Tra(u)ma T-COM-PUNKT-ONLINE
08.08.2006 (09.08.2006)
Pro:
T - COM - PUNKT - ONLINE - Katastrophe?
Kontra:
JA ! T - wie Trauma . . .
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Navigation / Übersichtlichkeit:
Informationsgehalt
Aktualität der Website:
Nutzwert der angebotenen Leistung:
Preisniveau:
 Euriginal
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:19
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 48 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Tra(u)ma T-COM-PUNKT-ONLINE Mai 2006. Die neue Wohnung ist fertig, angemalt, Möbel drin, Musik auch - was fehlt ist Telefon … Nach vorhergehenden Erfahrungen denke ich mir: OK, die haben dazugelernt, kein Problem - denkste …
Also ab in den T- Punkt, logisch, schnell mal eben Fon und Internet bestellen, kein Problem! Sagt mir die freundliche Mitarbeiterin im Laden. Klasse, denke ich, noch zwei, drei Tage und ab geht's … Die freundliche Mitarbeiterin im T-Punkt fragt mich nach Name, Adresse und - HALT! Das erste Problem taucht auf. Wo sagten Sie, wohnen sie, in welcher Straße, fragt mich die (noch) freundliche Dienerin der T-Punkt-Com-Onlin-Mobil-ehemals-DEUTSCHE POST … Ring, sage ich, wie der Ring. Ganz einfach. Denkste … Ham wir nich - sagt die noch freundliche Dame. Was? frage ich, ich weiß doch wo ich wohne … Kann ja sein, werde ich informiert, aber, sehen sie: Es gibt in ihrem Ort diese Straße nicht - und dreht mir den T-Com-Online-SuperDuper-Monitor hin. Tatsächlich! Meine Straße gibt es nicht in meinem Ort. OK, denke ich, hol meine Pass raus: Sehen sie, da stehts: Ring, wie der Ring … Nee, sagt die Dame, sehen sie doch, es gibt da keine Ring … OK … Also sage ich ihr - noch sehr freundlich: Wissen Sie, also ich weiß wo ich wohne, ich habe auf meinem Person meine Adresse stehen - und sehen sie, da steht Ring, ganz eindeutig Ring …
Ham wir aber nich … ????!? … Gute Frau, sage ich, wissen sie, ich wohne in einer Straße mit einigen hundert anderen. Und in meinem Block wohnen rund dreißig andere, jeder hat ein Telefon, wie kann es sein, dass sie sagen, dass es Ring nicht gibt? Wieder bekomme ich den Monitor hingehalten: Sehn sie doch, es gibt dort keine Ring … Wie bitte, frage ich, gerade noch freundlich, kann es sein, dass meine Nachbarin, mein Nachbar und alle ande-ren Telefon haben, wenn es Ring nicht gibt? Kann ja sein, sagt die nun ein wenig unfreundlichere Dame, aber Ring gibt's hier nicht … OK, sage ich, füllen sie bitte einfach meinen Antrag aus, dann sehen wir weiter … Sie: Aber das geht nicht, es gibt keine Ring … (ich bremse mich, füge freundlich hinzu: einfach ausfüllen, es wird sich jemand bei mir melden, dann sehen wir weiter …) … Nö, kann ich nicht, sagt sie, es gibt diese Straße nicht. Mir platzt da fast das Hemd: Machen sie doch einfach das was ich möchte: Telefon beantragen, DSL flat, WLAN, schreiben sie meine Adresse rein, der Rest ist meine Sa-che. Dachte ich, dachte falsch. Aber, wenn es diese Straße doch nicht gibt, kann ich sie da auch nicht anmelden, sagt die nun nicht mehr sehr freundliche Walküre, und wenn, dann wird es ganz sicher eine größere Baumaß-nahme geben, das kann bis zu einem Jahr dauern …
Mit hochrotem Kopf stehe ich sprachlos vor der selbstsicheren "nichtmehrfreundlichlächel"- Dame des T-Punkt. Sie will wohl vermeiden, dass ich verplatze und lenkt patzig ein: Na, dann trage ich einfach ein, dass da eine Baumaßnahme erfolgen muss. Jetzt bin ich geplatzt! So richtig! Nein, ich schreie nicht! Mit sehr ruhigen, sehr, sehr ruhigen Worten sage ich zu ihr: Wissen sie was, tragen sie doch einfach nur meine Daten in meinen Antrag, dann sehen wir weiter. Ich werde belehrt: Sie sehen noch was sie davon haben … Immerhin: Das vor mir stehende Irgendwas der T-Com-Punkt-Online füllt endlich meinen Antrag aus. Wollen sie die Einträge in Telefonbuch, Gelbe Seiten und andere Verzeichnisse. Nein, sage ich, das brauche ich alles nicht. Und: Du glaubst es kaum, keine zwei Tage später bekomme ich einen Brief der T-Com: Herzlichen Glückwunsch, wir begrüßen sie zu allen Einträgen … was sonst auch … das ist alles unwirklich …
