SuSE Linux Professional Student Version 9.1 Komplettes Paket

Erfahrungsbericht über

SuSE Linux Professional Student Version 9.1 Komplettes Paket

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung SuSE Linux Professional Student Version 9.1 Komplettes Paket

 


Einsteigerfreundliches Linux im Windows-Style

5  28.03.2005

Pro:
Einfache Handhabung, sehr gute Software - Ausstattung

Kontra:
Umgewöhnungsphase mit den Befehlen

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Geschwindigkeit

Stabilität:

Installation

Benutzerfreundlichkeit

mehr


Raven_Hawk

Über sich:

Mitglied seit:07.04.2003

Erfahrungsberichte:9

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 111 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Es ist also wieder Zeit für einen neuen Bericht. Lange habe ich überlegt, über was ich schreiben soll und kann. Wie es der Zufall so wollte, hat mich das neue Thema fast erschlagen. Also ich sitze nichts ahnend an meinem Schreibtisch, da fällt mir doch tatsächlich das Cover von SuSE Linux 9.1 auf den Kopf und lag dann im Endeffekt vor mir. Schön und gut dachte ich, wenn es der Zufall mit mir so meint, dann kann ich auch über das Produkt schreiben. Nur sollte es natürlich kein Bericht nur über die Erfahrungen werden, sondern die Leser sollen nahe am Geschehen sein. Daher habe ich mir überlegt, schnappe ich mir meinen Rechner und installiere SuSE Linux 9.1 und mache neben der Live-Installation einen Bericht (also eher Stichwörter, die nachher dann in diesen Erfahrungsbericht geflossen sind).

Um einen groben Überblick zu geben, werde ich meinen Bericht in folgenden Punkte gliedern:

1.Vorwort
2.Der erste Start-Up (Boot-Sequenz)
3.Einrichten der Festplatte
4.Zwei Betriebssysteme parallel (Bootmanager)
5.Die Installation
6.Konfiguration
7.Meine Arbeit mit Linux
8.Was man sonst noch wissen muss
9.Systemvoraussetzungen und Kosten

Wir stehen also vor einem etwas längeren Bericht, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Also steigen wir einfach mal ein:

1.Vorwort
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Viele Fragen sich immer wieder, warum man sich nur für Linux entscheiden kann. Für mich selbst ist es eine Alternative zu Windows, was viele Funktionen bietet. Zwar ist auf dem ersten Blick das Arbeiten mit dem KDE von Linux gewöhnungsbedürftig, was das Handling betrifft. Doch kommt man nach einem einlesen sehr gut mit SuSE Linux zurecht, zumal es für den Einsteiger geeignet ist. Aber zum Thema Leistung. Mit dem Erwerb von SuSE Linux Professionell habe ich ein komplettes Software-Paket erhalten, was keine Wünsche offen lässt. Es beinhaltet viele Anwendungen wie zum Beispiel Brennprogramme (das bekannteste ist wohl K3b), Office in Form von OpenOffice, Spiele, Bildbearbeitungsprogramme, Entwicklungsumgebungen (C, C++, Java etc.) und eine Menge mehr. Zu dem wird SuSE Linux 9.1 mit dem KDE3.2.1. ausgeliefert, was man aber natürlich zum heutigen Stand updaten kann und sollte.
Wer SuSE Linux 9.1 installieren möchte, der braucht für eine Minimuminstallation ungefähr 2 GB Speicherplatz, wobei dann lediglich die meist genutzten Anwendungen installiert werden. Wer mehr

Bilder
SuSE Linux Professional Student Version 9.1 Komplettes Paket Bild 1943512 tb
KDE-Hilfe
Speicherplatz hat, der kann bis zu ca. 10 GB verbrauchen bei der Installation verbrauchen. In den 10 GB sind dann eine so genanten SWAP Partition erhalten (Ist sowas wie eine Auslagerungspartition, die den Betrieb deutlich optimiert und Geschwindigkeitssteigerung).


2.Der erste Start-Up (Boot-Sequenz)
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Nun bin ich endlich an dem Punkt angelangt, wo ich zum ersten Mal die DVD ins Laufwerk schieben darf, um den Bootvorgang zu starten. Wie bekannt muss man auch hier die Einstellungen im BIOS Menü ändern, um die korrekte Bootreihenfolge zu erhalten. Wählt man die Option Installation erscheint nach kurzer Zeit die YAST – Umgebung (Yet Another Setup Tool), welche die Installation erleichtert. Natürlich kann es auch mal vorkommen, dass der Bootscreen nicht erscheint, oder es zu Störungen kommt. Aus der Erfahrung hat sich ergeben, dass dafür 2 Einstellungen verantwortlich für sind, die einen sogenannten Kernel-Panik hervorrufen. Daher von mir der Tipp: Man sollte als Optione die ACPI (Advanced Configuration and Power Inface) ausschalten, da diese mit einigen Raid/SCSI Karten Probleme bringt. Eine zweite Möglichkeit wäre das Abschalten von APM (Advanced Power Management) und DMA (Direct Memory Access) für die Funktion der Festplatten. Nach erfolgreicher Installation kann man natürlich diese Funktionen wieder einschalten.

