Unter uns gesagt....

4  11.06.2012

Pro:
es gibt viele Serien, Unterhaltung, man muss sie ja nicht gucken .  .  .

Kontra:
man darf sich nicht vom Fernsehprogramm bestimmen lassen

Empfehlenswert: Ja 

Sylviane

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Mal unter uns gesagt.... Fernsehen in Form von Serien kennen wir alle. Fernsehen bis der Arzt kommt, kommt in der Regel auch mal vor, Dr. House, Kollege Sommerfeld vom Bülowbogen oder auch Dr. Frank, der Arzt dem, die Frauen vertrauen. Vergessen wollen wir auch die Kollegen der Schwarzwaldklinik nicht, die Ärzte aus dem Krankenhaus am Rande der Stadt oder den Landarzt. Nein, sie sind alle dabei, uns die freie Zeit zu versüßen. Reicht das noch nicht, schauen wir guten und schlechten Zeiten entgegen, flanieren auf Straßen wie der Lindenstraße, sogar die kleinsten schicken wir schon auf die Sesamstraße. Dort treffen sie dann vielleicht auch noch die Maus und den Elefanten, Disneys Gummibärenbande, Arielle in Serie, Sindbad, den Seefahrer oder Pinocchio. In meiner Kinderzeit war es so, dass wir den Krimiserien am Freitag unsere Aufwartung machten. Sie waren uns alle gut bekannt, Derrick, der Alte und damals auch noch XY ungelöst zur besten Sendezeit. Inzwischen ist das Blatt am Freitagabend noch bunter geworden, doch Kollege Matula ermittelt immer noch im Fall für zwei, wenn auch mit über die Jahre immer wieder wechselnden Arbeitgebern. Doch ist es nun so tragisch, in der Rappelkiste diese Fernsehserien zu sehen? Ist man ihnen nun schon SOKOmisch verfallen? Reist das Traumschiff mit uns immer weiter zur Insel unter Palmen? Sind unsere Verabredungen mit den Wicherts von nebenan zu intensiv? Sollten wir lieber diese Drombuschs aufsuchen oder uns in aller Freundschaft von ihnen allen trennen? Was ist mit Teufels Großmutter, Hagedorns Tochter oder unseren Hagenbecks? Heiraten wir mit diesen Serien eine Familie oder sind sie alles, was zählt? Was ist mit den Weihnachtsmehrteilern, die es früher einmal gab? Silas, Anna oder Patrick Pacard? Gehörten diese nicht zur voweihnachtlichen Gemütlichkeit wie die Augsburger Puppenkiste mit Urmel aus dem Eis, Jim Knopf und den anderen? Doch nun genug des Vorwortes, sonst heben wir noch mit Raumschiff Enterprice ab und finden uns bei Familie Hesselbach oder den Unverbesserlichen wieder, wo wir dann vielleicht einen Salto mortale schlagen....

Früher und heute:


Serien haben uns immer wieder begleitet und tun es auch heute noch. Sie nehmen uns mit in eine andere Welt, lassen uns vom Alltag abschalten. Natürlich kann und sollte man sie nicht alle sehen. Doch eine kleine Auswahl aus dem reichlichen Angebot, finde ich nicht verkehrt. Im obigen Text habe ich versucht, einen kleinen Querschnitt der Serienwelt seit den 70zigern zu zeigen, soweit ich mich daran erinnern kann. Natürlich kann ich da nicht jede Serie anklingen lassen, doch ich denke, man erkennt so schon, dass uns damals eine Menge präsentiert wurde bis zu den Dauerbrennern, die seit Jahren noch diese Tage im Fernsehen laufen, während einige alte Klassiker sich der zigsten Wiederholung derzeit erfreuen. Ich denke, der eine oder andere hat wenigstens ein paar der oben genannten Serien schon mal gesehen oder davon gehört.

Man muss meiner Ansicht nach unterscheiden zwischen den täglichen Serien wie „Unter uns“, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, den wöchentlichen Serien wie „Lindenstraße“ und den sich im Monatsrhythmus wiederholenden Serien wie „Derrick“ einst, heute wohl eher SOKO in den verschiedenen Orten und dergleichen. Während diese Krimis am Wochenende meist abgeschlossene Filme sind, die man auch sehen kann,ohne eine andere weitere Folge zu verfolgen, ohne Verständnisprobleme zu bekommen, bauen die täglichen Soaps auf einander auf. Hier ist es immer ganz deutlich, dass der Zuschauer schnell Verständnislücken bekommt, wenn er ein paar Folgen verpasst hat. Eine mag noch angehen, doch bei mehreren Tagen, kommt er in Bezug auf die Handlung doch arg ins Straucheln. Passieren kann das auch bei Serien wie Lindenstraße, die auch stark auf einander aufbauen, während es beim „Landarzt“ oder „Forsthaus Falkenau“ nicht ganz so schlimm ist. Dort kann man meist schnell in die Handlung finden und die Episoden sind auch eher so gestrickt, als dass sie doch für sich stehen können. Man ist nicht ganz so verloren, was das Verständnis angeht, wenn man mal was verpasst hat.

