"Rounde threeeeee....FIGHT!"
14.11.2003
Pro:
Langzeitmotivation, tolle verschiedene Kämpfer, Zweispielermodus haut von den Socken
Kontra:
Hoffnungslos veraltet?
Empfehlenswert:
Ja
 Centrefolds
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:42
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Pre-Entry* *Der folgende Bericht handelt von einem meiner ehesten videospielerfahrungen, die ich, wäre mein Bruder nicht etwas älter gewesen als ich, wohl nicht so früh gemacht hätte. Es geht um ein durchaus recht brutales und teilweise vielleicht auch unheimliches Spiel für den heiligen SUper Nintendo, welches da heißt "Super Street Fighter 2". Dieser Bericht wird außerdem im Zuge dieser Kult-Legenden-Jugend-Spiele vom Elmar H. geschrieben. Ihr dürft mitmachen. Den Elmar H. werdet ihr dazu sicherlich fragen können.
Street Fighter* *Street Fighter ist eine Reihe. Genauer gesagt eine Reihe von Beat'em'up Spielen, das heißt soviel wie Kloppereien am laufenden Band. Ihren Ursprung hatte die Reihe meines Wissens nach ebenfalls im System des SNES, was mich fret, denn mit dieser Konsole bin ich quasi groß und weise geworden. Das Spiel wurde dann auch in diverse andere Dinger umgesetzt, zum Beispiel in einen Film, der den gleichen Namen trug und den tollen Jean-Claude Van Damme zum Hauptdarsteller wählte. Er spielte den geilen Guile. Aber dazu später mehr. Genauer gesagt: Jetzt.
Ready to rumble...* *Man legt also das Modul ein (das zeigt vorne drauf soweit ich mich erinnre eine Kampfszene zwischen zwei Kontrahenten) und legt den Power Schalter um. Nun kann man zwischen einigen Modi wählen. Das heißt, zunächst einmal zwei, nämlich dem Singleplayer Modus und dem VS-Modus. Was diese Worte bedeuten, dürfte ein erfahrener Spieler wissen, für die andren: das heißt nix anderes als "alleine" oder "zu zweit". Egal wofür man sich entscheidet, man landet danach im Charaktermenü, hier kann man das auswählen, was eigentlich den größten Spielwitz ausmacht: Einen der 8 grundverschiedenen Kämpfer. Da grade die so intressant sind, werde ich sie auch mal in aller Ausführlichkeit beschreiben.
Zunächst wäre da der langweiligste Kämpfer des gesamten Spiels. Ein japanischer Vorzeigekaratekämpfer, mit cooler weißer Weste und nem angenehm roten Kopftuch um eben diesen. Er ist eigentlich der Allrounder des Spiels, aber eben sehr langweilig. Schießen kann er auch, so komische myststische Feuerbälle, aber die Tastenkombination dafür hab ich niemals rausgekriegt ;). Der zweite, ebenfalls langweilige Typ ist Ken, ein blonder Schönling mit rotem Kampfanzug. Der hat eigentlich genau das gleiche drauf wie der Ryu, ist aber noch viel plöder! Drittens hätten wir da den lustigen Prügelprinz Zangief aus Russland, der außer Muskelmasse und schnittiger Kurzhaarfrisur nicht viel zu bieten hat - zumindest nichts interessantes. Mein Bruder hat immer mit dem gespielt, und ich hab immer verloren. Aber das muss ja nix heißen.. Viertens wäre der indische Kämpfer zu erwähnen, der dem guten Gandhi recht ähnlich sieht, aber Dhalsim heißt und ne lustige Angewohnheit hat: Ab und an streckt er seine Arme und Beine auf eine Länge von bis zu 4 Metern oder so und haiut seine gegner aus den Latschen. Als fünfter im Bunde steht Blanca da, der kommt aus Brasilien und hat rote Haare. Dabei könnte man es belassen, wenn man nicht noch erwähnen will, dass außer seinen Haaren alles grün ist. Denn er ist ein merkwürdiges Monster. Tja, was es nicht alles gibt, in Südamerika... Der sechste ist der japanische FKK Kämpfer E.Honda, der nebenbei auch noch Sumoringer ist. Demsntsprechend sieht er auch aus, und wie man sich denken kann: Bei dem ist nicht viel mit springen. Dafür hat er recht flinke Arme... Der einzige Amerikaner ist der coole Armeetyp Guile, der wirklich exakt so aussieht wie der Jan Klaus Vom Damm. Der schießt auch viel coolere Feuerbälle als Ryu und Ken. den hab ich immer genommen. Die einzige Frau ist die Chinanesin Chun Li, die lustige Bommelmütze trägt und auch gegen unsichtbare Wände springen kann. Die hab ich auch gern gespielt, und wenns nur war, weil sie sone coole Ohrfeige verpassen konnte. "Sie Flegel" ZACK! Spielt man also den VS-Modus, kann man gegen seinen Kumpel an der Konsole zocken, und zwa rmit einem der 8 Kämpfer. Das macht Spaß, aber noch mehr, wenn man nicht einen Bruder hat, der immer gewinnt. Sausack, der.
