Erfahrungsbericht über

Super Street Fighter 2 (Super Nintendo)

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung Super Street Fighter 2 (Super Nintendo)

 

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Super Klöpper II

5  22.07.2005

Pro:
Unglaublich variantenreiches Gameplay, hoher Suchtfaktor besonders zu zweit, sehr gelungene Steuerung, grundverschiedene Spielfiguren, sehr beeindruckende Animationen, viele Spezialeffekte, tadellose Grafik, acht Schwierigkeitsgrade, Highscoreliste

Kontra:
Keine geheimen Charaktere, nur zwei Spielmodi, statische Hintergründe

Empfehlenswert: Ja 

sinfortuna

Über sich: ^^ ^^ ^^ Selbst nach Jahren immer noch diese zuckersüßen Klappspaten, Vollpfosten...ääh, wollte...

Mitglied seit:19.10.2004

Erfahrungsberichte:178

Vertrauende:22

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 80 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Selten traf der Begriff "Meilenstein" so genau den Punkt wie in diesem Fall bei "Super Street Fighter II" für das Supernintendo. Ohne dass ich mich jetzt unentwegt vor Begeisterung überschlagen möchte (die Jüngeren unter uns werden dies heutzutage angesichts des beträchtlichen Alters und für heute sehr unspektakulären Designs dieses Moduls gar nicht verstehen), versuche ich möglichst wertneutral bzw. objektiv die Vorzüge dieses absoluten Mega-Hits aus dem Jahr 1992 zu beschreiben. Zwar möchte ich den Einzelspielermodus nicht völlig außen vor lassen, doch eines wird schnell klar: dieses hochklassige Prügelgame zielt primär auf den Mehrspielerspaß ab, welcher im Falle des Vorhandenseins von mehreren Gleichgesinnten für viele Monate vorhanden war. Was vielen von Euch (selbst den Videospielfreaks) möglicherweise gar nicht bekannt war, ist Folgendes: Super Street Fighter II stellte seinerzeit das allererste 16-Bit-Modul überhaupt dar und läutete dementsprechend eine völlig neue Ära ein, was sich dann auch in erster Linie an der (für damals) überwältigenden Optik bemerkbar machte. Doch nicht nur an der Optik allein lag es, dass dieses millionenfach (!) verkaufte SNES-Modul ein Mega-Hit wurde, auch bzw. gerade das Gameplay konnte über alle Maßen begeistern.


Bei diesem Beat'em-Up-Giganten geht es zunächst um den simplen 1:1-Kampf, also Mann gegen Mann oder von mir aus auch Frau gegen Frau. Solltet Ihr (zunächst) alleine dieses Prügelspektakel angehen, dürft Ihr zwischen acht vorhandenen Protagonisten auswählen. Jeder dieser Athleten stammt aus einem völlig anderen Gebiet und weist (natürlich) ganz individuelle Stärken und Schwächen aus, welche sich im Detail oft erst nach mehreren Stunden Spieldauer erschließen und Ihr somit sehr lange damit beschäftigt seid, den Umgang mit der entsprechenden Spielfigur nach und nach zu perfektionieren. Letzteres ist allerdings eine Sache, die wirklich nur für Fans solcher Videogames interessant ist, diese kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten, alle anderen werden möglicherweise gar nicht besonders tief in die Materie eintauchen wollen, schon möglich. Wer von Euch aber seit jeher Prügelspielen etwas abgewinnen kann und irgendwo noch ein verstaubtes SNES bei sich herumfliegen haben sollte, der muss dieses Prachtexemplar einfach in seiner Sammlung haben, da führt meiner bescheidenen Ansicht nach einfach kein Weg dran vorbei.


