Suzuki GSF 600 Bandit

Erfahrungsbericht über

Suzuki GSF 600 Bandit

Gesamtbewertung (45): Gesamtbewertung Suzuki GSF 600 Bandit

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I´ve been looking for Fahrspaß... :)

5  14.08.2001

Pro:
es macht Spaß, es ist sicher, es ist ein Gefühl .

Kontra:
unbequem für den Sozius, suchterzeugend

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

BlankAttack

Über sich: Yeah! Visited a moment, left again soon. Live long and Prosper.

Mitglied seit:05.07.2001

Erfahrungsberichte:188

Vertrauende:136

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 68 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo interessierter Leser...

Heute schreibe ich mal einen bericht, aus einer Kategorie in der man sonst nicht wirklich viel von mir liest.
Allerdings wird es nun auch Zeit, euch mit einer langjährigen, treuen und äußerst lieb gewonnenen Freundin und Begleiterin von mir bekannt zu machen.
Vom wem ich rede? Na, von Suzie natürlich, sprich: Meiner Suzuki Gsf 600 Bandit, einem Motorrad an dem nicht nur mein Leben sondern auch mein Herz hängt.

--------------------Das Produkt-----------------------

Ehrlich gesagt fällt es mir in diesem Fall ein wenig schwer, von einem bloßen "Produkt" zu sprechen, da ja nicht nur mein Leben des öfteren von der Zuverlässigkeit der Maschine abhängt, sondern man halt einfach in den vielen Jahren des Fahrens, des Wartens, Putzens und aneinander Gewöhnens eine persönliche Beziehung zu seinem fahrbaren Untersatz entwickeln kann. (Ich denke, viele Biker oder Besitzer von Liebhaberautos können mir da zustimmen...).

Aber wie dem auch sei, im Endeffekt ist es auch nur eine im Handel erhältliche Maschine, die sich durch technische Daten, einen Preis und Vor- sowie Nachteile definiert, deshalb wollen wir nun hier erst mal die nackten Fakten sprechen lassen.

Eine (heuer) im Handel erhältliche Suzuki Gsf 600 Bandit (dies ist das Basismodel, es gibt allerdings mehrere Variationen), kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung des Herstellers stolze 11890,- Deutsche Mark.
Sicherlich, das ist ein Haufen Geld, den man auch sinnvoll an anderen Stellen investieren könnte, aber jeder der mit dem Gedanken spielt sich ein Motorrad zuzulegen, sollte auch beachten, das man sich nicht nur eine hübsche PS Schleuder kauft, sondern auch die Sicherheits- und Zuverlässigkeitsaspekte nicht außer acht lassen darf.

Nun weiter mit den technischen Details.
Die heutigen Modelle (unterscheiden sich nur leicht von meinem Model, Baujahr 95) verfügen laut Hersteller über folgende Eigenschaften:

- 4 Zylinder, 4 Takt
- Luft- und Ölkühlung (SACS)
- 600 Kubikzentimeter Hubraum
- 78 Ps (57 Kw) in der offenen Variante
- 34 Ps (25 Kw) Wie üblich, gedrosselt.
- DOHC, Abgasreinigung (Suzuki Pair System)
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 200 Kmh offen
150 Kmh gedrosselt
- 6 Gänge (Fußschaltung)
- Elektroanlasser
- Sitzhöhe: 800 Millimeter
- Trockengewicht (ohne Tankfüllung): 204 Kg
- Tankinhalt inkl. Reserve: 20 Liter
- Farben: Rot/Blau/Schwarz

So, hiermit haben wir die nackten technischen Details hinter uns gebracht, an dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, das es sich bei meinem Model um die "naked Bike" Version handelt, es aber die Bandit ebenso mit Teil- und Vollverkleidung, sowie mittlerweile auch mit ABS und auch als "große" Version, mit 1200 Kubikzentimetern Hubraum erhältlich ist.

Im generellen kann man noch sagen, das die Bandit sich offiziell in die Klasse der "Touren" Motorräder einstuft, welche man (für Laien) als Straßenklasse beschreiben kann, es ist kein Sportmotorrad und kein Geländebike, allerdings auch keine Chopper, sondern ein Motorrad, welches für längere oder kürzere Touren (wie der Name schon sagt) ideal ist, da es eine bequeme und nicht anstrengende Sitzhaltung mit einem leistungsstarken und ausdauernden Motor verbindet.

