Tales of the Abyss (PS2)

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Tales of the Abyss (PS2)

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... Es handelt sich hierbei um das so genannte "Tales of the Abyss", das der neuste Homekonsolen-Ableger der berühmten "Tales"-Reihe ist. kurze Franchise History Die Tales- Reihe nahm 1995 mit "Tales of Phantasia" für den SNES seinen Anfang und war seitdem nicht mehr aus der japanischen ... Bericht lesen





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Endlich kommt der zeitlose Titel "Tales of the Abyss" aus der renommierten Tales-Serie für ... mehr
den Nintendo 3DS nach Europa. Der Titel wurde
erstmalig in Japan für PlayStation 2 im Jahre 2005
veröffentlicht. Ein Jahr später folgte auch die
Veröffentlichung in den USA. Nun erscheint eine
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Spieler kann sich nun frei um die Gegner bewegen,
was die Kämpfe deutlich schneller und packender
macht. Luke fon Fabre, Alleinerbe eine angesehenen
Aristokratenfamilie, wurde vor sieben Jahren
gekidnappt. Diese schockierende Ereignis, löschte
alle Erinnerungen an sein Leben davor. Nach seiner
Rückkehr vebringt er aus Selbschutz ein einsames,
zurückgezogenes Leben auf dem Anwesen seiner
Familie ohne sich darum zu kümmern, was ausserhalb
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plötzlich in der Aussenwelt wieder und gerät in
die Machenschaften des Lorelei-Ordens.
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Tales of the Abyss (Nintendo 3DS) Tales of the Abyss (Nintendo 3DS)
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wurde vor sieben Jahren gekidnappt. Diese
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Vorfall findet sich Luke jedoch plötzlich in der
Aussenwelt wieder und gerät in die Machenschaften
des Lorelei-Ordens. Dieser gilt als Hüter einer
Prohpezeihung  die  Score  genannt wird. Nun ist
es an Luke  sich der unbekannten und oftmals
feindlich gesinnten Welt entgegenzustellen. Wer
ist Freund  wer Feind? Stell dich den Abenteuern
und rette die Welt!  Features:  - Flex Range
Linear Motion Battle System - das neue action
orientierte Kampfsystem von Tales of Abyss erlaubt
mit seinen Möglichkeiten der Waffenupgrades ein
neues absolut dynamisches Kampferlebnis. Sammel
Punkte  indem du spezielle Atacken  Artes  und
Strategien ausführst. - Neue Nintendo 3DS Features
- die neue 3D-Ansicht ermöglicht es Dir Kämpfen
eine strategische Tiefe zu verleihen. Auf deine
Spezialfähigkeiten kannst du  dank des
Touch-Screens  rasend schnell zugreifen. -
Lebendige Welt - Die Tales-Serie ist bekannt für
Ihre traumhafte und sorgfältig inszenierte
Spielewelt. Gehe mit Luke auf eine große Reise und
entdecke die Geheimnisse  die diese für dich
bereit hält. - Fan-Bonus - benutze die Punkte  die
du nach Kämpfen bekommst  um Deinen Charakter
aufzuwerten  damit du den Gefahren gewachsen bist 
die du beim ersten Durchspielen nicht schaffen
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Die Tales-Reihe wird Zehn!
Erfahrungsbericht von Zhao_Yun über Tales of the Abyss (PS2)
22.08.2007


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Story, Kampfsystem, Charaktere, Musik, Umfang
Kontra: Grafik wirkt veraltet, teilweise sehr lange Ladezeiten

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Heute möchte ich euch mal wieder ein RPG (Rollenspiel) für die PlayStation 2 vorstellen. Das Spiel ist zwar schon ein bisschen älter, aber da ein RPG meist sehr zeitaufwendig ist, musste ich warten bis die Sommerferien beginnen. Es handelt sich hierbei um das so genannte "Tales of the Abyss", das der neuste Homekonsolen-Ableger der berühmten "Tales"-Reihe ist.