Habt Ihr Euch jedenfalls für einen Athleten entschieden (Ryu, Ken, Blanka, Guile, Honda, Zhangief, Sagat oder Chun Li), kann es auch sofort losgehen, Euer Ziel ist es dann, die übrigen sieben Kämpfer in ihre Schranken zu weisen, versteht sich. Die Protagonisten könnten dabei - wie ansatzweise schon erwähnt - kaum unterschiedlicher sein, so mag sich der ein oder andere von

Bilder von Super Street Fighter 2 (Super Nintendo)
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Euch am mutierten Monster Blanka aus Brasilien, dem russischen Wrestler Zhangief oder dem amerikanischen Soldaten Guile erfreuen oder auch Honda, den tonnenschweren Suomo-Ringer bevorzugen, den wendigen Karatekünstlern Ryu oder Ken eine Chance geben oder eben mit dem schwächlich wirkenden aber ungemein dehnbaren Dhalsim an den Start gehen, mein Favorit war jedenfalls die zierliche Chinesin Chun-Li, welche meiner Meinung nach über sehr gute Fähigkeiten sowohl im Fern- als auch Nahkampf verfügt und sich als extrem wendiges Fräulein erweist, aber dies ist möglicherweise eben nur Geschmackssache bzw. eine Frage dessen, wie ausgiebig Ihr Euch mit einer einzelnen Spielfigur beschäftigen wollt. Während die eine Figur besonders mächtig austeilen und viel einstecken kann, verfügt die andere über fiese magische Tricks oder eine besonders lange Reichweite, während andere wiederum über blitzschnelle Reaktionen und eine gewaltige Grundgeschwindigkeit beim Ausführen der entsprechenden Kampfaktionen verfügen, im Grunde ist für jeden von Euch sicherlich die Lieblingsfigur schlechthin dabei.


Ziel in einem solchen Duell ist es jedenfalls, den jeweiligen Gegner zweimal auszuknocken (entweder 2:0 oder 2:1) bzw. auf die Matte zu legen, sollte Euch dies gelingen, wartet die nächste Stage bzw. ein neues Land auf Euch, in welchem traditionsgemäß der nächste Fiesling auf Euch wartet bzw. darauf brennt Euch ordentlich auseinandernehmen zu dürfen, was Ihr natürlich niemals zulasen werdet, versteht sich. Jede Stage bzw. jeder einzelne Kampfschauplatz sieht dabei völlig unterschiedlich aus, zudem unterscheiden sich die jeweiligen Level nicht nur durch die Gestaltung der Hintergründe sondern auch durch die individuelle Soundkulisse, was natürlich aufkommender Langeweile vorbeugen soll. A propos Langeweile, diese sollte möglicherweise im Einzelspielermodus nach wenigen Tagen aufkommen, im Zweispielermodus ist dies definitiv nicht der Fall, selbst Jahre später lohnt sich meiner bescheidenen Ansicht nach immer noch ein Herauskramen dieses absoluten Prügelklassikers. So angestaubt dieser einstige Prügelhit auch mittlerweile anmuten mag, so sehr entfaltet er doch immer wieder aufs Neue einen ganz ureigenen Charme, finde ich jedenfalls.


Eine absolute Stärke dieses Prügelspiels ist das riesige Schlagrepertoire, welches hier in Street Fighter II zweifelsohne vorhanden ist. Fast schon unglaublich vielseitig sind die jeweiligen möglichen Aktionen der einzelnen Spielfiguren, die ein oder andere Kombination trat erst nach vielen Stunden zutage, fast schon unglaublich ist es, über wie viele unterschiedliche Möglichkeiten bzw. Fähigkeiten jeder der acht Charaktere verfügt, sei es im Nah- oder im Fernkampf. Viele, viele Stunden des Trainings sind hier nötig, was den eingefleischten Fans solcher Prügelspiele aber nur sehr recht sein wird, beeindruckend ist es auf jeden Fall, wie vielseitig sich die Athleten durch die (nur) sechs Tasten in Verbindung mit dem analogen Steuerkreuz bewegen lassen, Überraschungsmomente gibt es auf jeden Fall nicht gerade selten, Highlights sind da fast schon an der Tagesordnung. Trotz sehr der komplexen Steuerungsmöglichkeiten lassen sich aber schon erstaunlich schnell die ersten Erfolge verbuchen, was die Motivation des einzelnen "Joypadathleten" noch weiter steigern dürfte. Verfügt Ihr über ein gewisses Talent, was Reaktionsvermögen, Feinmotorik und vor allem ein richtiges Timing angeht, dürftet Ihr schon sehr bald in der Lage sein, die ersten beeindruckenden Manöver aufs Parkett hinzulegen. Nun gilt es "nur" noch, Eurer Lieblingsfigur den nötigen Feinschliff zu verpassen, was für den echten Prügelfreak natürlich überhaupt kein Problem sein dürfte. Treffen (mindestens) zwei solcher fanatischen Klöpperspielfans aufeinander, steht einem nahezu gewaltig hohen Spielspaß auch auf lange Sicht hin praktisch nichts im Wege.


