Anfang einer Ära
29.07.2007
Pro:
Bruce Willis, frische Ansätze, Dauer - Action, tolle Darsteller, viel Humor und Ironie, sehr echt
Kontra:
schwache Geschichte, ähnelt vielen anderen Filmen (Steven Segal . . . )
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Action:
Romantik:
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 zweistock
Über sich:
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Erfahrungsberichte:18
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 46 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Woran denken die meisten Leute sofort, wenn sie "Bruce Willis" hören? Genau, da gab's doch mal so eine Filmreihe, die war sogar richtig gut. Wie hieß die nochmal? Stirb langsam! Der erste Film dieser nicht ohne Grund so erfolgreichen Filmreihe, zu der sich 2007 schon ein vierter Teil gesellte, erschien 1988. Und man kann sich wirklich streiten, welcher der vier Filme der beste ist, aber ich bin mir sicher: Eben dieser erste Teil. Handlung
Der New Yorker Polizist John McClane (Bruce Willis, "Pulp Fiction", "Sin City", "The sixth Sense") besucht seine Familie in Los Angeles, um dort mit seiner Frau und seinen Kindern Weihnachten zu feiern. Mit seiner Frau Holly (Bonnie Bedelia) gibt's schon eine ganze Weile Krach, da sie aus beruflichen Gründen nach L.A. umgezogen ist, McClane aber immer noch in New York tätig ist. Während der Weihnachtsfeier im Nakatomi Tower (in Wirklichkeit der Fox Plaza), stürmen Terroristen den Turm und nehmen die Party-Mitglieder, die noch die einzigen im Turm sind, als Geiseln. McClane, der sich zufälligerweise hier aufhält, kann entkommen. Und er steckt richtig tief in den Problemen drin, denn als er den ersten der schwerbewaffneten Gangster, angeführt vom nicht zu unterschätzenden Hans Gruber (Alan Rickman, "Harry Rotter", "Dogma", "Per Anhalter durch die Galaxis"), tötet, machen die Terroristen Jagd auf den Super-Polizisten. McClane kann die Polizei alamieren, die aber aufgrund der Guerilla-Strategie der Terroristen nichts unternehmen kann. So muss McClane selbst die Geiseln und damit auch seine Frau, die sich unter ihnen befindet, retten. Das ganze Konzept mit den Terroristen und den Geiseln klingt ziemlich schwach und ganz ehrlich: Das ist es auch. Bis auf ein paar Überraschungsmomente ist die Geschichte so einfallsreich wie die von Steven Segal-Filmen und lässt auch eine ganze Menge Parallelen dazu erkennen. Aber die Story ist, wie üblich in diesen "Super-Polizisten-Filmen", ja auch wirklich der einzige Kritikpunkt und "Stirb langsam" versucht lobenswerterweise sogar einige neue Ansätze miteinzubringen. So bekommt man, und das war im Jahre 1988 wirklich etwas neues, Einblick in die privaten oder persönlichen Probleme des sonst so furchtlosen Helden (McClane hat zum Beispiel Flugangst), der hier also nicht mehr, wie in Schwarzenegger- oder Stallone-Filmen üblich, als muskelbepackter Übermensch dargestellt wird.
Dafür stimmt aber das andere Element solcher Filme, nämlich die Action. Hier wird geschossen, explodiert und geblutet, was das Zeug hält. Glücklicherweise wurde an computeranimierten Spezialeffekten gespart, stattdessen hat sich sich auf echte Stunts besinnt. Ganz vorzüglich ist auch der Humor, der vor allem dank McClane und seiner (knallharten) Sprüche die 2 Stunden sichtlich auflockert. So wird der Zuschauer immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge durch den Film geführt, was die Spannung stark hebt. Albern wird das ganze aber nie, dafür wird man viel zu schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bild und Ton
Wie es sich für einen 19 Jahre alten Film gehört, ist die Qualität des Bildes nicht die beste, dafür stimmen aber die Führung der Kamera und die Effekte. In Anbetracht dessen, kann man das Alter des Filmes sicherlich verzeihen, vor allem, wenn man bedenkt, dass das ganze einen gewissen Charme mit sich bringt. Die Schauspieler seien aber besonders gelobt: Bruce Willis, Alan Rickman und, in einer Nebenrolle, Reginald VelJohnson ("Alle unter einem Dach") liefern hier vorzügliche Arbeit und arbeiten im Film herrlich zusammen bzw. gegeneinander. Der Soundtrack hält sich, wie in allen Teilen der Serie, eher zurück. Im Abspann und teilweise auch während des Filmes erklingt dafür Beethovens 9. Sinfonie, die eine wunderbare Ironie (aus der der Großteil des Filmes ja sowieso besteht) in die Geschichte einbringt, denn "Die Ode an die Freude" während eines terroristischen Anschlags zu spielen... Das spricht wohl für sich. Die Soundeffekte der Waffen, Explosionen usw. sind gut gelungen und die deutsche Synchronisation ist ohne Makel.
