Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Unterhaltsames Kampfsystem, viele Minispiele, hoher Motivationsfaktor, lustig |
| Kontra: |
teilweise nervende Charas, vorhersehbare Story |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Die erfolgreiche "Tales of..."-Reihe wird fortgesetzt, bekannte Elemente sind darin vorhanden, aber können die Erzählungen aus Symphonia mit den anderen Titeln mithalten?
Story:
Vor langer Zeit existierte ein gigantischer Baum,
Der die Quelle allen Manas war.
Ein langer Krieg brachte dem Baum den Tod:
Er vertrocknete und starb.
Das Leben eines Helden wurde an seine Stelle gesetzt.
In ihrer Trauer über den Verlust, zog sich die Göttin in den Himmel zurück.
Die Göttin befahl den Engeln:
"Ihr müsst mich aufwecken, sollte ich schlafen,
Denn sonst wird die Welt zerstört."
Die Engel brachten die Auserwählte zur Erde,
Die sich zum Turm begab, der die Himmel berührte.
Und dies war der Beginn der Welterneuerung.
Die Auserwählte Colette macht sich mit ihrer Lehrerin Raine und dem Söldner Kratos auf ihrer Reise zur Welterneuerung, während ihre Freunde Lloyd und Genis zu Hause bleiben müssen.
Unvorsichtigerweise legen sich die beiden mit brutalen Halbelfen an, was dazu führt, dass die beiden aus ihrem Heimatdorf verbannt worden und sie sich Colettes Gruppe anschließen. Eine sagenhafte Reise zum Turm des Heils beginnt.
Doch Colettes Reise endet anders als die voriger Auserwählter... und schließlich gelangt die Gruppe sogar in die andere Welt Tethe'Alla, wo ebenfalls ein Auserwählter zum Turm des Heils aufbrechen soll.
Wozu dient die Reise der Welterneuerung wirklich?
Was haben die Halbelfen mit der ganzen Sache zu tun?
Und wieso ist ausgerechnet Colette so wertvoll für ihren Anführer?
Diese und noch mehr Fragen müssen Lloyd und seine Freunde beantworten, wenn sie beide Welten retten wollen.
Gameplay:
Anders als die meisten anderen RPGs, kann man in ToS tatsächlich auswählen, welcher Charakter auf dem Bildschirm zu sehen ist. Die einzige Voraussetzung ist, dass man mehr als eine Person in der Gruppe hat. Als unterschiedlicher "Anführer" mit den Leuten zu reden, kann unterschiedliche Reaktionen hervorrufen.
Insgesamt gibt es neun verschiedene Charaktere, acht davon bleiben dauerhaft in der Gruppe. Einer verlässt die Gruppe nach der Hälfte des Spiels und kann nur unter bestimmten Voraussetzungen im Austausch für einen bestimmten anderen Charakter wieder in die Gruppe geholt werden.
Im Laufe des Spiels tauchen Frage und Ereignisse auf. Je nachdem wie man eine Frage beantwortet oder wie man ein Ereignis meistert, erhöht oder verringert man Lloyds Sympathiewerte für bestimmte Personen, was zu extra Szenen im Spiel und einen Zusatz in Lloyds Ende führt.
Kommt euch bekannt vor? Jep, so etwas hatte man auch in den Star Ocean-Spielen.
Doch da hören die Ähnlichkeiten nicht auf. Auch das Kampfsystem verläuft fast genauso. Man steuert lediglich eine Figur, während die anderen drei (obwohl die Feldgruppe aus bis acht Personen besteht, können nur vier davon an einem aktiven Kampf teilnehmen) automatisch das tun, wofür sie eingestellt wurden (so heilt Raine die Gruppe meistens, während Genis mit Zaubersprüchen um sich wirft).
Spezialaktionen können auf die verschiedenen Tasten gelegt und mit einem einfachen Tastendruck ausgelöst werden.
Das besondere sind allerdings die sogenannten Unisono-Attacken: Dafür muss die Gruppe aus vier Kämpfern bestehen und jedem muss eine Aktion zugeordnet sein. Sobald die Leiste gefüllt ist, genügt ein Tastendruck. Ist der erste Angriff erfolgreich, können so schnell wie möglich die anderen Aktionen nachfolgend ausgeführt werden. Es gibt im Übrigen Möglichkeiten Aktionen einzusetzen, die zu Komboattacken führen können, welche das Unisono automatisch abschließen.
Besonders bei Endgegnern kann das Einsetzen für eine Menge Schaden sorgen.
Die Monster sind im Übrigen bereits auf der Karte sichtbar, so dass man ihnen durchaus ausweichen kann, aber nicht unbedingt immer sollte (Stichwort: Erfahrung)
Im Feld kommt zu sogenannten Z-Skits. In unregelmäßigen Abständen werden in der unteren Bildschirmecke Titel eingeblendet. Drückt man auf Z, so wird eine Art Storysequenz in bewegten Bildern abgespielt, allerdings wurde in der US- und EU-Fassung auf die Synchronisation der Skits verzichtet. Die Skits müssen nicht angesehen werden, sie dienen lediglich dazu, die Charaktere zu vertiefen und ein wenig mehr über die Verhältnisse zu erfahren, im Menü können sie auch ausgeschalten werden.