------------------Meine Erfahrungen-------------------

Nun kommen wir zu dem Teil meines Berichtes, über den ich wirklich mit sehr großer Freude schreiben werde.
Meine Erfahrungen mit meinem Bike, welches nicht nur mein heutiges Motorrad ist, sondern auch die erste Maschine die ich mir jemals gekauft habe, mein Einsteigermodel sozusagen.
Da ich nun mit der gleichen Maschine bereits seit über 5 Jahren fahre, kann sich sicherlich jeder vorstellen wie zufrieden ich mit meiner Suzie war und bin.

Aber beginnen wir am Anfang.
Gerade mal 18, den Führerschein seit wenigen Wochen in der Hand, raffte ich mich auf und traf den Entschluss, mein jahrelang abgespartes Geld nun endlich auf den Kopf zu hauen und mir ein Motorrad zu kaufen, da mir bereits das fahren in der Fahrschule einige Freude bereitet hatte.
Gesagt getan, besorgte ich mir viele Prospekte und ließ mich von bekannten die schon wesentlich mehr Erfahrung gesammelt hatten beraten, welches wohl das Motorrad meiner Wahl sein könnte, alle meine Bedingungen erfüllt und auch für einen Einsteiger mit wenig Erfahrung geeignet ist.

Nach einigen wenigen Stunden hatten wir uns grundsätzlich auf die Bandit geeignet, obwohl es einige kritische Stimmen gab, die der Meinung waren das 600qm Hubraum einfach schon "zuviel" und "zu groß" für einen Einsteiger sind.
Aber da ich auch ein großes Kerlchen bin, ließ ich mich von dem einmal geplanten Entschluss nicht mehr abbringen, da mich ein Bericht in einer Motorradzeitung vollends überzeugt hatte.

Hier hieß es (sinngemäß, hab es nicht mehr auswendig im kopf): Das die Bandit ein robustes Bike für den Einzelngänger ist, da sie in fast allen Kategorien des Tests volle Punktzahl erreichte.
So wurde sie zum Beispiel für ihre Motorleistung, den Komfort des Fahrers und ihre Robustheit was Verschleiß und Pannenanfälligkeit angeht hoch gelobt.
Die einzige Kritik die man damals in der Redaktion der Zeitung fand war die Tatsache, das der Sozius (sozusagen der Beifahrer hinten) etwas unbequem sitzen würde und es nicht allzu lange auf dem Bike aushalten würde. Dies war für mich aber ehrlich gesagt keine Frage, da ich damals sowieso solo war und das Motorrad ja auch für mich und nicht für den Sozius kaufen wollte :).

Wenige Wochen später stand sie also da, meine neue Suzuki, mit der ich mich erst langsam anfreunden musste, damit ich mich auf sie einstimmen konnte und sie und mich sicher durch Kölns gefährliche Straßen bugsieren konnte.

Hierzu kann ich nur sagen, das die Bandit (damals natürlich noch auf 34 Ps gedrosselt) mir keinerlei Schwierigkeiten machte und ich auch als unerfahrener Fahrer keinerlei Probleme hatte, das Bike zu handeln und sicher zu fahren, das Motorrad hält sicher und gleichmäßig die Spur, es schmeißt einen nicht ab wenn man mal etwas zuviel Gas gibt und steuert sicher und zielgenau in die Richtung, in die es gesteuert wird.

Nun, um die ganze Geschichte ein klein wenig zu verkürzen...
Wie jeder Anfänger, hatte auch ich meine Probleme, die sich mit 2 leicht- bis mittelschweren Stürzen zeigten, wobei mich allerdings in beiden Fällen keine, bzw. nur eine geringe Schuld traf.
Was allerdings so bemerkenswert daran war:

Außer leichten, optischen Spuren (eine kleine Beule, Kratzer am Tank etc.) und einem verbogenen Spiegel, zeigte die Bandit nach keinem Sturz Ausfallerscheinungen technischer Art.
Sie setzte ihren Dienst fort als wäre nichts gewesen und selbst bei den folgenden Inspektionen und Werkstattaufenthalten konnten die Mechaniker keinerlei Mängel feststellen.
Glasklar muss ich hiermit feststellen, die wichtigen und überlebensnotwendigen Teile der Bandit sind optimal geschützt, in den ganzen 5 Jahren die ich sie nun fahre hat sich daran übrigens nichts geändert, bis auf die üblichen Verschleißteile (Filter, Reifen, Bremsbeläge) musste kein Stück ausgewechselt werden und ich fahre bis Heute noch mit den Originalteilen.