Ob Ihr schließlich als Ken oder Ryu mächtige Schlag-, Tritt- und Wurfkombinationen vollbringt, Feuerbälle produziert oder auch als Blanka Euch elektrisch aufladet, kaum ein Kampfverlauf gleicht dem anderen. Ob Chun Li in einem Höllentempo mit ihren Tritten einen Treffer nach dem anderen landet, von einem Ende des Bildschirms zum anderen rennt und springt und dabei ebenfalls magische Bälle verschießt oder auch der fette Honda oder der kräftige Zhangief im Nahkampf ihr Opfer nahezu erdrücken oder bzw. zerquetschen, hier bleibt praktisch kein Auge trocken: Galgenhumor und Schadenfreude geben sich hier bei Street Fighter II praktisch die Klinke in die Hand und sorgen für monatelangen Fun, kein Zweifel. Dass die Hintergründe dabei gar nicht richtig mitscrollen, fällt fast gar nicht auf, tatsächlich bleiben diese die ganze Zeit über statisch, dem Spielverlauf tut dies zum Glück aber überhaupt keinen Abbruch, fand ich jedenfalls. In diesem Fall kann man wirklich davon sprechen, dass trotz eines ehrlich gesagt eher stupiden Gameplays (schließlich haben wir es ja eigentlich "nur" mit einem Beat'em Up zu tun) sich eine mehr und mehr faszinierende Spielatmosphäre breit macht, was in erster Linie an der fantastisch guten Spielbarkeit und der grandiosen Präsentation liegt.


Was eben jene Präsentation angeht, so befinden wir uns fast schon im Reich der Superlative, gemessen am damals technisch Machbaren, versteht sich. Natürlich dürfen wir (aus der heutigen Sicht) nicht vergessen, dass wir es nur mit einem Modul für die 16-Bit-Konsole Nintendos zu tun haben - eben das SNES (Super Nintendo Entertainment System) - und natürlich kann diese Version der Originalversion des Automaten in den Spielhallen nicht das Wasser reichen, doch trotzdem war es seinerzeit wirklich revolutionär, was die Firma Capcom aus diesem Modul herausholen konnte. Super Street Fighter II kommt auf jeden Fall extrem bunt daher und die zahlreichen Animationen sind regelmäßig eine wahre Augenweide, nicht zu vergessen die konstant sehr spektakulären Spezialeffekte, die nicht selten in richtige grafische Gags münden, auf die ich jetzt (aus hoffentlich verständlichen Gründen) aber nicht näher im Detail eingehen möchte, dies würde den Großteil von Euch sicherlich nur langweilen. Innerhalb kürzester Zeit hagelt es jedenfalls an aufsehenerregenden Schlag-, Tritt- und Wurfkombinationen, Lichtblitze zucken über den Bildschirm, Feuerbälle und ähnliche Geschosse jagen über den Bildschirm ..... und dies die ganze Zeit über, ohne dass es zu merklichen Rucklern oder einem störenden Flackern kommt! Sonstige Grafikpatzer (beispielsweise, was die Texturen angeht) sind zum Glück ebenfalls nirgends zu sehen. Hier wurde somit im Hinblick auf die Programmierung ganze Arbeit geleistet, in der Tat ein echtes Meisterwerk abgeliefert.