Die Filmfehler halten sich glücklicherweise auch in Grenzen. Eindruck
"Stirb langsam" bietet den Anlaufpunkt für eine richtige Saga, die es ja bis jetzt auch schon bis zu einem vierten Teil geschafft hat. Die Charaktere (vor allem McClane) können wunderbar weiterentwickelt werden und vor allem der Humor und die tollen Einfälle und Wendungen in der Geschichte kombiniert mit der Dauer-Action liefern viel Stoff für Fortsetzungen. Zwar unterscheidet "Stirb langsam" sich nicht wesentlich von anderen Filmen dieses Genres, dafür ist er aber makellos umgestzt und kaum geschnitten und bietet dadurch einen flüssigeren Ablauf, als beispielsweise "Alarmstufe: Rot". Der Film verwirrt an keiner Stelle, sondern erklärt sich immer selbst und ist auch immer recht logisch. "Stirb langsam" ist somit für alle, die die Altersfreigabe überschritten haben, ein unkomplizierter Film, der unterhält und für eine Menge Lacher sorgt. Genau das richtige für einen entspannenten Samstag- und auch manchmal Sonntagabend.
DVD-Version Aufgrund seines Alters sind mittlerweile schon einige DVD-Versionen von "Stirb langsam" erschienen, so zum Beispiel eine Collection mit Teil 1 und Teil 2 (ca. 10€), mit den Teilen 1 bis 3 (ca. 30€) und diverse Special Editions, unter anderem auch ein Steel Book (ca. 15€). Fans greifen zu letzterem, alle die sparen wollen zum Doppelpack mit Teil 1 und 2.
Fazit Großartiger Start einer Ära mit tollen Charakteren, Dialogen und Gags. Popcorn-Kino vom Feinsten, dessen einziger Schwachpunkt die Story ist. Lässt man die aber mal außen vor, hat man einen großartigen Film, der für einige vielleicht niveaulos sein mag. Aber mal ehrlich: Manchmal braucht man doch niveaulose Filme.
Filmdaten Titel: Stirb langsam (Die Hard); USA/1988 Genre: Action ("Super-Polizist") FSK: ab 16 Länge: 127 Minuten
Regie: John McTiernan Drehbuch: Jeb Stuart, Steven E. de Souza Produktion: Lawrence Gordon, Joel Silver Musik: Michael Kamen Kamera: Jan de Bont Schnitt: John F. Link, Frank J. Urioste Besetzung: Bruce Willis: John McClane Alan Rickman: Hans "Jack" Gruber Bonnie Bedelia: Holly Gennaro McClane Reginald VelJohnson: Sgt. Al Powell Alexander Godunov: Karl Paul Gleason: Deputy Police Chief Dwayne T. Robinson Robert Davi: FBI Special Agent Johnson De'voreaux White: Argyle James Shagita: Joseph Yoshinobu Takagi Hart Bochner: Harry Ellis
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13.07.2011 15:45
...oder sie kaufen sich die mittlerweile erschienene vierer-box. gruss hans
21.09.2007 14:33
Hi. sehr hilfreich. c u later Häns
30.07.2007 08:57
ein sehr hilfreich für deinen Bericht, ich wünsche dir eine schöne Woche...lg Susi