Erfahrungsbericht über

T-Mobile Google G1 (HTC Dream)

Gesamtbewertung (17): Gesamtbewertung T-Mobile Google G1 (HTC Dream)

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Das Volkssmartphone unter den Mobilfunkgeräten

5  07.12.2009

Pro:
Preis - /Leistung

Kontra:
Kaum

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Ausstattung

Klang

Empfangsqualität

Verarbeitung

Akkulaufzeit

Design

mehr


dingo123

Über sich:

Mitglied seit:16.11.2008

Erfahrungsberichte:3

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 16 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Sicher ist das Produkt schon seit einiger Zeit auf dem Markt, aber die Gebrauchtwarenbörsen blühen im Smartphone-Sektor und für viele stellt sich die Frage, welches ist besser? Ich bin einfach nicht bereit, 600,- EUR oder mehr für ein Telefon auszugeben – trotzdem möchte ich die Funktionen der aktuellen Geräte auch für mich in vollem Umfang nutzen. Mittlerweile sind die Preise für Neugeräte und Gebrauchte etwas gesunken und somit für mein Budget, von maximal 250,- EUR, erreichbar. Am 01.09.2009 habe ich mir das Google G1 gekauft und kann nach über 10 Wochen Benutzung folgendes berichten:



1. Übersicht: Tabelle mit technischen Daten.
2. Optik: Sachlich, mit Einschränkungen.
3. Eingabe/Display: Praktisch, mit Touchscreen, physikalischer Tastatur und Trackball.
4. Akustik: Funktionell durchschnittlich.
5. Handhabung: Übersichtlich, gut beschrieben.
6. Datentransfer: Grenzenlos frei.
7. Lokalisierung: Smart, mit eingebautem GPS oder über Sendemasten.
8. Programme (Apps): Gratis mehrere Tausend.
9. Technik/Funktionen: Multitalent mit nützlichen Features.
10. Speicher: Mächtige 32GB möglich.
11. Akku: Schwach auf der Brust, Standby ok.
12. Preis: Unschlagbar für ein Gerät mit diesen Eigenschaften.
13. Lieferumfang: Einiges.
14. Vor-/Nachteile: Vorteile überwiegen.
15. Mein Fazit: Eine sehr preisgünstige Alternative zum iPhone.


1. Übersicht: Tabelle mit technischen Daten.

Netz: UMTS (mit HSDPA/HSUPA); GSM Quadband (inkl. EDGE, GPRS)

Maße: 117,7 mm x 55,7 mm x 17,1 mm

Gewicht: 158 g

Display: 3,2", 480 x 320 Pixel, 180 dpi, 65.536 Farben, Touchscreen

Akku: Lithium-Ionen; Kapazität: 1150 mAh; Laufzeit: Leerlauf: GSM maximal 320 h, UMTS maximal 400 h (Herstellerangaben). Gespräch/Nutzung von Apps: erfahrungsgemäß max. etwa ein Tag.

Kamera: 3.2 Megapixel mit Autofokus, digitaler 2-fach-Zoom, Videokamera möglich

Speichergröße: ROM Typ: Flash EEPROM; ROM Kapazität: 256 MB; RAM Typ: SDRAM; RAM Kapazität: 192 MB; erweiterbar mit max. 32 GB SD Memory Card 2.0 microSD

Technik: Ausziehbare Tastatur (QWERTY / QWERTZ); Integrierter GPS-Empfänger; Digitaler Kompass; Beschleunigungssensoren; Lagesensor (2 Achsen)

Schnittstellen: IEEE 802.11b/g WLAN; Bluetooth 2.0 mit erhöhter Datenrate; HTC ExtUSB (Kombination Audioanschluss / Mini-USB)

Betriebssystem: Android

Prozessor: Qualcomm MSM7201A, 82 bis 384 MHz dynamisch getaktet

Strahlung: SAR (Kopf) GSM1900: 0.547 W/kg; SAR (Körper) UMTS1700: 0.732 W/kg (Herstellerangaben)

Erhältliche Apps (Beispiele): Navigationssystem, MP3-Player, Videoplayer, Wasserwaage, Diktiergerät, (Viedo-)Kamera, Internetbrowser, Spiele, etc. (aktuell im Marketplace über 10.000)

2. Optik: Sachlich, mit Einschränkungen.

Das Google G1 ist in den Farben ‚Schwarz’ und ‚Weiß’ erhältlich. Es wurde zwar auch die Farbe ‚Braun’ angeboten, diese Geräte sind aber nur schwer zu finden. Es scheint auf den ersten Blick nur wenig spektakulär und ist nicht mit dem anspruchsvollen Design des iPhones vergleichbar. Es ist sauber verarbeitet und wirkt trotz seiner Slider-Tastatur nicht klobig.

