Über sich:Neues, seriöseres Profilphoto. Das alte Bild war inzwischen ein paar Jahre alt und zu... kindisch ;...
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Die Einrichtung von T-DSL ist schuld daran, dass ich über eine Woche dem Internet und damit auch Ciao fernbleiben musste: Unglaubliche Dinge haben sich zugetragen, die einer Verbreitung in allen unseren Medien bedürfen. Damit nun aber nicht schon in der Einleitung der Eindruck entsteht, die von allen geliebte Telekom wäre schuld an meinen Problemen, will ich gleich darauf aufmerksam machen, dass der Hauptschuldige die Cash-Machine ist (ein Programm eines Unternehmens, dass für auf dem Bildschirm eingeblendete Werbung bezahlt).
Doch ich will einmal ganz am Anfang beginnen....
ADSL, WAS IST DAS? °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Sicherlich haben alle Leser dieses meines Berichtes schon von dieser neuen Technologie gehört, die ein bis zu 12 mal schnelleres Surfen im Internet und das Herunterladen von Daten ermöglicht. ADSL steht dabei für Asymetrical Digital Subscriber Line; dank dieser Technik ist es möglich, auf den gewöhnlichen Telefonleitungen extrem hohe Datenmengen zu „transportieren“. Auch wenn derzeit immer mehr Anbieter ADSL anbieten, ist T-Online (Telekom) derzeit Marktführer mit dem in meinen Augen besten Angebot; die Datenübertragung mit der bei diesem Unternehmen T-DSL genannten Technologie kann sowohl bei analogen Anschlüssen als auch bei ISDN verwendet werden und belegt dabei nicht die bestehenden Übertragungswege. Daher kann man nun auch bei analogen Anschlüssen gleichzeitig Surfen und beispielsweise telefonieren, während bei ISDN während der Surfens nun sogar zwei Kanäle zur weiteren Verfügung stehen.
ES WAR EINMAL... EIN AUFTRAG °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Bevor ich euch nun von meinen Erfahrungen mit DSL beziehungsweise den genauen Eigenschaften, Vor- und Nachteilen erzählen kann, muss ich euch meinen „Leidensweg“ näher bringen, der meiner Freischaltung und schließlich der Nutzung vorangegangen ist.
Wie bei so vielen anderen Interessierten begann alles im Herbst des Jahres 2000, als unsere Familie, allesamt mit den Internet bewandert, sich dazu entschloss, einen DSL-Anschluss der Telekom zu beantragen. Begeistert waren wir von der in Aussicht gestellten Schnelligkeit des Systems. Gesagt getan, der Auftrag wurde gegeben und wir erfuhren von freundlichen Mitarbeitern, dass wir Anfang Dezember freigeschaltet werden und zu diesem Zeitpunkt auch die für DSL nötigen Endgeräte erhalten würden. Aus diesem Datum wurde allerdings nichts: Auf eine freundliche Nachfrage Mitte Dezember erfuhren wir, dass es wohl erste im ersten Quartal des Jahres 2001 soweit wäre; Lieferschwierigkeiten der Zulieferer seien das Problem. Gut, einverstanden. Eine Flatrate hatte wir uns aus lauter Frust über die lange Wartezeit inzwischen auch zugelegt... Wenn wundert es, dass auch der zweite Termin nicht eingehalten wurde und wir auf das dritte oder gar vierte (!) Quartal vertröstet wurden. Ob die leichten Beschwerden *lach* am Telefon oder andere Umstände wirkten, vermag ich nicht zu sagen, aber Mitte April wurde uns vollkommen überraschend die Nachricht überbracht, dass uns T-DSL am 26.04.01 zugänglich gemacht werden würde *freu*! Und welch Überraschung, der Termin wurde auch eingehalten!
Diese meine Geschichte, deren grausamer Verlauf an dieser Stelle natürlich noch nicht endet, mag dem Leser verdeutlichen, dass er sich möglicherweise auf geringe Wartezeiten für die Freischaltung der Technik einstellen muss; in Ballungszentren ist die Verfügbarkeit natürlich sofort gewährleistet.