kurze Franchise History ======

Die Tales- Reihe nahm 1995 mit "Tales of Phantasia" für den SNES seinen Anfang und war seitdem nicht mehr aus der japanischen Videospielbranche wegzudenken. Entwickler Namco verbuchte mit dem Spiel einen derartigen Erfolg, sodass noch weitere Spiele der Reihe in Planung kamen. In den kommenden Jahren erschienen dann Tales of Destiny, Tales of Eternia und Tales of Destiny 2, aber keines dieser Spiele schaffte es damals nach Europa, das zur damaligen Zeit dank "Final Fantasy VII" erst langsam das Genre der japanischen Rollenspiele für sich entdeckte. Das erste Spiel aus der Tales Reihe, das es zu uns nach Europa schaffte ist das vor allem bei GameCube Besitzern sehr beliebte "Tales of Symphonia", wodurch viele europäische Spieler auf die Tales Reihe aufmerksam wurden. Leider blieb bis heute der große Durchbruch in Europa versagt, weshalb es die neusten Teile für die PlayStation2 (Tales of Rebirth, Tales of Legendia und Tales of the Abyss) nie nach Europa geschafft haben. Seit Tales of Symphonia gab es für uns Europäer nur noch das GBA Remake von Tales of Phantasia sowie das PSP Remake von Tales of Eternia.
Tales of the Abyss wurde speziell für das 10-jährige Jubiläum der Reihe entwickelt und erschien im Dezember 2005 in Japan und stellt für viele Fans den bisherigen Höhepunkt der Serie dar. Da uns Europäer bis heute ein Release vorenthalten wird, blieb mir nichts anderes übrig als auf die US-Version zurückzugreifen, auf der auch der Bericht hier beruht.

== Story/Setting/Charaktere
==

Tales of the Abyss spielt in einer Welt namens Auldrant und alle Dinge auf dieser Welt bestehen aus so genannten "Fonons", von denen es 6 verschiedene Formen gibt, die vergleichbar mit unseren Elementen sind. Eines Tages entdecken die Bewohner dieser Welt noch eine siebte Art und mit Hilfe dieses "Seventh Fonons" ist es begabten Fonisten (Magier) möglich, in die Zukunft zu blicken. Natürlich versuchten nun die verschiedenen Nationen, möglichst viel von diesem Fonon zu bekommen, um mehr über die Zukunft zu erfahren und dies endete in einem schrecklichen Krieg, bei der die Welt durch das so genannte "Miasma" verseucht wurde, das etwas ähnliches wie giftiges Gas ist. Eine sehr begabte Fonistin namens Yulia gelang es schließlich mit Hilfe von einer geheimnisvollen Kraft namens Lorelei dieses Miasma ins Erdinnere zu verbannen. Gleichzeitig schaute Yulia Tausende von Jahren in die Zukunft und schrieb ihre Vorhersehungen auf Steintafeln auf, die mit der Zeit verloren gingen.
2000 Jahre später existieren 2 große Reiche auf Auldrant: Das Königreich Kimlasca und das Königreich Malkuth. Es existiert aber noch eine dritte Partei und zwar "Loreleis Order" die ihren Sitz in einer Stadt namens "Daath" hat und mit unserem Vatikanstaat vergleichbar ist. Die Order hat dabei die Aufgabe Gläubigen aus dem so genannten "Score" vorzulesen, der vergleichbar mit unserer Bibel ist und die Vorhersehungen der Yulia enthält. Dieser Score hat eine so hohe Macht, das wegen ihm sogar Kriege geführt werden, wenn drin steht, dass ein Krieg ausbrechen wird und auch die Menschen leben so, wie der Score es ihnen voraussagt.
Die Hauptfigur des Spiels ist dabei der 17-jährige Luke fon Fabre, der Sohn des Herzogs von Kimlasca. Dem Score nach wird er dem Königreich noch nie da gewesenen Wohlstand bringen. Im Alter von 10 Jahren wurde er allerdings vom feindlichen Malkuth entführt und nach dessen Befreiung durfte er die Residenz der Fabres nicht mehr verlassen, zu seiner eigenen Sicherheit. Er kann sich allerdings nicht mehr an seine ersten 10 Lebensjahre erinnern und langweilt sich mit der Zeit immer mehr in seinem "Gefängnis". Zum Glück ist er nicht alleine. Ein junger Schwertkämpfer namens Guy verbringt viel Zeit mit ihm und sie werden gute Freunde. Abwechslung erhält er auch durch Besuche von Van, dem Anführer der "Oracle Knights", deren Aufgabe es ist, "Loreleis Order" und ihre Würdenträger zu beschützen. Von ihm erlernt Luke die Kunst des Schwertkampfes.
Eines Tages aber werden Van & Luke während des Trainings von einer geheimnisvollen jungen Frau angegriffen, die Van töten will. Als sich Luke ihr jedoch in den Weg stellt, kommt es zu einer geheimnisvollen Reaktion und die beiden wachen nachts in einem unbekannten Tal auf. Die Unbekannte stellt sich als Tear vor und da Luke nichts von der Welt draußen weiß, bleibt ihm nichts anderes übrig als zu folgen. Hier beginnt ein großes Abenteuer, das von Krieg, Intrigen und religiösen Motiven geprägt sein wird.