3.Einrichten der Festplatte
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Wer schon ein Betriebssystem auf dem Rechner hat, sollte am besten seine Festplatte einrichte, in Fachkreisen auch partitionieren genannt, damit nicht das zweite System auf einmal weg ist. Daher erscheint nach dem Booten mit der DVD ein Bildschirm, wo die Installationseinstellungen zu treffen sind. Ferner gibt es die Rubrik 'Partitionierung', in der mögliche SWAP-Partitionen und andere angezeigt werden. Sehr benutzerfreundlich ist die Vorschlagfunktion, wenn du eine Platte im Rechner ist. Dann wird vorgeschlagen, die vorhandene Partition zu verkleinern. Leider ist mir dabei schon mal aus ungeklärten Gründen ein Fehler unterlaufen und danach war meine Partition weg. Zum Glück habe ich vorher mein Betriebssystem auf CDs gesichert. Heute kann mir das nicht mehr passieren, da ich zwei Festplatten im Rechner habe. In dieser Hinsicht ist Yast ein weit entwickeltes Programm, was automatisch weiteren unbenutzten Speicher erkennt. Für die Auslagerungsdateien schlägt SuSE Linux 9.1 eine eigene Partition vor (SWAP). Man kann also entweder den Vorschlägen zustimmen, oder sich die Partitionen individuell, manuell anlegen.

4.Zwei Betriebssysteme parallel (Bootmanager)
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Mit im Lieferumfang von SuSE Linux 9.1 sind sogenannte Bootmanager, die eine Installation von zwei parallelen Betriebsystemen ermöglichen. Dazu kann man zum Beispiel 'LiLo' (Linux Loader) oder 'grub' verwenden. Auch hier erkennt Yast alle Betriebssysteme und bindet sie in den Bootmanager mit ein, damit man beim Starten des Rechner zwischen den Systemen auswählen kann. Bei der Installation von des Bootmanagers wird in den Bootsektor der ersten Festplatte geschrieben. Und zwar die wichtigsten Bootbefehle. Im nachhinein habe ich schon einmal ein weiteres Betriebsystem zusätzlich eingeführt. Wobei man da mit Vorsicht herangehen sollte. Denn Fehler im Bootsektor sind unverzeihlich. Wer erst einmal testen möchte, der setzt den Bootmanager über Diskette ein.
Dazu geht man folgendermaßen vor:
a) Man klicke auf Systemstart und dann „Ort des Bootloaders“
b) Im neuen Fenster klickt man auf die Schaltfläche „Bearbeiten“
c) Nun aktiviert man die Option „Diskette /dev/fd0“
Fertig ist die Bootdiskette für Linux

5.Die Installation
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Die Installation ist wohl der einfachste Part, den man zu bewältigen hat. Einmal alle Einstellungen geprüft und gegebenenfalls korrigiert und SuSE Linux 9.1 wird installiert. Dazu erstellt Yast die vorher konfigurierten Partionen und kopiert anschließen alle Daten von der DVD auf die Festplatte. Wer hier nicht im Besitz einer DVD ist, muss während der Installation mehrmals die CDs wechseln. Sollte die Installation Probleme mit sich bringen, dann einfach neu starten und wie oben erwähnt die ACPI Option ändern. Mögliche Fehler werden danach übersprungen und die Installation fortgesetzt.

6.Konfiguration
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Sind alle Dateien installiert worden, muss ein Neustart des Rechner erfolgen, damit Yast die letzten abschließenden Schritte durchführen kann. Während des Neustarts sieht man auf dem Bildschirm, wie die Hardware initialisiert wird und die Dienste gestartet. Anschließend muss man das sogenannte „root“ Passwort festlegen (Administrator-Account mit dem höchsten Level, womit man nicht arbeiten sollte, sondern nur konfigurieren). Die Konfiguration meines Netzwerk war relativ einfach, da ich durch meinen Router keine Einstellungen vornehmen musste. Ist das sonst nicht der Fall geht alles recht bequem über den Assistenten. Nachdem das Netzwerk stand, habe ich die neusten Treiber für meine Grafikkarte gedownloadet über den Updateservice. Dieser Treiber wurde dann automatisch installiert. Sollte es zu Problemen kommen, einfach den Treiber manuell herunterladen und installieren (Das erfordert allerdings ein paar Vorkenntnisse im Umgang mit Linux, die aber nicht Teil meines Berichtes werden sollen.)
Jedesmal wenn irgendwelche Sicherheitspatches nachinstalliert werden sollen, muss man sich mit dem „root“ Account am Betriebssystem SuSE Linux anmelden. Erst dann kann man Sicherheits-Updates laden und Einstellungen ändern.

