Man kann alles erzählen
21.10.2000
Pro:
einer der letzten großen Romane
Kontra:
leider in keiner vernünftigen Hardcoverausgabe zu bekommen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 makz
Über sich:
Richtig, bin wieder da. Sorry, an alle, die ich über meine 12 monatige Abwesenheit im Dunkeln gelass...
Mitglied seit:19.09.2000
Erfahrungsberichte:86
Vertrauende:58
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
....nur nicht sein wirkliches Leben. Um so einen Satz zu lesen, muß man in den Büchern der Gegenwartsliteratur lange blättern. Bei Max Frisch gibt es diese Tiefe auf fast jeder Seite seines 1953/54 erstmals erschienen Roman "Stiller". Dabei handelt es sich um eine fast banale Geschichte - eine Bahngeschichte. Da fährt einer von A nach B und wird aufgehalten weil er nicht für den gehalten wird, der er sagt, das er es sei. Er wird eingesperrt und muß und muß, um weiter zu können seine Existenz - sein Leben beweisen. Er bekommt Hefte und Stift und soll schreiben. Doch was schreibt man wenn man zurück schaut und nach dem Leben zu greifen versucht?"Wiederholung! Dabei weiß ich: alles hängt davon ab, ob es gelingt, sein Leben nicht außerhalb der Wiederholung zu erwarten, sondern die Wiederholung, die ausweglose, aus freiem Willen (trotz Zwang) zu seinem Leben zu machen, indem man anerkennt: Das bin ich!... Doch immer wieder (auch darin ist Wiederholung) genügt ein Wort, eine Miene, die mich erschreckt, eine Landschaft, die mich erinnert, und alles in mir ist Flucht, Flucht ohne Hoffnung, irgendwohin zu kommen, lediglich aus Angst vor Wiederholung-" Und so spannt Frisch den Bogen zwischen A und B auf den Seiten dieser Gefängnishefte, in den Gedanken eines Mannes, der mehr über das Leben zu erzählen hat als er beweisen kann. Weniger um herauszubekommen, wer er wirklich sei, sondern was das Leben aus uns macht, sollte man dieses Buch lesen und verstanden haben.
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Stiller, Max Frisch
Taschenbuch März 2011, Verlag: Suhrkamp, Reihe: Suhrkamp Taschenbücher, ...
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Stiller - Frisch, Max
Taschenbuch, 437 S., Erschienen: 2011
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Stiller - Max Frisch
Bei seiner Einreise in die Schweiz wird Mister White festgenommen, weil er für ...
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06.09.2001 22:57
Mir ist das ein bißchen zu wenig, was Du über so ein schönes Buch geschrieben hast. Ich habe es zuerst mit 17 gelesen und damals dann in einem Referat meiner Klasse vorgestellt. Ich hatte aber den Eindruck, daß damals keine meiner Klassenkameradinnen meine Begeisterung teilen verstehen konnte. Ciao, Puhlila
28.06.2001 18:11
Ach ja, unser gemeinsamer Freund hat tatsächlich einen Frontalangriff auf dich gestartet. - ARSCHLOCH! - Tschuldigung, aber das musste raus. Übrigens scheint´s, dass ich seit diesem Zeitpunkt ein Leser von dir bin. Schön, ne? Ganz liebe Grüße, Romy
13.01.2001 15:44
Sehr traurig, dass ein angehender Deutsch - Lehrer eine Meinung schreiben muß, die dermaßen schwammig ist. Sorry, aber das hätte jeder schreiben können, der sich den Kommentar auf der Rückseite des Buches durchgelesen und zufälligerweise das richtige Zitat gefunden hat. Mal davon abgesehen, dass Du scheinbar Probleme mit der deutschen Rechtschreibung und Grammatik hast (ich beziehe mich hier vor allem auf Deinen Kommentar zu meiner Meinung über "Woyzeck"), solltest Du Dir das mit Deinem Berufswunsch schon allein aufgrund Deiner undifferenzierten, nacherzählungsartigen Interpretationsweise nochmal überlegen. Anstatt Kommentare über Kommentare zu schreiben, die nicht an Dich gerichtet sind, solltest Du Dir besser eine gute Interpretationshilfe zulegen oder einen qualifizierten Deutsch-Lehrer um Rat fragen, da Du scheinbar nicht in der Lage bist, eine eigene, schlüssige Interpretation auf die Beine zu stellen. Das sollte man als Deutsch-Lehrer aber schon können!