Die Erfindung der Schnelligkeit
17.04.2007 (30.04.2007)
Pro:
Installation | Bedienung | stabiler Betrieb | Optik
Kontra:
nur 54 Mbps bei WLAN
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Ausstattung
Benutzerfreundlichkeit
Zuverlässigkeit
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
Stromverbrauch:
 Elchkopf
Über sich:
Mitglied seit:16.05.2001
Erfahrungsberichte:341
Vertrauende:163
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 80 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nach dem Umzug in eine größere Wohnung wegen des bald zu erwartenden Nachwuchses stellte sich mir die Frage nach einem neuen Telefonanschluss. Natürlich sollte es wieder DSL sein und zur Telekom wollte ich ebenfalls erneut. Also habe ich das Paket T-Com Call & Surf Comfort Plus gewählt und den Speedport W 701 V als Router erhalten. Mit diesem surfe ich jetzt seit etwa einem halben Jahr munter im Internet und möchte Euch das Gerät heute einmal etwas genauer vorstellen. // Infos
Vertrieben wird das Gerät für die Deutsche Telekom und diese erreicht man auf folgendem Weg: Deutsche Telekom AG, T-Com Zentrale Friedrich Ebert Allee 140 53113 Bonn www.t-com.de
Der Speedport W701V kostet bei der T-Com 129.99 €, bei eBay kriegt man das Gerät möglicherweise etwas günstiger, da viele Kunden eher auf die Konkurrenz wie beispielsweise AVM (Fritz) setzen und ihre kostenlose Dreingabe in Form dieses Routers zum oben genannten Tarif weiterveräußern. Zum Lieferumfang gehört neben dem Gerät selber ein Netzteil, Anschlusskabel für Analog und ISDN, ein Ethernet-(LAN)-Kabel zum Anschluss an den Rechner, eine CD mit Software und Bedienungsanleitung in Langform sowie in Kurzform eine gedruckte Installationsanleitung. Alles in einem stabilen Karton und übersichtlich und vernünftig verpackt. Auf der technischen Seite ist vor allen Dingen erwähnenswert, dass es sowohl für ADSL als auch für ADSL2+ (DSL 16000) verwendbar ist. Bei meiner alten Fritz!DSL-Karte ging dies erst nach einem Update - ärgerlich wenn die Hochschaltung von 6000 auf 16000 erfolgt und die Karte dies nicht unterstützt; nicht jeder hat dann noch einen ISDN-Adapter zur Hand um das Update darüber zu erhalten. Und selbst die glücklichen Deutschen die bereits VDSL (T-Home) nutzen können dürfen mit diesem Gerät spielen - die Konfiguration erfolgt hierbei sogar automatisch, der Nutzer muss nichts mehr (jedenfalls fast nichts) erledigen. Leider gehöre ich bisher nicht zu dem elitären Kreis, ich hoffe aber dass man auch in Potsdam in Zukunft mit DSL 50000 ins Netz gelangt.
Ferner können zwei analoge Telefone über die vorhandenen Buchsen (TAE) angeschlossen werden, wer VoIP nutzen möchte hat hier also alles nötige integriert, denn der Router fungiert auch als Telefonanlage bzw. ersetzt diese. Natürlich kann auch über Festnetz telefoniert werden, auch dafür bietet der Speedport einige nette Optionen. Das WLAN arbeitet mit bis zu 54 Mbit/s, WEP und WPA/WPA2 werden unterstützt. Und für alle die es ganz genau wissen wollen sei gesagt, dass ein 4-Port-Ethernet Swith (10/100) mit MDI-X und die voreingestellte Verschlüsselung (+ SSID) das Angebot abrunden. Wichtig als nahezu einzigste Systemvoraussetzung ein Gerät mit Ethernet-Schnittstelle 10/100 oder WLAN 802.11g, also ein Rechner mit WLAN-Adapter oder Netzwerkkarte. Hat aber heutzutage jeder normale Billig-PC bereits auf dem Mainboard, also kein Thema. Mittlerweile gibt es bereits den Speedport W 900 V, dieser kostet schlappe 60 € mehr, vielleicht lege ich mir diesen irgendwann zu, momentan bin ich aber sehr glücklich mit meinem Gerät, wie ihr gleich lesen werdet.
