Tai Chi - Unglaubliches und Wunderschönes
11.03.2009
Pro:
Gibt innere Ruhe und Stabilität
Kontra:
Macht süchtig (hehe), nein im Ernst, mir fällt nichts Negatives ein
Empfehlenswert:
Ja
 Phantolemchen
Über sich:
Bin Musiker, Pianist, Komponist und Pädagoge. Geboren 1980 in St. Pölten in Niederösterreich, lebe i...
Mitglied seit:18.01.2009
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-Einleitung- Wenn ich erzähle, dass ich Tai Chi praktiziere, ernte ich zunächst zur einen Hälfte ratlose Gesichter, zur anderen Hälfte ein verständnisvolles Nicken als Zeichen, zumindest einmal irgendwo davon gehört zu haben. Wenn ich daraufhin aus verständlicher Neugier gefragt werde, was Tai Chi denn eigentlich sei, gerate ich jedoch regelmäßig in Erklärungsnot. Genausogut könnte man nämlich fragen, was Musik ist, und wenn jemand einfach keinen Begriff davon hat und vielleicht noch nie Musik gehört hat, kann man die Worte noch so gut und beredt setzen, er wird es trotzdem nicht verstehen können. Mit Tai Chi ist es ebenso, und die Erklärung gestaltet sich deshalb so schwierig, weil hierzulande die kulturellen Grundlagen fehlen. Ich nehme mal an, dass in unserem Kulturkreis vielleicht das Verständnis für fernöstliche Musik nicht allzuweit verbreitet ist, aber jeder einen Begriff von Musik allgemein hat (ich nehme schwere Fälle von Amusie mal davon aus). Tai Chi jedoch ist für unser Kulturverständnis etwas ungemein Fremdes, zu dem wir (auf dieser Ebene) allenfalls oberflächliche Verbindungen haben. Wir kennen Gymnastik, Sport und Tanz, sowie die Verteidigungsarten Boxen und Fechten. Tai Chi enthält von allem diesen etwas, aber darüberhinaus noch weit mehr: Chi ist die chinesische Bezeichnung für "Lebensenergie" oder "Vitalkraft", Tai Chi ist die Anleitung dafür, wie man diese Energie pflegt, kultiviert und stärkt. Dies geschieht mittels verschiedener Körperübungen, die durchaus einen gymnastischen und tänzerischen Aspekt haben. Darüberhinaus kann Tai Chi aber auch zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. Und da es in die gesamte Philosophie des Taoismus eingebettet ist, kann Tai Chi auch ein Weg spiritueller Selbstverwirklichung sein. Der Begriff "Lebensenergie" ist ungemein weit gespannt und ein dementsprechend weites Feld umfasst Tai Chi dann auch.Ich selbst habe Tai Chi anlässlich einer öffentlichen Vorführung in meiner Heimatstadt St. Pölten für mich entdeckt. Die fließenden, weichen, aber trotzdem konzentrierten, klaren, alles Überflüssige meidenden Bewegungen hatten mich sofort gefesselt. Ich suchte damals schon jahrelang nach einer für mich adäquaten körperlichen Betätigung, da ich merkte, dass meine Haltung immer etwas verkrümmt und außerdem meine Gesundheit recht sensibel war (vor allem auf Streß reagierte ich sehr allergisch und flüchtete mich schnell in einen Fieberschub). Andererseits war Sport für mich absolut nicht das Richtige. Zu schnell, zu hart, zu äußerlich. Innerliche Erfüllung und Befriedigung fand ich dabei auf keinen Fall. Im Gegenteil schreckte mich das drohende Damoklesschwert der Verletzungsgefahr noch mehr ab (als Pianist bin ich da etwas heikel). Aber wie das Leben so spielt, gibt es eine Mangelerscheinung, so ist bei ausreichender Offenheit auch die Kur nicht weit. Ich begann mich mit fernöstlicher Philosophie und Religion zu beschäftigen und fand dort eine ungemein anders geartete, aber umso faszinierendere Welt vor, als in der hiesigen Hemisphäre (mit der ich mich natürlich auch beschäftigte). In diesem Zuge stolperte ich