3. Eingabe/Display: Praktisch, mit Touchscreen, physikalischer Tastatur und Trackball.

Das Gerät hat ein 3,2 Zoll Display mit Touchscreenfunktion. In der Portraitansicht erscheint – falls nötig automatisch – eine Tastatur im Display. Im Querformat kann man stattdessen die physikalische Tastatur unten am Gerät herausschieben. Anhand der Position im Raum erkennt das Handy automatisch, ob Portrait oder Landscape anzuzeigen ist (kann abgeschaltet werden).

Am Fuße des Displays hat das Gerät einen kleinen Knick, der ein paar physikalische Bedienelemente abgrenzt (‚Wählen/Anruf annehmen’, ‚Home’, ‚Trackball’, ‚Zurück’, ‚Auflegen/Ausschalten’ und ‚Menü’), deren Symbolik eindeutig ist. Die Tasten sind farblos (auch keine farbige Beleuchtung) und schlicht gehalten.

Für all diejenigen, die lieber eine echte Tastatur in den Händen halten, ist das HTC Dream eine gute Alternative zum iPhone. Sie verschwindet hinter dem per Slider beweglichen Display, klappert nicht herum und macht einen guten Eindruck. Die Tasten lassen sich gut bedienen und wirken solide. Die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur ist nur bei Geräten mit dunkler Tastatur sinnvoll. Bei weißen Geräten leuchten die ganzen Tasten mit und erschweren somit das Erkennen der leuchtenden Zeichen erheblich.

Durch seine gute Verarbeitung arbeitet der Trackball sehr präzise und stellt eine angenehme Ergänzung zum Touchscreen dar, gerade wenn es um das Blättern von Seiten oder manchmal auch das Scrollen geht.

Der Touchscreen besitzt eine ausreichende Sensibilität und es lässt sich gut damit arbeiten. Sogar kleinste Buttons können auch mit „dicken“ Fingern gut getroffen werden.

4. Akustik: Funktionell durchschnittlich.

Der Lautsprecher des Gerätes ist leider weder besonders laut, noch schön anzuhören, erfüllt aber seinen Zweck. Das HTC Dream wird mit einem Headset angeboten, dessen Klangeigenschaften durchschnittlich sind. Die Tonqualität des Telefonhörers und -sprechers sind ok, bei lauterer Umgebung aber weniger ausreichend.

5. Handhabung: Übersichtlich, gut beschrieben.

Bedienung: Der Umgang erfolgt intuitiv und man findet sich schon zu Beginn gut zurecht. Die Funktionen sind logisch strukturiert, übersichtlich und gut zu bedienen. Einzig die Tatsache, dass man ein Konto bei Google besitzen muss, kostet bei der ersten Inbetriebnahme etwas Zeit – dafür bietet es den Vorteil, dass Daten mit dem Googlekonto synchronisiert werden und somit bei Verlust des Gerätes nicht mehr verloren gehen können (z.B. Adressbuch). Via Drag-and-Drop lassen sich die Programm-Icons mühelos an beliebiger Stelle des Desktops positionieren und verwalten.

6. Datentransfer: Grenzenlos frei.

Datentransfer: Wie bei den gewohnten Massenspeichern ist der Datentransfer vom und zum Gerät problemlos mit dem mitgelieferten USB-Kabel möglich (automatische Erkennung bei MACs und PCs als USB-Massenspeicher). MP3s und alle anderen Datentypen lassen sich damit per Drag-and-Drop bequem und ohne jegliche Zusatzsoftware auf das und von dem G1 übertragen (ein Traum für alle iPhone Nutzer!).