Im Singleplayer Modus sieht das ganze etwas anders aus. Man bereist sozusagen einige Länder, die auf einer Weltkarte abgebildet sind, und der Zufall lost aus, gegen wen man als erstes zu kämpfen hat. Mit dem Fortschreiten in der Meisterschaft legen die gegner dann auch ein paar Prozentpunkte an KI zu und so wirds immer härter, egal mit wem man kämpt. Dass man auch gegen sich selber kämpfen muss, klingt unlogisch, aber es ist tatsächlich der Fall. Macht aber nix. Hat man erstmal alle 8 Gegner hinter sich, fühlt man sich als Sieger, aber dieser ist man noch nciht. Vorher müssen nämlich drei weitere Gegner ausgeschaltet werden. Da wäre zuerst der diese Sagat, der nicht nur etwa dreimal so groß ist wie die anderen Kämpfer, sondern auch noch doppelt so hoch springen kann. Ziemlich harte Nuss ist der immer gewesen. Der Glatzkopf. Danach gibt es einen Kampf gegen den allercoolsten Kämpfer des gesamten Spiels (für mich zumindest): Und der heißt Vega. Das it ein Typ mit schulterlangne Haaren, recht groß, hat an seine Finger lange Klauen angebracht und trägt eine weiße Maske im Gesicht. Verdammt, einigen Ville Vallo und Johnny Depp Fans dieser Welt würde das Wasser im Mund zusammen laufen. Der allerletzte zu bezwingende Gegner heißt M.Bison und ist sowas wie ein Militäroberhaupt. Trägt immer rote Klamotten und hat seine Mütze immer über den Augen. Ein unmöglicher Typ. Den muss man einfach fertig machen. Nachdem man das Turnier gewonnen hat, gibt es sowas wie eine kleine Geschichte über den Kämpfer, mit dem man es bestritten hat. Danach fängt alles wieder von vorne an.
Fight for your right* Die Kämpfe an sich wurden bisher noch gänzlich außen vor gelassen, aber das kommt jetzt. Die Gegner stehen sich wie sich das gehört gegenüber, und zwar vor landestypischem Hintergrund. Guile kämpft auf einem Militärflughafen, Chun Li vor einem chniesischen Häuserblock, Vega spielt in Las Vegas in einem Käfig. Dahinter jubelnde Zuschauer. Die Ansicht ist fest vorgegeben, an guckt seitlich auf die Kontahenten. Das Spielfeld ist auch eingeschränkt, man kann sich nur von rechts nach links bewegen und irgendwann stößt man gegen eine unsichtbare Wand. Der Kampf beginnt sinnigerweise mit "Round 1". Es kann also wie wild gekämpft werden, und erst jetzt kann man die gesamten Vorzüg der einzelnen Kämpfer erkennen. Durch bestimmte Tastenkombinationen lassen sich Feuerbälle verschießen, die Beine zu nem Torpedo machen, oder einfach ne waagerechte Power-Rolle über den gesamten Bildschirm ausgeführt werden. Wenn man den Gegner mit nem Schlag, nem Tritt oder einer Spezialattacke rifft, verliert dieser ein Stück seiner Lebensenergie, die durch einen roten Balken oben links und oben rechts im Bild dargestellt wird. Je härter, desto mehr Energie verliert man. Sollte man es irgendwann geschafft haben, seinen Gegner zu schlagen (innerhalb von 90 Sekunden, wenn diese abgelaufen sind, gewinnt derjenige mit der meisten Lebensenergie), folgt Runde 2, inder allees genauso abläuft. Gewinnt man diese, hat man den gesamten Kampf gewonne, verliert man, gibt es die entscheidende dritte Runde. Blut spritzt übrigens keines, immerhin ist es ein nintendo Spiel :-) Aber ab und zu stöhnen die Leute mal. Besonders bei Chun Li hört sich das recht erotisch an, aber dazu nicht mehr an dieser Stelle (auch wenn einig sicher mehr hören wollten, nicht war, Elmar? ;))
Musique* *An die Musik kann ich mich wirklich nur noch sehr schwer erinnern. Ich weiß noch, dass die Menümusik recht cool war, und dass die Stücke in den einzelnen Lokationen dem Ort angepasst waren. Allein das ist eigentlich schon ein Pluspunkt, und ich bin mir auch sicher, dass die Musik auch sonst nicht so schlecht war.