Ansonsten kann ich eigentlich seit Jahren alles bestätigen was mir die Fachzeitschrift damals schon versprochen hatte. Nachdem ich nun mehrere 10.000 Kilometer hinter mir habe, konnte ich feststellen das alle Ansprüche an den Komfort beim fahren, die Schnelligkeit und Motorkraft, die Ausdauer und den geringen verbrauch der Maschine (bei heutigen Spritpreisen wirklich ein großer Vorteil) immer noch und vollkommen erfüllt werden.
So konnte ich problemlos auf der Maschine in ca. 10 Stunden (mit Pausen und einem längeren Aufenthalt in München) 1.200 Kilometer zurücklegen, ohne das es mir oder dem Bike danach großartig anzumerken war (natürlich war ich verdammt müde, aber Hintern und Rücken haben es sehr gut überlebt! :).

Ebenso gut läuft die Maschine im Stadtverkehr, auch wenn sie längere Zeit nur den Stop & Go Verkehr erlebt, nur für kurze Fahrten eingesetzt wird und im Sommer sowie Winter, ob an der freien Luft oder in der Garage, ich konnte niemals großartige Ausfallserscheinungen erkennen, bis auf ihre längste Standzeit, nach der aber auch nur die Batterie leer war.

Lieber Leser, bevor ich jetzt anfange ihnen vom Gefühl und vom Spaß des Motorradfahrens zu erzählen, blende ich hiermit lieber aus, da dieser bericht sonst wohl Stunden brauchen würde, bis er durchgelesen ist.
Aber jeder der dieses feeling mal erleben will, darf sich gerne mal bei mir hinten drauf setzen, sich selbst ein Motorrad kaufen oder mieten und es einfach mal probieren, ich kann dazu nur raten, solange es der Anfänger mit Vernunft und auf die eigene Sicherheit bedacht praktiziert!

Ich wünsche allen die dieses Vergnügen mit mir teilen noch eine lange und gute Fahrt, ohne sich um irgendwelche Bäume zu wickeln.
und wenn ihr mal einen großen Klumpen mit einem schwarzen Helm auf einem grünen (übrigens äußerst ansprechend, wenn auch spartanisch designtem) Bike vorbeifahren seht, dann grüßt ihn, vielleicht ist es der gute alte Blank :).

Hals und Beinbruch, sowie für alle nicht-biker oder nie-biker-sein-woller: Ich hoffe ihr fandet den Bericht wenigstens halbwegs interessant und schimpft nicht immer so auf uns, wir sind nicht alle so *ggg*.

mit Gas gebenden Grüßen:

~Blank©~
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Helmchen_ON

Helmchen_ON

19.04.2005 18:59

echt nice der bericht, ist zwar etwas alt aber macht ja nichts :P Werd mir wohl nen gebrauchte Bandit holen, jetzt aber für Euro ;-)

polymo

polymo

01.06.2004 20:25

Grandioser Artikel - sehr lebensnah und gespickt mit wichtigen Informationen für den Anfänger (wie mich!). Dieser Erfahrungsbericht ist wahrscheinlich ausschlaggebend, mir diese Maschine zu kaufen.

strotko

strotko

25.09.2003 19:19

Na endlich habe ich ihn gefunden, hatte schon die ganze Zeit gesucht, wo denn ein Bericht über Dein "Moped" ist ;) * Mein Bruder hat sich nach seinem Führerscheine eine GS500 geholt - und fuhr damit einige Jahre später zwei Kumpels mit GROOOßEN Maschinen immer hinterher (leider ist einer davon auch bei einem Motorradunfall gestorben ...). Ich fand's witzig, wenn er mich z.B. zur Uni gebracht hat, oder eine Fahrt an die Nordsee u. am gleich Tag zurück ... DAS waren Rückenschmerzen (natürlich nur für die Sozia)! ;) Inzwischen ist seine Maschine lang verkauft, aber ich fahre wieder mit: Mein Physiker hat die ZX10 seines Bruder (leider) geerbt. Schönes Ding, wenn auch schon nicht mehr ganz jung ;) aber bequemer für die Sozia - und schnell! ;) *txtEnde*

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