Die Story von TotA ist für ein Tales Spiel sehr tiefsinnig und gut durchdacht. Sehr oft kommt es zu überraschenden Wendungen, die den Spieler nur dazu motivieren, weiterzuspielen.

Die Charaktere in TotA sind zum Glück nicht mehr ganz so kindisch wie noch in den älteren Teilen und dafür sehr viel ernster und reifer.
Luke, die Hauptfigur fällt anfangs wegen seines eingebildeten und arroganten Verhaltens sehr schnell negativ auf und entwickelt sich sehr schnell zu einer typischen Hassfigur.
Tear ist die eher schweigsame Magierin, die ihre Emotionen nicht offen zeigt und viele Geheimnisse vor den anderen hat. Daher mag man es kaum glauben, dass sie eine Schwäche für alles hat, was klein und niedlich ist.
Jade Curtiss ist ein Colonel der Armee von Malkuth und ein ausgezeichneter Magier was Offensivmagie angeht. Er hat eine sehr außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich meistens in seinen zynischen, ironischen oder sarkastischen Kommentaren zeigt.
Guy ist wie oben schon erwähnt ein Schwertkämpfer und gleichzeitig der beste Freund von Luke, der ihm in jeder Situation beisteht. Er hat eine Phobie gegen Frauen jeglicher Art. Jedes Mal wenn eine Frau ihn berührt bekommt er ziemliche Angstzustände. Der Grund dafür wird im Laufe des Spiels aber bekannt.
Anise ist zwar erst 13 Jahre alt, aber jetzt schon ein so genannter "Fon Master Guardian". Der Fon Master ist der oberste Würdenträger bei der Order und deswegen bedarf es eines besonderen Schutzes. Sie nervt ein bisschen mit ihrer vorlauten Art, aber sie ist nicht so schlimm wie so manch andere Mädchen in der Rollenspielwelt.
Als letztes wäre dann noch Nathalia, die Prinzessin von Kimlasca. Sie ist die typische Prinzessin, die nicht auf dem Thron tatenlos sitzen will, sondern lieber Taten sprechen lässt. Von allen Charakteren fällt sie noch am ehesten in die RPG - Klischee Kiste.

