Tagesgeld-sichere Geldanlage mit hoher Verzinsung

Tagesgeld-sichere Geldanlage mit hoher Verzinsung

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Es soll Zeiten gegeben haben, da traute man den Banken nicht. Manches Mal machte sich der Kassierer mit den Einlagen auf und davon, oder die Banken selbst wurden regelmäßig überfallen und ausgeraubt. Die Zeiten des Wilden Westens, in denen man sein Geld in die Matratze einnähte oder vergrub, ... Bericht lesen





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mein täglich Geld
Erfahrungsbericht von pekru über Tagesgeld-sichere Geldanlage mit hoher Verzinsung
04.03.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Gute Zinsen, hohe Flexibillität
Kontra: genaue Angebotsprüfung notwendig !  hohe Steuern

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Es soll Zeiten gegeben haben, da traute man den Banken nicht. Manches Mal machte sich der Kassierer mit den Einlagen auf und davon, oder die Banken selbst wurden regelmäßig überfallen und ausgeraubt.

Die Zeiten des Wilden Westens, in denen man sein Geld in die Matratze einnähte oder vergrub, sind ja nun wirklich vorbei. Die Nachteile der vorgenannten Methoden liegen natürlich auf der Hand. So mancher Aufrechte, der seine Hütte in Flammen aufgehen sah, stand wortwörtlich vor dem Nichts!

Zwar sparen wir zur Zeit wie verrückt. Der unsicheren Zeiten wegen, so hören wir, bringen wir durch unseren Spartick fast die deutsche Wirtschaft zum erliegen.

Dennoch, so scheint es mir, kommen die alten Zeiten zurück. Schuld daran ist das niedrige Zinsniveau für eingelegte Gelder! Bringt das gute alte Sparbuch mal gerade noch maximal 0,5 Prozent Zinsen pro Jahr, dann kann man das getrost vergessen. Zumal, zusätzliche Begrenzungen, die die sofortige Verfügbarkeit des Geldes auch noch einschränken, es auch nicht attraktiver machen. Zusätzlich dann noch die fälligen werdenden Steuern auf Zinsen, können mir so richtig die Freude nehmen. Guter Rat ist teuer!


Die Lösung?

Als Lösung des Dilemmas bietet sich da die Anlage als Tagesgeld auf einem entsprechenden Konto an. Mit den für die heutige Zeit enormen Zinsen von 2,5 bis immerhin 5 Prozent Zinsen pro Jahr, scheint es eine Alternative zum Sparbuch zu sein.

Doch, da alle unser Bestes, nämlich unser Geld wollen, ist auch hier Vorsicht geboten. Da geht es nicht anders, als alles, auch das Kleingedruckte, zu lesen.
Wer die meisten Zinsen bietet, muss noch lange nicht das günstigste Angebot machen.

Unzählige kleine Unterschiede, sowohl bei der Zinshöhe, Zinszahlung, als auch bei der Verfügbarkeit des Geldes usw. lassen auch hier einen Dschungel wachsen, der schier undurchdringlich zu sein scheint!


Begriffsbestimmung

Bei einem Tagesgeldkonto legt man zwar sein Geld nicht nur für Tage, aber dennoch meistens für einen begrenzten und überschaubaren Zeitraum an. Das Geld wird praktisch geparkt. Wichtig ist für den Kunden dabei, dass er jederzeit über die Gesamtsumme verfügen kann, ohne dass es einer besonderen Kündigung bedarf. Da sich Banken auf diese Weise auch kurzfristig Mittel beschaffen können, ist offensichtlich beiden geholfen!


Angebote und Hürden!

Natürlich schaut jeder, so auch ich, erst mal auf die möglichen Zinsen! Im Kopf rechne ich mich schon reich! Doch wie schon gesagt, genaues Hinsehen ist erforderlich!