irgendwann auch über den Taoismus und, ich weiß nicht mehr bei welcher Gelegenheit, auch über Tai Chi. Ich hatte nicht viel darüber gelesen, aber spürte gleich die Resonanz. Es ist gar nicht so leicht, eine gute Tai Chi-Schule zu finden, und in dieser Hinsicht hatte ich wirklich Glück (oder eben die innere Resonanz), gleich bei jener obenerwähnten Vorführung eine solche zu finden. Es gibt jede Menge Schulen, in denen man Tai Chi in sechs Monaten lernen und danach schon selbst unterrichten kann. Ich sage dazu nur folgendes: Würden Sie nach sechsmonatigem Üben am Klavier bereits selbst unterrichten können? Was könnte ein Musiker, der nur sechs Monate Geige gespielt hat, seinen Schülern vermitteln können? Die Beantwortung der Frage erübrigt sich, glaube ich. Im Tai Chi ist es ebenso. Es ist im Grunde eine lebenslange Beschäftigung, bei der man immer tiefer in die Materie eindringt, ohne je das Ende zu erreichen oder sie vollständig ausschöpfen zu können. Nur Schulen und Organisationen, die diesem Anspruch gerecht werden, kann ich rückhaltlos empfehlen. Die ITCCA (International Tai Chi Chuan Association), bei der ich lerne, ist eine solche. -Äußere Aspekte-Wie schon erwähnt, beinhaltet Tai Chi verschiedene Körperübungen, von denen ich hier allerdings nur die vorstellen kann, die ich selber gelernt habe. Es gibt noch weitaus mehr! Taoistische Massage: Durch Massieren verschiedener Körperteile wird der Energiefluss angeregt. Die Übungen werden im Stehen oder im Sitzen ausgeführt. Meiner Erfahrung nach wirken sie ungemein erfrischend und belebend. Taoistische Gesundheitsübungen: Einfache Bewegungen werden (beliebig oft) wiederholt. Die Übungen werden im Stehen ausgeführt. Der Energiefluss wird hier stärker als bei der Massage angeregt, vor allem, weil sie auch körperlich anstrengender sind. Chi Kung und Yee Kung: Dies sind Standübungen, bei denen, außer einer sanften Gewichtsverlagerung in den Beinen, keine Bewegung stattfindet. Es gibt viele verschiedene Übungen mit unterschiedlichen Arm- und Handpositionen. Von allen bisher erwähnten Übungen bewegt man sich hier am wenigsten, der Energeifluss wird jedoch am stärksten angeregt. Selbst bei ausgesprochen niedrigen Temperaturen wird einem recht schnell warm! Taoistische Meditation: Sitzen... Es gibt verschiedene Handpositionen. Keine Bewegung.Verschiedene Formen: Handform: Dies ist ein komplexer Bewegungsablauf von über hundert Figuren, deren Erlernen gut 2 Jahre dauern kann. Je nach Geschwindigkeit der Ausführung dauern die drei Teile der Handform ca. 15-60 Minuten. Schwertform: Ein noch komplexerer Bewegungsablauf mit Schwert, aber deutlich weniger Figuren. Die Ausführung dauert ca. 5-10 Minuten. Säbelform: Bewegungsablauf mit Säbel. Dauert etwas kürzer als die Schwertform. Diese beiden Waffenformen kommen vor allem aus der Selbstverteidigung und werden dynamischer und rascher als die Handform ausgeführt. Stockform: Diese habe ich noch nicht gelernt und bisher auch nur einige Anwendungen gesehen, die mich mir ehrfurchtsvolle Schauer den Rücken hinuntergejagt haben. Deshalb kann ich dazu mehr nicht sagen, außer, dass ich sie unbedingt lernen will! Jede dieser Formen beinhaltet darüberhinaus noch jede Menge Vertiefungsstufen, die einzelne Aspekte und Details der Bewegungen herausgreifen und deutlicher machen. Damit kann man sich nach dem Erlernen des äußeren Bewegungsablaufs dann den Rest des Lebens beschäftigen... Partnerübungen: Wie der Name schon sagt, werden diese Übungen zu zweit mit einem Partner ausgeführt. Ein