EINBAU UND HANDHABUNG °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Eines schönen Morgens erhielten wir endlich das große Paket, das mir von einem freundlichen Postfahrer überreicht wurde. Rein ins haus, Kiste aufgemacht und gestaunt: Im Lieferumfang sind wirklich alle Geräte und andere Objekte, die für die Nutzung von DSL notwendig sind. Dazu gehören der DSL-Splitter, das DSL-Modem, eine Netzwerkkarte, die notwendigen Kabel, um alles miteinander zu verbinden, Die T-Online-Software sowie mehr oder weniger hilfreiche Gebrauchsanweisungen.
Im folgenden will ich euch die Montage der Endgeräte näher bringen (gilt nur für ISDN), da sich dies meiner Ansicht nach relativ problemlos bewerkstelligen lässt und auf diese Weise über 100 DM an Kosten für einen Telekom-Mitarbeiter für den Einbau gespart werden können. Auch mir erschien es am Anfang ein Ding der Unmöglichkeit, alles richtig zu installieren, doch schließlich funktionierte es doch relativ problemlos. Zunächst einmal befestigt man des Splitter sowie das Modem an der Wand, manch einer mag es auch auf eine ebene Fläche legen. Nun geht es an das Verbinden aller Endgeräte miteinander, was ein wenig Konzentration erfordert. Beginnen wir mit der normalen Telefondose: Diese wird nun mit dem TAE-Kabel mit dem Splitter verbunden. Der Splitter wiederum wird mit dem DSL-Modem verbunden, das dazu notwenige Kabel heißt laut Handbuch KNTBBA (das Dünne). Vom Modem ausgehend geht ein zweites TAE-Kabel zum altgedienten ISDN-NTBA. Der nächste Schritt betrifft den Einbau der Netzwerkkarte in den PC. Ein Hinweis: Die mitgelieferte Karte ist ein billiges Modell, sollte man eine gute Karte besitzen, kann man problemlos auch diese verwenden. Kiste aufschrauben, Slot suchen und Deckblech rausnehmen, Karte einstecken und festschrauben, Kiste zuschrauben, fertig. Dann den PC starten, dank Windows wird die Karte automatisch erkannt und er Nutzer durch die nächsten Schritte geführt. Die Netzwerkkarte wird nun mit dem UTP-Kabel (das Dicke) mit dem Modem verbunden. Dieses muss abschließend an die Stromversorgung angebunden werden. Nun funktioniert zumindest das Telefon /Fax wieder!
Als nächstes installiert man die mitgelieferte T-Online-Software, was problemlos und einfach vonstatten geht; bei Bedarf kann man die kostenlosen Hotlines anrufen (DSL: 0800 33 04433, 0800 33 00190). Hier kann auf nachgefragt werden, wie man eine DFÜ-Verbindung einrichtet, um nicht die T-Online-Software nutzen zu müssen (nur so kann man auch Programme wie Napster nutzen). Jetzt müsste alles funktionieren...
Nicht so bei mir: Eine Verbindung zum Internet wurde zwar hergestellt, Internetseiten konnte aber nicht aufgerufen werden, Emails nicht abgerufen werden! Unzählige Telefonate bei Freunden, Hotlines etc. brachten keinen Erfolg, ebenso wenig Besuche von befreundeten Experten. Niemand fand den Fehler, als war richtig eingestellt. Nach unendlich langen 6 Tagen brachte ein Anruf bei T-Online schließlich die Lösung: Das Programm Cash-Machine war noch installiert, und dieses nette Programm verträgt sich gar nicht mit T-DSL! Sobald dieses Verschwunden war, funktionierte alles einwandfrei.
Jetzt frage ich mich nur, warum ich unzählige Male bei der Telekom anrufen musste, um endlich einmal einen kompetenten Mitarbeiter zu erreichen... Sollte ein ähnliches Problem bei euch auftreten, fragt nach bekannte Inkompatibilitäten.
Das Handbuch leistet in meinen Augen gute Arbeit, auch wenn einige glasklare Funktionen ausführlichst beschrieben werden, während schwierigere Sachverhalte nur angerissen werden.