== Kampfsystem
==


Das Kampfsystem (ab hier KS) ist in TotA wie in allen anderen Tales Spielen auch action-orientiert. Mit bis zu 3 Mitstreitern, die von einer KI gesteuert werden stürzt man sich in die zahlreichen Kämpfe. Es gibt diesmal aber keine Zufallskämpfe mehr, sondern man kann die Gegner auf der Karte sehen und ihnen auch leicht umgehen, wenn man grad keine Lust auf Konflikte hat. Das KS ähnelt hierbei dem von Tales of Symphonia, hat aber einige Weiterentwicklungen erfahren. In TotA ist es möglich durch das Drücken auf die L2 Taste sich frei auf dem Kampffeld zu bewegen, aber man merkt beim Angreifen von Gegnern immer noch, dass sich die Charaktere auf einer Art "2D Schiene" bewegen. Mit der X-Taste führt der Held einen normalen Angriff aus, der sich zu einer Combo-Reihe ausbauen lässt. Wie in anderen Tales Spielen, erlernt man auch in TotA wieder verschiedene Spezialtechniken, die man auf die O-Taste legt. Um möglichst viele Spezialtechniken mit einer Taste ausführen zu können wird die O-Taste noch mit den Richtungstasten verbunden. Das heißt, dass man mit "Richtungstaste hoch + O" einen anderen Angriff ausführt als zum Beispiel mit "Richtungstaste unten + O". So ist es möglich 4 verschiedene Attacken auf die O-Taste zu legen. Mit dem rechten Analogstick ist es nun auch möglich Spezialattacken auszuführen. Auch hier kann man wieder 4 verschiedene Techniken benutzen, je nachdem ob man den rechten Analogstick nach oben, unten, links oder rechts bewegt.
Magier benutzen im Hintergrund mächtige Zaubersprüche, die meistens einen Flächenschaden besitzen, was bedeutet, dass auch mehrere Gegner davon erwischt werden können.
Eine sehr interessante Neuerung sind dabei die so genannten "FoF Changes". Wenn ein Zauber mit elementarem Attribut angewendet wird wie zum Beispiel "Splash" (Wasser-Element), entsteht auf dem Kampffeld ein so genanntes "Fonon-Feld" mit Wasserattribut, das allerdings noch inaktiv ist. Verwendet man jetzt noch mal einen Zauber mit Wasser-Attribut, färbt sich das Fonon Feld blau. Wenn man sich nun in dieses Feld reinstellt ist es möglich, bestimmte Techniken zu verändern. So wird zum Beispiel aus einem normalen "Raging Blast" ein "Frigid Blast". Bei so einem FoF Change steht der Kampf für eine Sekunde still und der Charakter, der es ausführt, kündigt die Attacke mit einer hallenden Stimme an. Dies ist nicht nur sehr effektiv sondern sieht auch noch cool aus. Bei welchem Element sich eine Technik verändern kann, muss man allerdings selbst durch Ausprobieren herausfinden, aber es lohnt sich, denn diese Attacken können bis zu dreimal soviel Schaden, wie normale Techniken verursachen.
Außerdem gibt es wie in Tales of Symphonia wieder die Möglichkeit, in den so genannten "Overlimit" Zustand zu gelangen, sobald man entweder genug Treffer eingesteckt oder ausgeteilt hat. Anders als in Tales of Symphonia, wo man automatisch in den OL Zustand wechselte, sobald die Leiste voll war, kann man in TotA nun selbst entscheiden, wann man in den OL Zustand wechselt. Im OL Zustand wird ein Charakter nämlich stärker, weswegen man sich dies meist für Bosskämpfe aufhebt. Hat man allerdings ca. 10 Kämpfe lang eine volle Leiste ohne sie zu verbrauchen, halbiert sie sich wieder. Zum Glück geht das Aufladen aber sehr schnell. Ab Level 30 können im OL-Zustand so genannte Hi Ougis ausgeführt werden. Hi-Ougis sind unglaublich starke Spezialattacken, die besonders stylisch in Szene gesetzt werden und viel Schaden anrichten. Allerdings können auch Bosse diese Spezialfähigkeiten, weshalb man sehr aufpassen muss.
Eure von der KI gesteuerten Mitstreiter verhalten sich meist sehr gut und clever und machen euch keine Probleme. Im Menü kann man noch einige strategische Sachen einstellen wie zum Beispiel, ob sie im Notfall Heilitems benutzen dürfen oder nicht, oder mit welchen Angriffsmethoden sie hauptsächlich angreifen sollen.
Nach einem gewonnen Kampf erhält man Erfahrungspunkte und Geld und außerdem Tales-typisch eine Note. Die Note errechnet sich aus vielen verschiedenen Kriterien, wie Kampfzeit oder Itembenutzung zum Beispiel. Wichtig sind die Noten allerdings erst für ein mögliches 2. Durchspielen (dazu nachher mehr).
Alles in allem macht es mit diesem KS unglaublich Spaß, seine Charaktere zu trainieren und zu leveln, da immer genug Action vorhanden ist und auch Kämpfe gegen einfache Gegner nie langweilig werden.