schöner Aspekt dabei ist das Spüren der Energie des Partners und das Eingehen darauf, was es bei den Übungen und Formen so nicht gibt. Pushing Hands: Vierphasiger Bewegungsablauf. Vorgehen (pushen), Blocken, Ablenken (in zwei Phasen). Dieser Ablauf kann beliebig oft wiederholt werden. Macht der Partner einen Fehler, kann man ihn "wegdrücken" bzw. aus dem Gleichgewicht bringen. Mancher versteht das falsch und setzt Muskel- und Hebelkräfte ein, wodurch der Bewegungsablauf mühsam, anstrengend und verkrampft wird. Das ist aber nicht Sinn und Zweck der Übung. Entspannt, aber konzentriert, das ist die Devise. Es existieren mehrere Versionen. Mit einer oder mit zwei Händen, mit vorwärts, rückwärts und seitwärts gehen oder gar umeinander drehen (letzteres habe ich noch nicht gelernt). Fighting Form: Dynamische und verknappte Form der Hand- und Waffenformen. Wie der Name schon sagt, wurzelt sie in der Selbstverteidigung. In diesem Zuge lernt man auch konsequent die Anwendungen jeder einzelnen Bewegung als Antwort auf verschiedene Angriffsarten. Dieser Aspekt wird heutzutage weniger unterrichtet, weil er in verhälnismäßig sicheren Zeiten wie diesen auch nicht mehr so dringend nötig ist wie im alten China. Irgendwie bin ich auch froh drum, denn, ehrlich gesagt, diese Anwendungen sind (richtig angewendet) tödlich effektiv!-Geschichtliche Entwicklung- Die Geschichtsschreibung im alten China vor dem ersten Weltkrieg und dem Kommunismus war eine eigentümliche Mischung aus klarem, präzisem Festhalten historischer Tatsachen und mythologischer Vernebelung. Die Ursprünge des Tai Chi liegen in diesem Nebel, aus dem es erst Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts heraustritt. Chen Chang Hsing (1771-1853) ist der erste historisch bekannte Tai Chi Meister, der den auch heute noch praktizierten Chen-Stil begründete. Seine Schüler Yang Lu-Chan (1799-1872) und Wu Yu-Hsiang (1812-1880) kreierten dann den Yang- und Wu-Stil. Alle drei Stile sind heute weltweit verbreitet. Die ITCCA ist Vertreterin des Yang-Stils und kann sich auf eine lückenlose Traditionslinie von Yang Lu-Chan her berufen. Seine Söhne und Schüler, wie auch deren Nachfolger haben natürlich einige Veränderungen hineingebracht, sodass die heutige Form etwas anders ist als noch zu Zeiten Yang Lu-Chans, die Essenz jedoch, die inneren Prinzipien (die sich in den verschiedenen Vertiefungsstufen manifestieren), die in der Kulturrevolution beinahe untergegangen wären, wurden bewahrt. Die Geheimniskrämerei um diese inneren Prinzipien, die in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und der Kulturrevolution vor der Öffentlichkeit verborgen wurden, ließen sie beinahe verloren gehen. In der damaligen Zeit galt noch das Faustrecht. Jeder durfte zum Kampf herausgefordert werden und musste ihn auch annehmen, wollte er nicht das Gesicht verlieren. Und diese Kämpfe konnten auch auf Leben und Tod ausgefochten werden. Der Film "Fearless" mit Jet Li vermittelt ein wenig von dieser Athmosphäre. Die größten Überlebenschancen hatte der, der seine Kampfkunst geheimhielt. Gewiss, die Meister des 19. Jahrhunderts unterrichteten auch öffentlich, jedoch "entschärfte" Formen, die hauptsächlich der Gesundheitsstärkung dienten. Die inneren Prinzipien blieben lange Zeit Familiengeheimnis. Erst in der vierten Generation, mit Meister Yang Shou-Chung (1910-1985) lockerte sich dieser Bann, seit er auf Anregung seines Meisterschülers Chu King-Hung (geb. 1945) die ITCCA gründete. Chu King-Hung, mittlerweile selbst Meister