Ich selbst habe für mich entschieden, keine Serie wirklich komplett verfolgen zu wollen. Es gibt so einige Fälle, die ich hin und wieder ganz nett finde, die ich dann sehe, wenn ich meine jüngeren Kinder im Bett habe, mein Mann noch zur Schicht ist und die beiden Großen mit ihren Freunden unterwegs sind. Den klassischen Serienabend wie ich ihn aus meiner Kinderzeit noch kenne, wo dann die ganze Familie „die 3 Damen vom Grill“ geguckt hat oder später Schwarzwaldklinik, die gibt es nicht mehr. Auch der Familienkrimiabend am Freitag ist hinfällig geworden. Vielleicht resultiert das auch aus dem Schichtdienst meines Mannes, auch meine Arbeitszeiten, wenn ich berufstätig war im Verkauf, trugen nicht gerade dazu bei, die Serien zu verfolgen, aber diese Serienzeit gibt es nicht mehr in meiner Familie. Ich finde das eigentlich auch nicht so schlecht. Wenn man mal Lust hat, setzt man sich hin und schaut halt den Freitagskrimi oder den Landarzt oder Forsthaus Falkenau,doch wir setzen uns da nicht mehr dem Serienzwang aus. Ich erinnere mich an Augenblicke meiner Kinderzeit, wo wir uns mit der Gartenarbeit beeilten, weil wir mit einer Schale frischer Erdbeeren und Vanilleeis die Schwarzwaldklinik gucken wollten oder aber wir machten den Familienausflug am Wochenende so, dass wir zeitig zu „Unsere kleine Farm“ wieder zuhause waren. Ins Bett ging es dann für mich, nachdem sich Johnboy und Mrs Walton gute Nacht gesagt hatten oder die Cartwrightbrüder wieder auf die Ponderosa geritten kamen. Meine Eltern sahen dann gerne die Edgar Wallace Reihe, die ja im Prinzip auch eine Serie war oder die Stahlnetzkrimis und so weiter. Doch dieses sich von einer Serie etwas vordiktieren lassen, leben wir heutzutage nicht mehr. Wenn wir nun einen Ausflug machen, haben wir dabei das Fernsehprogramm nicht mehr im Kopf. Dann sind wir eben mal weg. Ganz einfach. Wir haben nicht mal mehr eine Fernsehzeitung im Hause und vermissen diese auch nicht.

In Maßen „gesund“:


Ich denke, wenn man zum Fernsehprogramm oder zum Fernsehen allgemein eine gesunde Einstellung hat, dieses nicht zum Lebensinhalt macht, dann kann man auch die eine oder andere Serie genießen. Ich zum Beispiel mag es morgens gern bei einer Tasse Kaffee, wenn ich meine Kinder zur Schule gebracht habe oder die beiden Großen zur Arbeit gegangen sind, eine halbe Stunde für mich zu reservieren und „unter uns“ zu sehen. Verpasse ich die Sendung, macht das nichts, aber es ist entspannend, so den Tag zu beginnen. Danach kommt der Hund dann zu seinem Recht, der Spaziergang wird anberaumt, die Fische gefüttert und die Vögel und der Tag rollt an. Abends ist es schön, wenn die kleinen Kinder im Bett sind, die Abendrunde mit dem Hund erledigt ist, der Mann zur Nachtschicht oder Spätschicht, beim Bügeln eine Serie zu schauen. Aber zwingend notwendig, diese zu verfolgen koste es, was es wolle, sehe ich nun nicht so.

Fazit:


Grundsätzlich denke ich, dass das Fernsehangebot viel zu bieten hat. Man kann es nutzen, muss man aber nicht. Serien sind im Angebot ein kleiner Punkt. Es gibt viele Infosendungen, viele Realityshows, Filme, Dokumentationen, Wettbewerbe, Shows... Das Angebot ist groß und bunt. Manchmal ist die Serie ein kleiner Ausflug in eine andere Welt, manchmal lässt sie einen nachdenken, manchmal ist sie einfach nur zur Unterhaltung da. Ich denke, mit einem verantwortungsvollen Umgang ist sie genauso okay, wie das Verfolgen einer Dokumentation. Man darf sich nur nicht von ihr beherrschen lassen, aber das gilt allgemein für das Fernsehprogramm. Solange man immer noch weiß, wo der Knopf zum Abschalten ist, geht es für mich in Ordnung. Ich sehe keine Gefahr in Serien, sehe sie nicht als Drogen an und süchtig danach, fühle ich mich noch lange nicht.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Bluebirdunfa

Bluebirdunfa

09.08.2012 12:14

CSi habe ich alle Folgen gesehen und gekauft. Nun jedenfalls alle Folgen in denen William Petersen mitspielte

pinkdawn

pinkdawn

13.06.2012 23:11

Ich denke, da das Fernsehangebot derzeit so groß ist, besteht weniger Gefahr, nach Serien süchtig zu werden. Ich sehe Serien daher auch nicht negativ. Ich kenne allerdings die wenigsten, die hier erwähnt werden. lg

ditho1911

ditho1911

12.06.2012 18:02

Verbringe wohl mehr Zeit vor dem PC als vor der Glotze. LG

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