7. Lokalisierung: Smart, mit eingebautem GPS oder über Sendemasten.

Um die Akkulaufleistung zu verlängern ist das integrierte GPS-Modul defaultmäßig deaktiviert, kann aber jederzeit angeschaltet werden. Alternativ kann man sich seine Position über Funksendemasten bestimmen und auf der Google-Maps-Karte anzeigen lassen (nicht so genau wie GPS, aber deutlich energiesparender).
Die eingebaute Kompassfunktion ist ein weiterer nützlicher Gimmick, der in vielen (größtenteils frei erhältlichen) Applikationen Anwendung findet.

8. Programme (Apps): Gratis mehrere Tausend.

An Bord wird das G1 mit den gewohnten Basisapplikationen ausgeliefert (Kamera, Webbrowser, E-Mail, E-Mail Push (Blackberry), MMS, SMS, Bildanzeige, MP3-Player, Multimedia-Player, Polyphone Klingeltöne, Realtones, Textanzeige, Video Klingeltöne, Adressdatensätze speichern, Anrufergruppen, Anrufliste, Anrufsperre, Flugzeugmodus, Kalender, Mehrere Nummern pro Kontakt, Terminplaner, Serientermine, Sprachspeicher, Stoppuhr, Taschenrechner, Wecker, Anklopfen, Dreierkonferenz, Halten, Makeln, Buchstabengröße änderbar, Freisprechfunktion, Kurzwahl, Stummschaltung, ...).
Ferner ist es über den integrierten ‚Marketplace’ auch für Leihen möglich, Anwendungen zu suchen, herunterzuladen und zu installieren, bzw. sie wieder zu entfernen. Es gibt erstaunlich viele (mehrere tausend) praktische Applikationen, die darüber gratis erhältlich sind. Auch mein Navi habe ich so gratis erhalten und außerdem kostenlos nutzen können (ein Traum für alle Nokia-abhängigen). Kostenpflichtige Applikationen kann man zwei Wochen lang testen, ehe der Kaufpreis bindend fällig wird. Entscheidet man sich vorher dagegen, wird die Kreditkarte nicht belastet. Bisher konnte ich all meine Bedürfnisse mit Gratisangeboten decken.
Angenehm ist das Multitasking: Der User kann zwischen verschiedenen Applikationen hin und her schalten. So ist es z.B. möglich, verschiedene Browsersessions geöffnet zu haben, während man im Kalender etwas nachschaut oder mit dem Taschenrechner Kalkulationen durchführt.

9. Technik/Funktionen: Multitalent mit nützlichen Features.

Ausziehbare Tastatur (QWERTY / QWERTZ)
Integrierter GPS-Empfänger
Digitaler Kompass
Beschleunigungssensoren
Lagesensor (2 Achsen)
Die o.g. Hardwarefeatures ermöglichen die Nutzung einer Vielzahl von Anwendungen. So gibt es z.B. Kompass, Wasserwaage, Darstellung aller GPS Infos, dynamische Wegstreckenaufzeichnung, Satellitenbilder, Navigationssystem, dynamische Sternbildanzeige, Bewegungsalarm, … im Marketplace zu finden. Der „Marketplace“ ist eine der Funktionen auf dem G1, die ebenfalls kinderleicht zu bedienen sind (auch Leien finden sich damit schnell zurecht).

Neue Ereignisse (z.B. eingegangene SMS, entgangener Anruf, neue Updates, …) werden am oberen Bildschirmrand angezeigt und bei Berührung mit dem Finger detailliert dargestellt.

Einziger Wehrmutstropfen: Die Synchronisation mit Outlook-Account ist nicht ohne weiteres möglich. So muss man die Adressdaten erst als CSV zu Google hochladen, um sie dann mit dem G1 abgleichen zu können. Auf dem Marketplace existieren aber Applikationen (und kommen auch ständig neue hinzu) die die Kommunikation mit Exchange-Servern möglich machen.

10. Speicher: Mächtige 32GB möglich.

Der auf 32GB ausbaubare Speicher reicht für den Ottonormalverbraucher vollkommen aus. Genügend Platz, um die komplette MP3-Sammlung darin unter zu bringen oder tausende von Fotos oder Filmen.