PREISE & KOSTEN °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Es ist ziemlich schwierig, eine exakte Preisliste aufzuführen, da es bei der Telekom und T-Online extrem viele verschieden Anschlussarten und Tarife gibt. Für T-DSL muss man grundsätzlich einmal eine zusätzliche monatliche Grundgebühr berappen, deren Höhe allerdings davon abhängt, welchen Anschluss man bereits hat. Besitzt man einen ISDN-Anschluss, ist es auf jeden Fall schon einmal billiger im Vergleich zu einem analogen Anschluss. Allerdings existieren, wie allgemein bekannt, eine Vielzahl von ISDN-Tarifen, die eine unterschiedliche Menge an Leistungen und Funktionen ermöglichen. Generell gilt: Je höher die monatliche Grundgebühr bisher war, umso günstiger ist nun der zusätzliche Betrag für DSL. Bei meinem Standard-ISDN-Tarif beträgt die monatliche Grundgebühr zusätzlich 14,90 DM, um ein Beispiel zu nennen.
Zu diesen regelmäßig auftretenden Kosten kommt einmalig eine Gebühr von 100,86 DM hinzu; schließlich kosten die Endgeräte etwas. Ansonsten muss man erneut über 100 DM berappen, sollte man sich außer Stande fühlen, den Einbau und die Installation selbst durchzuführen. Allerdings hoffe ich, dass nach meinen ausführlichsten Erläuterungen keine fragen mehr offen bleiben.
Ein großes Lob muss ich der Telekom/T-Online hinsichtlich der Tarifgestaltung machen: Die DSL-Flatrate ist ein hervorragendes Angebot, das auch von den meisten der Nutzer verwendet wird. Die weiteren Kosten halten sich meiner Ansicht nach im Rahmen und sind für die angebotenen Leistungen mehr als fair.
DSL – MEINE ERFAHRUNGEN °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Welch ein Hochgenuss, nach der langen Zeit frustrierenden Wartens endlich mit „Highspeed“ im Internet surfen zu können! Die deutlich größere Menge an Datenpaketen, die nun über die Telefonleitungen gelotst werden könne, wirken sich überaus positiv auf die Schnelligkeit des Seitenaufbaus sowie das Herunterladen und Versenden von Daten aus. Meiner mehr oder weniger genauen Einschätzung zufolge bauen sich Seiten nun im Schnitt dreimal so schnell auf, selbst die komplexesten (N-TV) sind binnen 2 Sekunden vollständig verfügbar. Noch interessanter ist natürlich das Herunterladen: Gleich bei unsrem ersten Austesten der neuen Technik wollten wir das bis zu 12 mal schnellere DSL ausnutzen und versuchten uns an einer Mp3, die wir bei Napster auswählten. Ein Schock war es doch, trotz all der Ankündigungen: Mit einer Geschwindigkeit von 65k/s (ISDN im Durchschnitt max. 7) wurde der 5 MB große Song in weniger als einer Minute heruntergeladen: Man kann sich Mp3s beim Herunterladen nun gleichzeitig anhören!!! Voraussetzung, um Daten schnell „downzuloaden“ ist immer, dass der Gegenüber derartige Geschwindigkeiten unterstützt; ist dies nicht der Fall, nützt auch DSL nichts, um ewig andauernde Downloads zu vermeiden.
Der Wehrmutstropfen, dass Daten nur mit doppelter ISDN-Geschw. vom eigenen PC weggeschickt werden, ist in meinen Augen zwar ein Ärgernis, aber trotzdem zu verschmerzen.
FAZIT °°°°°°°°°°°°° Für wen eignet sich T-DSL nun, und ist es überhaupt sinnvoll? Eine Vielzahl von Lesern mag sich das nun nach dem Lesen des Berichte fragen; die Antwort lässt sich eigentlich bereits aus meinen Erzählungen herauslesen: Vor allem Vielsurfer können ohne zu Zögern zugreifen, da der günstige Flatrate-Tarif sowie die Geschwindigkeit vor allem dieser Gruppe zu pass kommt. Auch Personen, die gerne mit großen Datenpaketen im Netz herumhantieren, werden logischerweise kaum an DSL vorbeikommen; aber auch der Normalnutzer (wie ich) sollte sich den Wechsel zu DSL einmal durch den Kopf gehen lassen: Zu groß sind die dadurch entstehenden Vorteile und zu gering die Nachteile in Form geringer Kostenerhöhungen, als dass man die neue Technik unbeachtet lassen sollte.
