Ein Blatt von Welt
22.01.2002
Pro:
Bundesweit erscheinende Qualitätszeitung, viele Ressorts mit eigenen Korrespondenten und Redakteuren, lange Tradition, Meinungseite, Wirtschaftsteil, Sportteil, Supplements (Magazin, jetzt), Streiflicht
Kontra:
Ausgiebig nur mit viel Zeitaufwand lesbar
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Informationsgehalt
Layout:
Berichterstattung Politik:
Berichterstattung Wirtschaft:
Berichterstattung Feuilleton:
Berichterstattung Zeitgeschehen:
mehr
 tis
Über sich:
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Erfahrungsberichte:154
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Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG ist nach eigener Darstellung das "Weltblatt mit lokaler und regionaler Verankerung" und folgt damit einem Trend, der sich in der gesamten deutschen Presselandschaft beobachten lässt: Vermehrte Lokalisierung und Regionalisierung. INHALT, AUFBAU UND BESONDERHEITENDas STREIFLICHT erscheint seit dem 12. Juni 1946 auf der Titelseite der Süddeuschen Zeitung oben links als sogenannter "Eckenbrüller", der immer an der gewohnten Position erscheint. Mit Ironie und auch Humor nimmt das Streiflicht Vorgänge und Personen der Weltgeschichte auf´s Korn und widmen diesen die täglich Rubrik, die das Produkt mehrerer Redakteure ist. Die SEITE 3 ist die Reportagen-Seite der Süddeutschen Zeitung. Hier stehen Menschen statt Daten im Vordergrund. Autoren, die Artikel auf dieser Seite hatten, wurden schon oft mit entsprechenden Preisen (bsp. Egon-Erwin-Kisch-Preis) ausgezeichnet.Auf der MEINUNGSSEITE (Seite 4) finden sich streng nach SZ-Tradition, dass Meinung und Nachricht getrennt werden, nur Kommentare sowie Stimmen anderer Presseorgane sowie das Porträt. Oben link erscheint der lange Leitartikel. Ziel dieser Seite ist es eine Diskussion anzuregen sowie die Meinungsbildung der Leserschaft anzuregen. Im FEUILLTON, das das zweite Buch der Süddeutschen Zeitung eröffnet werden kulturelle, gesellschaftliche, philosophische aber auch politische Themen oft von individuellen Standpunkten aus betrachtet. Das zweite Buch beeinhaltet auch die Medien Seite, die das Fernsehprogramm einschließt.Im dritten Buch erscheint der WIRTSCHAFTSTEIL, der an Samstages außerdem noch von einem extra Teil FINANZEN ergänzt wird. Im mittlerweile farbig gestalteten Kursteil finden sich über 7000 Einträge von Aktiennotierungen. Der Wirtschaftsteil widmet täglich dem Thema des Tages eine komplette Seite. Am Wochenende werden Themen der Woche ausführlich behandelt. Seit der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 ist der SPORT der Süddeutschen Zeitung farbig gedruckt und genießt bundesweit hohes Ansehen. Internationale Ereignisse finden ebenso Platz wie eine große Berichterstattung aus der Fußball-Bundesliga und auch lokaler Sportberichterstattung.LOKALTEILE liefert die Süddeutsche als "Zeitung in der Zeitung" für die Stadt München und acht Landkreise. Regional betrachtet ist die neue NRW-Ausgabe neu bei der SZ. Als SUPPLEMENTS liegen der SZ das Jugendmagazin jetzt (montags), in Bayern ein Fernsehmagazin, Computer & Co., sowie das preisgekrönte SZ-Magazin (freitags) bei. HISTORIE 6.10.1945: Die Süddeutsche erscheint als erste Zeitung in Bayern nach dem Krieg unter Edmund Goldschagg, Dr. Franz Joseph Schöningh und August Schwingenstein19.09.1949: Ab sofort erscheint die SZ sechs mal wöchentlich. 1965: Die SZ beginnt ihr eigenes Korrespondentennetz aufzubauen.1985: In Steinhausen wird das neue Druckzentrum der Süddeutschen eingeweiht. 1990: Bei der SZ läuft das Projekt "SZ 2000" an. Die Relevanz der Zeitung auf der Bundesebene soll ausgebaut werden. 1992 erscheint die erste Bundesausgabe. REDAKTION Als Chefredakteure fungieren H. W. Kilz und Dr. G. Sittner. Die SZ verfügt über mittlerweile mehr als 40 eigene Korrespondenten. Insgesamt sind mehr als 10.000 Journalisten für die Süddeutsche Zeitung tätig. Den Redakteuren wird ein besonderes Mitspracherecht bei der Ein- und Absetzung der Chefredakteure zugestanden. MEDIADATEN Nach der Leseranalyse Entscheidungträger, die zwölf Zeitungen untersuchte, befindet sich die Süddeutsche Zeitung auf dem stolzen Rang 3. Im Süden ist sie sehr stark präsent. Dort wird sie rund 4-mal häufiger gelesen als ihre Konkurrenz von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Auflage beträgt wochentags (laut Institut für die Verbreitung von Werbeträgern) 418.108 Stück. Am Samstag erreicht die Auflage Spitzenwerte von 539.857 gedruckten Exemplaren. Im Vergleich der beiden dritten Quartale der Jahre 2000 und 2001 hat die Süddeutsche die Auflage um rund 8000 Stück gesteigert, was für Zeiten, in denen die Menschen immer weniger Tageszeitungen lesen, eine stolze Zahl ist. Eine ganze Seite Anzeige in schwarz/weiß ist in der Süddeutschen von montags bis freitags für 65.472 Mark also rund 33500 Euro zu haben. EINORDNUNG Die SZ lässt sich politisch als Verfechter von Liberalität, Toleranz und Unabhängigkeit einordnen. Sie ist laut Selbstdarstellung zwar gegenüber der jeweiligen Regierung loyal überwacht aber trotzdem kritisch und wach die Vorgänge. Im allgemeinen ist sie etwas links der politischen Mitte einzuordnen. TIPPS ZUM NACHLESEN Enzyklopädie der bayrischen Tagespresse, Hrsg: H. Wagner, U. E. Koch, P. Schmidt-FischbachDie Zeitung - Daten, Deutungen, Porträts, Ludwig Maaßen www.sueddeutsche.de
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15.08.2003 20:36
Ein sehr interessanter Bericht - übersichtlich und informativ. Besonders gut hat mir die kurze Historie gefallen. Weiter so !!!
08.03.2002 14:21
Auch ich halte die SZ für die beste deutsche Zeitung. Dennoch würde ich nicht den Skandal weglassen, den die gefälschten Interviews im SZ-Magazin bewirkt haben. Schade auch, dass Du recht viele Schreibfehler drin hast. Aber wegen Deiner vielen Informationen ist doch noch ein s.h. geworden. Gruß K.A.
06.02.2002 15:42
Hört sich nach einem Pendant zu "der Standard" in Österreich an, die ist auch links der Mitte! Find ich gut! ;-) lg chris