Doch nicht ganz perfekte Freisprecheinrichtung
14.02.2001 (02.01.2002)
Pro:
gute Sprachqualität, Handyhalter läßt sich separat austauschen
Kontra:
störendes Spiralkabel
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Bedienkomfort:
Montage:
Sprachqualität:
 Ka_We
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:23
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 15 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Seit dem 1. Februar ist das Telefonieren im Auto verboten - eigentlich eine blödsinnige Regelung. Egal ob ich nun am Handy, am Radio oder an der Beifahrerin herumfummle, eine gewisse Ablenkung ist immer gegeben. Aber nur das Handy wird verboten. Da ich während der Fahrt versuche, möglichst keine Polizei auf mich aufmerksam zu machen, habe ich mir nun eine Freisprecheinrichtung ins Auto einbauen lassen. Mir wurde die THB Universal Classic von meiner Werkstatt empfohlen und das Gerät hat sich im Einsatz bestens bewährt. Der größte Vorteil dieser Freisprecheinrichtung ist, daß der Handyhalter separat ausgetauscht werden kann. Bei einem Handywechsel kann man die THB Universal Classic ohne großen Aufwand auf das neue Modell umrüsten. Ob es wirklich so einfach und billig geht, wird sich in gut einem Jahr zeigen, wenn mein Mobilfunkvertrag ausläuft und ein neues Handy fällig wird. Die Umschaltbox der Freisprecheinrichtung macht es möglich, die vorhandenen Autolautsprecher zu benutzen. Dadurch erhöht sich zwar der Montageaufwand (sagt meine Werkstatt), weil der Kabelbaum am Radio aufgetrennt werden muß, dafür kann man sich aber die Montage und den Anschluß eines externen Lautsprechers sparen. Ich bin mit der Autolautsprechervariante etwas günstiger gefahren und die Sprachqualität ist sehr gut. Die THB Universal Classic hat einen externen Antennenanschluß, so daß man im Fahrzeuginneren keine Handystrahlung mehr hat. Schon wenn das Handy klingelt wird das Radio automatisch stumm geschaltet. Das mitgelieferte Mikrofon bietet eine sehr gute Sprachqualität. Wenn man es in der Mitte beim Rückspiegel montiert, kann der Beifahrer das Telefon auch benutzten. Der Akku des Telefons wird über die Freisprecheinrichtung geladen. Das ist gut, wenn man ein Handy mit Li-Ionen-Akku hat. Der verträgt das ständige Nachladen. Anders schaut es mit NiMH-Akkus aus, die durch ständiges Nachladen den Memory-Effekt zeigen und dadurch vorzeitig kaputt gehen können. Wenn der Beifahrer private Gespräche nicht mithören soll, kann man das Handy sammt Halterung abclipsen und als Telefonhörer verwenden (was aber während der Fahrt verboten ist). Das Spiralkabel reicht dafür in der Länge gerade so aus. Das herumbaumelnde Spiralkabel ist nicht besonders schön anzuschauen und hängt bei der Beifahrersitzverstellung auch gerne im Weg herum. Wer darauf verzichten kann, private Gepräche mit dem Hörer zu führen, der kann das Spiralkabel komplett unter die Handykonsole oder unter den Teppich stopfen. Das schaut dann gleich viel aufgeräumter aus. Die Freisprecheinrichtung wird incl. Handy über die Zündung eingeschaltet. Im Handy (Siemens S35i) kann man einstellen, ob es sich auch selbst ausschalten soll. Dabei kann man eine Zeitverzögerung angeben, damit man nicht bei jeder kleinen Unterbrechung die PIN neu eingeben muß. Die Freisprecheinrichtung kostet rund 200,- Mark, für den passenden Handyhalter werden nochmal rund 150,- Mark fällig. Wenn das Fahrzeug bereits eine Vorrüstung (Antenne und Verkabelung) hat, liegen die Einbaukosten bei ca. 160,- bis 200,- Mark. Muß noch eine Antenne eingebaut und verkabelt werden, steigen die Einbaukosten schnell auf über 300,- Mark. Schade ist eigentlich nur, daß sich die Freisprecheinrichtung nicht über das Mercedes-Multifunktionslenkrad bedienen läßt. Das funktioniert nur mit Geräten, die ab Werk eingebaut werden. Mercedes bietet die aber nur für Nokia-Handys an. Und damit kann ich mich nicht anfreunden. Update: Nachdem ich die Freisprecheinrichtung jetzt rund ein halbes Jahr in Betrieb habe, muß ich sagen, daß sie leider nicht immer störungsfrei arbeitet. Beim Einsetzen des Handys wird dieses nicht immer erkannt. Vielleicht ist es nur ein Kontaktproblem, aber es ist zumindest sehr lästig. Am besten setzt man das Handy ausgeschaltet in die Schale ein. Wenn es dann durch die Freisprecheinrichtung eingeschaltet wird, ist es auch erkannt worden. Oder man schaltet erst die Tastensperre ein. Wenn die dann nicht automatisch aufgehoben wird, ist etwas faul. Dieses Problem tritt nicht nur sporadisch sondern relativ häufig auf. Im nächsten Auto lasse ich gleich ab Werk eine Freisprechanlage einbauen. Lieber besorge ich mir dafür ein Nokia, bevor ich mich wieder mit Wackelkontakten herumärgern muß.
Noch ein Update: beim letzten Kundendienst hat mir die Werkstatt die Handy-Halterung und das Steuergerät ausgetauscht. Jetzt geht wieder alles, so wie es soll. Mal schauen, wie lange. Das Gerät wurde übrigens auf Garantie ausgetauscht.
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25.02.2002 08:25
Ein sehr guter Bericht, dafür ein "s.h.". Gruß von LS.thomas
14.02.2001 10:22
Mich hat der Spaß incl. Einbau knapp 710,- Mark gekostet. Ich rate jedem, vorher ein Angebot über die Hardware und die Einbaukosten einzuholen, dann gibt es hinterher keine böse Überraschung.
14.02.2001 10:13
Sehr nützlicher Beitrag, weiter so! Ciao Tim_Bo