ein doch recht heikles Thema

1  23.03.2012 (24.03.2012)

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spar_ass

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 139 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

und deshalb liebe Leser/-innen,
habe ich mich mal etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt.

Das heißt ich habe mal recherchiert wie das denn so mit den Streiks der Öffentlichen seit 2000 ist.

Und ganz ehrlich ... ==ICH BIN ENTSETZT==
Und um auch dazustellen, möchte ich Euch hier mal eine kleine Statistik einstellen.


Öffentlicher Dienst Insgesamt öffentlichen Dienst in ¨Prozent aller Streiks
2000 3.057 10.776 28
2001 0 26.833 0
2002 768 310.149 0
2003 1.893 163.281 1
2004 595 50.673 1
2005 2.904 18.633 16
2006 347.551 428.739 81
2007 100 286.368 0
2008 11.003 150.728 7
2009 58.591 66.454 88
2010 12.670 27.027 47


2008 bis 2010: einschließlich Warnstreiks Ursprungsdaten:
Bundesagentur für Arbeit
lt. IW Nachrichten: Der öffentliche Dienst hat sich im Gleichschritt mit der Gesamtwirtschaft entwickelt.

Aber selbst wenn dem nicht so sein sollte.

Ich finde diese Bundesweiten "Warnstreiks" wirklich nicht ok.
Das hat so viele negative Folgen für alle die auf die öffentlichen auch angwiesen sind... doch das interessiert weder die Gewerkschaft, noch die Streikenden.
UND DAS IST NICHT OK !!!
  1. eins Wieviele Menschen kommen zu spät oder nicht zu ihren Arbeitsstellen, wenn die Öffentlichen streiken?
  2. zwei Wieviele Institutionen sind gerade auf die Zuverlässigkeit Ihrer Mitarbeiter angewiesen?
  3. drei Wie hoch sind Produktionsausfälle in Folge?
  4. vier Wer denkt an ältere Menschen die zu Ärzten müssen oder die auf Pfege warten müssen?
  5. fünf Haben Mitarbeiter der Öffentlichen Sonderstatus der ihnen die Schädigung der von ihnen abhängigen Menschen gestattet?

Hallo?

Ich sehe das absolut nicht so.Ich mein die Konsequenzen für diese Streiks tragen immer ganz normale Menschen. Menschen die zur Arbeit müssen, Menschen die Dienstleistungen erbringen, menschen die Hilfe benötigen... ALLE halt.
Doch es scheint keine Relevanz zu haben für die Gewerkschaft und deren Mitglieder.

Streik hat doch aber auch negative Folgen für das eigentliche Unternehmen, wie Senkunk der Produktivität, Arbeitsausfallsteigerung usw.
Was passiert wenn solch eine Situation mal eskaliert?

In absoluten Extremfällen können Streiks zu sozialen Unruhen führen und was denkt Ihr liebe Leser/-innen, wohin die dann wohl weiter führen können?

Wenn ich mir das so ansehe, dann finde ich immer mehr das es wirklich ein sehr heikles Thema ist.

Ich sehe ein

jeder möchte mehr verdienen
==Ich sehe ein== alle wollen gut leben
==Ich sehe ein== die inflation ist höher als Verdienststeigerungen ausgleichen können
==Ich sehe ein== die Preise steigen nicht gleich proportioniert mit den Löhnen und Gehältern
==Ich sehe ein== Gewerkschaften verlieren eh nie dabei

Ich sehe NICHT ein

das andere darunter leiden müssen
==Ich sehe NICHT ein== das Menschen achtlos dadurch gefährdet werden
==Ich sehe NICHT ein== das unsere Regierung unfähig sich daraus hält
==Ich sehe NICHT ein== das wir immer Verständnis haben müssen
==Ich sehe NICHT ein== mit die Konsequenzen dafür zu tragen


Wirklich, es tut mir leid... ich weiß das es nachvollziehbar ist, so wie ich es auch schon dargestellt habe, aber meine Ansage "==Ich sehe NICHT ein==" meine ich trotz allem absolut ernst.
Schauen wir doch mal wer gehört denn so in den Bereich der Öffentlichen?

Verwaltung des staatlichen Bereiches
Schulen
Hochschulen
Wasserversorgungsbetrieben
Verkehrsbetriebe
staatlichen Krankenhäusern
Sozialversicherung
Bundesagentur für Arbeit
Deutsche Rentenversicherung
Krankenkassen
Berufsgenossenschaften
Tätigkeit in öffentlich-rechtlichen Sparkassen und der Bundesbank
Das sind sicher nicht alle. Doch es sind auch nicht wenige.