11. Akku: Schwach auf der Brust, Standby ok.

Leider kann der Akku nicht überzeugen. Im Standby-Betrieb kommt man zwar einige Tage mit dem Handy klar, nutzt man aber verstärkt die Applikationen oder telefoniert viel, ist ein tägliches Aufladen über Nacht unumgänglich. Findet das Telefon auch im Auto Anwendung, bietet sich dort eine Dockingstation unbedingt an. Im Handel werden auch Akkus mit mehr Leistung angeboten – allerdings sind diese etwas größer und lassen das Smartphone so schnell klobig wirken.

12. Preis: Unschlagbar, für ein Gerät mit diesen Eigenschaften.

Bei guenstiger.de fand ich das HTC Dream heute (7.12.09) für 244,- EUR (ohne Mobilfunkvertrag). Das bei guenstiger.de zu findende, günstigste iPhone, kostet im Vergleich dazu 490,- EUR.

13. Lieferumfang: Einiges.

- HTC Dream
- Ladegerät
- USB Kabel
- Headset
- HTC Benutzerhandbuch auf CD
- Displayschutzfolie
- Akku
- 2GB Micro SD Karte
- Tasche für G1

14. Vor-/Nachteile: Vorteile überwiegen.

Übersicht Nachteile:

- Funktionstasten an der Vorderseite sind nicht farblich voneinander abgegrenzt. Schön wäre, wenn zumindest der ‚Anruf annehmen’ grün und der ‚Auflegen’-Button rot beleuchtet wären.
- Beim weißen Gerät erkennt man in der Dunkelheit nicht die Zeichen auf der physikalischen Tastatur, weil die ganzen Tasten leuchten.
- Anzeige von augmented Reality Applikationen kann über 15° abweichen (großer Nachteil bei z.B. SkyMap).
- Anstatt eines 3,5-Millimeter-Klinkenanschlusses wurde im HTC Dream ausschließlich eine proprietäre USB-Schnittstelle verbaut. Dadurch lassen sich viele Headsets nur mit einem zusätzlichen Adapter nutzen.
- Das Abrufen meiner E-Mails (NICHT Google-Mail!) über den G1-eigenen Mailclient ging nach einem Monat leider nicht mehr. Den Fehler konnte ich noch nicht lokalisieren. Ich verwalte jetzt meine Mails über das Webinterface im Webbrowser (etwas umständlicher).
- Streetview ist in der EU (noch) inaktiv.
- Die Kameralinse hat keine bewegliche Schutzabdeckung.
- Vibration etwas zu schwach und Klingeltonlautstärke oft zu leise für unterwegs.
- Outlook-Synchronisation nicht ohne weiteres möglich.
- Nutzt man die Schutztasche, verdeckt diese die Leuchtdiode, welche entgangene Anrufe signalisiert.

Übersicht Vorteile:

- Extrem große Auswahl an Applikationen (Office, Spiele, etc.).
- Schnörkelloses Funktionsdesign.
- Übersichtliches Display.
- GPS-Empfänger eingebaut.
- Integrierte Antenne.
- Vergleichbar günstiger Preis.
- Handliche Größe.
- Slider-Tastatur (für alle, die lieber eine physikalische Tastatur haben)
- Alle MP3’s abspielbar.
- Leicht zu bedienen.
- Relativ robust.
- Guter Touchscreen und Trackball.
- Speicher auf 32GB erweiterbar.
- Großer Lieferumfang.

15. Mein Fazit: Eine sehr preisgünstige Alternative zum iPhone.

Bedenkt man, was das Google G1 HTC Dream alles kann sowie dass es sogar dem iPhone von Apple einiges voraus hat, mindern die kleinen Schwächen nur kaum meine Begeisterung für dieses Gerät. Und mit einem Neupreis, der momentan rund 50% unter dem des iPhones liegt, kann man denke ich hier durchaus den verdienten Titel „Volkssmartphone“ verleihen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
marie26

marie26

07.12.2009 15:26

Sehr interessant; aber ist nicht so ganz meins ehrlich gesagt! "sh" und GLG : )

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