T-DSL (Telekom)

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Ein "Kasperletheater" ohne Happy End

1  30.03.2005

Pro:
Freundliche Hotline - Mitarbeiter

Kontra:
Konnte nach drei Wochen nach Freischaltung ( !  !  ! ) noch nicht ein einziges Mal einwählen ( !  !  ! )

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Navigation / Übersichtlichkeit:

Informationsgehalt

Aktualität der Website:

Nutzwert der angebotenen Leistung:

Preisniveau:


Pater_Brown

Über sich: Alte Bauernregel: Hast Du Flieder in der Vase, zieht der Duft Dir in die Nase ;-)

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Vertrauende:97

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Vorwort

Wenn man schon einmal umzieht - so dachte sich Pater_Brown - sollte man doch auch gleich Nägel mit Köpfen machen und die bisherigen zwei Amtsleitungen mit separater Einwahl für den Computer über das 56k-Modem durch einen schnellen DSL-Anschluss ersetzen. Oh Wunder - just zum geeigneten Zeitpunkt rief ein Mitarbeiter der T-Com (wie sich die einstige Behörde nun flippig-marktgerecht tituliert) der Niederlassung Stuttgart an und fragte nach, ob man denn nicht den eben laufenden Aktions-Zeitraum nutzen wolle, während dem die T-Com sowohl die Bereitstellungsgebühr von ca. 100 Euro sowie die Kosten für das DSL-Modem nicht berechnen werde.

Die Verhandlungen

Da Pater_Brown als Mac-User in einer Windows-verseuchten Welt ohnehin etwas skeptisch ist bei solchen Angeboten, folgte die zwangsläufige Frage, ob denn ein Betrieb des DSL unter Mac OS 9.1 überhaupt möglich sei... da folgte sogleich die beruhigend sein sollende Auskunft, im Raum Stuttgart gebe es jede Menge Werbeagenturen, die nur mit Macs arbeiten, und da laufe alles ohne Probleme. Nach einigen Tagen Bedenkzeit - und der wiederholten Versicherung, die Modems vom Typ Teledat 431 LAN seien absolut plattformunabhängig von jedem netzwerkfähigen Rechner nutzbar - erteilte Pater_Brown schließlich eine Zusage zum Tarif DSL Business 1000 einschließlich 2 GB Datentransfer pro Monat plus Homepage für den Preis von 29, 90 Euro.

Erste Freude und erste Wut

Zunächst lief ja alles so flott, dass man sich eigentlich hätte freuen sollen... innerhalb der nächsten zwei Tage trafen sowohl Auftragsbestätigungen als auch der erste Hardware-Teil ein. Aber: bei genauerem Studium der Bestätigung für die Lieferung der Hardware (Modem) fand man den Hinweis eingetragen, hierfür sei eine einmalige Zahlung (ohne Angabe des Betrages) zu entrichten. Bei der angegebenen Hotline wurde wutentbrannt angerufen und der Rücktritt vom Vertrag angekündigt, falls sich die T-Com nicht an ihre telefonischen Zusagen halten sollte. Zunächst kam die lapidare Auskunft einer Mitarbeiterin am Telefon, der Aktionszeitraum wäre doch schon vorbei... nachdem sie sich aber einige harte Worte zum Vertragsgebaren der T-Com anhören musste, stellte sie anhand eines Rundblicks in ihrem zukunftsweisenden Computersystem fest, dass die rechte Hand bei der T-Com nicht weiß, was die linke tut, und es dem eigentlich zuständigen Kundenzentrum Weiden offenbar entgangen war, dass die Niederlassung Stuttgart die kostenreduzierten Aktionswochen als Grundlage für den Vertrag festgeschrieben hatten.

Probieren geht über Studieren... und dann... ???