// Erfahrungen Die Installation geht kinderleicht von der Hand - dank der zwar sehr kurzen aber gut bebilderten Anleitung wird einfach nur ineinander gesteckt was ineinander gehört und dann kann's auch schon losgehen. Die Konfiguration des Routers geschieht per Internet-Browser, wobei die Version hierfür völlig unerheblich ist - einfach als Adresse das bekannte 192.168.2.1 eintragen und die Sache nimmt ihren Lauf. Man sollte natürlich seine Zugangsdaten bereit halten um diese anschließend eintragen zu können.
Im Statusfenster kann der Nutzer nun seine Down- und Upstream-Geschwindigkeit einsehen, die aktuelle Firmware-Version überprüfen (derzeit 33.04.26) und seine IP-Adresse abrufen. Über eine Passwortgeschützte Maske gelangt man direkt ins Konfigurations-Menü und die Einstellungsmöglichkeiten sind wirklich sehr umfangreich: von der Absicherung des WLANs (z.B. Zugangsberechtigung für bestimmte Geräte/Rechner) über die Konfiguration der Firewall (NAT-Portregeln) bis hin zum Einstellen der Anrufweiterschaltung (das lästige Rumfummeln im Telefonmenü entfällt dadurch) ist hier alles dabei. Gesprächsdaten lassen sich ebenso abrufen wie Wahlregeln für bestimmte Nummern festlegen - sehr praktisch. Für mich ist das Gerät hauptsächlich aber für das Surfen interessant. Ich habe in meinem Rechner die Netzwerkkarte auf dem Mainboard und gehe per LAN (Kabel) ins Internet. Das liegt zwar über 10 m aber das macht ja nix - die Geschwindigkeit ist top und ich kann mich überhaupt nicht beschweren. Von der ersten Minute an gab es keinerlei Probleme und das ist mir sehr wichtig. Das WLAN nutze ich aber auch - schließlich nenne ich ein Noxon 2 von Terratec mein Eigen. Da ist ein Musikübertragungssystem, welches meine Mp3-Dateien von der Festplatte ins Wohnzimmer zur Stereoanlage streamt - einfach genial. Der W701V stellt mit dem Einschalten des Rechners sämtliche derzeit 70 GB zur Verfügung und ich kann in Sekundenschnelle die gewünschten Titel hören - die WLAN-Antenne muss dabei nicht mal besonders ausgerichtet werden, diese ist bei mir ständig eingeklappt und die Qualität ist trotzdem top.
Was mich manchmal stutzig macht sind die Log-Dateien des Speedport - ich verstehe nicht wieso sich gerade nachts ständig das Internet trennt, wiederverbindet etc...meist zwischen 3 und 6 Uhr. Ich meine, da surfe ich ja sowieso nicht, aber wenn man komische Nachbarn hat dann wird einem doch recht mulmig ob da nicht wer mitsurft. Aber ich habe das alles recht gut abgesichert und eigentlich, eigentlich sollte das nicht so sein. Wer jedenfalls von ängstlicher Natur ist sollte sich die Logs nicht unbedingt anschauen. Bei mir läuft der Router permanent rund um die Uhr, er lässt sich aber auch per Kippschalter an der Geräte-Rückseite ausschalten - wer Strom sparen möchte oder nicht rund um die Uhr ins Netz möchte hat hier also die Möglichkeit. Per Funktion "Internet sperren" kann man den Datenverkehr allerdings auch einfacher unterbinden. // Fazit
Vielerorts hört man kritische Töne was die Telekom-Produkte anbetrifft. Ich war in der Vergangenheit auch etwas skeptisch, gerade was Telefone anging - mit dem Speedport als Router macht man jedenfalls nicht viel falsch: die Geschwindigkeit stimmt, das System läuft stabil und Aussetzer hatte ich bisher noch keine zu beklagen. Zudem ist es wie gesagt kostenlos beim Abschluss des Call & Surf Comfort Plus-Tarifes (für ISDN) mit dabei, also warum für Konkurrenzprodukte Geld bezahlen? Absolut empfehlenswert und daher auch eine sehr gute Bewertung für den W701V. In diesem Sinne,
Tschüss, Euer Elchkopf
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01.05.2007 00:41
Versteh zwar nur Bahnhof, von wegen A-DSL und so, aber trotzdem guter Bericht... LG Panja
20.04.2007 02:16
Sehr guter Bericht! Gruss: Uwe
18.04.2007 17:53
meiner hat 49,50 € gekostet bei T-com ;-))