== Charakterentwicklung/sonstige Gameplayelemente
==

Bei jedem Level Up steigen wie üblich die Attribute eines jeden Charakters, aber in TotA kann man die Attribute bei einem Level Up noch zusätzlich erhöhen und zwar mit Hilfe so genannter "Capacity Cores". Diese können von Charakteren ausgerüstet werden und erhöhen bei einem Level Up bis zu 6 verschiedene Attribute wie Attacke, Verteidigung, Magie, Magieabwehr, Ausdauer und Agilität um bis zu 4 Punkte. Ein Capacity Core, der pro Level Up 3 Magiepunktebonus vergibt würde also eher einem Magier passen als einem Krieger. So kann man selbst aussuchen, auf was sich die Charaktere spezialisieren sollen.
Allerdings haben diese Bonuspunkte auch Einfluss auf so genannte "AD Skills" (Additional Skills). AD Skills sind Fähigkeiten, die während Kämpfen im Hintergrund ausgeführt werden, bzw bestimmte Spezialaktionen erlauben. So gibt es zum Beispiel AD Skills, die das Zaubern beschleunigen, oder es einem Charakter erlauben, Items auch auf Mitstreiter zu werfen. Manche AD Skills werden automatisch bei Level Up erlernt, andere werden nur erlernt, wenn man eine bestimmte Anzahl von Bonuspunkten in einer bestimmten Attributkategorie zusammen hat. Wenn man zum Beispiel 70 Angriffsbonuspunkte durch Capacity Cores gesammelt hat, erhält man den AD Skill "Comco Plus" der es einem erlaubt 4 Angriffe hintereinanderzureihen anstatt 3.
Außerdem gibt es noch so genannte FS Chambers (Fonslot Chambers), die es dem Spieler erlauben, bestimmte Attacken zu verstärken. Dafür gibt es so genannte "Chambers" in 4 verschiedenen Farben: Rot, Blau, Grün und Gelb. In jede Technik/jeden Zauber ist es nun möglich so ein Chamber einzusetzen. Wenn man Rot einsetzt richtet die Technik/der Zauber mehr Schaden an. Mit Blau wird meist ein Zusatzeffekt ausgelöst. Mit Grün verbraucht man weniger Magiepunkte bei der Ausführung, etc.

Das alles hört sich jetzt SEHR kompliziert an, aber diese Sachen werden nicht alle auf einmal eingeführt, sondern einzeln im Verlauf des Spiels, sodass man nicht von Informationen überladen wird. Sie geben aber dem Spieler die Möglichkeit, seine Spielweise individuell zu gestalten.

Andere lustige Gimmicks, die für Tales Spiele typisch sind, sind auch diesmal enthalten. So hat man wieder die Möglichkeit Kochrezepte zu sammeln und in Dungeons zu kochen, um sich damit zum Beispiel zu heilen. Auch kann man den Charakteren wieder verschiedene Titel zuweisen (auf die ich jetzt aber nicht näher eingehen werde).

== Grafik
==

Das Spiel präsentiert sich in schönster 3D Pracht. Diesmal allerdings mit ganz normalen Polygonen ohne Cel-Shading Effekt. Alles ist ganz schön anzuschauen, aber man merkt an der Grafik, das hier die Entwickler aufgrund von Zeitmangel gespart haben. Die Charaktere sehen in Nahaufnahmen teilweise ein wenig komisch aus. Die Städte und Dungeons sind aber sehr schön ausgearbeitet worden und es sind teilweise sehr schöne architektonische Bauwerke dabei. Was allerdings sehr gestört hat waren die langen Ladezeiten in Städten. Wenn man ein Gebäude betritt und der Bildschirm bis zu 10 Sekunden schwarz bleibt, kann man schon mal die Lust aufs Erkunden verlieren. Besonders schlimm sind die Ladezeiten allerdings auf der Weltkarte. Bei der Weltkarte haben sich die Entwickler eindeutig die wenigste Mühe gegeben, denn bei jeder Bewegung beginnt das Bild zu ruckeln und manchmal bleibt das Spiel sogar ganz stehen, um dann paar Sekunden später weiterzugehen. Wird man auf der Weltkarte in einen Kampf verwickelt dauert es manchmal bis zu einer halben Minute bis man aus dem Kampf raus und wieder auf der Weltkarte ist, weshalb ich Kämpfe auf der Weltkarte so gut es geht vermieden habe. Nach Kämpfen in Dungeons betragen die Ladezeiten zum Glück nur 1-2 Sekunden.
Die Story wird meistens in normalen Zwischensequenzen in der normalen Ingamegrafik weitererzählt. Bei Schlüsselszenen, werden aber auch animierte FMV Filme im Anime-Style eingeblendet, von denen es aber leider viel zu wenige gibt.
Eine Besonderheit sind allerdings die so genannten Skits. In bestimmten Situationen kann man per Druck auf die Select Taste einen Skit auslösen. In Skits sieht man nur die Gesichter der Helden, die sich miteinander unterhalten. In diesen Skits erfährt man viele Hintergrundinformationen und auch einige lustige Dialoge sind dabei. Man muss sie sich allerdings nicht angucken, wenn man der Hauptstory folgen will, aber man verpasst viel vom Spiel, wenn man es nicht tut. Leider sind diese Skits in der US-Fassung nicht vertont worden, da es bei fast 500 Skits einfach ein zu großer Aufwand gewesen wäre. In der japanischen Fassung war natürlich alles vertont.

