T-DSL (Telekom)

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T-Online DSL-Flat? Ich bin doch nicht blöd!

1  24.10.2001 (25.10.2001)

Pro:
nichts

Kontra:
teuer, arroganz

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Navigation / Übersichtlichkeit:

Informationsgehalt

Aktualität der Website:

Nutzwert der angebotenen Leistung:

Preisniveau:


trabajador5

Über sich:

Mitglied seit:29.06.2000

Erfahrungsberichte:252

Vertrauende:251

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 170 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Zur Zeit sind wir dem Monopol der Telekom, was einen DSL-Anschluss betrifft, zwar nahezu schutzlos ausgeliefert, was jedoch den Provider angeht, so gibt es Alternativen.
Dabei muss man ganz bestimmt nicht auf die Telekom Tochter T-Online zurückgreifen, um in den Genuss der DSL-Geschwindigkeit zu kommen.
Da gibt es mit 1&1 einen Anbieter, der das gleiche Produkt günstiger und mit besserem Service anbietet.
Der Service von T-Online ist meiner Ansicht nach sehr schlecht und trägt immer noch die Züge eines Monopolisten und Staatsbetriebes.
Ich war schon einige Male Fast-Kunde. Dabei ist mir (unter anderem) folgendes aufgefallen:

1. Der Zirkus mit dem Einschreiben
Will man bei T-Online Kunde werden, so wird, was die (angebliche) Sicherheit anbelangt, ein ziemlicher Zirkus betrieben. Das Password kommt per Einschreiben, und das macht mir als Berufstätigen doch einigen Umstand, zumal diese Post nur noch zwei Wochen aufbewahrt wird. Dem Argument der Sicherheit kann ich hier nicht folgen, weil T-Online bei der Weitergabe und Verarbeitung von Kundendaten auf der anderen Seite keine Skrupel besitzt und es mit der Sicherheit sonst auch nicht so genau nimmt. Noch nicht einmal Banken treiben einen derartigen Aufwand.

2. Abbuchung sofort
Der Grund für das Einschreiben liegt meiner Meinung nach woanders, denn sofort nachdem man die Unterschrift geleistet hat, wird mit dem Abbuchen des Geldes vom Konto begonnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man inzwischen gekündigt hat, oder ob man schon mit diesem Provider ins Internet gegangen ist. Ich hatte mir seinerzeit auch ein Password besorgt, es aber nie genutzt und 3 Tage später meine Mitgliedschaft telefonisch gekündigt. Ich musste über ein halbes Jahr hinweg die Abbuchungen von T-Online rückgängig machen, bis ich als Kunde dort nicht mehr registriert war. Von einer Bestellung der T-Online DSL-Flat ist vor dem Leuchten der grünen Lampe am Modem jedem abzuraten, denn T-Online nimmt keine Rücksicht darauf, ob man DSL überhaupt schon nutzen kann. Das ist bei 1&1 anders. Hier beginn die Flat erst mit dem ersten Einloggen. Bei T-Online sieht man die Gebühr offensichtlich immer noch als eine Art von Steuer an.

3. Einseitige Verträge
Kurz vor dem Auslaufen hatte ich bei T-Online die alte (analoge) Flat bestellt. Plötzlich wurden die Konditionen geändert. Man bekam für das gleiche Geld ein anderes (minderwertigeres) Produkt. Man verlangte jetzt von mir, dass ich kündigen müsse, obwohl die Grundlagen des Vertrages nicht mehr Bestand hatten. Eigentlich hätte jetzt (bei gegenseitigem Einverständnis) ein neuer Vertrag geschlossen werden müssen.
T-Online (Staatsbetrieb) verlängerte jetzt bei Nichteinspruch einfach den alten, unter ganz anderen Voraussetzungen geschlossenen Vertrag, zu alten Konditionen (bedeutet Preis und Kündigungsfristen).
Das ist so, als würde ich einen Vertrag mit jemandem über den Verkauf eines Mercedes schließen und verlange hinterher, dass er mir zu gleichem Preis einen VW abnehmen muss, weil er dem alten Vertrag nicht widersprochen hat. Ein schlechter Witz, und ein Beispiel, das die ganze Arroganz dieses Unternehmens zeigt.