Grafique* *Von der Grafik kann man sicher nicht allzu viel erwarten: Immerhin ist das Spiel von etwa 1993. Für damalige Standards hat es aber dicke gereicht, es lässt sich alles erkenne, was erkannt werden muss, von heutigen Kampfspielen lässt sich das eher schwerlich behaupten, da wird man manchmal schon fast erdrückt von der Fülle der Details. Die Farben waren passend vergeben und auch sonst herrschte eine angenehme Atmosphäre (was heißt angenehm - zur Stimmung passend triffts wohl eher). Die Menüansicht ist eher nicht so toll, die Reisekarte sieht recht schlecht aus. Die Kämpfe an sich überzeugen aber durch die passendne und detaillierten Hintergründe und die für damalige Verhältnisse recht ansprechendem Effekte. Alles in allem nicht das allergelbste vom Ei, aber akzeptabel.
Conclusion* *Street Fighter war damals eine tolle Erfahrung. Eines meiner ersten Videospiele, wie gesagt. dass es meinen heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt, dürfte klar sein, aber das ist ja nicht so schlimm. Die Grafik und Musik reißen nicht vom Hocker, aber das Spielprinzip. Es war einfach unglaublich motivierend, dieses eines der ersten Beat'em'ups zu zocken, besonders da die unterschiedlichen Charaktere und die drei verschiedenen Schwierigkeitsgräde immer wieder zum Spielen einluden. Besonders auch das Zocken gegen seine Freunde (und Brüder) war spaßig, da man sich wirklich seinen Lieblingscharakter aussuchen konnte und diesen bis zum Äußersten ausreizen konnte. Und wenn man das geschafft hatte, warteten immernoch weitere 7 Kämpfer auf einen. EIn für damalige Verhältnisse klasse Spiel, für mich als Jungspund auch nicht zu brutal. Sicherlich eines meiner alten Jugendrelikte. Und für wenig bis viel geld bei Ebay zu haben. Im freien Handel hab ichs schon ewig nicht mehr gesehn. Solte ich mal wieder in den Genuss können, das Spiel zu spielen freue ich mich besonders auch auf die imposanten AAnsagen des Moderators. Unglaublich pathetisch.
Tobias P.S.: Das Bewerten und Kommentieren sei hiermit ausdrücklich erlaubt. Zuwiderhandlungen werden Straf-und Zivilrechtlich von mir verfolgt. Oder auch nicht. Einen schönen Tag noch.
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18.07.2004 16:32
Leider sehr viele inhaltliche Fehler, zudem hast du eigentlich über das falsche Spiel geschrieben, bei dir geht es nämlich um das normale Street Fighter 2. Bei Super Street Fighter gibt es 16 Charaktere. Aber das lasse ich mal außer Acht und gebe dir wegen der Fehler leider nur ein h.
29.02.2004 09:48
Hallo Tobias, witzig geschrieben, eine kleine Hommage an diesen Oldie. Ein 'Gandhi' als Kämpfer, das hört sich spaßig an. Liebe Grüße, Stefan
17.11.2003 20:23
Sehr guter Bericht!Mfg chris112