Steviosid-Pulver

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Steviosid-Pulver

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Zuckerfrei leben mit Steviosid-Pulver

5  11.02.2002 (04.12.2002)

Pro:
Für Diabetiker hervorragend geeignet, keine Gesundheitsrisiken wie bei Süßstoffen

Kontra:
Nur über die angegebene Firma Medherbs erhältlich

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Wohlbefinden:

Aufwand/Einschränkungen:


Michiro

Über sich: Hallo, ich bin 28 Jahre, verheiratet & habe einen inzwischen 1-jährigen Sohn. Zu unserem Haushalt g...

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Vertrauende:6

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Wer keinen Zucker verwenden darf oder will, mußte bisher stets auf Süßstoffe zurückgreifen.

Leider sind diese Süßstoffe immer wieder wegen Gesundheitsrisiken in die Schlagzeilen geraten.

Egal wie oft von Süßstoff-Herstellern erklärt wird, Süßstoff macht nicht krank, Süßstoff ist 100 % Chemie. Teilweise wird Süßstoff seit einiger Zeit sogar gentechnisch hergestellt.

Und Zucker hat leider auch gesundheitsschädigende Eigenschaften. Zucker verursacht Karies und unterstützt die Entstehung von Diabetes.

Die Alternative zu Zucker und Süßstoffen lautet Stevia.

Vor ca. 1 Jahr las ich in der „Bild der Frau“ (Diät-Rubrik) einen Artikel, wie man seinen Tee, Kuchen, Gebäck usw. ohne Zucker oder Süßstoffe süßen kann.
Dieses „Wundermittel“ heißt Stevia. Eine kleine, unscheinbare grüne Teepflanze. Sollte von Natur aus (also ganz ohne Zusatzstoffe) einen recht süßen Geschmack haben. Aufgekocht wie ein normaler Tee wäre Stevia als Tee oder Süßungsmittel hervorragend geeignet.

In einem Bio-Laden gelang es mir auch tatsächlich, diesen Tee aufzutreiben. Der Geruch ist sehr schwer zu definieren, leicht süßlich auf jeden Fall. Also, wie war die Kochanleitung in der Zeitschrift? 1 – 2 Eßlöffel Blätter auf 1 Liter Wasser, 5 Minuten ziehen lassen.
Ich war vom Ergebnis auf fast alles gefaßt, aber nicht darauf, daß dieser Tee wirklich süß schmeckte. Genau so, wie ich ihn gerne trinke! Ich sollte wohl dazu sagen, daß ich normalerweise viel Zucker oder (der Kalorien wegen) Süßstoff verwende. Unglaublich, aber dieser Tee schmeckte ohne einen Körnchen Zucker oder einen Tropfen Süßstoff genau so süß, wie ich es gerne mag. In der Packung waren nur Blätter, von Zucker oder anderem Pulver keine Spur.

Jetzt wollte ich es genau wissen. Ich forschte im Internet nach, bestellte über die Buchabteilung von Karstadt das Buch „Stevia – Zuckersüß und urgesund“ (Windpferd-Verlag).

Die Pflanze, aus deren Blätter der Stevia-Tee gekocht wird, stammt ursprünglich aus Paraguay. Bei den dortigen Einwohnern ist sie seit langer Zeit unter dem Namen „Honig-Blatt“ oder auch „Süßes Blatt“ bekannt. Vor ca. 100 Jahren lernten europäische Forscher bei einem Stamm Einheimischer erstmals diese Pflanze kennen. Der lateinische Name, den die Forscher ihr gaben lautet vollständig: Stevia rebaudiana.

Die Blätter der Stevia-Pflanze besitzen eine 30 mal höhere Süßkraft als Haushaltszucker. 1931 wurde zum ersten Mal der eigentliche Stoff, der diese Blätter süß schmecken läßt, herauskristallisiert. Dieses sogenannte Steviosid besitzt eine 300 mal höhere Süßkraft als normaler Zucker.

Die Liste der sonstigen Inhaltsstoffe ist extrem lang, obgleich bisher längst nicht alle Inhalte genau bestimmt werden konnten. Unter anderem enthalten sind:

- Vitamin C

- Vitamin A

- Zink

- Proteine

- Kohlenhydrate

- 31 verschiedene ätherische Öle

- Tannine

- Rutin

- Bitterstoffe

- Phytosterine (Pflanzenhormone)

- Flavanoide

- Mineralstoffe (Kalzium, Kalium und Magnesium)

- Spurenelemente (Eisen, Phosphor und Mangan)

Glykoside, die bisher identifiziert werden konnten:

- Stevioside

- Steviolbioside

- Rebaudioside A, B, C,D, und E

- Dulcoside A


Glykoside senken zu hohen Blutdruck und fördern die Ausscheidung von Kalium und Natrium.

In den Büchern wird über eine hervorragende Wirkung bei diversen Magenproblemen wie Verstopfung, Blähungen oder Übelkeit berichtet. Diesbezüglich habe ich selbst sehr positive Erfahrungen mit Stevia-Tee gemacht. Seit einiger Zeit gebe ich unserem 3 Wochen alten Sohn Marco, der bisher an starken Blähungen litt, regelmäßig Stevia-Tee zu trinken. Seitdem sind seine Blähungen verschwunden. Näheres zu diesem Thema könnt ihr gerne in meinem Bericht „Endlich Schluß mit Blähungen“ unter Babyernährung -> Tipps & Tricks nachlesen.

