Taliesin / Lawhead, Stephen

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Taliesin / Lawhead, Stephen

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Gute Fantasy

4 2. Feb 2000

Pro:
Gute Fantasy

Kontra:
?

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Niveau:

Unterhaltungswert:

Spannung:

Humor:

Aufmachung:

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CrispyRoll

Über sich: Ich lese für mein Leben gerne!! Ich lese für mein Leben gerne!!

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Erfahrungsberichte:97

Vertrauende:2

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Atlantis ist in einer schrecklichen Naturkatastrophe untergegangen. König Avallach und seine Familie gehören zu den wenigen Überlebenden. Per Schiff erreichen sie den rauhen Südwesten Englands und lassen sich auf einer nebelverhangenen Sumpfinsel nieder. Das Leben verläuft eintönig, bis weitere Flüchtlinge auftauchen: die letzten eines von irischen Seeräubern vertriebenen Volksstammes aus Nordwales. Zu ihnen gehört der Barde, Heerführer und Seher Talisien. Er verliebt sich in die Tochter König Avallachs, die weise und schöne Charis. Die beiden werden ein Paar und bekommen einen Sohn. Als der große Zauberer Merlin gehört er später zum Kreis um König Artus.
Recht monoton und wenig mitreissend beginnt die Geschichte in zwei Welten die, ähnlich der ersten und zweiten Hälfte des Buches, gegensätzlicher nicht sein können. Gerade die geniale Idee, Atlantis in die Artus-Saga einzubauen, hat Lawhead nicht fesselnd genug umgesetzt. Der Untergang Atlantis, zweifelsohne ein gewaltiges Ereigniss, flimmert zu diffus am Leser vorbei. Seine Beschreibungen von Gefühlen und Landschaften, von Traumwelten und Musik beflügelt jedoch die Gedanken mit jedem Kapitel mehr. Auch geschichtliches, religiöses und kulturelles, vermochte Lawhead erst spät-gut und interessant umzusetzen. Schade ist, daß die Erotik völlig auf der Strecke bleibt.
Die beiden Hauptcharaktere, die atlantische Charis und der mystische britische Taliesin, werden als interessante, gefühlsintensive Personen dargestellt, deren Äußeres leider nur mangelhaft erklärt wird. Gerade hier tat sich eine "Fantasielücke" auf, die es mir nicht ermöglichte mich voll in die Welt der beiden "hineinzulesen". Wenn man von einigen langatmigen Stellen absieht verspricht die Lektüre jedoch immer wieder kurzweilige Momente und nur selten ahnt der Leser wohin die Geschichte steuert. Denn gerade an den Stellen wo man einzudämmern droht oder von den fantastischen Umschreibungen von Lawhead`s Welt die Fantasie des Leser fast überfordert wird, überrascht der Autor mit plötzlicher Dramatik.
Für den Artus-Saga-Kenner ist gerade die in diesem Buch beschriebene Vorgeschichte interessant und macht am Ende doch neugierig auf die Folgebänder.
 

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