In Kindertagen spielte ich mal mit dem Gedanken Straßenbahnfahrer oder Lokführer zu werden, in Jugendtagen hat es mich dann aber zur kaufmännischen Richtung verschlagen. Einmal aber selbst am Steuer einer Straßenbahn sein, das blieb ein Traum. Möglich war dies bislang bei Tagen der offenen ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von andreasloy über Straßenbahn selber fahren 17.06.2008
Produktbewertung des Autors:
Pro:
man kann mal selbst ne Straßenbahn steuern, hat Spaß gemacht
Kontra:
nicht ganz billig, die lange Vorlaufzeit ; - )
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
In Kindertagen spielte ich mal mit dem Gedanken Straßenbahnfahrer oder Lokführer zu werden, in Jugendtagen hat es mich dann aber zur kaufmännischen Richtung verschlagen. Einmal aber selbst am Steuer einer Straßenbahn sein, das blieb ein Traum. Möglich war dies bislang bei Tagen der offenen Tür, meist aber nur mal kurz Platz nehmen ohne losfahren zu können. Nur in Nürnberg durfte ich mal eine Runde im Betriebsgelände drehen.
So richtig auf Strecke fahren, das sollte im Oktober 2005 auch in Augsburg möglich sein als die "Augsburger Allgemeine" Wünsche erfüllte. Aus meinem persönlichem Wunsch machte diese leider einen allgemeinen so dass wir statt zu viert zu zehnt nur durch den Betriebshof rumgekurt wären und dafür 50 EUR zugunsten der Kartei der Not ausgeben? Nein danke, Freunde dachten ähnlich und so cancelten wir das ganze. Am Samstag 14.06.2008 war das Selber fahren dann in Jena möglich - und dank eines recht lockereren Fahrlehrers auch recht witzig.
WIE ES DAZU KAM
Bei einem Urlaub in Jena im Jahr 2006 erfuhr ich durch die Kundenzeitung des Verkehrsbetriebes von der Möglichkeit selber Straßenbahn zu fahren. Vier Teilstrecken, jede 55 Euro. Mit Freunden gesprochen, ja das machen wir. Im Januar 2007 fragte ich bei der JeNah an, leider waren für dieses Jahr schon alle Termine belegt aber ich werde als erster für das Jahr 2008 gefragt. Die Termine wurden mir im Oktober bekannt gegeben, im November machten wir dann Nägel mit Köpfen und freuten uns auf einen schönen Tag im Juni wo wir "unter uns" sein würden, wir haben ja die Straßenbahn komplett "gemietet".
DIE EINWEISUNG
13 Uhr am altem Betriebshof. Der Fahrlehrer erwartete uns bereits, erfuhr von Ines dass wir schon mal selbst Straßenbahn gefahren sind in München (wobei das nur auf Ines, Errol und Klaus aber nicht auf mich zutraf) und wir Nahverkehrsfreunde sind. Kurz darauf ging es in den Fahrschulwagen TW 145 (ET62, "Gothaer") und wir erhielten eine kleine Einweisung. Zu den Signalen brauchte er uns ja nichts mehr zu sagen, zum Fahrzeug schon mehr. Ich hatte einen Fahrhebel erwartet - nein ein Lenkrad, wie praktisch. Links rum fahren, auf 0 in der Mitte rollen lassen und rechts rum bremsen. Am linkem Bedienfeld auch zeitweise den Blinker betätigen. An manchen Stellen kann auch mal die Handbremse nötig sein.
Das ältere Modell (Baujahr 1964) bezeichnete der Fahrlehrer der recht locker drauf war als "Strabebahn" (Straßenbahn) während die modernen Züge wo im Liniendienst fahren ne "Plastebahn" (Plastikbahn) ist. Der Fahrlehrer wies uns noch darauf hin dass er im Notfall vom zweiten Fahrerpult aus eingreift (zum Beispiel wenn sie beschleunigen aber ich mein es wär besser zu bremsen), nicht dass es noch nen Unfall gibt. Der Straßenbahn würds zwar wenig ausmachen, um die Blechkarossen wärs ihm auch net schad, aber der leidige Papierkram halt. Jeder von uns hatte kurze Teilstücke mit Individualverkehr (und wenns nur beim Abbiegen war), jedoch überwiegend eigenen Gleiskörper. Klaus und ich hatten "Überlandabschnitte" mitten durchs Grüne, man kam sich da fast schon als Lokführer vor. Jeder von uns hatte etwa 15 Minuten Fahrzeit, Ines selbst war zwar ne halbe Stunde am Steuer aber davon die Hälfte in der Schleife an einer Endhaltestelle wartend vor dem Plankurs ;-)
LOS GEHTS...