Ja, unwirklich! Zwei Tage nach: Herzlichen Glückwunsch erhalte ich tatsächlich ein weiteres Schreiben: Wir begrüßen sie als Kunden … Endlich, denke ich - es wird unendlich werden, aber das weiß ich jetzt noch nicht! Denn ich lese weiter: Ihr Telefonanschluss wird in den kommenden Tagen geschaltet. Und nichts weiter! Kein Online, kein Wort von WLAN, kein Wort von flat, nichts, nur: Telefonanschluss … Immerhin, denke ich, und rufe zum ersten Mal bei der freundlichen - und allen Göttern sei DANK!!!! - kostenlosen Servicenummer an. Du weißt schon: DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA sagt eine freundliche unpersönliche, kalte Computerstimme: leider sind alle Plätze belegt, sie werden zum nächsten frei werdenden Platz durchgestellt. OK, denke ich … warten … Ungefähr so vierundachtzig DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA später werde ich - halb be-täubt - durchgestellt. Eine nun wirklich sehr freundliche Stimme sagt mir wie sie heißt. Ich frage - aus Erfah-rung: Wo bitte sitzen sie? In Leipzig höre ich es sächseln. OK immerhin … Ich trage meine Kundennummer vor, einen Augenblick bitte DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDA-DA DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA piiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeep - ich bin rausgeflogen. Oder hat irgendwo ein Blitz eingeschlagen, vielleicht hat sich auch irgendwo ein Esel auf die Leitung gesetzt. Ich denke nach mehrmaligen neuen Anläufen und wieder etwa vierundachtzig - oder so - DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA - als sich eine andere, wieder sehr freundliche Stimme meldet: Guten Tag, mein name ist XXXX, wie kann ich Ihnen helfen? OK, ich sage also wieder meine Kundennummer - und höre zu meinem Erstaunen: Ja, hier habe ich es, Herr YYYYY. Ja, sage ich, das bin ich. Tatsächlich - ich bekomme das als Aus-kunft was ich bestellt habe, und kurze Zeit später: Ihr Anschluss wird in vier Tagen geschaltet …
Das war wie gesagt - im Mai … Am fünften Tag nach der freundlichen Bestätigung rufe ich mit meinem Händi - die Poseidon sei Dank kosten-lose freundliche DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA DADADA-DIDIDIDADA - Kundenservice- Hotline- an. Logisch: wieder eine andere freundliche Stimme, diesmal bin ich irgendwo im Friesischen gelandet (wat mut, mut!): ja, ich habe hier ihre Kundendaten, ihr Auftrag ist doch storniert … Wie bitte? frage ich, storniert? Bestätigung … Jou, storniert - mit scharfem ESS und hartem TTT … Ich bitte darum, dass alles wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt wird, mein Auftrag ausgeführt wird. Jou - höre ich, machen wir, wir melden uns bei Ihnen …
Tag 11: Nichts, null, garnix! Keine T-Com, kein Fon, kein Schreiben, keine Anmeldedaten, njet … Also wieder vierundachtzig DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA … Diesmal gelingt was ich kaum zu hoffen wagte - eine freundliche Stimme teilt mir mit: Übermorgen werde sie geschaltet. Wortwörtlich! Vor Freude rufe ich: DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA … Tag 19: Immernochnullundnix … Anruf beim Kundenservice: Hallo, haaaloooo - von mir nach diesmal nur ungefähr 12 bis 22 Minuten in der Warteschleife mit dem - na du weißt schon DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA - und tatsäch-lich: die freundliche Stimme findet wirklich meine Kundendaten: Ja, da ist wohl aus versehen kein Auftrag an die Technik rausgegangen, ich werde mich sofort drum kümmern - übrigens aus einem Callcenter im bayeri-schen wie der Akzent verrät. Und du glaubst es kaum: Ich erhalte kurz darauf einen Anruf der Technik … Wissen sie, sagt eine freundliche Stimme, DSL, das geht bei Ihnen nicht …
Aha! So! MHM! … sage ich - und erkläre dem Mann meinen Auftrag. Ich glaube es noch mal nicht: nach wenigen Minuten in irgendeiner Warteschleife höre ich zu meinem Erstaunen: Ja, doch, geht! Ich schalte das durch, das dauert drei Tage. Auf Wiederhören, aufgelegt … Mittlerweile Juni: Nach etlichen Anrufen habe ich irgendwann total entnervt endlich eine Stimme im Ohr: Backoffice, sie haben eine Beschwerde. Ja, sage ich, ungefähr so siebenhundertachtunddreißig … Ich darf mein Anliegen eingehend erklären, höre mit Freude: Ist in Ordnung, ich gebe das alles weiter …
