RENNWAGEN – AUCH FÜR FAHR-LEGASTHENIKER
08.10.2002
Pro:
ausgezeichnete Strassenlage, sehr sicher, tadellose Verarbeitung, sehr zuverlässig
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
 allrader
Über sich:
Mitglied seit:01.10.2002
Erfahrungsberichte:3
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Einen Sechszylinder-Boxermotor? Porsche baut welche – davon hat jedes Kind schon gehört – das sind diese furchtbar lauten Dinger, unerschwinglich teuer, und nur von echten Freaks zu beherrschen, die im Grenzbereich gerne mal den lässigen Stil aus „die Strassen von San Franzisco“ oder „Die Profis“ hervorzaubern und auch mal im 45 Grad-Winkel, wild gegenlenkend, um Kurven dreschen, ohne vom Angstschweiss geprägt zu sein. Zu diesen Typen gehöre ich nicht – dennoch fahre ich einen sechszylinder-Boxer – den Outback H6 3.0 – das beste Auto, das ich je hatte, seit mittlerweile 61.000 Kilometern.
Dabei hatte ich den Wagen nicht gerade zum Rasen gekauft – er löste einen großen und sperrigen Geländewagen, den Hyundai Galopper Exceed 3.0 ab, der für meine damalige Arbeitsstrecke von rund 160 Kilometern am Tag, großer Landstrassenanteil, einfach ungeeignet war Ich suchte daher nach einem Auto, dass sowohl Gelände- als auch Wintertauglich war, da ich in einer schneereichen Gegend lebe, einen großen Laderaum hat, eine gescheite Ausstattung, dennoch langstreckentauglich, hochgeschwindigkeitstauglich und wirtschaftlich auch für Pendler zu verantworten ist. ______________________________ Ein solches Auto gibt es eigentlich nicht. ______________________________
Die Alternativen: Der A6 ALLROAD. => zu teuer in Anschaffung und Versicherung, zu teuer bei Inspektionen, zu anfällig durch sinnlosen HighTechEinsatz, ausserdem keinen richtig großen Ladraum.
Der SsangYong Musso => Schnell und gross, jedoch zu sperrig und als Benziner ein unfassbarer Schluckspecht. Mercedes M-Klasse => Bei allem Respekt für das Fahrzeug: Zu teuer, qualitativ nicht damals noch nicht ausgereift
hm... Da fiel mir dann der Subaru wieder ein – der Wagen, der Jahre zuvor auch mein erster Wagen und auch mein erster Allrader war – die hatten gerade endlich einen höhergelegten Legacy des neuen Modells mit einem satten 6Zylinder-Boxer auf den Markt gebracht.
209 PS, sagenhafte Vollausstattung, über 1700 Liter Laderaum, einen saumässig modernen Allradantrieb Strassenlage vom feinsten ==>> 74.565.- Mark (damals)
Nach Probefahrten und Verhandlungen bei verschiedenen Subaru-Händlern im weiteren Umfeld war klar, dass ich meinen Wagen gefunden hatte. Der Outback, auch wenn der Name mir persönlich ein wenig zu posig ist, überzeugt von Sekunde Null an.
Der Einstieg in das leicht höhergelegte Auto ist bequem, bequemer, als in einen Wagen, der normale Strassenhöhe aufweist. Die Sitze, die einen daraufhin empfangen, sind ausgezeichnet, so ziemlich das beste auf dem Markt, deutlich bequemer auch in ihrer Lage zu den entsprechenden Bedienelementen, als dies bei der Mercedes M-Klasse der Fall ist, die ergonomisch auf große Menschen ausgelegt ist.
