Tag des Falken, Der (Film)

Tag des Falken, Der (Film)

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... Bischof belegt Ritter und Fräulein mit einem Fluch: Ritter verwandelt sich bei Anbruch der Nacht in einen Wolf, während aus dem Feinsliebchen bei Anbeginn des Tages ein Falke wird. So reisen die beiden durchs Land und sind unzertrennlich; in menschlicher Gestalt begegnen die Liebenden einander ... Bericht lesen





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Der Tag des Falken (BRD) Der Tag des Falken (BRD)
FSK: ab 12 Jahre, Spieldauer: 121 MinutenSprache: Deutsch, Englisch, Französisch, ... mehr
Italienisch, SpanischRegie: Richard Donner; Mit
Michelle Pfeiffer, Matthew Broderik, Rutger Hauer
u. a.Durch den Fluch des eifersüchtigen Bischofs
von Aquila (John Wood) sind die schöne Isabeau
d’Anjou (Michelle Pfeiffer) und der edle Ritter
Etienne Navarre (Rutger Hauer) getrennt. Nur für
wenige Minuten in der Dämmerung können sich die
Liebenden in menschlicher Gestalt begegnen. Am
Tage verwandelt sich Isabeau in einen Falken,
während die Nacht Navarre zum Wolf werden lässt.
Ihre Liebe scheint zum Scheitern verurteilt, doch
mit dem gewitzten Taschendieb Philip (Matthew
Broderick) naht die Rettung. Auf seiner Flucht vor
den Häschern des verbrecherischen Bischofs
begegnet er dem tragischen Paar und wird zum
Knappen des einsamen Wolfes. Durch ihn können die
beiden nun zumindest wieder Nachrichten
austauschen – und schöpfen neue Hoffnung.
Gemeinsam mit einem zauberkundigen alten Mönch
erklären sie dem Bischof und seiner schwarzen
Magie den Kampf; denn es gibt eine – schier
unmögliche – Chance, den Zauber zu brechen...
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treue Anhängerschaft gewonnen und gab der Karriere
von Matthew Broderick, Michelle Pfeiffer und
Rutger Hauer einen willkommenen Schub. Am besten
ignoriert man den übertrieben aggressiven
Soundtrack von Alan Parson (die Kritikerin Pauline
Kael bezeichnete ihn treffend als
"Disco-Mittelalter") und Regisseur Richard Donners
Tendenz, über nicht der Zeitepoche entsprechende
Dialoge und ideenlose Erzählstrukturen
hinwegzusehen. Dennoch besitzt die Kombination von
Romantik und Heldentum des Films einen gewissen
Charme. Broderick spielt einen jungen Dieb, der
den tragischen Liebenden Isabeau (Pfeiffer) und
Navarre (Hauer) hilft. Isabeau ist verflucht, sich
bei jedem Sonnenaufgang in einen Falken zu
verwandeln, und Navarre (Hauer) wird bei
Sonnenuntergang zu einem Wolf. Der Fluch war von
einem bösen Bischof (John Wood) ausgesprochen
worden, der Isabeau ebenfalls begehrte. Während
Broderick den Gefolgsleuten des Bischofs aus dem
Weg geht, versucht Navarre den Bösewicht zu
besiegen, damit er dem Fluch entgeht und wieder in
menschlicher Gestalt mit seiner Geliebten vereint
sein kann. Die Tragik der Situation, in der sich
die beiden Liebenden befinden, treibt den Film
voran, und Broderick ist als junge,
mittelalterliche Version von Woody Allen sehr gut
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1-6 von 15 Erfahrungsberichten    
> Alle 15 Tag des Falken, Der (Film) Erfahrungsberichte anzeigen
Auch Regisseur Donner hat mal schlechte Tage
Erfahrungsbericht von Spassprediger über Tag des Falken, Der (Film)
30.04.2011


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Teils recht schöne Landschaftsaufnahmen in einem unaufgeregten Film
Kontra: Mit einer Laufzeit von rund zwei Stunden nimmt sich der Film m  .  E  .   ein bisschen zu viel Zeit

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Das Kino der 80er Jahre ist für mich vor allem eins, das dem phantastischen Film eine Renaissance bescherte. Zunächst hatte George Lucas mit seinem "Star Wars" eine Tür aufgestoßen, und er hatte sie verdammt weit aufgestoßen.