Da ich diesen Ausflug organisiert hatte durfte ich auch als erster. Raus aus dem Betriebshof fuhr der Fahrlehrer selbst, aber dann. Lenkrad nach links, langsam beschleunigen (Stufe 1), dann weiter auf Stufe 6. Da hinten kommt ne rote Ampel ("gilt die auch für mich?"). Ja klar, das Rot zwar nicht aber der gelbe Querbalken (-) dort. Oh jetzt seh ich ihn auch. Also bremsen, wir rollen auf Stufe 5 auch noch, also noch weiter auf 12. Jetzt stehen wir. Der gelbe Punkt kommt (also das gelb im Individualverkehr) und als der gelbe Schrägstrich (|) kommt wieder beschleunigen (hoppla, ich fuhr etwas flott an) und weiterfahren. Die Passanten guckten teilweise recht komisch, Kinder zeigten mit dem Finger auf die Bahn ("Da schau mal, ne alte Bahn" werden sie vielleicht gesagt haben) und ein junges Mädchen blickte wohl sehr skeptisch auf das "alte Glump" (von wegen, noch echte deutsche Wertarbeit). Mitten durchs Stadtzentrum führte mich meine Fahrt, am Paradiesbahnhof vorbei und dann konnte ich "Gas geben" durch die landschaftlich reizvolle Oberaue. Der Fahrlehrer ermunterte mich noch höher zu schalten (ruhig auf die 13) und keine Angst, wir bleiben drin in den Schienen. Nach gut 15 Minuten Fahrt war das Gleisdreieck Burgau erreicht, hier hiess es dann viel zu schnell Fahrerwechsel. Rein gefühlsmäßig sass ich erst fünf Minuten am Steuer.
Als nächstes fuhr Klaus, er konnte auch Tempo geben. Am Freizeitbad GalaxSea vorbei gings zur Schleife Winzerla, entlang der Linie 1 dann zum Paradiesbahnhof. Hier erzählte der Fahrlehrer hat es mal gekracht, der Wirt meinte er habe es genau gesehen die Straßenbahn (Höchstgeschwindigkeit 50 km/h) sei mit 80 durch die Kurve gekommen. Der Polizist meinte nur ob er sich sicher sei? Wars net eher die Eisenbahn? Wahrscheinlich ein Scherz, ist aber auch egal ;-)
Noch eine Station zum Löbdergraben im Stadtzentrum, hinter einem Plankurs anhalten und Fahrerwechsel. Errol fuhr nun in den Außenbezirk nach Löbstedt, beim Beginn des eingleisigen Abschnitts war der letzte Fahrerwechsel. Ines war nun an der Reihe und fuhr zunächst bis Zwätzen Schleife. Dort kamen wir hinter einem Plankurs der an der Endhaltestelle stand zum Stehen und wir mussten erstmal warten. Zeit für eine Fotopause. Mit etwas Abstand gings hinter dem Plankurs her bis vor den Betriebshof wo der Fahrlehrer dann rückwärts einrückte. Es war ne tolle Fahrt, wir bekamen Erinnerungsfoto und Ehrenstraßenbahnführerschein-Diplom (berechtigt nicht zum alleinigen Fahren) und bekamen vom Fahrlehrer noch Tipps für Jena - das Kundenzentrum am Holzmarkt müsste noch auf sein und ne Thüringer Rostbratwurst sollte auch noch Pflicht sein. Als der Fahrlehrer mein Diplom ausfüllte meinte er noch "Als ihr Nachname erfunden wurde musst es schnell gehen, da haben die Leute keine Zeit gehabt".
FAZIT
Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich kann mich den Worten von Ines nach der Fahrt nur anschliessen: Jena, wir kommen wieder. Es war ein ganz anderes Gefühl mal selbst ne Straßenbahn zu steuern anstatt nur mit einer zu fahren. Und da wir ja "unter uns" waren machte das auch doppelt so viel Spaß als wenn ich mit Fremden gefahren wäre. Blinker setzen, Fahren, Bremsen - das war eine ganz neue Lebenserfahrung. Vor allem weil eine Straßenbahn halt auch anders als ein Auto funktioniert. Hinterher gabs dann noch ne Führung durch den alten Betriebshof und was wir da gesehen haben war auch recht interessant. Die 55 EUR für das Strabefahren haben sich für mich gelohnt, die 72 EUR für die Bahnfahrkarte auch da ich ja vorher bereits zwei Tage in Leipzig war.
