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Nachdem meine Analog-Flatrate von AOL (siehe Artikel vom 11.08.01) Mitte August weggefallen ist, musste ich mir Gedanken über eine geeignete Alternative machen. Für mich war klar: Eine neue Flatrate musste her. Internet-by-call kam für mich nicht in Frage, da es auf Dauer gesehen und für einen „Vielsurfer“ wie mich zu teuer werden würde. Leider gibt es herkömmliche (bezahlbare) Flatrates nur noch in Verbindung mit ADSL und so entschied ich mich für einen T-DSL-Anschluss der Deutschen Telekom.
I. Was ist ADSL?! ********************** ADSL steht für „Asymmetric Digital Subscriber Line“. Diese Technologie ermöglicht es, Daten über ein normales Kupferkabel mit Hochgeschwindigkeit zu senden und zu empfangen. Asymmetrisch deshalb, weil beim Download höhere Geschwindigkeiten als beim Upload erreicht werden. Der Vorteil von ADSL ist, dass Telefon- und Datensignale getrennt werden, so dass gleichzeitiges Telefonieren und Surfen möglich ist. Dies geschieht durch den sog. Splitter (BBAE=Breitbandanschlusseinheit). T-DSL, die Marke der Telekom, erlaubt Downloadgeschwindigkeiten von 768 kbit/s, also 12-fache ISDN-Geschwindigkeit. Der Upload läuft mit max 128 kbit/s ab. Allerdings ist die Downstream- bzw. Upstream-Geschwindigkeit jeweils vom anderen Server abhängig. So kann es Euch passieren, dass Ihr „nur“ Download-Geschwindigkeiten von 100 kbit/s habt.
II. Beantragung ****************** Zuerst habe ich mich im Internet auf der Telekomhomepage (http://www.telekom.de/tdsl) unter dem Punkt „Verfügbarkeitsprüfung“ informiert, ob T-DSL für meine Strasse verfügbar ist. Ich hatte Glück, denn unser Anschlussbereich war grundsätzlich für DSL geeignet. Im T-Punkt und im Internet deckte ich mich mit Informationsmaterial ein und ließ mich beraten. Als ich mich ausreichend informiert fühlte, beantragte ich T-DSL. Es dauerte ca. 5 Minuten, bis der Auftrag im Computer erfasst wurde.
III. Installation ***************** Nach 5 Wochen war es soweit: das Paket mit den T-DSL-Geräten kam per Post. Im Paket sind neben einer einfachen Montage- und Bedienungsanleitung folgende Komponenten enthalten: T-DSL-Modem (NTBBA=Network-Termination-Breitbandanschluss), T-DSL-Splitter (BBAE), 1 TAE-Anschlusskabel und 2 R45-Kabel für die Verbindungen BBAE-NTBBA und NTBBA-Netzwerkkarte. Eine Netzwerkkarte müsst Ihr Euch im Fachhandel oder im T-Punkt besorgen; dort kostet die Ethernet-Karte 49,- DM. Alternativ kann ein externer Ethernet USB Adapter verwendet werden.
Zuerst wird der Splitter in der Nähe der Telefonbuchse (TAE) angebracht. Hierfür gibt es eine Bohrschablone in der Montageanleitung. Jetzt wird das Telefon von der TAE-Buchse getrennt. Nach Verbindung von TAE-Dose und Splitter mit dem TAE-Anschlusskabel wird das Telefon an die vorgesehene TAE des Splitters angeschlossen.
Laut Telekom-Montageeinleitung soll nun das 3 m lange RJ45-Kabel den Splitter mit dem DSL-Modem verbinden. Bei mir war das allerdings nicht möglich, da Telefonbuchse und Computer in verschiedenen Räumen sind. Nach Rückfrage in einigen DSL-Newsgroups stellte ich fest, dass auch das 6 m lange RJ45-Kabel, das eigentlich für die Verbindung NTBBA-Ethernet-Karte vorgesehen war, zwischen Splitter und Modem verwendet werden kann. Das geht aber nur mit den neuen T-DSL-Paketen mit Siemens NTBBA. Also habe ich den Splitter durch das 6 m lange Kabel mit dem DSL-Modem verbunden. Am DSL-Modem werden die RJ45-Kabel zum Splitter (Anschluss: BBAE) und zur Ethernet-Karte (Anschluss: 10 Base T) angeschlossen. Das zweite RJ45-Kabel wird in die Ethernet-Karte gesteckt.