ist bis heute Vorsitzender der ITCCA, die Schulen europaweit betreibt (Näheres findet sich auf der Internetseite der ITCCA). Yang Shou-Chung und Chu King-Hung waren es auch, die die inneren Prinzipien in "Vertiefungsstufen" zusammenfassten und systematisierten. Früher, als die inneren Prinzipien nur eingeweihten Schülern weitergegeben wurden, war der Unterricht natürlich noch viel stärker individuell zugeschnitten und damit auch "unsystematischer". Mit dem Gang an die Öffentlichkeit und dem Anwachsen der Schülerzahlen änderte sich das klarerweise. Ein Geheimnis umgibt die inneren Prinzipien trotzdem auch heute noch, aber nicht, weil damit hinter dem Berg gehalten wird. Das Geheimnis liegt in der Sache selbst, wie auch das Klavierspiel und das Komponieren seine Geheimnisse hat, die nur der Praktizierende selbst ab einem gewissen Punkt verstehen kann. Große Musiker, Pianisten, Geiger und Dirigenten sind ja manchmal auch von einem gewissen Geruch des Halbgöttertums umweht (stinkt bisweilen bis zum Himmel!), dabei liegt das ganze Geheimnis einfach in der jahrzehntelangen Praxis, um die keiner herumkommen kann, will er es auch verstehen. Der Haken beim Tai Chi liegt in den, mit dem Vertiefen der inneren Prinzipien einhergehenden wachsenden, für das rationale, aufgeklärte Abendland, völlig unerklärlichen Fähigkeiten des Übenden. Aus dem alten China gibt es Berichte über Meister, die ihren Gegner mit einem Stockstoß auf das nächste Hausdach geschleudert haben, ohne ihn dabei auch nur im Geringsten zu verletzen. Oder dass sie vierzig Soldaten mit einem Atemstoß umgeworfen haben. Das alles riecht sehr nach Mythen und Legenden, doch habe ich mittlerweile selbst allzuviel in dieser Richtung gesehen und erlebt, als dass ich alles für Humbug und Scharlatanerie halten kann. Ich möchte zwei Erlebnisse von meinen vielen herausgreifen und erzählen: Bei der ersten Tai Chi Vorführung, von der ich oben berichtet habe, wurde folgende Demonstration geboten: Ein kleiner Mann saß auf einem Sessel und hielt das Ende eines langen Holzstocks in einer Hand. Das andere Ende hielt ein wesenlich größer und stärker aussehender Mann, hinter dem sich eine Reihe weiterer Leute aufbaute, jeder die Hände auf den Schultern oder dem Rücken des vor ihm Stehenden. Insgesamt waren das sicher zehn Männer. Der Sitzende machte einen kleinen Ruck mit dem Stock nach vorne ...und die ganze Reihe der zehn schleuderte es über die gesamte Bühne. Es sah völlig natürlich aus, aber der Verstand kapitulierte. Völlig. Das zweite Ereignis klingt noch unglaublicher: Es war bei einem Seminar mit Chu King-Hung (wir nennen ihn alle "Meister Chu"). Vor ihm bauten sich drei Reihen von jeweils zehn Leuten auf, jeder die Hände auf den Schultern des vor ihm Stehenden. Der jeweils Vorderste legte die Hand auf Meister Chu's Bauch. Dieser atmete laut aus ...und alle drei Reihen schleuderte es zurück, nicht wenige landeten auf dem Boden. Ich selbst war der Letzte in einer dieser Reihen und machte einen gehörigen Satz nach hinten! Wieder fühlte es sich völlig natürlich an, aber die Verstand war völlig ratlos. Es gibt dafür keine rationale Erklärung, und das Beste ist, es dabei bewenden zu lassen. Ich kann es niemandem verdenken, wenn er/sie mir das nicht glaubt. Ich selber bin auch immer der Meinung, dass gesunder Skeptizismus besser ist als blinder Glaube, was ich nur schade finde ist, dass viele Menschen a priori abblocken und sich weigern zur Kenntnis zu nehmen, was ihr Verstand nicht fasst. Es ist ja auch nicht wirklich