Meiko Kaji, sicher eine der größten weiblichen Exploitation-Stars Japans, verdankt ihren Bekanntheitsgrad vor allem ihren Engagements in den „Lady Snowblood“-, „Female Convict“- und „Stray Cat Rock“-Serien. Letztere brachte es auf insgesamt fünf Teile, von denen der dritte Part, der den irreführenden ... Bericht lesen
Tasche. Ihre Anführerin Mako (Meiko Kaji) umgibt sich mit dem ultracoolen Baron (Tatsuya Fuji), dem Kopf der dreisten Boy-Gang "Eagles", der sich geschworen hat, alle "Mischlinge" aus der Stadt zu jagen. Als Mako dem Fremdling Kazuma (Rikiya Yasuoka) hilft, nach seiner verlorenen Schwester zu suchen, brennen bei Baron die Sicherungen durch. Denn Kazuma ist Halbafrikaner und erregt in Mako mehr als nur Nächstenliebe. Rasend vor Eifersucht und Fremdenhass entfacht Baron einen erbarmungslosen Krieg.
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Erfahrungsbericht von CiscoGianino über Stray Cat Rock: Sex Hunter 05.09.2004
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Meiko Kaji, Inszenierung, Soundtrack
Kontra:
über weite Strecken lahm und belanglos
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Meiko Kaji, sicher eine der größten weiblichen Exploitation-Stars Japans, verdankt ihren Bekanntheitsgrad vor allem ihren Engagements in den „Lady Snowblood“-, „Female Convict“- und „Stray Cat Rock“-Serien. Letztere brachte es auf insgesamt fünf Teile, von denen der dritte Part, der den irreführenden Untertitel „Sex Hunter“ trägt, der allgemein bekannteste ist.
Meiko Kaji spielt hier Mako, die Anführerin einer Mädchen-Gang, die mit Vorliebe Geschäftsmänner ausnimmt um anschließend ihr Geld zu verprassen. Nach außen hin gibt sie sich unnahbar, doch liebt sie heimlich den Boss (Tatsuya Fuji) einer bekannten Gang, den alle nur Baron nennen. Die Rechte Hand (Jiro Okazaki) von Baron ist in eine von Makos Mädchen verschossen, doch diese liebt Ichiro, der zu allem Überfluss auch noch ein Halbblut ist. Baron, der persönlich einen tiefen Hass gegen sämtliche „half-breeds“ hegt, beschließt darauf hin sie alle aus der Stadt zu vertreiben. Auch der Automechaniker Kazuma (Rikiya Yasuoka) gerät ins Visier der Gang, obwohl er nur versucht seine verschollene Schwester zu finden. Mako, die anscheinend ein Auge auf ihn geworfen hat, unterstützt ihn bei seiner Suche, was Baron natürlich gar nicht in den Kram passt. Was mit einigen kleineren Streitereien beginnt, artet immer mehr zum Bandenkrieg aus, der nicht ohne Blutvergießen auskommt...
Exploitation-Filme aus Japan sind deutlich hochwertiger produziert als Genreverwandte aus dem Westen, was wohl an höheren „production values“ und einer Schwemme von jungen, talentierten Nachwuchsregisseuren und –darstellern liegt, die sich zu der Zeit zu etablieren versuchten. Auch „Stray Cat Rock: Sex Hunter” merkt man die technische Qualität deutlich an. Regisseur Yasuharu Hasebe, der auch am Drehbuch mitschrieb, präsentiert extravagante Kameraperspektiven und eine herrlich bizarre Ausleuchtung in poppigen Farben. Da er Seijun Suzuki zum Mentor hatte, durchdringt dessen Stil den gesamten Film. Der ungewöhnliche Einsatz von Licht in schrägen Farben erinnert nicht von ungefähr an Suzukis „Tokyo Drifter“ und auch der coole Funk-Soundtrack von Hajime Kaburagi hätte sicherlich Verwendung in einem Film von Hasebes Lehrmeister gefunden. Zusätzlich gibt es noch einige wirklich raffinierte Schnittstakkatos zu bestaunen, welche die Gunfights zum Ende hin sichtlich aufwerten.
Leider hat „Stray Cat Rock: Sex Hunter“ inhaltlich nicht viel zu bieten: Der Film dümpelt die meiste Zeit gemächlich vor sich hin, scheint nach belieben Szenen aneinander zufügen und wirkt so viel zu episodenhaft. Das wäre noch nicht weiter schlimm, wenn das Gezeigt nicht so furchtbar banal wäre und ständig in stumpfe Prügelorgien ausarten würde. So richtig konnte sich Yasuharu Hasebe anscheinend nicht entscheiden, was er für einen Film machen wollte und so ist „Stray Cat Rock“ weder richtige Exploitation-Action, noch „juvenile delinquency“-Drama. Zwar bietet Hasebe, der hauptsächlich „pinku eiga“-Filme inszenierte, dem Zuschauer einige Sleaze-Ansätze, doch insgesamt ist sein Film einfach zu zurückhaltend um wirklich zu unterhalten.