"Streik im öffentlichen Dienst" ist ja das Thema an sich...
was passiert wenn sich so eine Streik nun in diesem Rahmen erweitert?

Persönlich stehe ich diesem Thema sehr gespalten gegenüber. Es gibt sehr sehr hohe Risiken in Folge solcher Streiks... wer steht dafür gerade?
Wer schützt uns, die wir nicht in den Öffentlichen tätig sind vor den Konsequenzen?


Nun, ich hoffe das ich meine Meinung zum Ausdruck bringen konnte, auch wenn diese eher nicht der Allgemeinheit angepasst daher kommt.
Zerreißt mich bitte nicht, ich sehe dies von der anderen Seite aus.

Danke
Eure spar_ass

==NACHTRAG !!!==

Ersteinmal vielen Dank

an Dich, liebe LESEZEICHENFEE & auch an Dich lieber Miraculix1967, für Deinen lieben Kommentar.

Dann kurz zu Dir

Kleinekaffeetante :0) ich kann absolut nachvollziehen das Du Dir nicht sicher bist. Würde eventuell den Zahnarzt anrufen und vorsorglich darauf hinweisen oder gar nachfragen. Eine andere Möglichkeit wüßte ich nicht.
Und natürlich ist das eine von den Möglichen Konsequenzen, die alle anderen tragen ohne Ersatz zu bekommen. Dabei muß es ja nicht immer um Lebensnotwendig gehen.

Danke für den ausführlichen Kommentar

chipad,

in meiner Überschrift ist ja klar geworden das ich das Thema schon als sehr heikel anseh. Denn es gibt viele Pro und Contra.

Tageweise Warnstreiks sind jedoch mit Sicherheit nicht der Weg. Sie haben zu hohe Konsequenzen.
Wenn das einmal einen Tag in einer Großstadt passiert - dann ist das auch eine Ansage. Vorausgesetzt das die möglichen konsequenzen gesehen und rechtzeitig gehandelt werde kann.
Dazu ist es nicht notwendig täglich in einem anderen Bundesland Warnstreiks zu führen.
Auch die Oberen können rechnen und kennen die Kosequenzen die sich ergeben.

Der funktinierende öffentliche Dienst ist absolut wichtig, da stimme ich Dir zu. Doch wer braucht den?
Die Menschen welche die Konsequenzen tragen. Nicht die Entscheider. Die haben Auto und nen Fahrer.
Und da beginnt für mich der grenzwertige Bereich.

Es ist eine Kette ohne Ende und bei allem Verständnis...

Die Statistik bezeugt doch ganz klar das die Mehrzahl aller Streiks von den Öffentlichen kommen.

Wann waren denn mal die Rentner streiken? Die bekommen auch nicht zu viel. Ups, stimmt, wen würde das interessieren?
Wann waren die MA der Supermärkte mal streiken? Auch denen würde mehr Geld mal gut tun. Aber wieder ups, wen würde das wirklich stören?

Ich meine, es gibt nunmal keine soziale Gerechtigkeit in diesem Lande und ich glaube auch nicht das es die je geben wird.

ABER

müssen wir, die wir hier leben uns denn gegenseitig zerfleischen und schädigen?

Es liegt doch in unser aller Hand wie weit wir gehen und wir sollten unsere Mitmenschen nicht dabei zu schaden kommen lassen.

Liebe Leser/-innen,

ich bitte um verständnis das ich meinen Bericht editiert habe um die Meinungen mit aufzunehmen. Doch persönlich habe ich dies für wichtig erachtet.

Danke

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deel

deel

07.03.2013 07:49

Ich stimme dir in großen Teilen zu. Nun streiken die ja schon wieder und ausbaden müssen es die "kleinen Leute" die eben nicht mal so streiken können, weil nicht organisiert in der Privatwirtschaft. Klar ich hätte auch mehr Lohn, aber meinen Chef interessiert das herzlich wenig. Tatsache ist, entweder ich arbeite für diesen Lohn oder ich verliere meine Arbeit und gehe zum Amt, denn neue Arbeit gibt es hier keine. LG

FramusDiablo

FramusDiablo

21.06.2012 20:22

BH

nessi44

nessi44

26.05.2012 18:59

interessante einstellung, die ich aber in einigen Punkten nicht teile,,denn m.E. lässt man sich hier viel zu viel gefallen..LG von Andreas

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