Suzuki GSX-R 750

Erfahrungsbericht über

Suzuki GSX-R 750

Gesamtbewertung (34): Gesamtbewertung Suzuki GSX-R 750

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Suzuki GSX-R 750 SRAD Bj. 99

5  12.07.2002

Pro:
Motor, Fahrwerk, Bremsen, Fahrleistungen

Kontra:
Reifenverschleiss ; - )

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Bastian2T

Über sich:

Mitglied seit:11.07.2002

Erfahrungsberichte:5

Vertrauende:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Zuerst einige Daten dieses Motorrads:
Reihenvierzylinder mit 750 ccm zwei obenliegenden Nockenwellen, 16 Ventilen die über Tassenstössel betätigt werden. Das Trockengewicht liegt bei ca. 179 kg. Der Motor erzeugt ungedrosselt eine Leistung von 135 PS und ein Drehmoment von 82 Nm. Die Literleistung dieses Motors beträgt also 180 PS. Um diese hohe Leistung zu erreichen hat Suzuki einigen Aufwand betrieben. So kommen z.B. riesige Ansaugstutzen mit 46 mm Durchmesser und eine sehr große Airbox zum Einsatz. Durch den großen Ansaugquerschnitt würde eigentlich die Durchzugskraft des Motors bei niedrigen Drehzahlen leiden. Um diesem Problem entgegen zu wirken wurde die Airbox mit einer Klappe versehen, die bei niedrigen Drehzahlen geschlossen ist und so die Strömungsgeschwindigkeit im Ansaugtrakt steigert. Dadurch können zum einen große Ansaugquerschnitte verwendet werden um eine hohe Spitzenleistung zu erzielen und andererseits wird durch die Klappe eine gute Durchzugskraft erreicht. Das Fahrwerk ist vorne mit einer gut dimensionierten Upsidedown Gabel ausgestattet. Den Bodenkontakt des hinteren Rades hält ein über Umlenkhebel angelenktes Zentralfederbein. Die GSX-R steht auf klassenüblichen 17“ Felgen auf die vorne ein 120er Reifen und hinten ein 190er Reifen aufgezogen sind. Als Bremsanlage kommen vorne zwei 320er Bremscheiben mit je einem 6-Kolben Bremssattel und hinten ein Einkolbensattel zum Einsatz.

Die Fahrleistungen dieser 750er sind, wie sich in vielen Tests auch gezeigt hat, über jeden Zweifel erhaben. Bis ca. 6000 U/min passiert „relativ“ wenig, dennoch reicht die bis zu dieser Drehzahl gebotene Leistung für so ziemlich alles was auf vier Rädern auf der Straße ist. Ab 6000 U/min wird dann die erste Leistungsstufe gezündet. Ab 9000 U/min werden noch einmal einige Kohlen nachgelegt um dann bei ca. 12000 U/min die Leistungsspitze zu erreichen. Der Motor dreht aber munter weiter bis in den roten Bereich, der bei 13500U/min beginnt. Die Drehmomentspitze wird bei ca. 10300 U/min erreicht.

Hier mal meine bisher mit der SRAD gesammelten Erfahrungen:
Die Einspritzer SRAD bietet gegenüber der mit Vergaser bestückten Variante den Vorteil von 5PS Mehrleistung, einem etwas verbesserten Durchzug, einem serienmäßigen Lenkungsdämpfer und einem runderen Motorlauf. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Modelle nicht bzw. nur unwesentlich voneinander. In Tests wurde die „SRAD“ immer als ein sehr nervöses und fast zu handliches Motorrad bezeichnet. Im normalen Fahrbetrieb stellt dies jedoch keinerlei Probleme dar. Ich bin bisher noch nie in eine Situation geraten, bei der das Fahrwerk überfordert gewesen wäre. Auch die etwas harten Lastwechselreaktionen, die sich mit einer Art Ruck bemerkbar machen, wurden in Tests oft bemängelt sind aber bei normalem Umgang mit dem Gasgriff gut kontrollierbar. Lediglich beim ruppigen Aufziehen des Gasgriffs ist ein Ruck spürbar. Unangenehm ist dies höchstens in starker Schräglage. Wird der Gasgriff aber sorgsam behandelt stellt diese Lastwechselreaktion nie ein Problem dar. Mich persönlich hat diese Eigenart noch nie gestört. Die Bremsanlage ist wie bei nahezu allen Motorrädern dieser Klasse über jeden Zweifel erhaben. So beißen die beiden Sechskolbenzangen wenn man möchte gewaltig in die zwei 320er Scheiben. Die Hinterradbremse spielt bei solchen Aktionen allenfalls eine Statistenrolle. Ist aber bei normalen Bremsmanövern eine hilfreiche und gut zu dosierende Unterstützung der vorderen Bremsanlage.