Die Soundkulisse kann zwar nicht ganz mit der Top-Grafik mithalten, dennoch ist sie durchaus gut gelungenen. Die Hintergrundmelodien unterscheiden sich bei jedem Schauplatz deutlich voneinander und auch die Schlaggeräusche sind abwechslungsreich ausgefallen, wenn ich auch zugeben muss, dass Ihr die meisten Soundeffekte schon nach ziemlich kurzer Zeit allesamt gehört haben solltet. Trotzdem unterstützen sie generell sehr gut das jeweilige Kampfgeschehen, heizen wirklich gut ein und machen einfach Lust auf mehr, da besteht für mich überhaupt kein Zweifel. Ob zum Beispiel im brasilianischen Urwald (der Heimat Blankas), am Militärflugplatz (dem Zuhause des guten Guile) oder auch in Hondas "Badezimmer", die soundtechnische Untermalung ist jeweils sowohl gelungen als auch abwechslungsreich.


Trotz der enormen Arbeit, die offensichtlich sowohl in die Präsentation als auch das Gameplay gesteckt wurde, gibt es zudem weitere sehr nette Details zu bestaunen. So beherrscht jede einzelne Spielfigur nicht nur unglaublich viele teils grundverschiedene Fähigkeiten, sondern freut sich nach einem gewonnenen Fight zudem auf unterschiedliche Arten, was sicherlich auch ein sehr willkommenes Feature darstellen dürfte. Weiterhin ist sehr positiv zu bemerken, dass aufgrund der unterschiedlichen einstellbaren (acht!) Schwierigkeitsgrade nahezu jeder Videospielfan auf seine Kosten kommen dürfte: ganz gleich, ob Anfänger, Gelegenheitszocker, Fortgeschrittener oder Vollblutprofi, so richtig abgeschreckt wird hier niemand. Jeder, der sich auch nur ansatzweise zumindest etwas für dieses Prügelgenre begeistern kann, wird nach und nach immer mehr in den Bann dieses faszinierenden Klöpperspektakels gezogen, dieser SNES-Titel macht nicht zuletzt auch aufgrund der vorhandenen Highscore-Liste definitiv süchtig.


Ein weiteres Plus, was die Langzeitmotivation (zumindest im Zweispielermodus) angeht, stellt ein geheimer Cheat dar, nämlich die sogenannte "Championship Edition". Drückt Ihr während des Capcom-Logos zu beginn schnell hintereinander "Steuerkreuz unten, R-Taste, Steuerkreuz oben, L-Taste, Y, B, X, A" sollte Euch irgendwann das freischalten gelingen. In diesem Fall ist es Euch dann nämlich möglich, mit ein und derselben Spielfigur gegeneinander antreten zu können, so dass irgendwelche Ausreden bezüglich grundsätzlicher Nachteile durch die angewählte Figur im Duell zweier menschlicher Widersacher nicht mehr zählen können.


Da die uns präsentierte Optik seinerzeit absolut top war, die Spielbarkeit sogar phänomenal, die Steuerungsmöglichkeiten ein extrem variables Kämpfen ermöglichen und Highscoreliste sowie extrem fesselnder Zweispielermodus über Monate begeistern können, handelt es sich bei "Street Fighter II" für das SNES um ein 16-Bit-Modul der Spitzenklasse. Einzig und allein die statischen Hintergründe, die nur zwei vorhandenen Spielmodi und die Tatsache, dass keine geheimen Charaktere (bis auf die "Doppelgänger") freigeschaltet werden können, trübt die Motivation ein wenig. Die Spielspaßwertung fällt aber nichtsdestotrotz alles in allem mit 87% bombastisch gut aus.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
stevy_007

stevy_007

03.05.2008 15:57

ein echter evergreen

necher

necher

27.09.2005 01:26

Dieses Spiel hatte ich früher auch, das habe ich auch noch gespielt, als ich dann die PLAYSTATION hatte. Street Fighter war eines mit der Besten Spiele der damaligen Zeit, LG Stefan

BaleaFan

BaleaFan

28.08.2005 22:16

Uii ^^ ich hab das früher auch immer gespielt :D hab jetzt das und viele andere spiele am pc und spiele auch desöfteren ^^ finds hamma ;D LG

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  1. MaikiTaiki
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