Juli … Dutzende Anrufe später, ebenso etliche dutzende DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA´s später habe ich irgendwie wieder die Backoffice- Stimme die ich vom Vormonat her kannte: Ja, ich habe hier alles. Da muss ein Techniker kommen und die Schaltung durchführen - kostenlos - selbstverständlich. Wann der kommt will ich wissen - übermorgen, höre ich. Erfreut sage ich erschlagen: Das geht ja fix … Uns tatsächlich, der Techniker kommt zum vereinbarten Termin. Ich gehe mit dem Mann in den Keller, der nickt wissentlich: Ja, ja, das dachte ich mir. Was? frage ich? Wir müssen die komplette Anlage umbauen, sagt er, das wird dauern. OK, sage ich, wenn ich dann heute Abend DSL habe und surfen kann. DSL, fragt der mich ganz erstaunt, ich habe hier einen Auftrag um einen analogen Anschluss zu schalten … Der Mann kann ja nichts dafür, das ist mir klar. Immerhin schafft er es: Ich kann analog teflonieren. Aber: Wis-sen sie, sagt er: da können sie nicht mal ein analoges Modem einschalten, das geht da nicht, rufen sie doch ein-fach mal die Technik an, die können Ihnen weiterhelfen …
Ich kürze jetzt einfach ab, sonst kommen ungefähr noch so dreißig, vierzig Seiten hinzu: Ende Juli ist immer noch alles analog, Immerhin konnten mir mittlerweile etwa zwanzig oder dreißig - oder so - freundliche Kundenservicecentermitarbeiter/Innen sagen, dass mein Auftrag zum achten oder neunten Mal storniert ist, dass "doch analog geht", dass DSL schon längst geschaltet ist und dass es meine Kundendaten überhaupt nicht gibt …
Anfang August: Endlich - ein Techniker hat die Anlage im Keller umgebaut - sprich: zwei Kabel geändert … DSL funktioniert! Leider habe ich trotz Zugangsdaten die ich seit etwa drei Wochen vorliegen habe - noch im-mer keine Hardware. Etliche DADADADIDIDIDADA DADADADIDIDIDADA´s, Sachsen und Sächsinnen, Friesen und Friesinnen, Bayuwaren und Bayurarinnen, wohl auch einige "Bitte sprechen laut"- Mitarbei-ter/Innen später habe ich es geschafft: Morgen bekommen sie per Express alles zugeschickt … Stimmt! Alles kommt per Express, ich schließe schnell alles an, und: tatsächlich: alle Lämpchen am WLAN blin-ken! Alle? Ja, alle! Dat geit so nit - erklärt mir eine freundliche friesische Stimme, wenn sie möchten, verbinde ich sie mit der Technik, Danke … Übermorgen - also von heute vorgestern - ich habe endlich Internet, DSL und alles, keine Haare mehr auf dem Kopf, bin ungefähr fuffzehn Kilo abgemagert (ich wohne in Hessen, also "fuff"-zehn!), zittere wie ein alter Greis, vor Glück vielleicht? - und ich kann wieder fonen, faxenmachen und - tatsächlich Internetten …
Nu bin ich also nach Jahren wieder Online, wieder in CIAO … Zur Ergänzung noch ein paar Tipps: 1. Beschwert Euch! 2. Lasst euch die TEAMLEITER geben! 3. Lasst euch über Beschwerde zum BACKOFFICE leiten! 4. Wenn ihr das BACKOFFICE habt, lasst euch dort auch die Teamleiter/In geben, lasst euch deren Durchwahl geben und setzt die "persönlich" ein ... 5. Wenn euch keiner die Durchwahl geben will, ruft bei der Technik an, verlangt dort die Durchwahl zum ZUSTÄNDIGEN BACKOFFICE geben - mit ein wenig Glück bekommt ihr die! 6. Und verlangt auf jeden Fall ENTSCHÄDIGUNG in Form einer Gutschrift (für euren Leidensweg!) ...
Viel Glück!!!! mfg euer Euriginal © Mai bis August 2006 oder so …
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13.08.2007 14:17
Genau so sindse. Diese Telefonierei quer durch die Republik und immer mit nem anderen - das ist echt lachhaft. So kann man doch nicht arbeiten, oder? Also ich werde genau deswegen den Anbieter wechseln. LG, Tom
30.04.2007 23:05
Hi, das ist ja wirklich heftig! Aber trotz der ärgerlichen Thematik, sehr witzig geschrieben. Habe ebenfalls nach monatelangem Leiden und Kampf nun seit ca ner Woche wieder Telefon und Internet. Und auch ich fühle mich ( habe änliches erlebt), mich um 10 Jahre veraltet. Super finde ich auch Deine Tipps am Ende!
13.12.2006 23:00
Autsch, das hört sich wie das "Leiden Christi" an. Es ist mir unverständlich, warum für Anschluß beantragen, Stornierungen etc. oft genug keine schriftlichen Belege vorliegen müssen. Ich finde die Telefon-Computer zum K... Einziger Pluspunkt ist die kostenfreie Hotline