Der Benzinverbrauch hält sich für die gebotene Leistung in einem erfreulichen Rahmen und liegt bei normaler Fahrweise so um die 8-9 L/100 km. Das Modell ab `98 bietet mit einer etwas höher gezogenen vorderen Verkleidung und Scheibe etwas mehr Windschutz als das Vorgängermodell. Legt man sich bei hohem Tempo hinter die Scheibe so bekommt man von dem Fahrtwind nahezu nichts mehr ab und kann auch mal längere Zeit schnell fahren ohne „Schüttelfrost“ zu bekommen.

Die Leistungsfähigkeit des Fahrwerks und des Motors zeigt sich dadurch, das dieses Motorrad bei Tests in Motorradzeitschriften häufig die schnellsten Rundenzeiten für sich verbucht. Auch die zahlreichen Siege bei Motorsportveranstaltungen sprechen für die Leistungsfähigkeit dieses Motorrades. Die Technik dieses Motors kann man zumindest für die Modelle ab ´98 als sehr zuverlässig und ausgereift bezeichnen. Ein Bekannter von mir setzte eine zwar mit einigen Kit-Teilen und optimierten Fahrwerksteilen GSX-R 750 in der Superbike Klasse ein und hatte nie Probleme mit der Haltbarkeit des Motors oder sonstiger verbauter Teile. Auch der Sieger dieser Klasse setzte eine fast der Serie entsprechende GSX-R 750 ein und hatte ebenfalls keine größeren Probleme. Die Sieger GSX-R wurde von einem Privatteam eingesetzt und war mit den original Federelementen, Felgen usw. ausgestattet. Lediglich dem Motor wurden noch ein paar Pferdchen mehr entlockt.
Dies zeigt welches enorme Potential in diesem Motorrad steckt.

Die Verarbeitung ist im allgemeinen sehr gut. Einzig die Schraube für das Tachogeber auf der Abtriebsseite unter dem Gehäusedeckel ist ungenügend befestigt und löst sich bei vielen Fahrzeugen. Der Geber sitzt neben dem Signalabnehmer (sieht aus wie ein Stecker der am Gehäuse befestigt ist) unter dem Gehäusedeckel. Löst sich diese Schraube macht sich das an einer unruhigen Tachonadel bemerkbar. Das dumme an der Sache ist, das sich die Schraube mit der Zeit so weit herausdreht, das sie am Gehäusedeckel ansteht und diesen dann recht schnell zerstört. Bevor der Deckel an der Stelle des Tachogebers reißt wölbt sich der Deckel nach außen. Diese Aufwölbung ist deutlich zu ertasten. Um dieses Problem zu beheben empfehle ich den Deckel zu entfernen und die Schraube des Gebers mit etwas Schraubensicherung einzukleben.

In diesem Sinne, gute Fahrt ......


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Ayndbowl

Ayndbowl

31.01.2003 13:41

Wahnsinns Bericht, ich habe dasselbe Mopped (auch Bj.99), und dachte dass ich einiges darüber weiß. Du hast mich eines besseren belehrt. Wer bremst verliert und weiter so!

Anett79

Anett79

12.07.2002 22:29

Schönes Motorrad und toller Bericht. Gruß Anett79

ExecutiveClub

ExecutiveClub

12.07.2002 19:04

Hy, also erstmal Glückwunsch zu diesem wahrscheinlich mir großen Eifer geschriebenen Bericht und dem daraus resultierendem, tollen Ergebnis! Wenn du magst können wir ja eine Club-Freundschaft gründen, in der man sich gegenseitig bei Ciao besucht und sich gegenseitig hilft! Kannst dich ja einmal bei mir umsehen! Gruß Verena

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