische Special Edition sein eigen nennt, ist mit der aber vermutlich bereits bestens bedient.

Wer hingegen erst in diesen Tagen seine Liebe zu symphonischer Filmmusik entdeckt, findet in der vorliegenden Ausgabe einen Meilenstein aus dem Williams’schen Schaffen in gefälliger Aufmachung und überragendem Klang. Fazit: sehr empfehlenswert!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • dickschoko veröffentlicht 12.04.2005
    Schöner Bericht
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Produktdaten : Star Wars Episode 5: das Imperium Schlägt Zurück / O - Various

Produktbeschreibung des Herstellers

John Williams (Komponist) - 2 - CD - Sony Classics - bmg Deutschland - 2. Oktober 2015 - 5099709295126

Haupteigenschaften

Titel: Star Wars Episode 5: das Imperium Schlägt Zurück / O

Künstler: John Williams; London Symphony Orchestra

Komponist: John Williams

Genre: Klassik Crossover

Schlagworte: Klassik-Pop-Crossover; Klassik-Rock-Crossover; Klassik-Jazz-Crossover; Klassik-Ethno-Crossover

Medium: CD

Set-Inhalt: 2

Veröffentlichungsdatum: 2. Oktober 2015

Label: Sony Classics

Vertrieb: bmg Deutschland

EAN: 5099709295126

Titel auf CD 1

1.: 20th Century Fox Fanfare

2.: Main Title / the Ice Planet Hoth - Medley

3.: The Wampa's Lair / Vision of Obi - Wan / Snowspeeders Take Flight - Medley

4.: The Imperial Probe / Aboard the Executor - Medley

5.: The Battle of Hoth - Medley

6.: The Asteroid Field

7.: Arrival on Dagobah

8.: Luke's Nocturnal Visitor

9.: Han Solo and the Princess

10.: Jedi Master Revealed / Mynock Cave - Medley

11.: The Training of a Jedi Knight / the Magic Tree - Medley

Titel auf CD 2

1.: The Imperial March (Darth Vader's Theme)

2.: Yoda's Theme

3.: Attacking a Star Destroyer

4.: Yoda and the Force

5.: Imperial Starfleet Deployed / City in the Clouds - Medley

6.: Lando's Palace

7.: Betrayal at Bespin

8.: Deal With Dark Lord

9.: Carbon Freeze / Darth Vader's Trap / Departure of Boba Fett - Medley

10.: The Clash of Lightsabers

11.: Rescue from Cloud City / Hyperspace - Medley

12.: The Rebel Fleet / End Title - Medley

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