Nachdem der Ärger verflogen war, wurde sogleich die Hardware installiert... das ist tatsächlich für jeden Laien machbar, soweit er eine Bohrmaschine halten und bedienen kann (zur Wand- Anbringung des Splitters und des Modems). Die Anbringung der Kabel kann dank mitgelieferter Gebrauchsanweisungen zu Splitter und Modem eigentlich auch kein Idiot verkehrt machen... es gibt ja eigenlich keine Möglichkeit dazu; das Steckersystem ist für jeden deutbar. Aber wie wählt man ein...??? Angeblich gibt es auf der mitgelieferten CD eine Software... doch wie der genervte Mac-User nun lesen muss, ist selbige ausschließlich für Windows-Systeme geeignet. Na, toll !!!

Zweiter Wutausbruch und Versuch der Selbsthilfe

Da es ja hieß, Provider werde auch beim T-DSL-Business-Tarif t-online sein, flugs auf der Webseite von t-online nachgesehen. Super ! Da findet man sowohl Modem-Treiber als auch Komplett-Software mit Konfigurations-Assistenten für den Mac unter OS 9.1.. kann also wohl nix schiefgehen... ? Treiber heruntergeladen, Konfiguration geschrieben, Einwahl versucht... was passiert... ? Fehlermeldung: "Benutzerüberprüfung fehlgeschlagen".

Weitere Wutausbrüche und unfähige Hotlines

Was nun folgt, ist das im Titel erwähnte Kasperletheater.... der "Pater" wird hin- und hergeschubst zwischen allen möglichen Hotlines, die es zwar gut meinen und deren Mitarbeiter alle freundlich sind, aber die keinerlei Ahnung haben, was man denn nun konkret tun könnte. Die Zeit verstreicht, der T-Com ist es offensichtlich egal.

Die erste Androhung der Kündigung

Pater_Brown droht zum 23. 3. mit Kündigung des Vertrags, da keine Einwahl möglich ist. Am 19.3. erreicht ihn ein Schreiben mit Angabe eines online-Links über ein Kundencenter für Business-Kunden, über den man eine Einwahl-Software erhalten soll... ABER: eine KOSTENPFLICHTIG ZU LIZENSIERENDE Software... WIE BITTE ??? Bei Vertragsabschluss war hiervon NIE die Rede !!!!!!!!!
Trotzdem: Probeweise dem Link gefolgt: er führt ins Nichts. Bei manueller Eingabe des Links im Browser landet man auf einer englischsprachigen Seite von Siemens... na toll. Und was und wo jetzt suchen... ?

Die ultimativen Wutausbrüche und der Grund zur Kündigung

Nun platzt auch dem geduldigen "Pater" der Kragen. Anruf bei einer Hotline und Mitteilung, dass bei dieser Art Vera....... nicht mehr mitgespielt wird. Auf die Anforderung einer kostenlosen Hotline zu t-online reagiert eine Mitarbeiterin der T-Com mit einer 01805-Nummer und derart pampig, dass dem "Pater" das "Götz-Zitat" entfleucht.
Witzigerweise kommt zwei Tage vor Ablauf des genannten Ultimatums ein Anruf eines Mitarbeiters, der eine neue Web-Adresse (www.adslhilfe.de) nennt, wo man die Einwahlsoftware bekommen könnte. Der Mitarbeiter betet eine Konfigurationslitanei herunter, die zunächst dankbar mitgeschrieben wird... aber er hätte sie sich genausogut sparen können, da man sie später im "Readme" der heruntergeladenen Datei wiederfindet.
"Macpoet" heißt die neue Hoffnung des Paters; weniger als 1 MB belegt das Ding und soll den Rechner mit dem Zauberwort "PPoeP" klaglos mit dem DSL-Zugang verbinden. Na, und wie ??? Gar nicht. Berim ersten Einwahlversuch kommt gleich wieder die Fehlermeldung "Password expired", nachdem man die Benutzerdaten der T-Com eintragen soll. Klasse !!!!
Na gut, Pater_Brown hätte sanftmütig noch einmal angerufen und nachgefragt, was das mit dem Passwort soll... wenn nicht..... ja, was ?
Nach Zurückschalten auf das interne Modem zeigte Mozilla bei der gewohnten analogen Einwahl nur noch leere Seiten. Erst die rigorose De-Installation des "Macpoet" ließ wieder eine analoge Nutzung des Webs zu.