Insgesamt ist der Service schlecht. Bestätigt wird ein besserer Service durch 1&1 auch in der Fachpresse (z.B. Connect). Was die Flat selbst betrifft, so handelt es sich hier wie gesagt um das identische Produkt, da 1&1 nur ein Re-Seller des T-Online Produkt DSL-Flarate ist.
Dabei bietet 1&1 noch weitere Dinge, die T-Online nicht bieten kann:

1. keinen T-Online Software Zwang und damit ressourcensparendes Surfen.
2. 100 E-mail-Adressen
3. eine kostenlose de-Domain
4. kostenlose Telefonanlage und Erstattung der Anmeldegebühr von DM 100,86 bei Abschluss des ISDN-XXL Tarifes bei 1&1; wahlweise ein kostenloses ISDN-Komforttelefon
5. kostenlose Netzkarte
6. Provision in Höhe von 40 Euro (Oktober), wenn man sich vor Abschluss der Flatrate als sogenannter Profiseller registriert
7. Auswahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Flatrate-Varianten. Hier ist insbesondere der Tarif incl. 100 Freistunden für DM 29,15 zu nennen. Für Nutzer von ISDN-XXL gibt es die Möglichkeit, sonntags über die freie Einwahl gratis zu surfen und die 100 Stunden für Montag bis Samstag zu nutzen.
8. 10 DM/Monat Preisvorteil bei der echten Flatrate gegenüber T-Online

Ich surfe seit 3 Tagen mit 1&1 und bin hochzufrieden. Alle positiven Meinungen wurden bestätigt. Zu T-Online kann ich nur sagen (a la Mediamarkt):
T-Online DSL Flat? Ich bin doch nicht blöd! (obwohl indirekt doch wieder Kunde).

Update 25.10.
es gibt jetzt noch die Möglichkeit, bei den 1&1 DSL Tarifen drei Monate gratis zu surfen, wenn man sich für 12 Monate bindet, d.h. man zahlt nur für die letzten 9 Monate.
Ich glaube, es lohnt sich. Ich werde meinen Tarif über control-center.de ändern (ist laut Hotline möglich) und dann November bis Januar gratis surfen. Vertragsende wird in meinem Fall der 30.10.2002.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Klaus Alfred

Klaus Alfred

10.11.2001 23:36

Ist sehr informativ und nachzuvollziehen. Ich surfe trotzdem mit T-Online (Firmenaccount) und privat mit AOL-DSL. Gruß K.A.

KICR

KICR

08.11.2001 12:19

Hallo, ich habe ungefähr die gleichen Probleme gehabt, vor allem was die Beantragung betrifft. Siehe hierzu auch meinen Bericht. CU KICR

snoozy.de

snoozy.de

31.10.2001 06:00

Im Grunde ist T-DSL nicht teurer als alle anderen DSL-Anbieter. Wobei es ja nicht wirklich viele gibt. Die wenigen die es sind greifen auf die Netze der Telekom zu :-(. Der höhere Preis ist der Preis für einen deutschen Server. Dieser ist verschlüsselt und unterliegt den Richlinien der Komunikationsbehörden. Bei AOL ist das etwas anders. Dort greift man nicht einfach mal ebend in Deutschland zu! Wer kann sollte sich für T-Online entscheiden. Ein Fernseher von Yamaha ist auch besser als ein Blaupunkt. Er kostet aber etwas mehr. Diese Kosten machen sich bei der Benutzung wieder weg. Zum Service. Bis heute hatte ich nur selten Probleme mit dem Zugang. Wenn doch mal ein Problem anlag konnte ich dies kostenlos via Telefon 24 Stunden am tag beheben. Wo wir gerade dabei sind: Mein Anschluss hat mich mit allem nur 10 DM gekostet. Incl. aller Geräte! Nun, jeder hat seine Meinung und dafür ist CIAO auch da. Es ist schön auch einmal eine andere meinung gehört zu haben und diese ist sehr gut und sachlich geschrieben. cu daniel

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