Man kann über Lucas denken wie ein Dachdecker – dass das Kinopublikum plötzlich an Geschichten über Weltraumfahrer, Raketen und Roboter interessiert war, ist Lucas' Verdienst. In der Folge wurden mit Flash Gordon und Buck Rogers die erklärten Vorbilder für die Helden in Lucas' breit angelegter Weltraum-Mär zu neuem Leben erweckt, aber auch die "Alien"-Filme wären ohne den finanziellen Erfolg, den Lucas den 20th Century Fox-Studios beschert hatte, wohl nicht denkbar gewesen.

Wer sich nicht auskannte, hielt Lucas' Filme für Science Fiction. Dabei waren seine Geschichten zwar sehr wohl Fiktion, mit "science" hatten die aber herzlich wenig zu tun. Wer genauer hinsah, dem wurde klar, dass Lucas Erfolgsrezept darin bestanden hatte, einen Mix aus bewährten Zutaten zusammenzurühren: Hier ein bisschen Wildwest-Shootout, dort ein bisschen Ritterromantik, dazu noch ein paar aufregende Luftkämpfe in der Optik von 2.-Weltkriegsfilmen, dazu noch ein bisschen fernöstlich angehauchter Mystizismus – fertig war der Space-Cocktail; und dass eines der Kunstwesen in "Star Wars" so aussah wie ein Roboter in Fritz Langs "Metropolis" war natürlich auch kein Zufall. Darth Vader? Der Schwarze Ritter im Samurai-Kostüm. Han Solo? Zusammen mit seinem Gegenspieler Jabba the Hutt geradewegs aus "Casablanca" ausgeborgt. Die Tracht der Schrott sammelnden Jawa-Zwerge wiederum unterschied sich nicht wesentlich von der, die am Drehort Tunesien ohnehin weit verbreitet ist.

Wem die Parallelen partout nicht aufgefallen waren, der konnte sie in der Satire-Zeitschrift "MAD" finden. Die hatte nämlich seinerzeit in einer wahren Glanznummer eine tolle Parodie auf "Star Wars" abgeliefert, in der die Figuren die Bezeichnung "Space Opera" ganz wörtlich nehmen durften und dank der auch dem Letzten klar werden musste: Gleich um die Ecke von Tatooine und Alderaan liegt das zauberhafte Land "Oz", und Mittelerde ist auch nicht fern.

Auch der Kniff, den Hauptfiguren des Films eigene Themen auf den Leib zu schreiben, war natürlich keine Erfindung von Komponist John Williams gewesen: "Leitmotiv" hieß so was in den Opern von Richard Wagner. Neu daran war wohl nur, dass es das so im Kino noch nicht gegeben hatte.

Pünktlich zum Beginn der 80er läutete der britische Regisseur John Boorman dann mit "Excalibur" die Trendwende ein: in seinem auf einer Artus-Erzählung aus dem 15. Jahrhundert (Sir Thomas Malory: "Le Morte d'Artur") basierenden Film durften sich die Ritter wieder mit echten Schwertern schlagen, und die Musik stammte folgerichtig von Richard Wagner (ein bisschen Orff war auch dabei, und hie und da gab's ein paar Takte Original-Filmmusik von Trevor Jones). Nie zuvor war das Mittelalter so finster gewesen wie in Boormans Film, dessen Dekor düstere Pracht ausstrahlte und in dem überlebensgroße Figuren sich in seltsam bühnenhaften Dekors austoben durften.

Boormans "Excalibur" war nicht "Space", dafür aber umso mehr "Opera", führte die Fantasy quasi "back to the roots" und löste prompt den nächsten Boom aus: Spätestens jetzt waren Ritter, ob zu Pferd oder im Raumschiff reisend, wieder schwer en vogue. "Star Wars" mochte noch Mode gewesen sein – aber jetzt verfestigte sich die Modeerscheinung "Fantasy" zusehends zum Trend. Der bescherte dem Kino in den kommenden Jahren eine wahre Flut von Filmen mit fantastischen Sujets. Nicht alle davon haben dem Zeit der Zahn gleich gut getrotzt, aber an manchen von ihnen müssten auch heutige Kinogänger-Generationen noch Vergnügen finden.

Richard Donners ("Das Omen", "Superman – Der Film") "Ladyhawke" ist klar erkennbar ein Kind seiner Zeit, und das Vergnügen, das er beschert, ist meines Erachtens etwas zwiespältig: Wiedersehen macht Freude – teils mehr, teils weniger.

