Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Macht riesigen Spaß und ist kreativ |
| Kontra: |
braucht Geduld, Muße und ein wenig Können |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Gestern schrieb ich zwei Berichte: "Ciao als Hobby" (vielleicht sollte ein Fragezeichen dahinter stehen) und "Die Perlenstickerinnen".
Zu ersterem habe ich behauptet, dass ich auch noch andere Dinge tue in meiner - viel zu geringen - Freizeit. Im zweiten Bericht schrieb ich, dass ich eine Menge für Farben und Textilien übrig habe.
Da man Dinge, die man behauptet, auch belegen sollte und es vielleicht sogar jemanden interessieren könnte, will ich nun beides mal versuchen.
Ich möchte mich aber auf eine ganz bestimmte Technik festlegen. Dies ist daher wirklich nur ein kleines Stück von allem, was ich in dieser Richtung mache und vielleicht nehme ich mir bald mal eine andere Technik vor und fasse diese dann in einen Bericht.
So lange ich denken kann, mache ich Handarbeiten verschiedenster Art. Dabei stößt man immer auf Neues, hat neue Ideen und will auch nicht nur machen, was alle (naja, sofern man heute dabei noch von "allen" sprechen kann, wer macht wirklich noch so etwas) machen.
Da ich auch male, beschloss ich irgendwann beide Techniken ein wenig zu vereinen, das Malen und das Sticken. Die Vorlagen liefern meine eigenen Bilder zur Genüge. Das dazu nötige Material habe ich ohnehin, musste nur gelegentlich ein wenig
Garn nachkaufen, wenn mir eine Farbe ausging.
Damit wären wir schon beim benötigten Material:
- Jeder muss irgendwann Bettlaken oder Bekleidungsstücke aussortieren und zumeist werden sie dann weggeworfen oder bestenfalls enden sie noch als Putzlappen.
Ich hebe gute Reste davon auf, weiß ich doch, dass sie irgendwann - bei mir - zu neuen Ehren kommen. Solche feinen Baumwollstoffreste benötigte ich nun. Ich habe einen naturfarbenen Stoff ausgewählt.
- Da ich schon viel gestickt habe, musste ich auch nur die Kiste mit meinen Sticktwisten öffnen. Bei mir befindet sich darin die gesamte Farbpalette. Es ist wie mit meinen Malfarben, ich liebe das. Frage mich bitte niemand warum, ist so eine Macke wahrscheinlich.
- Sticknadeln sowie jede andere Art Nadeln sind selbstverständlich auch vorhanden, ebenso wie Scheren und auch Stickrahmen in verschiedenen Größen.
- Einen Blei- oder Buntstift wird auch fast jeder besitzen, ich natürlich hab das wieder in rauhen Mengen, jeglichem Härtegrad, wasserlöslich oder auch nicht...
- Leider kann ich keine Truhe öffnen, in der sich Zeit befindet. Die muss ich mir einfach nehmen.
Schon kann es losgehen, sofern man freilich auch schon eine Idee im Kopf hat.
Als erstes wird auf dem Stoff grob vorgezeichnet, was nachher gestickt bzw. gemalt werden soll. Das dauert bei mir nicht lange.
Wenn man sich verzeichnet, so ist das hier kein Problem, denn man kann es später einfach übersticken.
Ich möchte Miniaturbilder machen (die Maße nenne ich später noch). Dementsprechend muss der Stoff fein sein, das Garn und die passende Nadel ebenfalls.
Sticktwist ist sechsfädig, ich habe ein- oder zwei(!)fädig gestickt, d.h. man zieht einen Faden aus dem Strang. Danach sucht man die passende feine (!) Nadel aus.
Wie beim Malen auch, sollte man sich eine Farbpalette überlegen und man kann wie beim Malen Farben "mischen" (ein klein wenig beschränkter ist das beim Sticken aber schon), indem man bei zweifädiger Stickerei zwei einzelne Fäden verschiedener Farben nimmt. Bringt tolle Effekte!
Meine Bilder sind vorrangig im Knötchenstich gestickt und ergänzt durch Platt- und Stielstich sowie teilweise Steppstich.
Der Knötchenstich ist was tolles, da z.B. Bäume unglaublich plastisch erscheinen (leider ist das hier auf den Fotos nicht so gut zu erkennen, im Original ist es sehr viel besser, ergeben sich doch durch die Plastizität auch ganz natürliche Schatten).