Unser Fahrschulwagen Tw 145 war 1993 eigentlich zur Ausmusterung vorgesehen, wurde jedoch im selbem Jahr nach Brandenburger Muster zum Fahrschulwagen umgebaut. Auf ihm finden noch heute Fahrerausbildungen statt (auf dem Gothaer bekommt man ein Gefühl für die Straßenbahn) und dreimal im Jahr dürfen auch Fans ans Steuer. Die Termine sind stets frühzeitig ausgebucht...
BILDUNTERSCHRIFTEN
Bild 1: Ich im Betriebshof Bild 2: Ich fahre durch das Stadzentrum... Bild 3: ... und "Überland" Bild 4: Führerstand: links fahren, rechts bremsen Bild 5: Mein Diplom Vorderansicht... Bild 6: ... und Innenansicht Bild 7: Gruppenfoto: Vier Freunde (oder Tramfahrer) sollt ihr sein Bild 8: Das war unser Fahrschulwagen Bild 9: Ines ganz begeistert (Zwätzen Schleife) Bild 10: Klaus fährt Richtung Paradiesbahnhof
Pro: Einmalige Gelegenheit, kein Fahrgast sondern FAHRER in der Tram zu sein Kontra: fast nie möglich
...-Weber-Platz" und weiter wie die Linien 15/25 bis zur Tegernseer Landstraße. Dort fand der erste Fahrerwechsel statt. So hatte jeder die tolle Gelegenheit, ca. 30 Minuten eine Straßenbahn selbst zu steuern. Wir befuhren im Lauf der Zeit beinahe das gesamte Münchner Trambahnnetz, wobei die einzelnen Abschnitte sehr unterschiedlich waren, was die Anforderungen an den Fahrer betraf. Mein Bruder beispielsweise hatte die Strecke zur Großhesseloher Brücke, wo die Tram ihren eigenen Gleiskörper hat und er mit bis zu Tempo 70 km/h fahren konnte. Andere hatten Strecken um den Stachus oder Hauptbahnhof, wo verständlicherweise viel mehr Menschen unterwegs sind, die alle "mit im Auge" behalten werden sollten.
Ich hatte die schöne, wenn auch nicht weniger anstrengende Strecke vom Herkomerplatz zurück zum Betriebshof, auch über die Behelfsstrecke wegen Großbaustelle an...
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...Hallo, meine lieben Fans des 1. Fc Kölns!
Ich war beim letzten Heimspiel des Fc Köln dabei!
Vor dem Spiel:
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Morgens bin ich zuerst einmal durch die Innenstadt von Köln gelaufen. Schon da sah man den ein oder anderen Fan, welcher jeweils für Stimmung sorgte! Also vor einem Spiel kann man noch gut was einkaufen gehen, wobei man auf die größe des gekauften Artikels achten sollte! ( wegen dem ganzen Gerangel am Stadioneingang!
Der Weg zum Stadion:
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Also Ich wusste erst gar nicht wo ich hin sollte. Da bin ich den ganzen anderen Fc Fans hinterher gelaufen! War echt lustig. Vom Kölner Hauptbahnhof muss man mit der Straßenbahn bis nach Müngersdorf fahren. Da braucht man aber kein extra Ticket! In der Straßenbahn selbst geht dann das langsam mit der genialen Stimmung los! Fahrtzeit beträgt ca 20...
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Pro: ein Fest für Kinder Kontra: mir sind einige Jahre Weihnachten durch Erkältungen vermiest worden
...die Süßwarenstände hab ich dieses Jahr auch nen großen Bogen gemacht. Halt, einmal nicht. Aber da war der Geldbeutel zuhause ;-) - ja und ansonsten gibt es bei mir vor Weihnachten auch immer etwas Arbeit. Zu dieser Zeit stelle ich einen Rückblick auf das Nahverkehrsgeschehen in Augsburg zusammen (für die Homepage und den Newsletter) und dieses Jahr gabs auch einige Fotos vom Baustellenfortschritt Remboldstraße (Neubau der Straßenbahnlinie 6) zu schiessen. Aber jetzt kann die besinnliche Zeit kommen - auch die neuen Fahrplanbücher der DB sind bereits gekauft und erste Reisepläne bereits geschmiedet. Mitte Juni zum Beispiel geht es nach Jena - zusammen mit Freunden zum "Straßenbahn selber fahren", vsl. auch mit einem Abstecher nach Leipzig.
FAZIT
Wie sang einmal Hanne Haller? Ram tam tam Weihnachten fängt an. Zünde Wunderkerzen an für die Kinderaugen...
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hilfreich 01.01.1970
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