Was ganz unmittelbar und bereits während des Vorspanns auffällt, ist die musikalische Untermalung. In den 80er Jahren hat man so manchen Fantasyfilm mit Rock und Pop unterlegt, und zuweilen hat das auch ganz gut funktioniert: Mit ihren Soundtracks zu "Flash Gordon" und "Highlander" haben die Edelrocker von "Queen" gleich zwei Meilensteine geschaffen, und auch David Bowie als singender Elfenkönig in Jim Hensons "Labyrinth" war sehens- und auch hörenswert. Mit seiner Entscheidung für Alan Parsnip ("Tales of Mistletoe and Indignation") hat Donner sich für "Ladyhawke" zwar der Mitarbeit eines durchaus verdienten Musikers versichert, aber leider wirken gerade viele von Woolfsons synthesizerlastigen Passagen auf mich heute deplatzierter denn je. Mein Gesamteindruck: Das, was da im Hintergrund läuft, ist nicht schlecht, aber eben auch nicht immer glücklich.

So hat übrigens der ganze Film auf mich gewirkt: gut gemeint, aber eben nicht immer gekonnt.

In einer Zeit produziert, in der die Erzeugung von Spezialeffekten mittels Computer noch in den Kinderschuhen steckte, setzt "Ladyhawke" eher auf Charaktere und Plot als auf sehenswerte Effekte, und das ist ja nicht weiter schlimm. Woran es hapert, ist denn auch die Geschichte. Die ist klar erkennbar ein Märchen, ist auch grundsätzlich erzählenswert, trägt aber leider keinen ganzen Film und ist schnell erzählt. Böser Bischof (John Wood) und Ritter Etienne Navarre, seines Zeichens Hauptmann der bischöflichen Garde (Rutger Hauer), verlieben sich beide in die schöne Isabeau (Michelle Pfeiffer). Bischof belegt Ritter und Fräulein mit einem Fluch: Ritter verwandelt sich bei Anbruch der Nacht in einen Wolf, während aus dem Feinsliebchen bei Anbeginn des Tages ein Falke wird.

So reisen die beiden durchs Land und sind unzertrennlich; in menschlicher Gestalt begegnen die Liebenden einander aber leider nur für jeweils einen kurzen Augenblick bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Das ist natürlich ein ziemliches Dilemma, denn wie lautet doch gleich einer unser liebsten Merksätze, die uns damals der Bio-Lehrer eingetrichtert hat? Was sich schart und was sich paart, ist eine Art. Insofern ist die Liebe zwischen Werwolf Etienne und Vogeldame Isabeau alles andere als artgerecht, ja vielleicht sogar unartig.

Zum Glück gibt's da aber noch den Knaben Gaston Philippe (Matthew Broderick), genannt "Maus", einen Mönch namens Imperius (Leo McKern) und etwas Kleingedrucktes im Fluch, in dem von einem Tag ohne Nacht und von einer Nacht ohne Tag die Rede ist - was es damit auf sich hat, soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden. Um das zu erzählen, nimmt der Film sich geschlagene zwei Stunden lang Zeit. Leider erzählt der Film ansonsten nicht viel, und deshalb wird einem die Zeit manchmal dann doch etwas lang – da helfen auch die hübschen Landschaftsaufnahmen nicht, von denen der Film eher zuviel denn zu wenig hat (und in denen der Himmel, wie es spätestens seit "Highlander" und "Robin Hood – König der Diebe" Mode war, immer durch einen Rotfilter zu sehen ist – was optisch zwar dramatisch wirkt, die Handlung aber auch nicht wirklich vorantreibt).
R e s ü m e e

Ein netter Film - aber irgendwie hat mir das Buch besser gefallen. Ach, das gab's gar nicht? Schade drum, es wäre vielleicht ein gutes Buch draus geworden. Dann hätte man prima sagen können: das Buch hat mir besser gefallen.
Ja, und der Film? Was ist denn nun mit dem? Der hat durchaus seine schönen Momente: Leo McKern (kennt jemand noch den Richter "Rumpole von Old Bailey"?) als Mönch hat mir gut gefallen, und die ganze Atmosphäre des Films ist hübsch. Gerade zum Ende hin könnte das Erzähltempo aber mal ein bisschen anziehen. "Ladyhawke" ist jedenfalls nicht Richard Donners ("Maverick") bester Film, finde ich. Woran es liegt, dass "Ladyhawke" ihm ein bisschen verunglückt ist, weiß ich zwar nicht, aber ich habe immerhin eine Vermutung: Frau Lauren Shuler, die im Vorspann als Produzentin genannt wird, hieß später Lauren Shuler-Donner: vielleicht hat ja Richard Donner seinerzeit mehr Augen für seine Zukünftige gehabt als für seinen Film.

Weiß man's?


(Erstmals veröffentlicht am 24.06.2005)


   
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