Schon springt mir plakativ ein Ausreißer ins Auge, nämlich zur Zeit sagenhafte 5 Prozent Zinsen per Anno!
Was ich dabei auf den ersten Blick nicht sehe ist, dass ich, um die fünf Prozent zu bekommen, einige Voraussetzungen erst mal erfüllen muss. Nachdem ich mich eingelesen habe, wird mein Gesicht länger und länger!
Zunächst muss ich Mitglied eines Aktienclubs werden und dort über eine Mindesteinlage von mindestens 10.000 Euro verfügen.
Erst nach dieser Einlage kann ich dann für maximal 20% der Einlage, nachdem ich weitere zusätzliche 2.000 Euro eingeschossen habe, für diese 5 Prozent Zinsen bekommen. Nichts war es mit den fünf Prozent!

Ein akzeptables Angebot für Tagesgeld-Zinsen variiert zur Zeit zwischen 2,25 und 2,85 Prozent Jahreszins.


Auf was ich im Besonderen achte!

Da ich ja ein bisschen Geld gespart habe, jongliere ich schon mal ab und zu zwischen verschiedenen Banken. Dabei achte ich neben dem Zinssatz besonders auf einige Details, die man wie ich glaube, nicht außer acht lassen sollte.

Wie hoch ist die Mindesteinlage? Meistens wollen die Banken mindestens 2.500 Euro als Einlage sehen, sonst wird es nichts mit dem „großen" Geld! Aber es geht, je nach Bank, auch mit einer geringeren Einlage. 1250 Euro sind aber eher die Ausnahme.

Wie hoch sind die Nebenkosten, bzw. ist die Kontoführung kostenlos? Was nutzen mir die höchsten Zinsen, wenn ein Großteil gleich wieder durch Gebühren abgezogen wird?

Ist mein Geld ohne vorherige Kündigung tagtäglich abrufbar?

Wie und wann werden die Zinsen gutgeschrieben? Banken, die erst am Jahresende gutschreiben, bringen den Einleger um den Zinseszins. Hier sollte zumindest vierteljährliche Gutschrift erfolgen. Das ist auch besonders wichtig, wenn das Geld wieder zwischenzeitlich abgezogen werden soll. Die Zinsen verbleiben im schlechtesten Fall dennoch bis zum Jahresende bei der Bank!

Ist mein Geld über den deutschen Einlagefond abgesichert? Bis zu welcher Einlagehöhe bin ich bei einer Bankpleite abgesichert?

Welche Goodies gibt es neben den Zinsen, z.B. eine freie Visa-Card?

Ist Online-Banking möglich?

Wie ist der Leumund der Bank, wie lange besteht sie schon?

Besonders genau muss man hinsehen, wenn da der Satz steht „bis zu 3% Zinsen“. Das bedeutet dann meistens, dass der Höchstzinssatz nur bei einer besonders hohen Einlage erreicht wird. Genau aber auch das Gegenteil kann der Fall sein.

Letztlich, wie lange ist der Zinssatz schon bzw. noch relevant? Gibt es eine Ansage zur baldigen Zinssenkung. So habe ich erlebt, dass nur für Neueinsteiger und nur für drei Monate ein höherer Zinssatz als Lockvogel angeboten wurde.


Fazit

Ein Tagesgeldkonto ist an und für sich eine feine Sache! Das alte Sparbuch kann da auf keinen Fall mithalten!
Man muss jedoch wissen, dass der Zinssatz variabel ist. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Zinssatzänderungen der Bundesbank von Nöten. Sinkt der Zinssatz, ziehen die Tagesgeldkonten meistens schnell nach. Steigt er, muss man sehen, welche Bank darauf zuerst und wie reagiert.

Wer mit einem Tagesgeld jonglieren will, der muss wach sein, muss vergleichen und lesen können.

Will man sein Schnäppchen machen, muss Flexibilität zur Grundausstattung gehören.

Dennoch eine gediegene Möglichkeit sein Geld zu mehren. Angebote zu Tagesgeld finden sich überall im Netz.

Bei aller Freude über gute Zinsen, 30 Prozent greift sich der Fiskus gleich wieder ab!

Also doch Matratze oder Loch im Gemüsebeet?

   

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