Erläuterungen

Die T-Com verlangt ein sogenanntes PPoeP-Protokoll für die DSL-Einwahl, da das interne 56k Modem des iMac umgangen werden muss und somit über die Ethernet-Schnittstelle verbunden werden muss. Seltsamerweise scheint dies bei direktem Vertragsabschluss über t-online nicht der Fall zu sein; die t-online-Treiber wählen normal über PPP an und stellen eine Verbindung zum t-online -Server her; aber die "Extrawürste" der T-Com lassen eine Verbindung dann nicht zu (weil die T-Com andere Benutzerkennungen vergibt).

Meine Meinung

Wohlgemerkt und noch einmal betont: meine Erfahrungen betreffen ausschließlich Mac-User mit dem Classic-Betriebssystem 9.1; wie es bei Windows-Usern aussieht, weiß ich nicht. Aber ich habe nunmehr drei Wochen Ärger ohne die geringste Möglichkeit zur Einwahl satt. Am 7.3. wurde mein DSL-Anschluss aktiviert; nicht ein einziges Mal konnte ich das Ding überhaupt testen, weil ich immer noch nicht weiß, wie ich denn nun einwählen soll. Ein derartiges Kasperletheater wegen eines lausigen Internet-Zugangs habe ich überhaupt noch NIE erlebt.... anscheinend meint die T-Com immer noch, sie könne sich als "Ex-Staatsbetrieb" alles erlauben und müsse sich nicht an den Kunden orientieren... mich ekelt diese Gleichgültigkeit an, ich habe heute die Kündigung des DSL-Tarifs zur Post gegeben und die Rechnung der T-Com für März um die DSL-Gebühren gekürzt. Für mich grenzt das Vorgehen der T-Com an versuchten Betrug. Keine Einwahl, kein Kundenservice, keine Sachkenntnis bei den Hotlines... ich bin versucht zu sagen, "T-Com bleib bei Deinen Fonen" :-) -anlehnend an ein altes Sprichwort- !!!
Update folgt mit der ersten Reaktion der T-Com ;-)

Fazit

Für Mac-User unter Classic-Betriebsystem kann ich KEINERLEI Empfehlung aussprechen. ein Pflichtstern geht an die überwiegende Freundlichkeit der Hotline-Mitarbeiter (doch, das sei betont, wenn auch fast keiner eine Sachkenntnis hatte !!!)

PS: Da ich gerade diese witzigen "Produktdetails" bewerten muss: Die T-Com-Seite selbst bietet KEINERLEI Hilfestellung in Sachen DSL... insofern ist das vernichtendste Urteil gerade noch gut genug... ;-)

Pater_Brown für ciao, März 2005
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Zilina

Zilina

06.05.2013 17:27

Ach hör mir bloß mit denen auf... LG Zilina

hellokathy

hellokathy

01.03.2012 13:21

Hab selbst mal bei einem Unternehmen gearbeitet, dass unter anderem den Service für Big T gemacht hat. Da ist halt niemand vom Fach und mit knapp 4 Wochen Einarbeitungszeit und sonst nur Produkt- und Verkaufsschulungen wird halt niemand zum IT-Fachmann. Wirklich schade, dass du so miese Erfahrungen machen musstest. Ich hoffe, dass es jetzt, Jahre später, besser läuft. :)

xaver_s

xaver_s

05.10.2011 09:09

man muß einfach öfter das Bugfix-File Update downloaden, je nach Provider mit einem Screenshot -Tool das Icon auf dem Desktop upgraden, dann hat man maximalen Benefit auch mit Stadardbrowser

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