Am DSL-Modem gibt es 4 Kontrolleuchten: Power, SYNC, ATM, 10 Base T. Wichtig ist vor allem die SYNC-Leute. Leuchtet diese rot, kann keine T-DSL-Verbindung hergestellt werden. Normalerweise müssen alle Lampen grün leuchten (Ausnahme: ATM; diese hat keine Bedeutung). Eine genaue Übersicht findet Ihr auch in der Bedienungsanleitung. Bei DSL-Störungen solltet Ihr Euch an die Hotline (0800 330 4433) oder an den Service der Telekom (0 800 330 2000) wenden.
Rein von der Hardware her ist jetzt alles gemacht. Wenn alle Leuchtioden grün leuchten, steht dem Surfen mit High Speed nichts mehr im Wege. Eigentlich! Zuerst solltet Ihr die beiliegende Software installieren. Diese dient zur Optimierung des Systems. Außerdem kann man mit der Software die tatsächliche Geschwindigkeit beim Surfen ablesen. Jetzt geht’s ins Internet :-)
IV. Inbetriebnahme ********************** Momentan gibt es (neben regionalen und kleineren Anbietern) 2 große Provider, die eine DSL-Flatrate anbieten: T-Online und AOL. Bei AOL kostet die Flatrate 39,90 DM (mit einjähriger Vertragsbindung) bzw. 49,90 DM (ohne Vertragsbindung). Bei T-Online werden 49,- DM berechnet. Ich habe mich für den Tarif T-Online dsl flat entschieden. Nach Installation der T-Online-Software kann ganz normal eine DFÜ-Verbindung aufgebaut werden. Endlich wieder online und das mit High Speed :-)))))
V. Kosten ************ T-DSL ist sowohl mit einem Analog- als auch mit einem ISDN-Anschluss möglich. Ich habe den Analoganschluss T-Net. Die Kosten findet Ihr in der aktuellen Telekom-Broschüre. Bei meinem Analog-Anschluss T-Net handelt es sich um einen monatlichen Grundpreis für den Anschluss von 24,81 DM; einem monatlichen T-DSL-Preis von 39, 89 DM, macht also einen monatlichen Gesamtpreis von 64,70 DM + Flatrate-Gebühr (je nach Anbieter).
VI. Service und Info ************************ Die DSL-Beantragung verlief problemlos. Innerhalb weniger Tage war die Auftragsbestätigung da. Das Paket mit den DSL-Komponenten und die T-Online-Zugangsdaten kamen ungefähr 5 Wochen nach Beantragung und zeitlich aufeinander abgestimmt, nämlich gleichzeitig. Die Installation und Inbetriebnahme waren auch ohne Komplikationen möglich.
Am Tag nach der Installation hatte ich ein kleines Problem: die SYNC-Leuchte leuchtete rot. Ich rief bei der Technik-Hotline an und meldete mein Problem; freundlich sicherte mir die Dame die Lösung des Problems zu und erklärte mir, wie es dazu kommen konnte. Am nächsten Morgen rief ein Techniker der Telekom bei an und sagte mir, dass Modem nun resettet sei und der Zugang wieder möglich. Ein wirklich toller Service :-)
Die KOSTENFREIEN Hotlines der Telekom können wie folgt erreicht werden:
- für allgemeine DSL-Fragen, 0800 330 1000 - für DSL-Störungen, 0800 330 2000 - für DSL-Technikfragen; 0800 330 4433 - für Information und Vertrieb; 0800 330 9009
VII. Fazit *********** Für mich hat sich T-DSL in Verbindung mit der Flatrate auf jeden Fall gelohnt. Es ist schnell, läuft sehr stabil und ist einfach empfehlenswert :-)
13.01.2002 16:21
Wunderbarer Bericht!! Ich habe auch DSL, surft sich echt nicht schlecht =) Viele Grüße Soljah
05.11.2001 16:20
Also ich muss schon sagen: TOLLER BERICHT !!! MfG Peggy
04.11.2001 12:25
Frischer Bericht , daher s.h. obwohl Telekom bzw. T-DSL nich ganz mein Fall is :) PEACE Logk[DOgk]