Klein aber fein und mein
15.06.2001
Pro:
s . o .
Kontra:
s . o .
Empfehlenswert:
Ja
 sr406v
Über sich:
Sollte sich einer Fragen was das SR406V soll, das ist meine Autonummer und daher leicht zu merken. S...
Mitglied seit:24.01.2001
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Vor, jetzt bereits fünf Jahren, ging bei meinem geliebten (aus sentimentalen Gründen) Mazda 626 gar nichts mehr, und leider hatte auch die Landesregierung etwas dagegen, dass ich diesen Wagen noch länger auf Österreichs Straßen bewege. Nach der erfreulichen Nachricht „herrichten oder verschrotten“, war bei einem Wert von ca. ATS 5.000,-- und geschätzten Reparaturkosten von ca. ATS 30.000,-- nichts mehr zu überlegen.
Jetzt muss ich noch bekennen, dass ein Auto für mich nur ein Fortbewegungsmittel ist. (Aus dem Alter, noch etwas anderes anstellen zu müssen, bin ich zwar noch nicht heraußen, aber trotzdem) Daher konnte und wollte ich nicht allzu viel für ein Auto ausgeben. Nun hatte ich noch die Wahl zwischen einem Gebrauchten oder einem Neuen. Und da musste ich feststellen, dass (zumindest in Österreich) alle Autohändler einen Vogel haben. Was sich die für diverse Rostschüsseln zahlen lassen – eine Frechheit.
Also einen Neuwagen, der hält dann mindestens 7 – 35 Jahre. Und dann stellte ich fest, das Gute liegt so nah. Gleich in meiner Nachbarschaft befindet sich ein Autohändler – ziemlich aufdringlich – aber irgendwie konnte er mich überzeugen.
Warum: Karosserie / Innenraum:
Mit 4,09 m Aussenlänge war mein Swift Stufenheck gar nicht so klein. Die Breite von 1,59 m, die Höhe von 1,35 m und der 2,36 m messende Radstand deuteten dann aber doch eher auf einen Kleinwagen hin. Gegenüber meinem Mazda hatte ich aber endlich keine Probleme mehr, einen Parkplatz zu finden. Das Platzangebot auf den Vordersitzen ist recht groß, die weit vorn liegende Frontscheibe verstärkt den guten Raumeindruck noch weiter. Die Sitzposition ist angenehm tief. Das kleine Lenkrad lässt sich in der Höhe verstellen. Auf den Rücksitzen gibt es für einen Kleinwagen ebenfalls recht viel Platz ;-).
Mit rund 400 l Volumen ist der Kofferraum recht groß geraten. Dank einer geteilten Rücksitzlehne kann man ihn einfach erweitern. Mehrfach ausprobiert – auf Rücksitz und Kofferraum verteilt sind 8 Kisten Bier kein Problem. Da passt sogar noch eine Tafel Schokolade hinein. Das Armaturenbrett ist sehr funktionell und übersichtlich gestaltet. Radio und Lüftungsregler sind recht weit oben, der ist Lichtschalter griffgünstig am Blinkerhebel. Die Instrumente mit Drehzahlmesser sind ebenfalls gut ablesbar.
Ein praktisches Feature der Lüftung ist die Umluftklappe Die Heizung ist sehr kräftig hat nur leider eine lange Vorwärmzeit – was wieder ein Gemurre einiger Frauen hervorruft, nur wenn sie einmal heizt, dann richtig. Für einen Kleinwagen dieser Klasse, ist das Sicherheitsangebot nicht schlecht. 4 Dreipunkt Sicherheitsgurte und ein mittlerer Beckengurt, würden dafür sorgen, dass man keinen während der Fahrt verliert. (Man sollte sich aber auch immer anschnallen). Leider gibt es, zumindest bei diesem Model nur einen Fahrerairback.
Rostspuren gibt es beim Swift meist nur am Auspuff (ist bei Stadtverkehr war nach 5 Jahren Schluss). Bei meinem Swift gab es dann nur etwas Kantenrost am Unterboden, der aber unkritisch war.
Antrieb: Das Sahnestückchen ist zweifellos der 1290 ccm große Vierzylinder. Der langhubig ausgelegte Motor 71 PS. Das Vorurteil, dass Vierventiler durchzugsschwach sind wird eindrucksvoll widerlegt. Der Motor ist komplett aus Alu gefertigt und besitzt eine obenliegende Nockenwelle. Serienmäßig ist bei diesem Motor ein geregelter Kat.
Das gut gestufte Getriebe passt perfekt zu dem Motor. Dass es sich sehr leichtgängig und exakt schalten lässt ist Ehrensache. Mit ca. 5,5 l Normal auf 100 km ist der Verbrauch gemessen an den Fahrleistungen recht niedrig (190 km/h Spitze).
Der Motor ist typisch japanisch sehr robust. Auch nach über 50000 km verbraucht er kaum Öl und war bis auf einen leichten Ölnebel an der Ölwanne auch noch trocken. Bis heute habe ich bei jährlicher Überprüfung und kleinem Service sicher nicht mehr als ATS 10.000,-- in den Wagen gesteckt.
Die Lenkung (ohne Servo) ist sehr leichtgängig, und besonders beim Einparken hilfreich. Der Federungskomfort entspricht der Lenkung, Stöße kommen recht ungefiltert durch. Immerhin ist das Fahrwerk (mit funktionsfähigen Dämpfern) recht straff und nicht schwammig gedämpft.
Die Bremsanlage (innenbelüftete Scheiben vorn und Trommeln hinten) machen einen standfesten Eindruck. Ich hatte mit der Verzögerung und bei Passabfahrten nie Probleme. ABS gab es im Swift noch nicht Das beste (aus meiner Sicht) war aber der Preis:
Mit ATS 118.000,-- (Ca. 16.800,-- DM) inkl. Autoradio, Metalliclackierung, 8-fach Bereifung ist er einsame Spitze in seiner Klasse. Nun wie gesagt, wenn ihr einmal einen blauen Swift mit dem Kennzeichen SR 406 V auf der Straße seht, einfach Hupen.
Schöne Grüße
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14.03.2002 12:37
Guter Bericht! Ich fahr selbst den Swift - 190 schafft der bei mir aber leider nicht! Aber ist ech ein gutes Auto - genau das ist bei deinem Bericht super rausgekommen! *liebe grüsse*
20.10.2001 17:01
Super Bericht, mein Swift fährt aber keine 190 km/h. Gruß Klemens
07.09.2001 12:36
Deine Meinung kommt gut zum Ausdruck.Gut beschrieben.