vorstellbar, man muss es einfach erfahren und erlebt haben, ...und selbst dann "versteht" man's nicht. Es ist vor allem der unglaubliche Unterschied, wenn man mit roher Kraft weggeschleudert wird und wenn man auf diese Weise energetisch "gepusht" wird, der so schwer in Worte zu fassen ist. Bei roher Kraftanwendung fühlt man sich ganz und gar nicht wohl. Man spürt die dahinterliegende Aggressivität und die Verletzung des eigenen privaten Raums. Beim energetischen "pushen" ist es ganz anders. Komischerweise fühlt man sich nachher wohler als vorher, als wäre der eigenen Aggressivität einfach der Grund unter dem Boden weggezogen worden. Ich muss dabei immer grinsen, einfach, weil es so unglaublich ist. Letzten Endes sind solche Demonstrationen zwar spektakulär, beinhalten aber andererseits nicht wirklich das Wesentliche am Tai Chi. In ihnen manifestiert sich höchstens das erstaunliche energetische (und geistige) Potential des Menschen. Worum es wirklich geht, ...tja, worum geht's eigentlich? Ich finde, das muss jeder für sich selbst herausfinden. Ich persönlich meine, dass in der Übung und Praxis die Erfüllung liegt, da müssen dann auch nicht viele Worte verloren werden. Ich selbst habe im Lauf der Jahre eine große innere Wandlung, auch gesundheitlich, bei mir festgestellt. Schon nach den ersten Stunden merkte ich, dass ich viel gerader stand, aufrechter ging, nicht immer nur den Blick gesenkt hielt. Meine Spannungskopfschmerzen, die mich früher regelmäßig recht schlimm heimgesucht hatten, schwanden mehr und mehr, mittlerweile sind sie fast verschwunden. Ich wurde viel seltener krank, und wenn, dann gesundete ich schneller, und (vor allem!) ich lernte wesentlich besser mit Streß umzugehen. War ich vor zehn Jahren noch sehr wenig belastbar, so schaffe ich heute auch verhältnismäßig viel Arbeit in kurzer Zeit. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Tai Chi stärkt Körpe rund Geist ungemein und schafft große innere Stabilität. Und das alles mit einem absoluten Mindestmaß an ethischen und moralischen Vorschriften. Vieles wird einfach ganz von selbst klarer und deutlicher, weil man es nämlich mit dem ganzen Körper spürt, nicht nur mit dem Hirn. Die Kampfkunst im Tai Chi basiert auf einem allerobersten Prinzip: Niemals angreifen! Keine Aggression! Alles in diesen Bewegungen atmet diese Ethik, und irgendwann ist das so in Fleisch und Blut übergegangen, dass man es auch im Alltag anwendet. Gerade in der heutigen Zeit, in der vielen Menschen die innere Ausrichtung fehlt (die katholische Kirce und das Christentum, lange Zeit die einzige innere spiriuelle Stütze im Abendland gehen langsam den Bach hinunter) und die deshalb auf der Suche sind, kann Tai Chi allumfassend einen neuen Halt geben (neben Yoga, Zen-Meditation etc.). Denn zu den soeben genannten körperlichen und geistigen "Symptomen" können auch gewisse mystische Erfahrungen hinzutreten, die die psychische Dimension des Tai Chi noch um die metaphysische und spirituelle erweitern. Tai Chi sagt "Ja" zum Leben. Es fordert keine Askese oder Entsagung. Wenn man sie praktiziert ist es ok und wenn man sie nicht praktiziert ist das auch in Ordnung.In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern wie immer FF (Viel Vergnügen)!
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29.03.2009 19:56
hallo, ich sage mal besser spät als nie und hiermit überreiche ich für diesen tollen Bericht ein BH und glg
28.03.2009 17:21
klasse Bericht -LG
19.03.2009 19:30
auch ich muss das BH nachreichen :-) glg