Wahrheit und Freiheit, Stützen der Gesellschaft
08.06.2003
Pro:
Interessant und humorvoll
Kontra:
Nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 Berka
Über sich:
Mitglied seit:01.06.2002
Erfahrungsberichte:11
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
1877 in norwegischer Sprache geschrieben, bietet "Die Stützen der Gesellschaft", von Henrik Ibsen, einen Blick auf das Leben und Ethos der ersten Familie einer kleinen norwegischen Küstenstadt. Karsten Bernick, Besitzer einer Werft und auch Konsul der Gemeinde, sorgt für den Lebensunterhalt vieler Familien in der Gemeinde, da sie Mitarbeiter seiner Werft sind. Er ist auch für seine guten Beiträge zu der Gemeinde bekannt. Er hat der Stadt Gartenanlagen geschenkt, ein neues Schulhaus bauen lassen, Wasser- und Gasleitungen für die Stadt angeschlossen und jetzt baut er eine Eisenbahnverbindung zur Stadt. Er ist in der Gemeinde sehr geschätzt.Ganz früh in der Geschichte wird dem Leser ein Skandal vorgelegt, der schon seit fünfzehn Jahren in der Stadt verbreitet worden ist. Damals existierte in der Stadt ein Theaterensemble, bei dem ein Schauspieler, Herr Dorf, dessen Frau sehr attraktiv war, arbeitete. Herr Dorf soll eines Tages nach Hause gekommen sein und bemerkt haben, dass die Tür von der Innenseite gesperrt war. Der Mann drinnen mit seiner Frau musste von einem Fenster im Dachgeschoss hinausspringen. Es wird allgemein geglaubt, dass dieser Mann Johann Tönnesen, jüngerer Bruder von Betty, Bernicks Frau, sei, und dass er später Geld von der Firma Bernick, wo er damals arbeitete, unterschlagen hat und nach Amerika mit dem Geld geflüchtet ist. Kurz danach stieß seine Stiefschwester Lona Hessel in Amerika zu ihm. Sie soll in Amerika in Kneipen für Geld gesungen haben, öffentliche Vorträge gehalten und ein schreckliches Buch geschrieben haben. In dem zweiten Akt tauchen Johann Tönnesen und Lona Hessel unerwartet im Haushalt Bernick in Norwegen auf. Eine spätere Diskussion zwischen Karsten Bernick und seinem Schwäger beweist, dass es eigentlich Karsten Bernick war, der ein Verhältnis mit Frau Dorf hatte und durchs Fenster springen musste. Johann Tönnesen hat sich aber bereit erklärt, die Schuld auf sich zu nehmen, um den guten Ruf von Herrn Bernick in der Stadt zu retten und weil Herr Bernick gerade dabei war, seine Verlobung mit Betty bekannt zu geben. Johann Tönnesen hatte damals gedacht, die Geschichte wäre einen Monat lang diskutiert und danach vergessen.Weil viele Ortsansässigen auf der Werft arbeiteten, wurde das Gerücht über das Geld von Herrn Bernick selbst ausgestreut, um die Tatsache zu verbergen, dass die Firma Bernick in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. In der Zwischenzeit ist Karsten Bernick eine Stütze der Gemeinde und die Nummer Eins als einflussreicher Mann geworden. Andererseits ist Johann Tönnesen ein Symbol für ständige Schande geworden und bleibt noch von allen verschmäht. Lona wird ebenso aufgrund ihrer Tätigkeiten in Amerika verachtet.Als Johann erfährt, dass sein schlechter Ruf nicht nur einen Monat angehalten hat, sondern für immer fortgeführt wird, legt er sehr großen Wert darauf, dass die Wahrheit bekanntgegeben werden soll. Dieser Wunsch wird durch die Erkenntnis der Unwissenheit der anderen Familienmitglieder des Haushalts Bernick, einschließlich Betty, verstärkt. Außerdem verliebt Johann Dina, die Waisentochter von Frau Dorf, die im Haushalt Bernicks nach dem Tod ihrer Mutter aufgezogen wurde, und er möchte sie heiraten, auch einen guten Ruf in dieser Stadt haben, und nach Wunsch hier mit ihr wohnen, obwohl das Paar tatsächlich zuerst nach Amerika mit dem nächsten Schiff fährt. Bernick gerät in Panik: er möchte nicht seinen guten Ruf und seine Stellung in der Gemeinde verlieren. Lona, seine frühere Freundin vor seiner Verlobung mit Betty, überzeugt ihn aber, dass er nie glücklich wäre, wenn er mit einer Lüge lebt.Wegen des Erfolgs von Bernick eine Eisenbahnverbindung zu der Stadt zu erzielen, wird gegen Ende des Dramas gefeiert, um ihm zu danken. Bei dieser Feier veröffentlicht Bernick der erschrockenen Gesellschaft die Wahrheit über das Geschehnis vor fünfzehn Jahren. Wie von ihm gebeten, kehren die Leute dann alle in Ruhe nach Hause zurück. Nachher fühlt er sich sehr erleichtert und fröhlicher. Seine Frau freut sich auch über ihn und denkt, dass sie jetzt näher zu ihm stehen wird.Am Ende des Dramas erklärt Bernick Lona, er glaubt jetzt, dass Frauen die Stützen der Gesellschaft sind. Sie berichtigt ihn mit der Aussage, Wahrheit und Freiheit seien die Stützen der Gesellschaft.
Preisvergleich
sortiert nach Preis
|
Reclam, Ditzingen Die Stützen der Gesellschaft
Die Stützen der Gesellschaft, 1877 uraufgeführt, ist das erste der Dramen, in ...
|
€ 4,00
Händler kann Preis erhöht haben |
136 Bewertungen
|
Versandkosten: EUR 0,00
Verfügbarkeit: Auf Lager
|
zum Shop
buecher.de
|
|
Stützen der Gesellschaft - Henrik Ibsen
Seiten: 138, Broschiert, Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag
|
€ 4,00
Händler kann Preis erhöht haben |
157 Bewertungen
|
Versandkosten: EUR 3,00
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen...
|
zum Shop
Amazon.de Marketplace Bücher
|
|
Stützen der Gesellschaft - Henrik Ibsen
Seiten: 138, Broschiert, Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag
|
€ 4,00
Händler kann Preis erhöht haben |
3407 Bewertungen
|
Versandkosten: Kostenlose Lieferung
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden...
|
zum Shop
Amazon.de Bücher
|
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Stützen der Gesellschaft / Henrik Ibsen
|
|
08.06.2003 03:32
Kann nicht viel dazu sagen, kenne das Buch gar nicht.
08.06.2003 01:55
Hmm, is ja zu 90% nur Inhaltsangabe dein Bericht...paar persönliche Eindrücke würden das ganze sicherlich abrunden. LG! :)