Im Fall meiner Bilder habe ich mich entschlossen den Himmel zu malen. Ich habe mich für Aquarellstifte entschieden, die ich teilweise auf feuchtem Stoff gezielt einsetzen konnte. Flüssige Farbe wäre wahrscheinlich unkontrolliert verlaufen. Einen Test wäre dies allerdings auf jeden Fall wert. Aquarell-Bilder leben ja oft von Zufälligkeiten.
Am besten ist, wenn man den Himmel vor dem Sticken malt, damit keine weißen Ränder an der Stickerei entstehen, da diese ja erhaben ist und man mit Stift oder Pinsel nicht so gut bis direkt an den Rand malen kann oder die Farbe in die Fäden eindringt. Das heißt allerdings auch, dass man vorher genau wissen muss, wie die Farbigkeit aussehen soll bzw. die Stimmung des Bildes.
Nun kann man drauflossticken... Hm, nun ja. Immer mit Überlegung, wo kommt das Licht her, wo sind dann die Schatten, welche Farben verwende ich pur und wo muss bzw. will ich mischen, wie schaffe ich fließende Übergänge, welchen Stickstich benutze ich für was. Ganz klar, für Laub und Blumen eignet sich der Knötchenstich am besten, für Stämme und Zweige oder Gräser ist der Stielstich oder Plattstich geeignet... usw.
Solche Bilder sind nur etwas für Geduldige! An den kleinsten Bildern habe ich mindestens eine Woche, pro Tag mindestens drei Stunden gearbeitet. Ich finde das aber ausgesprochen entspannend und zudem braucht man kaum Platz, kann es an allen Orten machen, z.B. hab ich oft auf dem Balkon an der frischen Luft gesessen damit.
Ist das Bild fertig, wird es feucht von links gebügelt und in Form gezogen, da das Sticken oftmals den Stoff ein wenig verzieht.
Dann wird es mit einem Rand von ca. 3 cm ausgeschnitten, welcher danacht am besten unter einem Passepartout verschwindet. Möglichst das ganze erst ausschneiden, wenn man sich für einen Rahmen entschieden hat, sonst schneidet man ggf. zuviel Stoff weg.
Das kleinste Bild misst 7 x 6 cm, die quadratischen Bilder 9 x 9 cm und die größten 15 x 10 cm, was in etwa Format A6 ist.
Und nun zeige ich einfach meine Bilder und hoffe, dass sie nicht nur mir gefallen! Spaß hat es auf jeden Fall riesigen gemacht und sicher werde ich irgendwann wieder darauf zurückkommen. Ideen sind mir schon wieder beim Schreiben dieses Berichtes gekommen.
| weitere Erfahrungsberichte |
Sticken! Eine nie endende Leidenschaft!!!
Bewertung für Sticken - Tipps & Tricks von
bienchen34
Pro: Keine langeweile, stress Bekämpfung
Kontra: Manchmal sehr teuer!!!
...Eigentlich steht dieser Bericht unter Tips! Aber ich würde sagen so rechte Tips zum sticken gibt es nicht, das einzige was mein Bericht hergibt ist was man nach möglichkeiten besser machen kann oder lassen sollte!
Zum sticken kam ich durch eine Zeitsch ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
10.11.2004
|
Ist das nicht langweilig???
Bewertung für Sticken - Tipps & Tricks von
schnuetchen
Pro: kreativ sein
Kontra: nichts
Nein ganz und gar nicht. Ich selber sticke eigentlich fast nur Bilder, so etwas wie Tischdecken, von denen ich eh den Schrank voll habe das finde ich langweilig aber Bilder ganz nach meinem Geschmack und meiner eigenen Zusammenstellung das mache ich ec ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
03.02.2003
(05.02.2003)
|
Man findet immer neue Motive und Anreize
Bewertung für Sticken - Tipps & Tricks von
ettigirb
Pro: Man hat immer was zu tun
Kontra: Sie bleiben nicht lange auf Vorrat
Habe in der Schule damit angefangen und kam nicht mehr davon los,da auch meine Mutter viel in Handarbeiten gemacht hat. Der Kreuzstich und der Gobelinstich sind meine Favoriten. Tischdecken und Kissenplatten sticke ich am liebsten auf einem Aidastoff ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
|
hilfreich
29.09.2006
|
Junghans Handarbeiten aller Art
Bewertung für Sticken - Tipps & Tricks von
herzchen_2003
Pro: super Qualität
Kontra: etwas teurer aber das ist es wert
Nun möchte ich über eine Firma berichten, mit der ich erst vor kurzem wieder sehr angenehme Erfahrungen gemacht habe.
Da ich nun schon seit über 20 Jahren meine Liebe zu allen Arten von Handarbeiten entdeckt habe, war ich natürlich auch von Anfang an auf ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
|
hilfreich
01.04.2004
|