Bereits bei den ersten Untersuchungen 1931 wurden Versuche, unter anderem auch Tierversuche, durchgeführt, ob der Genuß von Stevia toxische (also giftige) Nebenwirkungen haben kann. Dabei wurden Mengen zugrunde gelegt, die man niemals allen Ernstes verzehren könnte.
Die höchste Menge an erträglicher Süßkraft durch Steviosid liegt bei 2,5 mg pro Kilo Körpergewicht. Den Tieren wurden Mengen von ca. 6 mg pro Körpergewicht verabreicht. Trotz dieser hohen Dosis wurde bei keinem einzigen der Tiere irgendwelche negative Auswirkungen festgestellt.


Stevia hat z.B. auch pilztötende und keimabwehrende Eigenschaften.
Der Blutzuckerspiegel wird durch die Verwendung von Stevia bzw. Steviosid nicht beeinflußt. Dadurch ist Stevia bzw. Steviosid auch für Diabetiker hervorragend geeignet.

Eine weitere sehr interessante Eigenschaft von Stevia ist die Verhinderung von Karies-Bildung.

In Japan ist Stevia bereits sei 40 Jahren zugelassen und wird bei zuckerfreien Produkten verwendet. Der Marktanteil betrug in Japan 41 % im Jahr 1988.

In den USA ist Stevia seit ca. 20 Jahren als diätisches Lebensmittel zugelassen. Auch dort hat Stevia bereits einen hohen Marktanteil.

In Deutschland hingegen ist noch auf lange Zeit ein Rechtsstreit über die Zulassung zu erwarten. Obwohl Süßstoffe trotz massiver Nebenwirkungen zugelassen sind, wird Stevia bisher diese Zulassung verweigert. Die Begründung stützt sich darauf, daß keine Langzeitstudien vorliegen würden (ein Hinweis, der merkwürdigerweise von Süßstoff-Herstellern kam).
Es kann nur vermutet werden, daß die Hersteller von Süßstoff starke Umsatzrückgänge befürchten.

Dennoch ist Stevia und auch Steviosid bei der Firma „Medherbs“ erhältlich. Hier die genaue Adresse:

Medherbs
Möwenstraße 22
65201 Wiesbaden
Tel.: 0049 611 – 846 00 15
Fax: 0049 611 – 20 46 900
E-Mail: medherbs@aol.com
Internetadresse: www.medherbs.de

Leider ist Stevia ausschließlich über diese Firma erhältlich. Offensichtlich haben sich alle anderen Anbieter zwischenzeitlich einschüchtern lassen.

Hier eine kleine Preisliste:

- 100g Stevia-Blätter, geschnitten = 3,77 Euro

- 40g Stevia-Blätter, ganz = 2,86 Euro

- 100g Stevia-Blätter, pulverisiert = 4,87 Euro

- 50g Steviosid = 14,83 Euro

- 100g Steviosid = 25,05 Euro

- 1 kg Steviosid = 214,20 Euro

- 50ml Stevia-liquid (Flüssig-Extrakt) = 7,41 Euro

- 1000 ml Stevia-liquid (Flüssig-Extrakt) = 130,05 Euro


Zu den Preisen von Steviosid ist zu sagen, daß 100g Steviosid bei normalen Verbrauch ca. 1 Jahr lang reicht.

Für alle Rezepte mit Stevia, die ich bisher kenne, werden ca. 1 – 2 Messerspitzen Steviosid benötigt.

Die Umrechnung von Zucker in Steviosid ist ungefähr wie folgt:

- 1/3 Teelöffel weißes Steviosid = 250g Zucker

- 1 Teelöffel Stevia-liquid = 250g Zucker


Oftmals wird in Büchern auch von grünem Stevia-Pulver berichtet. Dabei handelt es sich um pulverisierte Stevia-Blätter. Zum Kochen und Backen ist es nur sehr bedingt geeignet, da dieses grüne Pulver einen lakritz-ähnlichen Eigengeschmack hat.

Stevia-liquid kann ganz einfach selbst hergestellt werden. Sie brauchen dazu:

- 1 braune Pipettenflasche, Größe 50 ml (in der Apotheke zu bekommen)

- 50 ml reiner Alkohol oder Wodka

- 5 gestrichene Teelöffel Steviosid (5g)

Sie geben das Steviosid in die Pipettenflasche und füllen die Hälfte des Alkohols dazu. Verschließen Sie nun die Flasche und schütteln Sie die Mischung, bis sich das gesamte Steviosid aufgelöst hat. Geben Sie nun den restlichen Alkohol hinzu.
Bei Verwendung zum Backen und Kochen ist dieses Stevia-liquid unbedenklich für jedermann einsetzbar, da der Alkohol sehr rasch verdampft.

Steviosid ist stark hitzebeständig und daher hervorragend zum Backen und Kochen geeignet. Allerdings sollte man Steviosid zunächst immer mit 1 – 2 Eßlöffel Wasser anrühren, bevor man es mit anderen Zutaten vermengt. Dadurch wird vermieden, daß sich das Steviosid an einer Stelle verklumpt und dort die Süßkraft sehr hoch ist.

Der Geschmack von weißen Steviosid-Pulver ist leicht gewöhnungsbedürftig. Wer nur Zucker oder Süßstoff gewohnt ist, wird diesen Geschmack eventuell als etwas merkwürdig einstufen.

Dennoch ist Steviosid aufgrund seiner gesundheitlichen Unbedenklichkeit sehr zu empfehlen.

Fazit: Ich kann jedem, der keinen Zucker verwenden darf oder will, nur empfehlen Steviosid auszuprobieren.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Liloman

Liloman

04.12.2002 11:44

Sehr gut!Liebe Grüße

BabsS

BabsS

11.02.2002 18:36

danke für den Tip, wäre mal ein Versuch wert. Gruß BabsS

phoenix7777

phoenix7777

11.02.2002 18:32

50 ml Wodka gesundheitlich unbedenklich ? *phoenix77777*

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