Mich persönlich hat T-DSL von der Telekom/T-Online vollkommen überzeugt: Allein die oft unkompetenten Tipps an der Hotline haben ein wenig am Nervenkostüm gezerrt! Außer der genannte Inkompatibilität mit wenigen Programmen habe ich keinerlei Fehler entdeckt, was mich ebenfalls überrascht hat.
Küsschen, Magdal.ena
Ein kleiner Tipp: Schaut euch kurz einmal die Nutzer "Systemhasser" und "angelscry" an; neu bei Ciao und doch schon exzenllente Berichte. Ebenso "e-mum".
Sehr guter Bericht. Ich habe nach der Ausbildung einige Wochen bei der Telekom im Callcenter der Störungsannahme gesessen und kann ein Liedchen über diese Probleme singen. Viele Probleme bei der Telekom kommen meiner Meinung daher, dass kein Geld für Schulungen ausgegeben wird. Wir bekamen eine eintägige Schulung, in der wir die Technik lernten. Das war für uns Fachinformatiker kein größeres Problem, während die Bürokaufleute von dem ganzen Kram noch nie etwas gehört hatten. Und dann wurde erwartet, dass sie nach einem Tag die Technik kennen und andere Menschen beraten können. Das konnte nicht funktionieren. Dann wurden wir auf die Kunden losgelassen. Wir wollten den Kunden helfen, konnten es in den meisten Fällen nicht, weil wir einfach nicht trainiert waren. Deswegen gab es die für die Telekomberatungen typischen Probleme: lange Wartezeiten, inkompetentes Person (wie hätten wir auch kompetent werden sollen?), Weiterleitungen. Die Leute, die am Telefon verkauft haben, haben sehr gute Schulungen bekommen. Deswegen wundern mich solche Berichte wie deiner nicht mehr.
Hi Magdal.ena! Ich hab fast das Gleiche erlebt wie du. Bei mir ist es auch zu spät gekommen und dann hat es eine Ewigkeit gedauert bis es feigeschaltet wurde. Ich teile deinen Schmerz ;-).
20.02.2006 13:09
Sehr guter Bericht. Ich habe nach der Ausbildung einige Wochen bei der Telekom im Callcenter der Störungsannahme gesessen und kann ein Liedchen über diese Probleme singen. Viele Probleme bei der Telekom kommen meiner Meinung daher, dass kein Geld für Schulungen ausgegeben wird. Wir bekamen eine eintägige Schulung, in der wir die Technik lernten. Das war für uns Fachinformatiker kein größeres Problem, während die Bürokaufleute von dem ganzen Kram noch nie etwas gehört hatten. Und dann wurde erwartet, dass sie nach einem Tag die Technik kennen und andere Menschen beraten können. Das konnte nicht funktionieren. Dann wurden wir auf die Kunden losgelassen. Wir wollten den Kunden helfen, konnten es in den meisten Fällen nicht, weil wir einfach nicht trainiert waren. Deswegen gab es die für die Telekomberatungen typischen Probleme: lange Wartezeiten, inkompetentes Person (wie hätten wir auch kompetent werden sollen?), Weiterleitungen. Die Leute, die am Telefon verkauft haben, haben sehr gute Schulungen bekommen. Deswegen wundern mich solche Berichte wie deiner nicht mehr.
31.08.2004 15:40
Da schmückt sich jemand mit Deinen Federn: http://www.yopi.de/erfahrungsbericht_5827__Mein_12_monatiger_Leidensweg_zum_T_Dsl_Anschluss
17.09.2001 17:45
Hi Magdal.ena! Ich hab fast das Gleiche erlebt wie du. Bei mir ist es auch zu spät gekommen und dann hat es eine Ewigkeit gedauert bis es feigeschaltet wurde. Ich teile deinen Schmerz ;-).