Auf der Weltkarte gibt es Skit-Punkte. Findet man einen solchen, beginnt Lloyd eine kurze Unterhaltung mit einem anderen Charakter in dessen Verlauf man eine Frage beantworten muss. Zwar haben diese Fragen keinen allzu großen Einfluss auf die Beziehung zwischen Lloyd und den anderen, aber wenn man auf ein bestimmtes Ende abzielt, sollte man die Skits der betreffenden Charas ansehen und positiv beantworten.
Neben den Kämpfen gibt es unzählige Minispiele und Nebenaufgaben, die man durchführen kann. Auch ein ultimativer Gegner, der doppelt so stark ist wie der letzte Endgegner, wurde nicht vergessen.
Im Laufe des Spiels bekommt man verschiedene Titel verliehen, welche beim Level Up unterschiedliche Eigenschaften verbessern können und manchmal sogar die Outfits der Charaktere verändern.
Langzeitspaß beim Entdecken ist garantiert.
Grafik:
Sicherlich kein Vergleich zu der realistischen Darstellung der Charas in FF X und X-2 oder Star Ocean 3, aber dafür bunt in unzähligen Farben gehalten und nicht so SD-haft wie in früheren Tales of...-Teilen.
Ob man die Grafik mag oder nicht ist besonders in diesem Fall wohl Geschmackssache, auszusetzen gibt es allerdings nichts.
Auf dem Feld sieht man die Charas meist von schräg oben, in Storysequenzen werden die Kameraperspektiven öfter mal gewechselt.
Während man in GC-Version wenige Animefilmchen zu sehen bekommt, gab es in der japanexklusiven PS2-Fassung mehr davon.
Musik:
Sehr oft hörte ich während des Spielens (ich telefonierte nebenher oft mit einem Bekannten) die Frage: "Spielst du gerade Star Ocean?"
Einer der Komponisten ist tatsächlich Motoi Sakuraba, der Komponist der Star Ocean-Reihe, was man bei den meisten Stücken sofort erkennt.
Obwohl die Musik atmosphärisch gut und teilweise verträumt ist, gibt es kaum ein Stück, das sich einem ins Ohr setzt und nicht mehr rausgeht. Bei genauerem Hinhören erkennt man außerdem, dass keines der Stücke orchestral aufgenommen wurde, sondern lediglich aus Midis besteht. Das soll jetzt keine Abwertung sein, denn Stücke wie "Beat the angel", "Sheenas Theme" und auch "Fighting off the spirits" sind genauso super (wenn nicht sogar besser) als manches Orchesterstück anderer Spiele.
Synchro:
Die amerikanischen Sprecher bestechen durch Professionalität und Glaubwürdigkeit. Teilweise sind auch bekannte Sprecher dabei.
Die Kämpfe wurden durchweg synchronisiert, ebenso wie die Storysequenzen.
Im Menü kann man die Stimmen jedoch auch abschalten.
Die Skits wurden jedoch nicht synchronisiert.
Sonstiges:
In der japanischen Version wurde das Opening-Video mit dem Lied "Starry Skye" von der japanischen Band "Day after tomorrow" unterlegt. Aus lizenzrechtlichen Gründen wurde das Lied bei der US-Veröffentlichung durch ein Stück des Komponisten ersetzt. Dieses Thema (aber auch "Starry Sky" ist deswegen nicht auf dem offiziellen Soundtrack zu finden.
In Japan erschien das Spiel auch für die PS2. Hier gab es neben einigen grafischen Unterschieden (hauptsächlich was einige Farbtöne betraf), auch zusätzliche Kostüme und zusätzliche Animeszenen im Spiel.
Preis:
Ich habe es für knapp 60 € bekommen, allerdings habe ich auch schon höhere Preise gesehen. Wer Interesse hat, sollte schnell zugreifen und am besten bei Ebay nachsehen.
Fazit:
ToS ist ein verspieltes RPG, welches sich besonders für GC-Spieler eignet. Allerdings kommen einem viele Szenen bekannt vor und viele Storywendungen kann man bereits am Anfang des Spiels voraussehen. Dazu kommen 17-jährige Charaktere, die sich wie 8-jährige benehmen und zwielichtige Verbündete.
Dennoch gibt es viel zu lachen und auch sehr viele tragische Momente. Wer nur einen GC besitzt und Rollenspiele mag, der sollte es sich zulegen, Dauermotivation und Langzeitspaß sind sehr hoch.
Ich persönlich als RPG-Hase, habe den Kauf nicht bereut (und meine Freundin, der ich es seit einem Jahr verliehen habe spielt es inzwischen zum sechsten Mal).
Cu all
Eure Flower
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sehr hilfreich
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sehr hilfreich
10.03.2010
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Tales of Symphonia - Gamecube
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Catwoman83
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
07.02.2006
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Eines der besten Rollespiele für den Gamecube
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Stiegltrinker
Pro: Ein wahnsinnig cooles Kampfsystem
Kontra: Abgeflachte Story
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sehr hilfreich
14.01.2005
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