7.Meine Arbeit mit Linux
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Nachdem also die Installation erfolgreich abgeschlossen wurde, meldet sich die grafische Oberfläche KDE, die ein wenig der Windows Oberfläche ähnelt. Bekannteste Funktion ist auch hierbei die Schnellstartleiste, die man unten links ansteuern kann. Eben genauso wie bei Windows. Einstellungen wie Hardware und Geräte lassen sich ganz leicht über das Kontrollzentrum administrieren.. Sind alle Laufwerke/Geräte gemountet (d.h. Im System eingebunden zur weiteren Benutzung) kann man diese leicht über den Desktop ansteuern. Einziges Problem bei der Sache mit den Laufwerken ergibt sich im Zusammenhang mit NTFS Partitionen. Leider kann auf solche nur lesend zugreifen. Das heisst, man braucht sowohl FAT32 Partitionen, wenn man Dateien die unter Linux erstellt wurden auch in Windows verwenden möchte.
Wer Informationen zur ausführlicheren Bedienung braucht, dem kann man das Handbuch ans Herz legen. Dort stehen alle wichtigen Eigenschaften und Benutzerhinweise beschrieben. Zu finden ist das Handbuch auf dem Desktop. Alle Programme und Anwendungen lassen sich über das Startmenü erreichen. Ansonsten lässt sich meiner Meinung nach sehr gut mit Linux arbeiten. Ich persönlich benutze es durch die OpenSource Programmierumgebung. Die OpenOffice Anwendungen sind ebenfalls sehr nützlich.

8.Was man sonst noch wissen muss
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Durch den eben schon angesprochenen Update Service via Internet lassen sich neue Patches bequem und einfach ins Betriebssystem einbinden. Dazu meldet man sich als „root“ wie gewohnt an und startet über Yast die Option „Software nachinstallieren“. Nach kurzer Zeit wird eine Übersicht der neuen Dateien die zur Verfügung stehen angezeigt. Nun wählt man die gewünschten Neuheiten aus und nach einem kurzen bestätigen, werden die Updates schon heruntergeladen. Man sieht, dass dieses Konzept gerade für den Einsteiger sehr einfach ist.

9.Systemvoraussetzungen und Kosten
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Das tolle an SuSE Linux 9.1 ist, dass es schon ab einem Pentium 1 einsetzbar ist. Die Palette geht dann bis Pentium 4, AMD, Athlon-Serie, Athlon 64. Es setzt einen mindest Arbeitsspeicher von 128 MB voraus. Die Minimalinstallation kann auf einer 400 MB großen Festplatte durchgeführt werden (hier ist dann aber wirklich außer dem Betriebssystem nichts weiteres auf der Festplatte). Empfohlen wird an dieser Stelle mindestens 2 GB und für das komplette System sollten es dann schon 10 GB sein.
Der Preis der Version lag zu meinem Kaufzeitpunkt bei knapp 90 € für die Professionell Edition.

10.Resümee
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Diese Geldanlage hat sich meines Erachtens gelohnt. Ich kann mit einem stabilen Betriebssystem arbeiten, ohne irgendwelche Zwischenfälle. Eine Empfehlung ist diese Betriebssystem gerade für Neueinsteiger, die den Schritt zu Linux wagen wollen. Durch den Windows ähnlichen Stil, wird man sachte in Linux eingeführt. Gute Handbücher, wie sie in der Kaufversion verfügbar sind, helfen zur Not, Probleme zu beseitigen.
Alles in allem also ein richtig empfehlenswertes Paket, an dem nichts fehlt.

Wer nach diesem Bericht Lust auf mehr bekommen hat, kann sich ja entweder Linux zulegen, oder es sich auf über FTP installieren. Weitere Informationen gibt es dazu auf der „SuSE“ Homepage. Wobei es mittlerweile schon die Version SuSE Linux 9.2 gibt und man die SuSE Linux 9.3 schon vorbestellen kann.

Das war es von meiner Seite. Ich hoffe, dass der Bericht aufschlussreich war. Bis zum nächsten.
Raven_Hawk
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
jaros

jaros

27.04.2005 00:36

sehr informativ, Gruß!

delo

delo

26.04.2005 13:35

resPEKT!!!iii!!! :) hatte eigentlich nie wirklich interesse an linux aba dein bericht hat mich schon mal n bissi zum flirt mit linux angestiftet, ich denke ich werd mal n bissi mehr in erfahrung bringen... :) liebe grüße

Melfer87

Melfer87

21.04.2005 11:15

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