Da ich gerade bei Synchronisation bin möchte ich hierbei erwähnen, dass die englischen Sprecher führ ihre Verhältnisse sehr gut waren und die Situation meist sehr gut rübergebracht haben, aber gegen die japanischen Original-Sprecher haben sie wie immer keine Chance. Ich finde es übrigens ziemlich traurig, dass es so selten vorkommt, dass man dem Spieler die Wahl zwischen japanischer und englischer Sprachausgabe selbst überlässt….

== Musik
==

Der Soundtrack wurde von Tales-Urgestein Motoi Sakuraba und Shinji Tamura komponiert und ist jederzeit sehr stimmig. Vor allem, wenn man in großen Städten unterwegs ist, ist die Handschrift Sakurabas unverkennbar. Oft fühlte ich mich an bekannte Orte aus Star Ocean 3: Till the end of time erinnert. Was mir auch sehr positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass es 3 verschiedene Battle Themes im Laufe des Spiels gibt, wovon eines besser als das andere ist und auch Boss Themes gibt's 5 an der Zahl. Die Musik auf der Weltkarte verändert sich je nach Weltsituation auch zweimal. Während es am Anfang noch ganz fröhliche Musik ist, wird es immer dramatischer, da sich die Lage auf der Welt zuspitzt.
Im japanischen Opening wird obendrein noch das Lied "Karma" von der japanischen Rockband BUMP OF CHICKEN gespielt. In der US-Version wurde wie immer leider nur die instrumentale Version übernommen.


== Schwierigkeitsgrad / Umfang
==

Das Spiel bietet am Anfang 2 Schwierigkeitsgrade, nämlich Normal und Schwer. Auf Normal sind die normalen Kämpfe relativ einfach und ohne große Probleme zu bewältigen. Nur bei den Bossen wird's schon mal kritisch, da sie sehr viele flächendeckende Magieattacken beherrschen und schlimmstenfalls auch Hi-Ougis. Werden mehrere Partymitglieder von einer Hi-Ougi Attacke getroffen, kann dies schon mal den virtuellen Bildschirmtod bedeuten. Aber auch das ist nicht weiter schlimm, da man sehr viele Speicherpunkte ins Spiel integriert hat, sodass nie Frust aufkommt. Nach dem ersten Durchspielen hat erhält man noch 2 weitere Schwierigkeitsgrade und zwar Maniac und Unknown. Letzterer ist wirklich nur was für absolute Freaks, denn alle Werte von den Gegnern vervierfachen sich alle Attribute. Bei Bossen ist das besonders schlimm, wenn man bei 100,000 HP dank 4facher Abwehr des Gegners nur 10 pro Schlag abzieht. Da hilft nur Trainieren bis zum Umfallen.

Zum Umfang kann ich eigentlich nur sagen, dass TotA ein bisschen länger ist als die Vorgänger. Für das Hauptspiel sitzt man schon 50-60 Stunden vor der Konsole. Will man alles erledigen locker bis zu 100 Stunden.