Im Innenraumdesign gibt sich der Wagen wie ein typischer Japaner, könnte auch ein besserer Toyota sein, mit Ausnahme des Serienmäßigen MOMO-Lenkrades, dass halb Leder, halb Holz ist. Wer einen Ehering trägt, mag den Holzteil nicht so supergern – da hört man immer diese fiese Knacken, wenn Metall auf Holz geht. Die Bedienung des Wagens ist ausgezeichnet – alles ist in Griff- und Sichtweite; Alle wesentlichen Bedienelemente sind BMW-Artig auf den Fahrer zugeschnitten, liegen günstig, sind einfach zu verstehen und verfügen über eine Haptik, die für ein asiatisches Auto herausragend ist, ausgezeichnet, wirklich – vor allem die serienmäßige Klimaautomatik mit großem, amerikanisch beeinflussten Drehregler. Die Klimaautomatik arbeitet ebenso hervorragend anspruchslos, wie auch die serienmäßige Getriebeautomatik mit gerade einmal 4 Gängen – in dieser Klasse gilt das als wenig, bei 287 Newtonmetern Drehmoment reichen 4 Gänge jedoch vollkommen aus – hier kommen Saft und Kraft jederzeit unter 3000 Touren derartig ausreichend, dass nie Sorgen bezüglich ausreichender Motorisierung aufkommen müssen.
Das schöne daran: Man kann die Leistung auch jederzeit nutzen. Beim Outback kommen alle konzeptionellen Vorteile des permanenten Allradantriebes voll zur Geltung. Wer den Wagen einmal auf nassen Laub chauffiert hat, möchte nie mehr etwas anderes fahren.
Geschwindigkeit egal, der Subaru liegt jederzeit wie das sprichwörtliche Brett, kaum zu glauben, dass dieser Wagen satte 200mm Bodenfreiheit hat – er fährt sich bezüglich der Strassenhaftung eher, als sei er tiefer gelegt. Nach wenigen Metern hat man das Gefühl, nicht nur auf die Strasse geklebt zu sein, sondern förmlich in den Asphalt tätowiert zu sein, dass man sich förmlich nach Schnee und Glatteis zu sehnen beginnt, um mal zu testen, ob man den Wagen zumindest durch spontanes Rütteln am Lenkrad aus der Ruhe bringen kann. Die Antwort: Nein, kann man nicht.
Hier greift im Zweifel ein ESP, das sich hier DVC nennt und in seiner Abstimmung um Klassen besser ist, als man dies etwa aus der A-Klasse oder dem Golf kennt, wo man die eEingriffe teils beunruhigend deutlich spüren kann. Nicht so hier – hier ist alles harmonisch und sanft. Neben dem Fahrverhalten besticht die turbinenartige Ruhe des Triebwerks, die zum Teil schon näher am Wankel als an einem V6 liegt.
Der Wagen kommt mit rund 10 Litern Super aus, nahezu gleichgültig, wie man ihn bewegt - nur dauerhafte hohe Geschwindigkeiten auf der Autobahn erzeugen Verbräuche um 14 Liter. Angenehm darüber hinaus: die typische japanische Zuverlässigkeit - bisher habe ich noch nicht einmal Verschleißteile wechseln müssen - nur Öl Nachgefüllt - das allerdings unzeitgemäß alle 15.000 KM
Und das alles zu einem Preis, der ausstattungsbereinigt etwa 15.000 Mark unter einem schnöden Mercedes E200T mit simplem Heckantrieb und gerade einmal 136PS liegt. Wer kann dazu schon nein sagen?
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29.11.2007 19:15
ich glaube ich habe den Nachfolger für meinen jetzt abzulösenden Toyota Camrz Combi gefunden! ............ Sehr guter Bericht! Gruß Edgar
08.11.2003 21:54
ich konnte da beispielsweise nicht nein sagen...
13.09.2003 12:46
Ich habe Sie auf dem net gefunden, ich lebe seit 1985 in Neuseeland und bin absoluter Subaru Fan. Habe den Outback H6 3.0, das beste! , zuvor 2.2 GX und 2.0 Legacy aber dieser H6 ist die Granate. Leider gibt es in Deutschland nicht den Legacy GTB, ein 2 Ltr twin Turbo, jetzt 2003 nur noch single turbo mit 206 kw!!! Jeder BMW, Porsche und Mercedes Fahrer wuerde es nicht glauben. Deutsche Fabrikate sind voellig ueberteuert. Ihr Bericht ist super, endlich einer der weiss wovon er redet. Das Auto kann man nur empfehlen, nie gab es irgendein Problem mit Subarus, wer keinen Aerger will und ein Fahrvergnuegen haben will das seines gleichn sucht der kauft sich einen Subi 4wd, ambesten den 6 zyl. H6 outback!! Meine email: andy@naturetours-nz.com. Bin im Tourismus involviert: www.reisen-in-neuseeland.de Super, es lebe Subaru!