Selbst die sonst so großartige Meiko Kaji wird hier fast verschenkt, da sie nicht wirklich im Mittelpunkt des Films steht, der einfach viel zu unentschlossen zwischen verschiedenen Charakteren hin- und herwankt und sie letztendlich allesamt nicht richtig zur Geltung bringt. Da ist zum einen Baron, der als Kind die Vergewaltigung seiner Schwester durch eine Gruppe „half-breeds“ mit ansehen musste und seitdem einen Groll gegen sie alle hegt. Dieser Fall von „B-Movie Freudianism“, wie der Amerikaner so schön sagt, wirkt im Film total verloren, da er so lose wie nur möglich eingestreut wurde und keinerlei Bezug zur Handlung aufweist. Ähnlich verhält es sich auch mit Barons rechter Hand, der kurz vor seinem Tod dem schockierten Boss noch einmal beichtet, dass es selbst ein Halbblut ist. Danach wird er auch schon erschossen und der Film schafft es wieder nicht, Kapital aus dieser Konstellation zu schöpfen.
Der fruchtbarste Ansatz scheint noch Meiko Kajis unentschlossene Liebe zu sein, die bis zum tödlichen Schluss zwischen Baron und Kazuma pendelt. Doch hier will „Stray Cat Rock“ dann wieder zu sehr Exploitation-Film sein und verschenkt auch diese Möglichkeit weitestgehend. Bis auf ein paar wirklich schöne Szenen am Ende (besonders das Duett von Meiko Kaji und Rikiya Yasuoka) weiß Yasuharu Hasebe auch mit diesem Thema nicht viel anzufangen.
Insgesamt ist „Stray Cat Rock: Sex Hunter“ ein durchschnittlich unterhaltsamer Streifen, der hauptsächlich von seiner berauschenden Optik lebt, aber an einem unschlüssigen Drehbuch, das keinen roten Faden zu haben scheint, und fehlender Dramaturgie leidet. Meiko Kaji, deren Outfit hier sehr stark an das aus „Female Convict 701: Scorpion“ erinnert, besticht zwar wie immer durch ihre unheimlich starke Präsenz, doch auch sie vermag den mäßigen Film nicht mehr zu retten. Der Rest des Ensembles ist eher unauffällig, nur Tatsuya Fuji legt einen herrlichen Auftritt als absolutes Ekelpaket hin. Außerdem gibt es ein paar Auftritte der Band „Golden Half“ zu bestaunen. „Golden Half“ war Anfang der 70er Jahre eine sehr bekannte Girl-Band in Japan, die sich ausschließlich aus „half-breeds“ zusammensetzte.
...Anschuldigungen gegenüber sieht), ist auch das Explotation-Kino ein, wenn auch vielleicht nicht immer freiwilliges, doch sehr feministisches Genre, sind es doch Frauen die sich schlussendlich gegen das, im Film vorhandene, System aufbegehren und den Spieß umdrehen, die Gewaltherrschaft der marchialischen Männerfiguren beenden und sich am Ende durchgesetzt haben.
Wie so viele artverwandte Filme führt auch ?Sasori ? Scorpion? eine starke Frauenfigur als Protagonistin. Im Vorliegenden Falle wird diese von der Explotation-Ikone Meiko Kaji (?Lady Snowblood?, ?Stray Cat Rock: Sex Hunter!?) verkörpert, die ursprünglich, bevor sie die Rolle annahm, eigentlich ins seriösere Fach wechseln wollte, von ihrer Stammbesetzung der wortkargen Rächerin aber niemals wegkommen sollte. Kaji (welche im übrigen auch das Titellied der Reihe - ?Urami Bushi? - eingesungen hat...
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...für weitere Nippon Classics auf der DVD. Hier findet man die Trailer zu ?Battles Without Honor & Humanity?, ?Blind Beast?, ?Sasori ? Scorpion?, ?Stray Cat Rock: Sex Hunter?, ?Sukeban Deka?, ?Zatoichi Meets Yojimbo? und ?Wet Desire ? Ichijo Sayuri?.
Neben den spärlichen DVD-Extras liegen der DVD noch Postkarten und Poster zum Film bei.
~Meine Meinung~
Die DVD-Ausstattung zu ?Irezum? ist nicht sonderlich überzeugend, was bei einem so alten Film aber zu entschuldigen ist. Zumindest in Hinblick auf die Bildqualität kann der Film voll und ganz überzeugen.
Das es keine deutsche Tonspur auf der DVD gibt verzeihe ich dem Film gerne und auch, dass es außer einem Trailer kein weiteres filmspezifisches Bonusmaterial auf der DVD gibt. Schließlich ist ?Irezumi? schon über 30 Jahre alt, da war es noch nicht üblich bei einem Filmdreh auch an Bonusmaterial...
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