== Wiederspielwert / Sidequests
==


Sidequests gibt's in TotA auch reichlich. Sie reichen von optionalen Bossen, Bonus-Dungeons, einem Casino, einer Kampfarena und vielen Minispielen. Außerdem kann man abseits des Hauptspiels noch starke Extra-Techniken erlernen. Hier ist es allerdings fast unmöglich ohne eine Komplettlösung all diese Techniken zu finden, denn meistens muss man mehrere Leute in den Städten Auldrants suchen, bis man die Technik erlernt hat und die Hinweise auf den Aufenthaltsort dieser Leute sind eher karg als informativ. Wer ohne Lösung allein auf die Suche geht wird etliche Stunden damit verbringen. Was auch ein bisschen nervig war, ist der Zeitrahmen, in dem man bestimmte Sidequests erledigt haben muss. Wenn man sie zu spät anfängt, kann es sein, dass sie schon nicht mehr machbar ist. Und wenn man einen Schritt verpasst hat, verpasst man auch die restlichen, weshalb reichlich Frust entstehen kann. Wobei Frust natürlich nur bei den Spielern entsteht, die die ganzen Sidequests auch machen wollen.

Der Wiederspielwert von TotA ist meiner Meinung nach sehr hoch, denn die Noten, die man aus den Kämpfen erhält werden zusammengerechnet und man kann sich dann vor dem 2. Durchgang in einem Shop bestimmte Sachen von den Noten kaufen. So kann man zum Beispiel einstellen, dass man doppelt so viel EXP wie vorher bekommt, oder dass man alle Kochrezepte aus dem ersten Durchspielen behält, etc.
Außerdem gibt es noch Sidequests, die nur bei einem 2. Durchgang erhältlich sind und jeder Charakter beherrscht noch einen 2. Hi-Ougi, der aber allerdings nur bei sehr speziellen Situationen eingesetzt werden kann.

== PAL-Release
===

Diesen Punkt habe ich jetzt für diejenigen drin, die Interesse an dem Spiel haben und sich fragen, ob es eine Chance gibt, dass das Spiel irgendwann in Deutschland erscheint. Ich muss ehrlich zugeben, dass die Chancen mittlerweile gegen 0 streben, da das letzte RPG Experiment Namcos in Europa doch ziemlich in die Hose ging. Die Verkaufszahlen von der PAL-Version von Xenosaga 2 waren leider nicht so hoch wie erwartet, was aber klar war, weil der erste Teil hier nicht erschien. Wer kauft schon einen zweiten Teil, wenn er den ersten nicht gespielt hat?
Die einzigen Möglichkeiten, das Spiel hier zu spielen, wären, in den Besitz einer US-Konsole zu kommen, oder seine Konsole importfähig zu machen.

== Fazit
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Tales of the Abyss hat meine Erwartungen eigentlich in allen Belangen mehr als übertroffen, denn anfangs war ich skeptisch, ob es die Entwickler bei all dem Zeitdruck geschafft haben, ein fertiges Spiel auf den Markt zu bringen. Da das Spiel als "Geburtstagsspiel" gedacht war, war am Releasetermin (Dezember 2005) nicht zu rütteln, was man zum Glück nur an der schwächelnden Grafik und an den Ladezeiten merkt.
Die Story ist für ein Teil der Tales Reihe sehr sehr komplex und wartet mit sehr vielen überraschenden Wendungen auf und auch bei den Charakteren wurde mit viel Sorgfalt gearbeitet. Jeder Charakter hat seine eigene Vorgeschichte und ist bis zum Ende hin nie austauschbar wie es bei manch anderen RPGs der Fall ist. Vor allem in den optionalen Skits wird die Detailtiefe der Charaktere stark sichtbar.
Das Kampfsystem ist diesmal nahezu perfekt. Die Steuerung ist intuitiv und einfach gehalten und durch die erweiterte Bewegungsfreiheit kann man gegnerischen Attacken auch besser ausweichen. Die KI der Partymitglieder ist sehr gut und man muss sich fast nie über dumme Aktionen ärgern. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr gut ausbalanciert und wird selbst bei harten Bosskämpfen nie unfair. Auch die ganzen Neuerungen wie die FoF Changes oder Capacity Cores wurden sehr gut mit eingebunden und sorgen für Spielspaß pur. Das einzige Manko wäre wohl die etwas überholte Grafik und die langen Ladezeiten.
Klasse Story, sehr gutes Kampfsystem, tolle Charaktere und gute musikalische Untermalung. Was braucht ein RPG-Fan mehr? Ich würde dieses Spiel jedem RPG-Fan, der eine NTSC-fähige Konsole hat, dieses Spiel wärmstens ans Herz legen, aber auch normale Spieler können mit diesem Spiel bestimmt nichts falsch machen!

   

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