Power Play
01.12.2001
Pro:
Unglaublich stark, furchtbar schnell, trotzdem easy zu fahren
Kontra:
Fußrasten für kleine Fahrer zu weit vorne
Empfehlenswert:
Ja
 OriginalCyrax
Über sich:
Motorradfreak, PC-Freak und was nich sonst alles noch in meinem Leben passiert ;)
Mitglied seit:15.03.2000
Erfahrungsberichte:40
Vertrauende:13
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 29 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wie? Du bist ein Adrenalin-Junkie, bist heiß auf Beschleunigung pur, geil auf Speed? Außerdem würdest du gern endlich wissen, wie sich die Patrone im Lauf einer 45er Magnum fühlt? Was der kleine Felsbrocken auf dem Katapult empfindet, oder der Pfeil, gespannt in der Bogensehne kurz vorm Abschuss? Dann hat Suzuki genau das richtige für dich! Die GSX-R 1000 steht in den Startlöchern und wartet nur darauf, losgelassen zu werden. 988 Kubikzentimeter verteilt auf vier Zylinder entwickeln satte 160 PS und die haben mit dem nicht mal 200 Kilo schweren Big Bike keine, aberwirklichüberhauptkeine Mühe. Von zwei- bis zwölftausend Touren gibt's Feuer satt! Ein kurzer Zupfer am Gasgriff und schon geht's brutal ab - je nachdem welches Gangradpaar gerade ineinander greift und welche Drehzahl anliegt, lupft sie Suzi sanft die Front oder springt eben richtig giftig aufs Hinterrad. Beispiel? Auf der Rennstrecke "Road of Atlanta" im Westen der USA, wo Suzuki die GSX-R vorstellte, war die Tausender kaum auf dem Boden zu halten. Im vierten Gang auf einer Kuppe produzierte die Sport-Suzi dabei den geilsten Wheelie überhaupt - und zwar bei Tacho 240! Aber keinen kleinen, verstohlenen Vorderradhüpfer. Nein, eine Unachtsamkeit in der Gewichtsverteilung und ein zu hastiges Gasaufziehen hätten gereicht, um stumpf nach hinten abzukippen. Wow! Das erlebt man nicht alle Tage. Trotzdem ist die GSX-R 1000 kein unbeherrschbares, ungehobeltes Leistungsbiest. Im Gegenteil, die gebotene Power ist sogar relativ einfach einzusetzen. Schön feinfühlig und sanft reagiert der Big Block auf die Gasbefehle. Nerviges Lastwechsel-Stottern wie bei vielen anderen Einspritz-Kisten ist der großen Suzi völlig fremd. Auch die Vibrationen halten sich im Zaum und das Getriebe funktioniert unauffällig gut. Und wird's wieder mal deutlich zu schnell, bremsen die goldenen Sechskolben-Beißer von Tokico die Japanerin wirkungsvoll (!) und fein dosierbar wieder ein. Beim Fahrwerk haben die Suzuki-Techniker auf Bewährtes zurückgegriffen und damit auch dafür gesorgt, dass die Adrenalinausschüttungen sich auf die brachialen Fahrleistungen beschränken. Im Grunde gleicht das stabil ausgeführte Leichtmetall-Chassis dem der kleineren Schwester GSX-R 750. Die größten Unterschiede: 0,5 Millimeter dickeres Alublech beim Brückenrahmen, eine Querversteifung in den Schwingenprofilen und hochwertigere Federelemente von Kayaba. Kein Wunder, dass sich die 1000er nicht viel anders anfühlt als die 750er - abgesehen vom Motor natürlich. Zwar will die leichte Suzuki mit deutlichem Zug am Lenker in Schräglage gebracht werden und auch der schnelle Wechsel durch Kurvenkombinationen artet ein wenig in Arbeit aus, doch dafür gibt's ein sehr stabiles Fahrgefühl. Weder Bodenwellen, Asphaltflicken noch der harte Leistungseinsatz stören die GSX-R über Gebühr, die Tausender pfeilt ruhig und satt über den Teer und bietet auch bei härterer Gangart noch genügend Dämpfungsreserven. Der Einzige, der bei vollem Leistungseinsatz Probleme hat, ist der Fahrer - vorausgesetzt er ist von mickriger Statur. Wie auch bei der 750er sind an der 1000er die Fußrasten recht weit vorne angebracht, was es Piloten unter 1,80 Körpergröße erschwert, sich richtig mit den Beinen abzustützen. Und da die starke Japanerin nun mal richtig derbe anreißt, würde sich mancher Suzi-Lenker wünschen, mehr Gewicht Richtung Vorderrad verlagern zu können, anstatt sich hilflos an den Lenkerstummeln festhalten zu müssen. Fazit: Big Bikes aller Marken, nehmt euch in Acht - die Suzuki GSX-R 1000 ist da! Gut 160 PS stark, knapp 200 Kilo leicht und dazu noch ein superstabiles Fahrwerk sowie bissige Bremen-Power. Heizer-Herz, was willst du mehr?
Motor: Flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, 988cm³, 160 PS (118 kW) bei 10800/min, 110 Nm bei 8400/min, Einspritzanlage, E-Starter, Sechsganggetriebe, Kettenantrieb Fahrwerk: Brückenrahmen aus Leichtmetall, vorn Upside-Down-Gabel mit Doppelscheibenbremse (320mm), hinten Kastenschwinge aus Leichtmetall mit Zentralfederbein und Scheibenbremse (220mm), Reifengröße vorn 120/70 ZR17, hinten 190/50 ZR17
Gewicht: 170 kg trocken (Werksangabe) Tankinhalt: 18 Liter
Preis: ca. 23000 DM inkl. Nebenkosten
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25.03.2004 21:47
Genau DAS wird mein nächsten Motorrad. Aber das wird noch ein Weilchen dauern, bis meine XX den Löffel abgibt - zum Glück. Danke für den Bericht!
10.01.2004 01:01
Hmm... ich bin die KiloGixxer auch für ca. 150 km gefahren. Und das recht flott. Und ich denke selbst daraus kann man mehr ziehen als aus Deinem "Erfahrungs"bericht. Es wird nicht deutlich, wieviel Du mit dem Motorrad zu tun hast/hattest. Man muss das Motorrad nicht gefahren sein, um solch einen Bericht zu schreiben. Insofern ist er leider nur wenig hilfreich für mich. Grüße, Andreas
09.01.2004 19:16
Die steht leider nur als Modell bei uns in der Vitrine. Ein super Bericht von dir. Gruß. Michaela